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ÖPNV

Ver.di hat für morgen zu einem bundesweiten Warnstreik im ÖPNV aufgerufen. Davon sind auch die Stadtwerke betroffen. Nach Informationen der Stadtwerke dauert der Warnstreik von 04:00 bis 23:59 Uhr. Es ist daher morgen ganztägig  mit erheblichen Beeinträchtigungen im Schülerverkehr und im Stadtlinienverkehr in den Tarifzonen 100 und 199 des Landshuter Verkehrsverbunds (LAVV) zu rechnen.

Foto: Stadtwerke Landshut

von links: Stadtrat Rudolf Schnur (Initiator), Werksleiter Armin Bardelle, Nicole Bauer, MdB, OB Alexander Putz, Stadtrat Dr. Thomas Haslinger, Steinberger, MdL, Andreas Hager, Geschäftsführer e-troFit, Helmut Radlmeier, MdL, Ruth Müller, MdL

 Offizielle Übergabe mit Oberbürgermeister Alexander Putz, Staatsminister Aiwanger und weiteren prominenten Gästen

 Second Life im öffentlichen Nahverkehr: weltweit erstes Retrofitting-Serienmodell als Meilenstein hin zum emissionsfreien ÖPNV
 Intelligentes Umrüstungskonzept als effizienteste Lösung zur Reduzierung der CO2 Emissionen gemäß Clean Vehicles Directive

Landshut, 24.09.2020 – Am 24. September 2020 fand in der Messehalle im Messepark Landshut die offizielle Übergabe des ersten e-troFit-Serienbusses an die Stadtwerke Landshut statt. Oberbürgermeister Alexander Putz nahm stellvertretend für die Stadt Landshut das Fahrzeug entgegen. Der ausgemusterte Diesel-Stadtbus der Stadtwerke Landshut hat im Rahmen eines Pilotprojektes mit der e-troFit GmbH ein zweites Leben erhalten. Seit Mitte September 2020 wird er als Elektrobus im Linienbetrieb eingesetzt. Oberbürgermeister Putz erklärte die hohen Anforderungen an Kommunen und Verkehrsbetriebe und die damit verbundenen Beweggründe, auf neue innovative Lösungen zu setzen: „Die Verkehrswende im ÖPNV stellt uns vor große Herausforderungen. Um die europäischen Ziele der Clean Vehicles Directive im vorgegebenen Zeitrahmen umzusetzen, benötigen Städte und Gemeinden schnell umsetzbare, nachhaltige und dabei technologisch absolut zuverlässige Lösungen. Die e-troFit GmbH hat uns mit ihrem Technologie-Konzept überzeugt und darum haben wir das Pilotprojekt sehr gerne gestartet.“ In einer knapp vierwöchigen Testphase im August 2020 konnte der e-troFit Bus bereits mit einem reibungs- und störungsfreien Betrieb mit überdurchschnittlich hohen Reichweiten überzeugen. Im nun begonnenen Langzeiteinsatz im Linienbetrieb für rund ein Jahr geht es darum, zusätzliche wertvolle Erkenntnisse für die Praxistauglichkeit und Leistungsfähigkeit des e-troFit Umrüstkits zu erlangen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Diese Technologie ist vielversprechend und könnte mit der Umrüstung von Diesel-Bestandsfahrzeugen auf Elektroantrieb eine wirtschaftlich effiziente Elektrifizierung von Transport- und Nutzfahrzeugen beschleunigen. Ein spannendes Projekt ‚Made in Bavaria‘, das nachhaltig ist und die Innovationsführerschaft in Bayern untermauert.“ Andreas Hager, Geschäftsführer der e-troFit GmbH, freute sich sichtlich über den Meilenstein für sein junges Unternehmen, aber auch für den ÖPNV im Allgemeinen: „Was unsere Mannschaft in den letzten Monaten hier geleistet hat, ist überragend. Dadurch bieten wir nun eine schnell umsetzbare und die derzeit kosteneffizienteste Lösung zur nachhaltigen Reduktion der CO2 Emissionen. Mit unseren weltweit anerkannten Zulieferpartnern bieten wir Serienqualität nach den höchsten Automotive-Standards für funktionale Sicherheit und können Verfügbarkeit in höheren Stückzahlen kurzfristig gewährleisten. Fuhrparkbetreiber im Öffentlichen Personennahverkehr wie die Stadtwerke Landshut erhalten mit unserem Retrofitting-Kit ein wichtiges Instrument zur Gestaltung ihres emissionsfreien Fuhrparks.“ Bei der anschließenden Probefahrt konnte der, auf Grund der Corona-Situation begrenzte, Teilnehmerkreis den Fahrkomfort selbst erleben. Unter den Fahrgästen waren auch mehrere Bundes- und Landtagsabgeordnete aus der Region, die sich so ihr persönliches Bild vom neuen umgerüsteten Elektrobus machen konnten. Eine von allen Beteiligten als maßgebend erachtete Grundvoraussetzung für den Erfolg innovativer Umrüstlösungen ist die Schaffung neuer Förderrichtlinien des Bundes. Der Apell seitens Andreas Hager ist deutlich: „Wir benötigen dringend eine Gleichstellung bei der Förderung von Umrüstungen und der Anschaffung von Neufahrzeugen sowie eine Neuordnung der Regularien im Betrieb von Bussen, wie zum Beispiel das maximal erlaubte Alter der Busse. Diese machten in der Vergangenheit mit den Emissionsklassen des Diesels Sinn, sind jedoch bei emissionsfreien Fahrzeugen irrelevant. Nur so wird ein freier Wettbewerb ermöglicht, erhalten Verkehrsbetriebe bei der Umgestaltung ihrer Fuhrparks Entscheidungsfreit und setzen sich letztendlich die effizientesten Lösungen im Markt durch. Und darum muss es doch gehen bei der nachhaltigen und umweltfreundlichen Gestaltung der Mobilität in unserer Gesellschaft.“

