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PRESSEMITTEILUNG 31.12.2020

In den Impfzentren von Stadt und Landkreis könnten täglich Hunderte gegen das Coronavirus immunisiert werden – Impfstoff reicht dafür aber bei Weitem nicht aus

Wann kann Bayern im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit den dringend benötigten, nächsten Lieferungen des Impfstoffs der Firmen BioNTech und Pfizer rechnen? Diese Frage sorgt zum Jahreswechsel auch in der Region Landshut für Wirbel. Am Mittwochmittag erhielten Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier aus dem Bayerischen Gesundheitsministerium zunächst die Information, dass die vom Bund für die erste Januarwoche eigentlich fest zugesagte Lieferung entfällt – statt am 4. Januar wäre damit erst am 11. Januar mit Nachschub zu rechnen gewesen. Nun soll diese Tranche laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zwar immerhin am 8. Januar in den Ländern eintreffen, dafür aber soll offenbar in der zweiten Januarwoche keine Lieferung erfolgen. Putz und Dreier haben für dieses Vorgehen keinerlei Verständnis: „Tag für Tag sterben in Deutschland etwa 1.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus, auch in Stadt und Landkreis Landshut sind beinahe täglich Opfer zu beklagen. Trotz aller Einschränkungen bleibt die Zahl der Neuinfektionen auf einem viel zu hohen Niveau. Jeder Tag Verzögerung bei den Impfungen kostet also Leben, verursacht großes Leid für unzählige betroffene Familien und zwingt uns darüber hinaus eine Verlängerung der leider alternativlosen Beschränkungen bis hin zum Lockdown auf – mit allen negativen Folgen für die Zivilgesellschaft, die Wirtschaft und die Bildungschancen unserer Kinder.“

OB und Landrat formulieren deswegen eine deutliche Forderung Richtung Berlin: „Die Bundesregierung steht in der Pflicht, unverzüglich eine lückenlose Lieferkette für den Impfstoff sicherzustellen und ihre ursprünglich kommunizierten Zeitpläne einzuhalten.“ Darauf hätten sich die Länder ebenso wie die kreisfreien Städte und Landkreise verlassen. „Unsere Impfzentren vor Ort sind – wie von Bund und Freistaat gefordert – bereits seit 15. Dezember einsatzbereit, wir könnten ab sofort täglich hunderte Menschen impfen“, sagen Putz und Dreier. „Woran es jetzt noch mangelt, ist allein der Impfstoff. Dieses Problem fällt in die Zuständigkeit des Bundes, der daher schnell eine tragfähige, dauerhafte Lösung finden muss.“ Andernfalls laufe die Politik Gefahr, das Vertrauen der breiten Bevölkerungsmehrheit leichtfertig zu verspielen. „Bisher ziehen weite Teile der Bürgerschaft beim Infektionsschutz vorbildlich mit. Ihnen, vor allem aber auch den Ärzten und dem Pflegepersonal in den Krankenhäusern, die sich seit einem Dreivierteljahr bis zur Erschöpfung um schwerkranke Covid-19-Patienten kümmern, sind wir es schuldig, die Impfungen so rasch wie irgend möglich voranzutreiben“, mahnen Putz und Dreier. Denn: „Einen anderen Weg aus der Pandemie und damit zurück zum normalen Leben gibt es nicht.“

Dieser Weg sei ohnehin weit und erfordere Geduld – selbst wenn der Bund die aktuell bestehenden Lieferengpässe beseitigen und Impfstoff im zugesagten Ausmaß zur Verfügung stellen würde, so OB und Landrat weiter. Das verdeutlichen die Zahlen für die Region Landshut: „Allein in der Stadt gehören etwa 7.000 Personen der höchsten Priorisierungsstufe 1 an. Sie sind also entweder über 80 Jahre alt oder Bewohner beziehungsweise Beschäftigte eines Seniorenheims oder haben als Ärzte und Pfleger in einem Krankenhaus direkten Kontakt mit Covid-19-Patienten. Geht man in dieser Priorisierungsgruppe von einer Impfbereitschaft von 70 Prozent der Berechtigten aus, wären das in Landshut rund 5.000 Menschen. Weil für jeden zwei Impfungen erforderlich sind, bräuchten wir also circa 10.000 Impfdosen, um alle aus der höchsten Priorisierungsstufe zu impfen, die das möchten“, rechnet Putz vor. Bislang seien der Stadt bis inklusive der dritten Kalenderwoche 2021 jedoch nur rund 1.500 Dosen in Aussicht gestellt worden. Danach könne die Stadt Landshut nach jetzigem Stand mit wöchentlich etwa 600 Dosen kalkulieren. „Das heißt: Es würde bis April dauern, ehe wir die Impfwilligen der höchsten Priorisierungsstufe versorgt haben.“ Alle anderen Bürger müsse man dann entsprechend länger vertrösten.

