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Tobias Hirschnagl (1.v.l.) und Karlheinz Adler (3.v.l.) übergaben eine Spende in Höhe von 700 Euro an Chefarzt PD Dr. Bruno Neu, Oberarzt Wolfgang Sandtner und Stationsleitung Susanne Haberl (v.r.n.l.).
Foto: Maria Klaus / LAKUMED Kliniken

Landkreis Landshut. Am Dienstagnachmittag überreichten Tobias Hirschnagl und Karlheinz Adler, Betriebsratsvorsitzender und Schwerbehindertenvertreter der Gehe Pharma Handel GmbH mit Niederlassung in Landshut, eine Spende in Höhe von 700 Euro an Chefarzt PD Dr. Bruno Neu, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins für Palliativmedizin Landshut e. V., sowie Oberarzt Wolfgang Sandtner und Stationsleitung Susanne Haberl.

„In den vergangenen Wochen haben wir Kuchen, Plätzchen und Kinderpunsch in der Mitarbeiter-Kantine gegen eine freiwillige Spende verteilt. Der dadurch gesammelte Geldbetrag wurde durch weitere Spenden von Mitarbeitern auf eine Gesamtsumme von 700 Euro aufgerundet“, sagte Hirschnagl. „Wir danken allen Mitarbeitern für die große Spendenbereitschaft, denn nur so konnten wir diese stolze Summe erreichen“, so Adler.
Wunsch der Belegschaft war es, dass die Spende Menschen in der Region zugutekommt, die bedingt durch ihre Lebenslage die finanzielle Unterstützung gut brauchen können. Aufgrund positiver Erfahrungen von Mitarbeitern mit der Palliativstation am Krankenhaus Landshut-Achdorf fiel schließlich die Entscheidung, den Geldbetrag an den Förderverein für Palliativmedizin Landshut e. V. zu spenden.

Chefarzt PD Dr. Neu dankte für die großzügige Spende und versicherte, dass jeder Cent den Patienten der Palliativstation zugutekommen wird. „Mit Ihrer Unterstützung können wir Therapien wie Kunst-, Musik- oder Atemtherapien, Klangschalenbehandlungen und kleine Wünsche wie spezielle Lieblingsspeisen erfüllen“, erklärte Sandtner. „Auch die Brückenpflege ist auf Spendengelder angewiesen: Sie organisiert und begleitet nach einem Aufenthalt auf der Palliativstation gemeinsam mit dem Sozialdienst des Krankenhauses Landshut-Achdorf eine Rückkehr der Patienten nach Hause, ins Heim oder in das Hospiz Vilsbiburg und ist damit eine große Unterstützung für die Angehörigen“, so Haberl. Ziel sei es, die Lebensqualität durch eine gut vorbereitete Entlassung aus dem Krankenhaus zu verbessern und den Verbleib in der häuslichen Umgebung auch bis zuletzt zu ermöglichen.
Aktuelle Informationen finden Sie auch unter www.LAKUMED.de<http://www.LAKUMED.de>.

Jakob Fuchs (mitte) freute sich, den Notärzten des Krankenhauses Landshut-Achdorf die neue Dienstkleidung überreichen zu dürfen. Fotos: Maria Klaus / LAKUMED Kliniken

Landkreis Landshut. Für die Notärzte der LAKUMED Kliniken gab es in diesem Jahr bereits vor Weihnachten Grund zur Freude: Nach vielen Monaten der Vorbereitung und Abstimmung erhielten die Notärzte des Krankenhauses Landshut-Achdorf, des Krankenhauses Vilsbiburg und der Schlossklinik Rottenburg eine neue Einsatzkleidung. „Die neue Dienstkleidung aus hochwertigen Materialien in den Farben gelb-blau entspricht den gesetzlichen Vorgaben und soll unsere Notärzte auf ihren Einsätzen gut sichtbar machen und bestmöglich schützen“, sagte Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken. „Zudem ist die neue Kleidung mit dem Logo der LAKUMED Kliniken und dem Namen des Arztes versehen, so dass für den Patienten ersichtlich ist, wer der Notarzt ist und woher dieser kommt.“ Jakob Fuchs freute sich, den Ärzten mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin Mitte Dezember die neue Einsatzkleidung übergeben zu dürfen und wünschte für die Einsätze alles Gute.

