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Vertreter aus der Politik

Bildtext (die Referenten von links): Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel, Robotik-Professor Dr. Jörg Mareczek, Stadtrat Ludwig Zellner, Freundeskreisvorsitzender

 

FREUNDESKREIS DER HOCHSCHULE LANDSHUT IST SEHR AKTIV – Prof. Dr. Jörg Mareczek gibt Einblick in die Evolution der Roboter – Robotik-Labor wurde eingerichtet

Diverse Mitglieder des Freundeskreises der Hochschule sowie Vertreter aus der Politik und dem öffentlichen Leben konnte der Vorsitzende des Freundeskreises Stadtrat Ludwig Zellner bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Vereins begrüßen. Ein besonderer Gruß galt dem Ehrenvorsitzenden und Altbürgermeister Josef Deimer, der den Verein gegründet, aufgebaut und jahrzehntelang als Vorsitzender geführt hat.

Das Jahr 2018 ist ein besonderes Jahr, denn Mitglieder des Freundeskreises feierten in diesem Jahr mit der Hochschule Landshut das 40-jährige Bestehen der Hochschule. Es war ein großes Fest mit der Beteiligung von zwei Ministern, wie Zellner berichtete. Viele Vorstandsmitglieder des Freundeskreises begleiteten den großen Umzug während des Tages der „Offenen Tür“ am Campus. Es ergaben sich dabei Gelegenheiten, mit den Professoren des Campus wertvolle und wichtige Kontakte zu knüpfen.

Die Hochschule ist am 15.4.1978 als Fachhochschule aus der Taufe gehoben und gegründet worden. Der Auftakt war bescheiden. Gerade einmal 542 Studierende waren zu Beginn an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut eingeschrieben. Zurzeit studieren ca. 5000 junge Menschen. Rund um das erste Schulgebäude ist heute ein Hochschulcampus gewachsen. Aus den zwei Studiengängen von 1978 sind 35 geworden. Studiert werden kann von Betriebswirtschaft und Maschinenbau über Informatik bis zur Sozialen Arbeit. Frisch dabei sind die Studiengänge Gebärdendolmetschen und Ingenieurpädagogik.

Der Freundeskreis der Hochschule Landshut beherbergt zurzeit 214 Mitglieder, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Hochschule ideell und materiell zu unterstützen. 10 Neumitglieder können in diesem Jahr verzeichnet werden. Der neue Regierungspräsident von Niederbayern Rainer Haselbeck konnte im Januar als Mitglied gewonnen werden. Der Mitgliedsbeitrag von 15 Euro sollte für Otto Normalverbraucher verträglich sein und ihn nicht abhalten, Mitglied beim Freundeskreis zu werden.

Für die Mitglieder des Vereins steht im Vordergrund dafür einzutreten, praxisorientierte wissenschaftliche Lehre und anwendungsbezogene Entwicklungsvorhaben zu unterstützen, außerdem die Verbundenheit der Hochschule mit Wirtschaft und Kultur sowie mit den Bürgern Landshuts anzuregen und zu pflegen, der Freundeskreis unterstützt zudem vielfältige Aktivitäten der Hochschule, so der Vorsitzende Ludwig Zellner.

Die 40-Jahrfeier hat große Kosten verursacht. 33.000 Euro an Ausgaben schlugen zu Buche,16.000 Euro wurden für Deutschlandstipendien ausgegeben. Mit Spenden von 23.000 Euro und aus Rücklagen des Vereins, können diese Ausgaben aber abgedeckt werden.

Der Präsident der Hochschule Präsident Prof Dr. Karl Stoffel, gab einen Ein- und Ausblick über die 70 Projekte sowie über die räumliche Entwicklung der Hochschule. Besonders erfreut sei er darüber, dass die Hochschule Landshut den Ratingplatz 2 der Hochschulen in Bayern, hinter der Hochschule Aschaffenburg einnimmt.

 

Prof. Dr. Jörg Mareczek bei seiner begeisternden Vorführung von Robotik

 

DIE EVOLUTION DER ROBOTER

Prof. Dr. Jörg Mareczek führte die anwesenden Mitglieder des Freundeskreises anschließend in sein neues Zuhause, dem Labor für Robotik, das von der Hochschule neu eingerichtet wurde, um es vorzustellen.

Für 250.000 Euro wurde das Robotiklabor saniert und mit neuer Technik ausgestattet. Besonders für Studierende der Studiengänge Informations- und Eletrotechnik sowie Maschinenbau ist die Robotik ein Studienfeld. Prof. Mareczek hat in der Industrie langjährige Erfahrung gesammelt und ist seit vier Jahren an der Hochschule Landshut tätig. Da kaum Fachliteratur zu finden ist, hat sich Mareczek entschlossen, ein Buch über die Grundlagen der Robotik zu schreiben. In Deutschland wurde die Robotertechnik erst ab Anfang der 1970er Jahre produktiv eingesetzt.

Es gibt mehrere Arten von Robotern. Diese können sein: Roboter in der Automatisierung, Medizinroboter, Serviceroboter, mobile Landroboter, Erkundungsroboter, Fahrerlose Transportroboter, Entschärfungsroboter, Unterwasserroboter und Drohnen. Ziel der Robotik ist es, durch Programmierung ein gesteuertes Zusammenarbeiten von Roboter-Elektronik und Roboter-Mechanik herzustellen. Dr. Mareczek arbeitet in seinem Labor mit Studierenden daran, das Zusammenwirken von Mensch und Maschine Roboter noch effektiver zu gestalten.

Ein Beispiel hierfür erläuterte Marezek so: „Wir müssen dem Roboter beibringen mit seinen Bewegungen den Menschen nicht zu verletzen, denn der muss sich auch noch um andere Dinge kümmern.“ Kleinste Bewegungsbefehle müssen vom Roboter ausgeführt werden.

Ein weiteres großes Anliegen sei es für den Professor, Herzchirurgen mit der Roboter-Technik auszustatten, um noch präziser als mit der Hand, aber mit demselben Gefühl zu arbeiten.

 

Grosses Staunen herrschte im Robotik-Labor

 

Großes Staunen und große Begeisterung konnte man bei den Freunden der Hochschule durch die Ausführungen und Beschreibungen der Robotik von Prof Dr. Jörg Mareczek feststellen. Teilweise sehr nachdenklich trat man den Weg nach Hause an.

 

-hjl-

 

Fotos: lodermeier