Über die e-trofit GmbH:
e-troFit – electrifying transportation! Das deutsche, privat finanzierte Start-up Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt und Büros in Garching bei München beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. e-troFit ist mit drei weiteren Vertriebs- und Entwicklungsstandorten in Österreich, Italien und Spanien vertreten.
Als erster digitaler OEM weltweit (ohne eigene Lagerhaltung und Fertigung) bietet e-troFit innovative Lösungen für die Elektrifizierung (Retrofitting) von gebrauchten und neuen Nutzfahrzeugen wie Lastkraftwagen im Verteilverkehr, Bussen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie kommunalen Fahrzeugen an.
e-troFit ist ISO 9001 zertifiziert und gewährleistet so als einziger Anbieter von Umrüstlösungen Betriebssicherheit nach internationalen Standards der Automotive Industrie wie funktionale Sicherheit ISO 26262. Ein internationales Partnernetz garantiert Service und Verfügbarkeit in Europa.
Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz bis hin zu Telematik, Ladeinfrastruktur, Flottenmanagement und autonomem Fahren konzipiert das Unternehmen schnell umsetzbare und kosteneffiziente Lösungspakete für den nachhaltigen Mobilitätswandel und ein „Second Life“ von Dieselnutzfahrzeugen. Sie unterstützen effektiv die Umsetzung der CO2 Einsparziele gemäß europäischem Green Deal Abkommen und der ab 2021 geltenden Clean Vehicles Directive.
e-troFit wurde mit dem Deutschen Mobilitätspreis (2018) und dem österreichischen VCÖ Mobilitätspreis (2019) ausgezeichnet sowie zu einem der Top 50 Startups in Europa im Bereich Mobilität gewählt (2020, EUSP). Weitere Informationen: www.e-trofit.com

Fotos: © Zdera/e-troFit GmbH

Die Mitglieder der CSU/LM/JL/BfL-Fraktion führten eine Klausurtagung in der Landshuter Innenstadt durch

Die Mitglieder der CSU/LM/JL/BfL-Fraktion trafen sich in der Mitte der sitzungsfreien Zeit zu einer Klausursitzung. Zum einen stand die Tagesordnung des Feriensenates auf der Tagesordnung, zum anderen ging es um die inhaltlichen Schwerpunkte der kommunalpolitischen Arbeit in den kommenden Monaten.