Das könne nicht das letzte Wort sein, finden Putz und Dreier: „Unsere Bürger erwarten zurecht, dass die Verantwortlichen in Bund und Ländern sich etwas einfallen lassen und zusätzlichen Impfstoff beschaffen, zumal die Herstellerfirma BioNTech in Deutschland sitzt. Die bisher auf EU-Ebene vereinbarten Kauf- und Lieferverträge mit verschiedenen potentiellen Impfstoffherstellern werden der Situation wohl leider nicht gerecht.“ Aber auch die EU dürfe sich nicht damit zufrieden geben, dass alle ihre Mitgliedsstaaten offenbar dieselben Schwierigkeiten hätten. „Dieser Impfstoffmangel ist kein Zeichen von Einheit und Stärke der EU, sondern nach fast zehn Monaten Pandemie ein Armutszeugnis – zumal seit einem halben Jahr absehbar war, welche Hersteller bei der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs am besten im Rennen liegen. Darauf hätte man schon im Sommer reagieren und entsprechende Verträge aushandeln oder anpassen müssen.“

Wie zügig die Impfung voranschreiten kann, wenn genügend Impfstoff vorhanden ist, sei bereits jetzt in Israel zu sehen. „Dort wurden bis gestern bereits mehr als 600.000 Menschen geimpft, das entspricht beinahe sieben Prozent der knapp neun Millionen Einwohner“, sagt Putz. Auch andere westliche Staaten wie die USA, Kanada und Großbritannien seien schon wesentlich weiter als Deutschland, wo bis gestern Abend nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nur 78.000 der rund 83 Millionen Bürger teilimmunisiert worden sind. „Unser Anspruch muss es sein, im Interesse der Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger jetzt aufs Tempo zu drücken und aufzuholen“, fordern Putz und Dreier. „Landkreise und kreisfreie Städte haben mit den vom Freistaat finanzierten Impfzentren binnen kürzester Zeit die erforderliche Infrastruktur für die bundesweite Impfkampagne geschaffen und auch das nötige medizinische Personal dafür akquiriert. Wir sind sehr zuversichtlich, dass bei uns auch nichts ruckeln wird, sondern dass alles gut funktioniert. Jetzt muss aber der Bund seinen Teil beitragen – und der besteht darin, die schnelle und flächendeckende Versorgung mit Impfstoff sicherzustellen. Das wäre unser Wunsch für den Beginn des Jahres 2021.“

Foto: Klartext.LA

Hermann Mayr (links) und Stefan Felkel freuen sich über die positive Entwicklung in Geisenhausen.
Foto: Sparkasse Landshut

Geisenhausen. Die Geisenhausener schätzen ihre örtliche Sparkasse und nutzen deren Angebote gerne. 4.000 Kunden zählt man dort mittlerweile. Diese große Nachfrage hat die Sparkasse nun dazu bewogen, ihre Geschäftsstelle zu einem Finanzzentrum aufzuwerten. Regionaldirektor Hermann Mayr erklärt dazu: „Die bisherige Geschäftsstelle wird auf Grund ihrer Größe und der Bedeutung des Standortes ab dem 1. Januar 2021 als Finanzzentrum geführt. Dieser Standort hat sich mit dem neuen Leiter Stefan Felkel äußerst positiv weiterentwickelt.“

Die Vorteile für die Bevölkerung erläutert Felkel: „Wir sind eine feste Größe in Geisenhausen. Künftig bieten wir den Kunden zusätzlich erweiterte Service-Öffnungszeiten an. Und zwar Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag immer von 9.00 Uhr – 12.00 Uhr sowie von 13.30 Uhr – 16.00 Uhr. Am Mittwoch von 9.00 Uhr – 12.00 Uhr. Außerdem erhalten wir personelle Unterstützung in der Beratung. Persönliche Beratungstermine sind nach Terminvereinbarung von Montag bis Freitag von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr möglich.“

Sollte ein Kunde in der aktuellen Phase eine digitale oder telefonische Beratung bevorzugen, ist das selbstverständlich jederzeit möglich. Stefan Felkel und sein Team richten sich ganz nach den Wünschen ihrer Kunden aus.