Auch die Notärzte am Krankenhaus Vilsbiburg sind ab sofort in neuer Dienstkleidung auf Einsatz.

Am Krankenhaus Vilsbiburg und in der Schlossklinik Rottenburg wird der Notarztstandort Montag bis Freitag tagsüber von Notärzten der LAKUMED Kliniken besetzt. Die Notärzte des Krankenhauses Landshut-Achdorf besetzen den Notarztstandort Landshut während der Woche am Nachmittag sowie tagsüber als Zweit-Notarzt. In der Nacht werden die Notarztstandorte über Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern besetzt – an diesen Diensten beteiligen sich ebenfalls einige Notärzte der LAKUMED Kliniken. Insgesamt gibt es in Stadt und Landkreis Landshut drei Notarztstandorte: Landshut, Vilsbiburg und Rottenburg. „Um auch für die Patienten im ländlichen Raum innerhalb kurzer Zeit eine schnelle medizinische Versorgung sicherstellen zu können, kommt den Notarztstandorten in Vilsbiburg und Rottenburg eine wichtige Bedeutung zu“, so Jürgen Königer, Notarzt am Krankenhaus Vilsbiburg und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst.


Dr. Christine Schiller-Pichlmeier (li) und Dr. Josef Gerg (re) von der Schlossklinik Rottenburg sind als Notärzte in der Region Rottenburg im Dienst.

Bürgermeisterin Sibylle Entwistle (links) übergab mehr als 100 VIB-Gutscheine an Jakob Fuchs (rechts) und Prof. Dr. Christian Pehl (mitte) für die Mitarbeiter des Krankenhauses Vilsbiburg, die die Corona-Patienten aus der Region versorgen.
Bildquelle: Maria Klaus / LAKUMED Kliniken

Landkreis Landshut. Am Dienstag Früh überreichte Bürgermeisterin Sibylle Entwistle mehr als 100 Geschenkgutscheine an Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, und Prof. Dr. Christian Pehl, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Vilsbiburg. „Das Coronavirus hat uns alle fest im Griff. Unter diesen extremen Bedingungen leisten die Mitarbeiter des Krankenhauses Vilsbiburg täglich ihr Bestes. Ohne sie ginge nichts mehr“, sagte Bürgermeisterin Entwistle. Im Namen der Stadt Vilsbiburg dankte sie allen Mitarbeitern, die sich täglich um die Corona-Patienten kümmern und bei schweren Verläufen um deren Leben kämpfen.

„Die Corona-Pandemie hat das Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen gestellt“, so Fuchs. „Durch den Zusammenhalt der Mitarbeiter aller Berufsgruppen haben wir die Ausnahmesituation durch das Coronavirus bisher gut gemeistert.“ Fuchs und Prof. Dr. Pehl nahmen die VIB-Gutscheine im Wert von jeweils 30 Euro entgegen und dankten den beteiligten Firmen im Namen der Mitarbeiter für dieses große Zeichen der Wertschätzung. Prof. Dr. Pehl versicherte, dass alle Pflegekräfte des Krankenhauses Vilsbiburg, die regelmäßig an der Versorgung der Corona-Patienten beteiligt sind, einen Geschenkgutschein erhalten werden.