Die Fraktion CSU/LM/JL/BfL widmete sich dabei insbesondere den Entwürfen einer Denkmalrichtlinie für den Innenstadtbereich sowie einer Neufassung der Werbeanlagensatzung, die beide kurz vor der Sommerpause in Bausenat vorgestellt wurden und dort an die Fraktionen zur Beratung verwiesen wurden. Dabei wurde auch die Baupraxis der vergangenen Jahre in der Innenstadt thematisiert. Ferner wurde die Idee einer Freiflächengestaltungssatzung erörtert. Die Mitglieder der Fraktion CSU/LM/JL/BfL waren sich einig, vor einem denkbaren Erlass einer Freiflächengestaltungssatzung in Landshut erst noch die Änderung der Bayerischen Bauordnung (BayBO) in diesem Jahr abwarten zu wollen, welche den grundlegenden Rahmen für eine Freiflächengestaltungssatzung setzt.

Großen Raum nahm auch die Darstellung von möglichen Änderungen in der Verkehrsführung im Zentrum der Stadt durch einen externen Referenten und die anschließende Diskussion darüber ein. Die jeweiligen Auswirkungen wurden lebhaft diskutiert und eine Arbeitsgruppe wurde zur Vertiefung gebildet.

Auch wurde der Stand der Umsetzung und Bearbeitung des gemeinsamen 25-Punkte-Programms erläutert, das sich die Fraktionsmitglieder in wesentlichen Zukunftsthemen der Stadt gesetzt haben.

Mit Spannung erwartet dabei die Fraktion die erste Sitzung des von ihr initiierten Regionalausschusses, der für den Herbst geplant ist. Zahlreiche Themen, die sowohl die Stadt, als auch den Landkreis betreffen, wurden für dieses Gremium identifiziert, so neben den Dauerthemen gemeinsamer ÖPNV und der Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich auch das Problem Atommüll und die KKI-Rückbauten, eine mögliche Zusammenarbeit beim Landestheater Niederbayern und nicht zuletzt beim Ausbau der Bildungseinrichtungen. Weitere Impulse aus dem 25-Punkte-Programms wurden detailliert besprochen und jeweils dafür Beauftragte festgelegt.

Die Notwendigkeit, die Stadt baldmöglichst mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen nachzurüsten, wurde ebenfalls einhellig bejaht. Mit einer Aussprache über die künftige Verwendung verschiedener städtischer Liegenschaften nahm die Arbeitstagung ihren Abschluss.

Foto: Rudolf Schnur

Das Foto zeigt von links nach rechts: Christoph Dusl, Inhaber Dominic Amberger, Sebastian Kraft, Verena Sladek, Geschäftsführer Johann Amberger, Kreisrätin Elisabeth Fuß, Kreirat Martin Giftthaler, Kreisrat Maximilian Ganslmeier.

Pressemitteilung

Was bringt eine Erweiterung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) bis in die Stadt und den Landkreis Landshut? Was bedeutet dies für die lokalen, mittelständischen Busunternehmen? Diese Fragen diskutierte die Junge Liste im Kreistag knapp vier Stunden mit den Busunternehmern Dominic und Hans Amberger von der Firma bustours Amberger aus Rottenburg an der Laaber. „Unsere mittelständischen Unternehmen sind das wirtschaftliche Rückgrat der Region und sollen auch bei einer möglichen Erweiterung des MVV auf Stadt und Landkreis weiter die wichtige Dienstleistung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) erbringen“, resümierte Martin Giftthaler, der  Verbandsrat der Jungen Liste im Zweckverband Landshuter Verkehrsverbund (LAVV) ist. „Wir sind offen für Innovationen und Weiterentwicklungen“, ergänzte Kreisrat Maximilian Ganslmeier aus Hohenthann, „aber die Entscheidungshoheit über Fahrplangestaltungen und Linienführungen muss in der Region bleiben. Denn die vor Ort tätigen Busunternehmer in Zusammenarbeit mit Stadt, Landkreis und Kommunen wissen am besten, welche Anforderungen unsere Region braucht.“

Geschäftsführer Johann Amberger und Inhaber Dominic Amberger erklärten fachkundig die komplexe Materie der Verkehrspolitik und der Tarifgestaltung. Der LAVV mit der Tarifgemeinschaft sei ein großer Gewinn für die Region, da die Bürgerinnen und Bürger mit einem Ticket durch den Landkreis fahren können. Derzeit läuft eine Studie, an der auch Stadt und Landkreis Landshut teilnehmen, ob der MVV um insgesamt zehn Landkreise und kreisfreie Städte erweitert werden soll. „Wir erhoffen uns von dieser Studie klare Erkenntnisse, welche Vorteile und welche Nachteile eine MVV-Erweiterung auf unsere Region bringen soll“, so Fraktionsvorsitzende Elisabeth Fuß. „Auf dieser Grundlage können wir dann im Kreistag eine Entscheidung treffen. Eine Vollintegration des gesamten Bus- und Schienenverkehrs von Stadt und Landkreis in den MVV ist nur bei einer tatsächlichen erheblichen Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs in unserer Region sinnvoll. Zusammen mit den heimischen Busunternehmen, die derzeit die Linien im LAVV bedienen, können wir das am besten gestalten.“