Christkind Noah ist dieses Jahr das schönste Geschenk für Simona und Alexander Spangenberg.
Fotos: Klinikum Landshut

Er kam als Superman – mit der Hand voraus – zur Welt: Noah ist als Christkindl am 24.12. im Klinikum Landshut geboren. Um exakt 11:37 an Weihnachten war es soweit. Nach 12 Stunden Wehen und einer schlaflosen Nacht konnten Mama Simona und Papa Alexander Spangenberg aus Furth endlich ihr erstes Kind in den Armen halten. 3510 Gramm schwer und 52 Zentimeter groß war Noah bei seiner Geburt. „Noah bedeutet ‚der Ruhebringer‘ und er ist wirklich ein ausgeglichenes und glückliches Baby“, erzählen die Eltern. Mama Simona Spangenberg fühlte sich im Klinikum wunderbar umsorgt, wie sie erzählt. Im Endspurt hatte es der kleine Mann ein wenig eilig, wäre der Geburtstermin doch erst Anfang Januar gewesen.
„Er ist ein Kuschler“: So beschreibt Bettina Neumayer ihren Sohn Hannes Matthias. Am 2. Weihnachtsfeiertag ist er um 4:14 Uhr zur Welt gekommen. 51 Zentimeter war er groß und 3040 Gramm schwer. „Die Geburt war so wie man es sich wünscht“, erzählt die Mama. Am 1. Weihnachtsfeiertag habe sie am Abend die ersten Wehen gespürt. Nachdem sie und ihr Partner gegen 1 Uhr nachts im Kreißsaal angekommen sind, dauert es gerade mal drei Stunden, bis Hannes auf der Welt war. „Es ist zackig gegangen“, erzählt die Mama. Zuhause ist der kleine Hannes zusammen mit seinen Eltern Bettina Neumayer und Thomas Loibl in Obermünchen.

Nicolas Achim hat am 26.12. eine Punktlandung hingelegt. Der errechnete Geburtstermin war am 2. Weihnachtsfeiertag und um genau 22:36 Uhr kam der kleine Mann auf die Welt. Über ihr erstes Kind freuen sich Ana-Maria und Ioachim Alin Ienea aus Erding. „Heute hat er den ganzen Tag geschlafen. Ein bisschen lächeln kann er auch schon“, erzählt die Mama. Papa Ioachim sei unglaublich stolz auf seinen Sohn und war auch bei der Geburt dabei. Nicolas brachte 3360 Gramm auf die Waage und war 52 Zentimeter groß. Den zweiten Vornamen trägt er übrigens zu Ehren seines Vaters und Großvaters.

Friedlich schlummern Nicolas und Hannes in den Armen ihrer Mamas Ana-Maria Ienea (l.) und Bettina Neumayer. Die beiden kamen am 2. Weihnachtsfeiertag zur Welt. Zur Geburt gratuliert das Team der Frauenklinik mit v.l. Assistenzärztin Anselma Riederer, Oberärztin Dr. Barbara Weber und Hebamme Anja Grötzinger.

PRESSEMITTEILUNG 29.12.2020

OB Putz ruft zu Verzicht auch auf Privatgrundstücken auf

Das Zünden von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie 2, also von Feuerwerkskörpern wie Raketen, Vulkanen, Fontänen, Knallkörpern und Batterien, ist im Bereich der historischen Innenstadt Landshuts und auf dem Gelände der Burg Trausnitz auch an Silvester 2020 aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes verboten. Die Stadt weist zudem darauf hin, dass die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zwischen 21 und 5 Uhr bayernweit verbindliche Ausgangssperre auch in der Silvesternacht gilt. Das Verlassen der Wohnung ist in diesem Zeitraum daher nur aus triftigen Gründen gestattet; das Zünden von Feuerwerkskörpern zählt nicht dazu.

