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Typ: H5N8

Vogelgrippe: Stallpflicht muss bestehen bleiben

Fälle in den Nachbarlandkreisen alarmieren Landshuter Veterinäramt

Bereits seit Mitte November gilt im Landkreis Landshut aufgrund der Vogelgrippe des Typs H5N8 eine Allgemeinverfügung, die unter anderem eine Stallpflicht für Geflügel vorsieht. Ergänzend dazu sind seit Anfang Dezember auch Geflügelausstellungen und Märkte mit lebenden Vögeln untersagt, um eine Ausbreitung der Tierkrankheit möglichst zu verhindern. Denn auch wenn im Landkreis Landshut bisher nur bei einem verendeten Schwan das H5N8-Virus nachgewiesen wurde, zeigen die Erkrankungen von Vögeln in Nutztierbeständen in den Nachbarlandkreisen Regensburg und Straubing-Bogen, dass die Stallpflicht weiterhin dringend notwendig ist.

 

In Geiselhöring im westlichen Landkreis Straubing-Bogen erkrankten mehrere Tiere in einem Mastputenbestand an der Vogelgrippe, weshalb alle 10.0000 Vögel nun getötet werden müssen. In ganz Bayern gibt es bislang rund 100 bestätigte Vogelgrippe-Fälle und fünf Nutzgeflügelhaltungen und ein Tierpark waren bisher von der Tierkrankheit, die auch als Geflügelpest bekannt ist, betroffen. Oberste Priorität hat auch weiterhin, Erkrankungen von Nutztierbeständen und Hobbyhaltungen möglichst zu verhindern. Deshalb muss auf unbestimmte Zeit an der Stallpflicht festgehalten werden, damit erkrankte Wildvögel nicht mir ihren Artgenossen in Kontakt kommen können und auch der Eintrag des Erregers durch Vogekot oder kontaminiertes Wasser vermieden werden kann. Die alarmierenden Fälle in unmittelbarer Nachbarschaft des Landkreises Landshut zeigen, welche weitreichenden Folgen die Erkrankung von Tieren in Nutzbeständen hat.

 

Die sogenannte Aufstallung von Geflügel und weitere Biosicherheitsmaßnahmen minimieren das Risiko eines direkten und indirekten Kontakts mit infizierten Wildvögeln. Berücksichtigt werden müssen vor allem auch indirekte Eintragungswege, beispielsweise über durch Wildvögel verunreinigtes Futter, Wasser oder verunreinigte Einstreu und Gegenstände wie Kleidung, Schuhwerk, Schubkarren oder Fahrzeuge. Diese Eintragungswege sind zu vermeiden und geeignete Desinfektionsmaßnahmen vorzusehen. Dazu müssen in allen Geflügel haltenden Betrieben, auch in Klein- und Hobbyhaltungen, strenge Biosicherheitsmaßnahmen einschließlich Schuh- und Kleidungswechsel und Desinfektion eingehalten werden. Es darf keine Kontaktmöglichkeit von Geflügel mit natürlichen Gewässern bestehen. Zudem dürfen Jäger, die mit Federwild in Berührung gekommen sind, nicht ohne Desinfektion mit Geflügel in Beständen in Kontakt kommen. Auch wenn keine Ansteckungsgefahr für Menschen und Haustiere besteht, soll ein Kontakt zu kranken oder toten Wildvögeln vermieden werden.

Das Veterinäramt am Landratsamt Landshut bittet um Beachtung dieser Verhaltensregeln und steht für Rückfragen unter Tel. 0871/408-4000 zu den üblichen Bürozeiten zur Verfügung.

 

 

 

Vogelgrippe: Nutzgeflügelbestände und Hobbyhaltungen schützen

 

 

Seit mittlerweile drei Wochen gilt im Landkreis Landshut aufgrund der Vogelgrippe des Typs H5N8 eine Allgemeinverfügung, die unter anderem eine Stallpflicht für Geflügel vorsieht. Ergänzend dazu sind seit vergangener Woche auch Geflügelausstellungen und Märkte mit lebenden Vögeln untersagt, um eine Ausbreitung der Tierkrankheit möglichst zu verhindern. Denn auch im Landkreis Landshut bisher nur bei einem verendeten Schwan das H5N8-Virus nachgewiesen wurde, schätzt das Friedrich-Löffler-Institut das Ausbreitungsrisiko weiter sehr hoch ein. Besonders Nutzgeflügelbestände und Hobbyhaltungen sind daher mit geeigneten Maßnahmen zu schützen.