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: www.junge-liste-landshut.de

Junge Liste auf Facebook: https://www.facebook.com/jungelistelandkreislandshut/

Junge Liste auf Instagram: https://www.instagram.com/junge.liste.landshut/

Kontakt:

Elisabeth Fuß, Fraktionsvorsitzende Junge Liste

mailto: e.fuss@junge-liste-landshut.de

Foto: Junge Liste Landshut

PRESSEMITTEILUNG
Wie bereits berichtet, werden Sitzungen des Stadtrats aufgrund der Corona-Pandemie derzeit auf das absolut nötige Mindestmaß reduziert. Ausschüsse und Senatssitzungen, die üblicherweise im Alten Plenarsaal des Rathauses stattfinden, werden aktuell im Neuen Plenarsaal abgehalten, um den nötigen Sicherheitsabstand gewährleisten zu können. Dies gilt auch für den kommenden Finanz- und Wirtschaftsausschuss, der am Dienstag, 21. April, um 16 Uhr, stattfindet.
Trotz der noch bis auf weiteres andauernden Schließung der beiden Rathäuser für den Parteiverkehr, wird interessierten Besuchern ermöglicht, die öffentlichen Sitzungen von der Besuchergalerie aus mitzuverfolgen. Der Einlass am Dienstag erfolgt vor Sitzungsbeginn über das Sicherheitspersonal am Haupteingang des Rathauses in der Altstadt im Zeitraum zwischen 15.45 und 16 Uhr. Es wird darum gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz (alternativ auch Tuch oder Schal) zu tragen. Auf die Einhaltung des Sicherheitsabstandes auf der Besuchertribüne (mind. 1,5 Meter zu anderen Personen) wird vor Ort geachtet.
Die Tagesordnung enthält insgesamt elf öffentliche Punkte, unter anderem die Bekanntgabe der Haushaltsgenehmigung 2020 durch die Regierung von Niederbayern, die weitere Vorgehensweise in Sachen Breitbandausbau und die Ausschreibung der ÖPNV-Linie 9 Münchnerau. Die vollständige Tagesordnung samt Sitzungsunterlagen der öffentlichen Punkte sowie weitere Sitzungstermine können auch auf dem Bürgerinfoportal der Stadt unter www.landshut.de eingesehen werden; dort sind außerdem die Beschlussfassungen zu vorhergehenden öffentlichen Sitzungen abrufbar.
Ergänzende Info: Die Plenarsitzungen (mit allen Stadträten) finden nicht wie bislang im Neuen Plenarsaal des Rathauses, sondern bis auf weiteres in der Sparkassenarena statt: Dort kann der nötige Sicherheitsabstand sowohl für Sitzungsteilnehmer im Sitzungssaal als auch für Zuschauer auf der Tribüne gewährleistet werden. Auch hier wird zur Kontrolle der Einhaltung des Sicherheitsabstandes zusätzliches Personal eingesetzt. Im Vorfeld der nächsten Sitzung des Plenums, die am Freitag, 30. April, stattfindet, wird noch gesondert berichtet.

 Pressemitteilung 22/2019 

„Wir brauchen keine Antriebs-, sondern eine Verkehrswende!“ 

Vor kurzem lud die CSU im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Werkstattgespräche“ interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Thema Infrastruktur und Mobilität unter Leitung von Stadtrat Bernd Friedrich und Professor Dr. Ralph Pütz in den Ochsenwirt ein. 

In der Diskussion wurde eines deutlich – um den Verkehr zu bewältigen braucht es viele verschiedene Maßnahmen, die alle Verkehrsmittel betreffen. 

Wegen der Pendelverkehre durch die Stadt sind zunächst die beiden Umgehungsmaßnahmen B15neu und Westumfahrung mit zügiger Weiterführung durch den Landkreis von hoher Priorität bei der Lösung der Verkehrsprobleme in der Region Landshut. 