„In der zweiten Welle der Corona-Pandemie haben wir hier in Vilsbiburg zusätzlich zu den elektiven Patienten und Notfällen täglich bis zu 20 bestätigte Corona-Patienten auf der Normalstation sowie bis zu drei bestätigte Covid-19-Fälle auf der Intensivstation behandelt und damit einen großen Beitrag zur medizinischen Versorgung von Corona-Patienten in der Region geleistet“, so Prof. Dr. Pehl. „Die Pandemie hat einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig kleinere Krankenhäuser sind, um die Menschen in der Region heimatnah kompetent versorgen zu können.“

Die VIB-Gutscheine können in zahlreichen Geschäften in der Stadt Vilsbiburg eingelöst werden. Die Spenden-Aktion für die Corona-Helfer wurde durch folgende Unternehmen bzw. Einrichtungen unterstützt: Fritz Dräxlmaier GmbH & Co. KG, Flottweg SE, Hammer e.K., Hiller GmbH, Bäckerei Mareis GmbH, Stadt Vilsbiburg, Veldener Präzisionstechnik GmbH, VR-Bank Isar-Vils eG, Wallner Werbung GmbH & Co. KG, Wolf OHG und Autohaus Ostermaier GmbH.
Aktuelle Informationen finden Sie auch unter www.LAKUMED.de<http://www.LAKUMED.de>.

Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, übergab 141 Päckchen an Marcel Kohler, Ortsbeauftragter der Johanniter in Landshut, für die Johanniter Weihnachtstrucker (v.r.n.l.).
Foto: Maria Klaus / LAKUMED Kliniken

Landkreis Landshut. Ein Päckchen wiegt etwa zwölf Kilogramm und beinhaltet Zucker, Mehl, Reis, Nudeln, Öl, Schokolade, Kekse, Brausetabletten, Kakao, Duschgel, Zahnpasta, Zahnbürsten, Handcreme sowie ein Geschenk für Kinder. Trotz der derzeitigen Ausnahmesituation durch das Coronavirus und die damit verbundene Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter der LAKUMED Kliniken haben diese ein Zeichen der Solidarität gesetzt und in den vergangenen Wochen 141 Päckchen für die Johanniter Weihnachtstrucker gepackt.

„Die Corona-Pandemie betrifft besonders jene Menschen, die sich ohnehin schon in einer schwierigen Situation befinden“, sagt Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken. „In dieser außergewöhnlichen Zeit sind die Mitarbeiter der LAKUMED Kliniken nicht nur für unsere Patienten da, sondern möchten mit ihren Päckchen auch Familien, ältere Menschen und Alleinstehende, denen es am Nötigsten fehlt, unterstützen.“ Fuchs freute sich, am Freitagnachmittag 141 Päckchen an Marcel Kohler, Ortsbeauftragter der Johanniter in Landshut, für die Johanniter Weihnachtstrucker übergeben zu dürfen. „Mein Dank gilt den Mitarbeitern aller Standorte, die mit der Familie oder gemeinsam mit den Arbeitskollegen ein Päckchen zusammengestellt haben“, sagte Fuchs. „Die Anzahl der Päckchen ist beeindruckend, da wir mit deutlich weniger Paketen gerechnet haben.“

Die Päckchen der LAKUMED Kliniken werden sich zusammen mit weiteren Päckchen aus der Region Landshut auf den Weg nach Albanien, Bosnien, Bulgarien, Rumänien und in die Ukraine machen. „Da derzeit alle Zielländer und auch einige Durchfahrtsländer der Johanniter Weihnachtstrucker als Risikogebiete eingestuft sind, werden in diesem Jahr keine ehrenamtlichen Helfer der Johanniter in das Ausland fahren, sondern die Päckchen werden über Speditionen in die Zielländer gebracht“, sagt Marcel Kohler. „Die Verteilung erfolgt über bewährte und langjährige Partner der Johanniter, beispielsweise Kirchengemeinden, Schulen und andere Hilfsorganisationen, die vor Ort sind und wissen, wo Hilfe wirklich gebraucht wird.“

Foto: Klartext.la

Stadt Landshut: Eltern, die auf der Suche nach einem Kinder-Betreuungsplatz sind oder auch vor dem Wechsel des Kindes von der Krippe in den Kindergarten stehen, können das Online-Portal „Little Bird“ nutzen. Unter www.little-bird.de/landshut präsentieren sich Betreuungsanbieter wie Kitas, Tagespflegen und Tageseltern mit Informationen rund um ihr Angebot. Eltern können das Portal einerseits unverbindlich wie eine Suchmaschine nutzen; sie sehen alle Angebote auf einen Blick, filtern Informationen nach unterschiedlichen Kriterien, wie etwa Umkreis, Öffnungszeiten, pädagogisches Konzept, und finden so die Betreuungsangebote, die am besten zu ihnen und ihrem Kind passen.