Nicht formell verboten ist dagegen das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auf Privatgrundstücken außerhalb der historischen Innenstadt bzw. des Burggeländes. Dennoch appelliert Oberbürgermeister Alexander Putz an die Bürgerinnen und Bürger, in diesem Jahr freiwillig darauf zu verzichten. „Leider verletzen sich jedes Jahr zahlreiche Menschen beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Ein Restrisiko ist nie auszuschließen, auch wenn man Erfahrung im Umgang mit solchen Gegenständen hat und die nötige Vorsicht walten lässt“, sagt Putz. Die Krankenhäuser der Region seien wegen der Corona-Pandemie voll ausgelastet, Ärzte und Pflegepersonal arbeiteten seit Monaten bis zur Erschöpfung. „Die Belastungsgrenze das Gesundheitssystems ist erreicht, wenn nicht gar überschritten“, so der Rathauschef. „Wir dürfen es daher nicht riskieren, die Kliniken nun auch noch mit Patienten zu belasten, die sich beim Böllern verletzt haben. Das ist vermeidbar – wenn wir das Feuerwerk diesmal sein lassen.“ Diese kleine Einschränkung für den Einzelnen sei eine große Hilfe für das Krankenhauspersonal, sagt Putz. „Ich bedanke mich schon jetzt bei allen, die auf diese Weise ihre Solidarität mit unseren Ärzten und Krankenpflegern zeigen.“

Foto: Alexander Putz, Stadt Landshut

Ein brennender Bulldog, ein brennender Roller und eine Personenrettung haben am Montag und Dienstag die Landshuter Feuerwehr beschäftigt. Zunächst geriet am Montagabend in der Rödlstraße ein kleiner Traktor in Brand. Das im Vollbrand stehende Fahrzeug wurde von Atemschutzträgern der Feuerwehr abgelöscht. Am Dienstagmittag musste die Feuerwehr in Landshut bei einem medizinischen Notfall helfen und eine erkrankte Person mittels Drehleiter aus dem ersten Obergeschoss eines Wohnhauses retten. Am frühen Dienstagabend geriet dann in der Dreisellelstraße in der Bayerwaldsiedlung ein Roller in Brand. Auch der Roller brannte komplett aus und wurde von Atemschutzträgern gelöscht.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut

Pressebericht der Polizeiinspektion Landshut, Dienstag, 29. Dezember 2020

Stadtgebiet Landshut

Hubschraubereinsatz wegen Mann in Tarnkleidung

Landshut. Bereits am Freitagvormittag kam es in Frauenberg/Auloh zu einem größeren Polizeieinsatz. Hier hatte eine Frau, gegen 10:30 Uhr, beim Joggen in den Isarauen einen Mann mit Tarnkleidung gesehen, der eine Schusswaffe in der Hand hielt. Daraufhin lief ein größerer Polizeieinsatz an. Im weiteren Verlauf wurde ein Polizeihubschrauber zur Absuche hinzugezogen. Kurze Zeit darauf konnte in der Kanalstraße der Gesuchte festgestellt werden. Es handelte sich um einen 39-jährigen aus Auloh. Der Amtsbekannten konnte ohne Schwierigkeiten festgenommen werden und kam in ein Landshuter Krankenhaus zur Behandlung. Bei der Schusswaffe handelte es sich um eine erlaubnisfreie Schreckschusswaffe, die aber außerhalb des befriedeten Besitztums (Wohnung, Haus oder Grundstück) nicht getragen werden darf. Diese wurde sichergestellt.

Kleintraktor brennt aufgrund technischen Defekts aus

LANDSHUT. Am Montag, gegen 19:00 Uhr, räumte ein 20-Jähriger in Achdorf, in der Pettenkoferstraße, mit einem Kleintraktor Schnee. Während des Räumvorgangs nahm er plötzlich Schmorgeruch wahr und stieg aus dem Fahrzeug. Daraufhin fing der Traktor Feuer und brannte komplett aus. Als Brandursache wird derzeit von einem technischen Defekt ausgegangen. Zum Glück wurde niemand verletzt, der Sachschaden liegt im mittleren fünfstelligen Eurobereich. Die Feuerwehr Landshut war vor Ort und musste auslaufende Betriebsstoffe binden.

Kellerabteile aufgebrochen

LANDSHUT. Zwischen Montag und Mittwoch wurden im Rennweg, in einem Mehrfamilienhaus, Kellerabteile aufgebrochen. Der oder die Täter entwendeten aus einem Abteil Wein- und Champagnerflaschen, während aus einem weiteren nichts gestohlen wurde. Der Schaden liegt im dreistelligen Eurobereich. Wer hat hier verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Hinweise bitte an die Polizei Landshut unter Tel. 0871/9252-0.