Zweitens muss der Fahrradverkehr sowohl bei herkömmlichen Fahrrädern als auch E-Bikes sinnvoll weiterentwickelt werden, sei es durch geschickte Streckenführung im Stadtgebiet oder durch Schaffung von Abstellmöglichkeiten in der Stadt oder auch am Bahnhof z.B. durch die Aufstellung von Parkboxen. 

Drittens muss der ÖPNV laut Ralph Pütz nicht ideologisch, sondern mit Sinn und Verstand weiterentwickelt werden: „Wir brauchen keine Antriebs-, sondern eine Verkehrswende mit Modal-Split Verbesserungen!“ Hierzu könnten der Ausbau und das aktive Bewerben von Park & Ride, ein modernes Parkraumbewirtschaftungs- und Staumanagementsystem, das Einführen einer Art Busbahn als Zubringer oder die Erprobung von Anrufsammeltaxis dienen Letzteres könnte auch als „Seniorentaxi“ für Einkaufsfahrten und Arztbesuche geeignet sein. 

Die Lockerung der Stellplatzsatzung wird nicht befürwortet, da befürchtet wird, dass die Stadtviertel dann im öffentlichen Raum noch stärker zugeparkt werden, als das bereits jetzt der Fall ist. 

Im Bereich der allgemeinen Infrastruktur wurde von Bernd Friedrich konstatiert, dass diese in keiner Weise mit der Stadtentwicklung Schritt hält. Hier ist ein Umdenken erforderlich. Wachstum der Stadt und die Erweiterung der Infrastruktur müssen Hand in Hand gehen. Geplante und bereits ausgewiesene Neubaugebiete müssen eine angemessene Verkehrsinfrastruktur erhalten. 

Haushaltsbefragung zur Mobilität in Stadt und Landkreis: Rücklaufquote übertrifft die Erwartungen

Rund 3.300 Haushalte beteiligen sich – Fragebögen werden derzeit ausgewertet

 

Die Wahlberechtigten in der Stadt Landshut haben sich im September 2017 in einem Bürgerentscheid für den Ausbau des ÖPNV ausgesprochen. Unter dem Motto „Busse, Baby!“ hatten die Initiatoren eine Aufstockung des Angebots um 30 Prozent gefordert. Seither laufen die Planungen für die Umsetzung, die nach Ansicht von Experten nur dann gelingen kann, wenn auch der Landkreis mit einbezogen wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Mobilitätsbedürfnisse und Wege der Bürger in der Region. Deshalb führte das „büro stadtVerkehr“ aus Hilden im Auftrag von Stadt und Landkreis im vergangenen Herbst eine repräsentative Haushaltsbefragung durch. Das Interesse daran übertraf alle Erwartungen: Letztlich haben sich rund 3.300 der per Zufallsprinzip ausgewählten Haushalte beteiligt. Die von den Organisatoren kalkulierte Rücklaufquote wurde damit in fast allen Landshuter Stadtteilen und Landkreisgemeinden übererfüllt.

 

Das ist umso bemerkenswerter, als das Ausfüllen des achtseitigen Fragebogens durchaus arbeits- und daher zeitintensiv war. Schließlich ging es unter anderem darum, das Mobilitätsverhalten aller Haushaltsmitglieder an einem bestimmten Stichtag in einem „Wegeprotokoll“ genau aufzuschlüsseln und dabei nicht zuletzt die aktuelle Verkehrsmittelwahl („Modal Split“) zu erfassen. Die Fragebögen werden derzeit ausgewertet. Auf Basis dieser Ergebnisse, die voraussichtlich im Februar vorliegen, wollen Stadt und Landkreis den ÖPNV bedarfsgerecht erweitern. Die hohe Beteiligung war deswegen von entscheidender Bedeutung, um tatsächlich den von den Initiatoren erhofften und für die konkrete Ausgestaltung künftiger ÖPNV-Angebote so wichtigen breiten Querschnitt der Nutzer zu erhalten.