Nach der personalisierten Registrierung und Anmeldung im Portal haben sie dann die Möglichkeit, direkt online, ganz bequem von zu Hause aus, Platzanfragen an die gewünschten Einrichtungen zu stellen – auch an mehrere parallel. Das Elternportal ersetzt freilich nicht die persönlich Vorstellung – diese ist notwendig und findet dann auf Einladung des Betreuungsanbieters statt. Mit diesem Online-Angebot soll Eltern die Suche nach geeigneten Betreuungsplätzen für ihre Kinder erleichtert werden.

Foto: LAKUMED Kliniken

Schutz von Mitarbeitern und Patienten hat oberste Priorität

Landkreis Landshut. Mit dem deutschlandweiten Lockdown ab Mittwoch, 16. Dezember tritt am Krankenhaus Landshut-Achdorf, am Krankenhaus Vilsbiburg und in der Schlossklinik Rottenburg ein Besuchsverbot in Kraft. Ausnahmen für Besucher sind in besonders gelagerten Fällen möglich, beispielsweise wenn sich ein Angehöriger im Sterbeprozess befindet.

Werdende Väter dürfen ihre Partnerin weiterhin bei der Geburt begleiten. Sobald sich die Patientin auf der Station befindet, gilt das allgemeine Besuchsverbot.

Ambulante Patienten und Besucher mit Ausnahmegenehmigung dürfen die Krankenhäuser nur mit einer FFP2-Maske ohne Ausatemventil betreten. Die FFP2-Maske muss eigenständig mitgebracht werden. Die Risikoeinschätzung bezüglich des Coronavirus im Eingangsbereich erfolgt weiterhin.

„Wir bitten die Angehörigen und Freunde unserer Patienten um Verständnis für diese Maßnahmen, die unsere Mitarbeiter und die uns anvertrauten Patienten schützen sollen“, sagt Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken.

Die oben genannten Vorgaben gelten ab Mittwoch, 16. Dezember bis auf Weiteres.

Aktuelle Informationen finden Sie auch unter www.LAKUMED.de.

Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Gesundheitsministerin und Innenminister: “Ärztliche Leiter” erhalten erweiterte Befugnisse – Aufschiebbare Behandlungen müssen gegebenenfalls zurückgestellt werden

Bayern hat das System der Patientensteuerung in der stationären Versorgung auf die weiterhin steigenden Belegungszahlen in den Krankenhäusern ausgerichtet. Die entsprechende Anpassung der Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen wurde am Tag der Feststellung des erneuten Katastrophenfalls in Bayern am 9. Dezember veröffentlicht. Sie ist am heutigen Donnerstag (10. Dezember) in Kraft getreten. Darauf haben Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann am Donnerstag in München hingewiesen.

Huml betonte: “Es ist besorgniserregend, dass die Zahl der COVID-19-Erkrankten in den bayerischen Krankenhäusern erheblich ansteigt. Derzeit (Stand 10. Dezember 2020) werden 3.839 Corona-Patienten in unseren Kliniken behandelt, davon 658 in Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Vor einem Monat am 10. November 2020 waren es noch 2.140 COVID-19-Patienten in den Krankenhäusern. 395 dieser Patienten mussten auf Intensivstationen in Betten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit behandelt werden. Vor zwei Monaten lagen diese Zahlen noch deutlich darunter.” Die Ministerin ergänzte: “Deshalb ist es wichtig, dass wir in unseren Krankenhäusern mit dem Notfallplan Corona-Pandemie die bewährten Organisations- und Entscheidungsstrukturen stärken, die in der Hochphase des Krisengeschehens von März bis Juni 2020 einen in allen Landesteilen geordneten und stets der aktuellen Situation angepassten Krankenhausbetrieb ermöglicht haben. Denn unser Ziel ist es, die akutstationäre Versorgung der Bevölkerung weiterhin bestmöglich zu gewährleisten.”