Elektrisches Heizgerät von Baustelle entwendet

LANDSHUT. Im Verlauf der vergangenen Tage wurde von einer Baustelle in der Papiererstraße 34 ein Elektroheizer von Unbekannten entwendet. Der Wert des Gerätes liegt im vierstelligen Eurobereich. Wer hat hier verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Hinweise bitte an die Polizei Landshut unter Tel. 0871/9252-0.

Radfahrer beschädigt Linienbus und flüchtet

LANDSHUT. Am Montag, gegen 12:40 Uhr, befuhr ein Linienbus der Stadtwerke die Zweibrückenstraße in Richtung Altstadt. Auf Höhe der Fischergasse kam plötzlich von rechts ein Radfahrer und touchierte mit seinem Lenker den Bus auf der Seite. Der Radfahrer stürzte daraufhin. Er stieg allerdings anschließend wieder auf das Fahrrad und fuhr davon, ohne sich weiter um den Schaden am Bus zu kümmern. Eine Beschreibung des Radfahrers ist nicht möglich. Am Bus entstand ein Sachschaden im dreistelligen Eurobereich. Wer hat den Unfall beobachtet oder kann sachdienliche Hinweise geben? Bitte an die Polizei Landshut unter Tel. 0871/9252-0.

Landkreisgebiet Landshut

Kupferdachrinnen entwendet

ALTDORF/LANDKREIS LANDSHUT. Von Freitag auf Samstag wurden am Sonnenring ein Regenfallrohr und eine Dachrinne (jeweils aus Kupfer) entwendet. Die Schadenshöhe liegt im dreistelligen Eurobereich. Wer hat hier verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Hinweise bitte an die Polizei Landshut unter Tel. 0871/9252-0.

Foto: Klartext.LA

 

Barrierefreie Dusche: Mit Blick auf den demografischen Wandel fordert die IG BAU mehr Anstrengungen beim altersgerechten Bauen und Sanieren.

Presse- Information 28. Dezember 2020

IG BAU warnt vor Mangel an Seniorenwohnungen
Generation Ü65 wächst in Landshut bis 2035 um 29 Prozent
Immer mehr Senioren – aber auch genug altersgerechter Wohnraum? In Landshut könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 18.900 anwachsen – das sind 29 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 23 Prozent. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine Demografie-Prognose des CIMA Instituts für Regionalwirtschaft – und fordert mehr Anstrengungen bei der Schaffung seniorengerechter Wohnungen: „Lift statt Treppe, breitere Türen für Rollator und Rollstuhl, barrierefreie Duschen – nur ein kleiner Teil der Wohnungen in der Stadt ist für die rasant wachsende Generation Ü65 geeignet. Das muss sich ändern“, sagt Michael Matejka. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Niederbayern spricht von einer „demografischen Notwendigkeit“. Es müssten nicht nur zusätzliche Seniorenwohnungen neu gebaut werden. Auch bei der altersgerechten Sanierung bestehender Wohnungen sei der Nachholbedarf groß. „Wenn die Rentner-Generation nicht stärker berücksichtigt wird, droht vielerorts schon in einigen Jahren eine graue Wohnungsnot“, betont Matejka. Dieses Problem werde bereits jetzt durch die Corona-Pandemie verschärft, weil gerade ältere Menschen einen Großteil des Tages zuhause verbringen müssten. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) biete mit ihrem Programm
„Altersgerecht Umbauen“ zwar Zuschüsse und Kredite. Das Fördervolumen von
150 Millionen Euro in diesem Jahr reiche aber nicht aus, kritisiert die IG BAU. Der Bund müsse die Förderung mindestens verdoppeln, um das Senioren-Wohnen voranzubringen. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus: Laut Haushaltsplan stehen für die altersgerechten Sanierung im nächsten Jahr nur noch 130 Millionen Euro zur Verfügung.
Am Ende stehe die Lebensqualität Tausender Menschen in Landshut auf dem Spiel.
„Es kann nicht sein, dass ein Rentner nur deshalb ins teure Pflegeheim muss, weil eine ambulante Betreuung an der seniorengerechten Ausstattung der eigenen Wohnung scheitert“, macht Matejka deutlich.

Foto: IG BAU