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Straßenverkehr

Wenn zwei das selbe Tun ist es noch lange nicht das gleiche. Dieser alte Spruch hat gerade in Landshut seine Berechtigung.

Ein Beispiel dafür sind Verwarnungen am Regierungsplatz in Landshut.

Am 18.11.2013 um 11.19 Uhr stellte der Unterzeichner seinen Pkw vor der Pizzeria ab, um schnell Gegenstände in das benachbarte Reformhaus zu verbringen. Wegen eines Kundengespräches verzögerte sich die Rückkehr unvorhersehbar und schon war das berühmte Knöllchen um 11:29 Uhr an der Windschutzscheibe. Einen Fehler begangen und ihn eingesehen. Da ist zu zahlen, keine Frage.

Eine Passantin wunderte sich mir gegenüber mit den Worten: “Eana hams jetzt aber schnell aufgschriebn, andere wern goarned aufgschriebn.” Dann zeigte sie in Richtung von Fahrzeugen, die mir beim Befahren des Platzes auch schon aufgefallen sind. Alle Kfz-Kennzeichen dieser Autos beginnen mit “LA-KP”. Beim genaueren Betrachten von LA-KP 19 einem schwarzen VW-Tiguan fiel auf, dass eine Ausnahmegenehmigung der Stadt Landshut darin liegt. Allerdings genehmigt diese nur das Parken vor dem Rückgebäude des Anwesens Neustadt 539 a, derzeit eine Großbaustelle.

Der Wagen parkte aber vor dem Gebäude der Regierung von Niederbayern in der Kurzparkzone und hatte keinen Parkschein sichtbar im Kfz liegen. Allerdings auch keine Verwarnung, wie ich sie erhalten hatte. Dies obwohl bereits weitere Zeit vergangen war. Ich fuhr dann vom Platz und kam gegen 11.54 Uhr wieder am Regierungsplatz vorbei. LA- KP 19 stand immer noch da, mit an dieser Stelle ungültiger Ausnahmegenehmigung und ohne Knöllchen. Als ich wegfuhr, sah ich noch, wie eine junge Dame über den Platz lief und den Wagen rasch vom Platz entfernte.

Übrigens: “KP” steht nicht für Kommunistische Partei, sondern für eine zwischen der Neustadt und dem Regierungsplatz befindliche Steuerkanzlei.

Nun die Frage an Frau Mießlinger, die Dame von der Verkehrsüberwachung: Wie halten sie es mit der Gleichbehandlung oder kann es sein, dass sie Verstöße gegen die StVO selektieren?

“Alle Menschen sind gleich, nur manche sind gleicher.” aus Georg Orwell “Die Farm der Tiere”

Verwarnung Zweierlei Mass

Rudolf Schnur, ein reuiger Verkehrssünder

Leben retten -­‐ Die DIVI zum richtigen Verhalten bei einem Verkehrsunfall

Berlin, 15. November 2013 -­‐ Nirgendwo sonst auf der Welt ist der Straßenverkehr so sicher wie in Westeuropa. Allen voran Schweden, England und Deutschland. Möglich machen das eine moderne Fahrzeugtechnik, ausgeklügelte Sicherheitssysteme und eine bessere Straßenführung sowie ein flächendeckender Rettungsdienst. Eigentlich gute Nachrichten, die aber nicht darüber hinwegtäuschen können, dass hierzulande immer noch fast 4000 Menschen jedes Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen. Manche von ihnen könnten noch leben, wenn Unfallzeugen Erste Hilfe geleistet hätten. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-­‐ und Notfallmedizin (DIVI) gibt deshalb Tipps zum besten Verhalten bei schweren Autounfällen.

1995 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer ins Leben gerufen. Opfern und Angehörigen wird seitdem an jedem dritten Novembersonntag gedacht. Einen Moment inne zu halten ist angebracht, denn obwohl die Zahl der Verkehrstoten immer weiter zurückgeht, sterben noch täglich zehn Menschen auf deutschen Straßen. „Autounfälle lassen sich nach wie vor nicht völlig vermeiden“, so Professor Peter Sefrin, Sektionssprecher der Notfall-­‐ und Katastrophenmedizin bei der DIVI, „aber beherztes und richtiges Eingreifen von Unfallzeugen kann so manches Leben retten.“ Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass zehn der Unfalltoten hätten überleben können, wenn unmittelbar Erste Hilfe geleistet würde.

Am Unfallort gilt es als Erstes für Sicherheit zu sorgen. Dazu das eigene Auto so abstellen, dass es kein Hindernis für die Rettungskräfte darstellt und dann Warnblink-­‐ und Abblendlicht einschalten. In solch einer Situation die Ruhe zu bewahren ist nicht ganz leicht, aber wichtig. Denn es gilt, sich schnell einen Überblick zu verschaffen: Wie viele Fahrzeuge sind involviert? Gibt es Verletzte? Ist die Unfallstelle schlecht erkennbar? Besteht Brandgefahr durch auslaufendes Benzin? Hat das Unfallfahrzeug gefährliche Güter geladen? Anschließend sollte man entweder selbst den Notruf wählen oder eine dritte Person darum bitten, diese Informationen an den Rettungsdienst weiterzugeben.

„Auch Laien sollten sich trauen, bis zum Eintreffen der Rettungskräfte selbst Hand anzulegen“, fordert der DIVI-­‐Experte. „Unbedingt dazu gehört, bewusstlose Menschen aus dem Fahrzeug zu retten und in die stabile Seitenlage bringen, weil die Betroffenen zum Erbrechen neigen und ersticken könnten.“ Neben der Bewusstlosigkeit ist es immer auch wichtig, die Atmung zu prüfen. „Sollte die bewusstlose Person nicht mehr atmen, muss sie auf dem Rücken liegen bleiben, weil sie dann eine Herzdruckmassage benötigt“, erklärt Professor Sefrin. Dabei auf keinen Fall Zurückhaltung üben, denn es ist wichtig, den Brustkorb hart und schnell fünf bis sechs Zentimeter tief etwa 100 bis 120 mal senkrecht nach unten zu drücken – bzw. so lange, bis professionelle Hilfe eintrifft.