Minister Herrmann unterstrich: “Kernstücke sind die Einbeziehung der Ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung in die Struktur des Katastrophenschutzes und damit die Herstellung einer straffen Organisationsstruktur mit klaren Weisungsketten sowie eine Erweiterung der Befugnisse der Ärztlichen Leiter. So können sie etwa den vorübergehenden Einsatz von Personal einer Einrichtung in einer anderen Einrichtung anordnen oder Krankenhäusern die Durchführung aufschiebbarer Behandlungen untersagen, damit diese mit ihren Kapazitäten vorrangig zur Versorgung von COVID-19-Patitenten herangezogen werden können.”

Ministerin Huml fügte hinzu: “Für die Zeit der Krise gilt eine weitreichende Kooperationspflicht. Krankenhäuser, die zunächst nicht vorrangig mit der Behandlung von Corona-Fällen betraut werden, müssen die anderen Krankenhäuser mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entlasten. Das bedeutet in erster Linie, dass Patienten übernommen werden. Es kann aber auch darum gehen, mit Personal oder Ausstattung zu helfen.”

Herrmann ergänzte: “Darüber hinaus erhalten die Kreisverwaltungsbehörden die Aufgabe, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Personen, die keiner akutstationären Versorgung mehr bedürfen, nicht bis zum Ablauf ihrer Quarantänepflicht im Krankenhaus bleiben müssen und dort wertvolle Kapazitäten binden. Hierzu können geeignete Einrichtungen (z. B. Reha-Einrichtungen) beauftragt werden, Personen aufzunehmen, die zwar nicht mehr akutstationär behandelt werden müssen, bei denen aber die Gefahr einer Erregerübertragung noch nicht auszuschließen ist.”

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am gestrigen Mittwoch (9. Dezember 2020) gemeinsam mit dem Innenministerium die entsprechende Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern erlassen (siehe unter: https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-733/), die heute in Kraft getreten ist.

Patienten mit Erkrankungen, die keiner sofortigen Behandlung bedürfen, sollten mit längeren Wartezeiten in den Notaufnahmen rechnen. Foto: Sylvia Willax

LAKUMED Kliniken bitten um Verständnis für längere Wartezeiten

Landkreis Landshut. Da manche regionale Krankenhäuser derzeit nur sehr begrenzt Patienten aufnehmen, kommt es zu einem deutlich höheren Patientenaufkommen in den Notaufnahmen am Krankenhaus Landshut-Achdorf und am Krankenhaus Vilsbiburg. „Um jedem Patienten rasch die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen, werden Erkrankungsbilder entsprechend ihrer Dringlichkeit nach qualifizierter Ersteinschätzung, der sogenannten Triagierung, behandelt“, erklärt Gunthard Goresch, Oberarzt in der Notaufnahme am Krankenhaus Landshut-Achdorf. Das bedeutet, dass Patienten mit lebensbedrohlichen, akuten Erkrankungen immer vorgezogen werden und alle anderen Patienten entsprechend warten müssen.

„Bedingt durch die Covid-19-Pandemie haben wir unsere internen Abläufe verändert und strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen“, so Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken. „Die Umsetzung unserer umfangreichen Hygienevorschriften im Krankenhausalltag kostet Zeit, ist aber zum Schutz unserer Mitarbeiter und der uns anvertrauten Patienten unbedingt erforderlich.“

Die LAKUMED Kliniken weisen daher darauf hin, dass es aus diesen Gründen zu längeren Wartezeiten in den Notaufnahmen kommen kann. Lebensbedrohliche, akute Erkrankungen werden trotz der derzeitigen Ausnahmesituation umgehend kompetent versorgt.