 

Möglicherweise symptomlos infizierte Wildvögel und solche, die sich in der Inkubationszeit befinden, sind weiterhin mobile Virusträger und können dieses auch im Landkreis Landshut unbemerkt verbreiten. Viele Wasservogelarten wie Gänse und einige Entenarten bewegen sich zwischen Ackerflächen, auf denen sie sich tagsüber aufhalten, und Rastgewässern, die sie abends und nachts aufsuchen. Sie können das Virus mit dem Kot ausscheiden und die aufgesuchten Landflächen und Gewässer kontaminieren. Darüber hinaus können tote Wasservögel von anderen Tieren wie Fuchs und Marder, aber auch Greifvögel und Krähen geöffnet und Körperteile, die hohe Viruslasten tragen, verschleppt werden. Personen, die kontaminierte Flächen betreten und Fahrzeuge, die sie befahren, können das Virus weiterverbreiten und auch in Geflügel haltende Betriebe eintragen.

 

Aufgrund der aktuellen Verbreitung des Vogelgrippe-Virus bei Wildvögeln in Europa und in derzeit 13 betroffenen Bundesländern Deutschlands geht das Friedrich-Löffler-Institut von einem hohen Eintragsrisiko in Nutzgeflügelhaltungen durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel aus. Dies gilt besonders bei Haltungen in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen, einschließlich Ackerflächen, auf denen sich Wildvögel sammeln. Oberste Priorität hat daher der Schutz der Nutzgeflügelbestände und Hobbyhaltungen vor einer Infektion mit dem H5N8-Virus. Hierbei steht die Errichtung einer physikalischen und funktionellen Barriere zwischen den Habitaten von Wildvögeln und den Geflügelhaltungen im Vordergrund. Die Aufstallung von Geflügel und weitere Biosicherheitsmaßnahmen minimieren das Risiko eines direkten und indirekten Kontakts mit infizierten Wildvögeln. Berücksichtigt werden müssen vor allem auch indirekte Eintragungswege, beispielsweise über durch Wildvögel verunreinigtes Futter, Wasser oder verunreinigte Einstreu und Gegenstände wie Kleidung, Schuhwerk, Schubkarren oder Fahrzeuge. Diese Eintragungswege sind zu vermeiden und geeignete Desinfektionsmaßnahmen vorzusehen. Dazu müssen in allen Geflügel haltenden Betrieben, auch in Klein- und Hobbyhaltungen,  strenge Biosicherheitsmaßnahmen einschließlich Schuh- und Kleidungswechsel und Desinfektion eingehalten werden. Es darf keine Kontaktmöglichkeit von Geflügel mit natürlichen Gewässern bestehen. Zudem dürfen Jäger, die mit Federwild in Berührung gekommen sind, nicht ohne Desinfektion mit Geflügel in Beständen in Kontakt kommen. Auch wenn keine Ansteckungsgefahr für Menschen und Haustiere besteht, soll ein Kontakt zu kranken oder toten Wildvögeln vermieden werden. Das Veterinäramt am Landratsamt Landshut bittet um Beachtung dieser Verhaltensregeln und steht für Rückfragen unter Tel. 0871/408-4000 zu den üblichen Bürozeiten zur Verfügung.

 

 

 

Vogelgrippe: Geflügelausstellungen und Märkte verboten

Ergänzende Allgemeinverfügung des Landratsamts

 

Nachdem sich die Vogelgrippe des Typs H5N8 in Bayern und Deutschland weiter ausbreitet, hat das Landratsamt Landshut in Ergänzung zur bereits bestehenden Allgemeinverfügung zur Stallpflicht von Geflügel ein Verbot von Geflügelausstellungen, Märkten mit lebendem Geflügel und ähnlichen Veranstaltungen verfügt. Die entsprechende Allgemeinverfügung ist im Amtsblatt des Landkreises vom 1. Dezember 2016 veröffentlicht und kann auf der Internetseite des Landkreises abgerufen werden. Auch wenn es im Landkreis Landshut weiterhin nur einen bestätigten aktuellen Vogelgrippefall gibt, sind diese ergänzenden Sorgfaltsmaßnahmen erforderlich, um eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern.

 

Nach der ursprünglichen und weiterhin gültigen Allgemeinverfügung des Landratsamts müssen alle privaten und gewerblichen Tierhalter, die im Landkreis Landshut Geflügel halten, ihre Tiere „aufstallen“. Diese sogenannte „Aufstallung“ erfolgt in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss. Dies kann beispielsweise in einer Voliere mit einer dichten Plane, einem Wellblechdach oder Bauplastik geschehen. Die Seitenflächen der Volieren müssen Schutz vor Wildvögeln bieten. Zudem haben Geflügelhalter verschiedene Desinfektionsmaßnahmen zu treffen.

Mit der ergänzenden Allgemeinverfügung werden ab sofort auf dem gesamten Gebiet des Landkreises Landshut Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von lebendem Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten verboten. Dieses Verbot betrifft auch reine Taubenausstellungen. Die Gültigkeitsdauer dieses Verbots ist im Moment nicht absehbar und richtet sich nach der allgemeinen Lage in Bezug auf den Vogelgrippevirus H5N8. Für Rückfragen und Auskünfte steht das Veterinäramt am Landratsamt Landshut unter Telefon 0871/408-4000 zur Verfügung.