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Prof. Dr. Bernhard Zrenner und Dr. Stylianos Pyxaras

Bildunterschrift: Prof. Dr. Bernhard Zrenner (re) und Dr. Stylianos Pyxaras (li) freuten sich über das rege Interesse beim ersten „CTO-Summer-Camp“ am Krankenhaus Landshut-Achdorf.

 

Therapie bei chronischen Verschlüssen der Herzkranzgefäße

Kardiologen trafen sich zum „Kardiologen“ am Krankenhaus Landshut-Achdorf

 

Am vergangenen Wochenende trafen sich interventionell tätige Kardiologen aus Deutschland zum ersten „CTO-Summer-Camp“ am Krankenhaus Landshut-Achdorf. Die Fortbildung widmete sich in Theorie und Praxis der Wiedereröffnung chronisch verschlossener Herzkranzgefäße (CTO) mittels Kathetertechnik, der sogenannten Rekanalisation.

Bei rund 20 Prozent aller Patienten, bei denen eine Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt wird, entdecken Kardiologen Verschlüsse der Herzkranzgefäße, die seit mehr als drei Monaten bestehen. Die Verschlüsse entstehen durch Ablagerungen über längere Zeit und machen sich bei Patienten oftmals mit einem Druck- und Engegefühl in der Brust bei Belastung und Atembeschwerden bemerkbar. „Viele Patienten gewöhnen sich mit der Zeit an ihre eingeschränkte Belastbarkeit und nehmen den starken Verlust der Lebensqualität nicht mehr wahr“, sagt Dr. Stylianos Pyxaras, Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik I am Krankenhaus Landshut-Achdorf.

Um diese Patienten erfolgreich zu behandeln, wurde früher im Rahmen einer offenen Operation ein Bypass implantiert. Der Fortschritt in der Medizin sowie die Weiterentwicklung von Technik und Material ermöglicht es heute, den Verschluss mittels Katheter zu öffnen – eine für den Kardiologen im Herzkatheterlabor sehr anspruchsvolle, für den Patienten jedoch sehr schonende Methode.

Zum ersten CTO-Summer-Camp, einer Fortbildung, die sich dem aktuellen wissenschaftlichen Stand bei Wiedereröffnung verschlossener Herzkranzgefäße mittels Katheter widmete, begrüßte Prof. Dr. Bernhard Zrenner, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Krankenhaus Landshut-Achdorf, am vergangenen Freitag die weit angereisten Teilnehmer. Im Rahmen des ersten Vortrags sprach Prof. Dr. Alexander Ghanem, Leitender Oberarzt bei den Asklepios Kliniken St. Georg in Hamburg, über Indikationen zur Wiedereröffnung chronischer Herzkranzgefäße und darüber, bei welchen Patientengruppen ein Eingriff mittels Katheter sinnvoll ist. Anschließend informierte Dr. Stylianos Pyxaras über Eingriffstechniken und die bedeutende Rolle der Bildgebung für die Darstellung der Herzkranzgefäße.

Für den zweiten Tag des Workshops trafen sich die Teilnehmer im Herzkatheterlabor am Krankenhaus Landshut-Achdorf. Die Kardiologen beobachteten, wie das Team um Dr. Pyxaras bei zwei Patienten die verschlossenen Herzkranzgefäße öffnete, und diskutierten die einzelnen Fälle.

Der Behandlungserfolg bei der Rekanalisation chronisch verschlossener Herzkranzgefäße beruht darauf, dass die ursprünglichen Wege der Blutversorgung des Herzens wiederhergestellt werden und damit die Leistungsfähigkeit deutlich erhöht wird. „Viele Patienten erzählen uns nach dem Eingriff, dass sie sich schon lange nicht mehr so fit gefühlt haben und ihre Lebensqualität deutlich gestiegen ist“, so Dr Pyxaras.

 

Bildquelle: LAKUMED Kliniken