Aktuelle Informationen finden Sie auch unter www.LAKUMED.de.

“Diffuses Infektionsgeschehen“ betrifft weitere Einrichtungen Seit Freitag über 136 Neuinfektionen in der Region Landshut Das Corona-Virus zieht auch in der Region Landshut immer weiter seine Kreise: Neben einer Reihe von Schulen, Klassen und Kindertagesstätten ist nun auch eine dezentrale Asylunterkunft von häuslicher Quarantäne betroffen. Hier wurde eine Familie mit drei Personen positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Unterkunft in Essenbach mit insgesamt elf Bewohnern steht deshalb vorsorglich unter häuslicher Quarantäne, ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter ist vor Ort. Eine Reihentestung der übrigen Mitbewohner steht noch aus. Obwohl über das Wochenende über 136 Neuinfektionen gemeldet wurden, ist laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die 7-Tagesinzidenz sowohl für die Stadt Landshut (aktuell 190,71) als auch für den Landkreis Landshut (174,49) relativ stabil geblieben. 520 laufende Corona-Infektionen sind in der Region derzeit bekannt. Seit Beginn des Infektionsgeschehens im März wurde bei insgesamt 3 087 Personen, die ihren Erstwohnsitz in Stadt oder Landkreis Landshut haben, SARS-CoV2 labortechnisch nachgewiesen. Davon gelten 2 511 als „genesen“, konnten also die häusliche Quarantäne bereits wieder verlassen. Ein weiterer Todesfall (von insgesamt bislang 56) wurde im Zusammenhang mit Covid19 verzeichnet – ein 95-jähriger ist nach einem Klinikaufenthalt an der Krankheit verstorben. Aktuell werden in den regionalen Krankenhäusern 69 mit dem Corona-Virus infizierte Patienten behandelt – 61 (-5) werden auf den Normalstationen isoliert, acht (+4) müssen intensivmedizinisch betreut werden. (Stand: 23. November 2020)

 

Antrag an den Stadtrat der Stadt Landshut

 

Landshut, 26.10.2020

Die Verwaltung prüft Möglichkeiten der Digitalisierung insbesondere im Bereich des Pflege- / Gesundheits- und des Katastrophenschutzmanagements / Ehrenamt durch Softwarelösungen und legt etwaige für die Stadt Landshut mach- und finanzierbare Optionen dem Stadtrat vor.

Dabei soll der Blick vor allem auf die Themen

  • operative Entlastung des Führungs- und Fachpersonals
  • digitale Bedarfsplanung/-deckung
  • offene Systemarchitektur der Softwarelösung zur Einbindung von weiteren Einrichtungen wie sozialen Trägern und Hilfsorganisationen
  • schnelle und effiziente Mobilisierung des zur Verfügung stehenden Personals und der angeschlossenen Einrichtungen
  • Kosten, Personal- sowie Betreuungsaufwand

gelenkt werden.

Begründung:

Digitalisierung ist auch im Bereich der Verwaltung eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Gerade Pflege, Gesundheitswesen aber auch Katastrophenschutz / Ehrenamt stehen vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, des hohen Personaleinsatzes, des Koordinierungsaufwandes und des wachsenden Bedarfes hier im Fokus. Wir wollen, dass die Stadt Landshut (ggf. mit dem Landkreis Landshut) mit innovativen Lösungen die Herausforderungen proaktiv angeht und nicht nur auf auftretende Probleme reagiert.

Hierbei darf auch nicht zuletzt auf den Beschluss des Plenums vom 31.05.2016 zum Antrag 368 der CSU-Fraktion verwiesen werden, in dem eine Überprüfung des Personalbedarfs und die Freiwilligenkoordination der Ehrenamtlichen im Katastrophenschutz durch soziale Netzwerke / Softwarelösungen ebenso beschlossen wurde wie eine Förderung der Nachwuchsarbeit und –gewinnung.

 

Rudolf Schnur                                                        Dr. Thomas Haslinger

Fraktionsvorsitzender                                            Zweiter Bürgermeister