Über das enorme Interesse der Bürgerschaft freuen sich nicht nur Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz, sondern auch Stadtrat Prof. Dr. Frank Palme, der das Bürgerbegehren „Busse, Baby!“ mitinitiiert hatte. „Diese Befragung war die erste Möglichkeit für alle beteiligten Bürgerinnen und Bürger, an einem maßgeschneiderten ÖPNV-Angebot für Stadt und Landkreis Landshut mitzuarbeiten. Die überwältigende Beteiligung zeigt, wie groß die Bereitschaft dazu ist. Dafür nochmals herzlichen Dank“, sagt Palme, der in der Rücklaufquote auch die Verpflichtung sieht, „den Ausbau des ÖPNV unter Berücksichtigung der Ergebnisse dieser Befragung zügig voranzutreiben“.

 

Foto: Archiv KLARTEXT.LA

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Bildtext: Solche Unterlagen werden am Wochenende 23.500 Haushalte aus der Region im Briefkasten finden.

 

 

Haushaltsbefragung zur Mobilität in Stadt und Landkreis

23.500 Bürgen haben dieses Wochenende in ihren Briefkästen Fragebögen – Oberbürgermeister Putz und Landrat Dreier bitten um Beteiligung der Bürger, um den ÖPNV nach den Bedürfnissen der Bürger verbessern zu können

 

Per Bürgerentscheid haben sich die Wahlberechtigten in der Stadt Landshut vor einem Jahr für den Ausbau des ÖPNV ausgesprochen. Unter dem Motto „Busse, Baby!“ hatten die Initiatoren eine Aufstockung des Angebots um 30 Prozent gefordert und mit ihrer Idee die Mehrheit überzeugt. Seither laufen die Planungen für die Umsetzung, die nach Ansicht aller Experten, sinnvoll nur zusammen mit dem Landkreis gelingen kann. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Mobilitätsbedürfnisse und Wege der Bürger in der Region. Deshalb haben Stadt und Landkreis Landshut das „büro stadtVerkehr“ aus Hilden beauftragt, eine gemeinsame Haushaltsbefragung durchzuführen. Damit jede Gemeinde in die Planungen mit einbezogen werden können, beteiligen sich an den Kosten dieser Befragung auch die Landkreisgemeinden.

 

Per Zufallsprinzip wurden insgesamt 23.500 Haushalte für diese repräsentative Befragung ausgewählt. Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz hoffen nun auf eine hohe Beteiligung, da nur dann die Umfrage verwertbar sein wird. Dreier erklärt: „Es geht darum, die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger zu ermitteln, um auf Basis dieser Ergebnisse das ÖPNV-Angebot bedarfsgerecht zu erweitern. Jeder befragte Bürger kann so seinen Beitrag für die Verbesserung des ÖPNV für seine Heimatgemeinde leisten.“ Oberbürgermeister Putz fügt hinzu: „So wollen wir den ÖPNV für die gesamte Region attraktiver machen und neue Anreize zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn setzen“, sagt Putz. Auch Stadtrat Prof. Dr. Frank Palme, der das Bürgerbegehren „Busse, Baby!“ mitinitiiert hatte, setzt auf die Bereitschaft möglichst vieler Bürger, den durchaus umfangreichen Fragebogen auszufüllen, denn: „Wir haben die Chance, zusammen an einem maßgeschneiderten ÖPNV-Angebot für Stadt und Landkreis Landshut und damit an der Lösung der Verkehrsprobleme der Region mitzuarbeiten. Die breite Beteiligung der Bürgerschaft ist ein wertvoller Beitrag auf dem Weg zu einem zukunftsweisenden ÖPNV.“

 

Herzstück des achtseitigen Fragebogens ist das „Wegeprotokoll“ zur Erfassung der aktuellen Verkehrsmittelwahl („Modal Split“): In diesem sollen alle Haushaltsmitglieder ihr Mobilitätsverhalten an einem festgelegten Stichtag (23. oder 25.10.18) dokumentieren. Die Stichtagsregelung ist erforderlich, damit die Vergleichbarkeit der Resultate gewährleistet ist. In das Protokoll einzutragen sind alle Wege, die an diesem Tag zurückgelegt wurden, das jeweils genutzte Verkehrsmittel und der Zweck des Weges. In Zusatzfragen wird außerdem das Interesse an Angeboten wie Carsharing und Leihfahrradsysteme, aber auch an Verbesserungen wie einer Echtzeit-Fahrplanauskunft per App oder Internet, Jobticket oder eTicket sowie insbesondere an modernen, bedarfsorientierten ÖPNV-Angeboten wie Ridesharing ermittelt.

 

Abgefragt werden darüber hinaus allgemeine Informationen zum Haushalt und zu dessen Mitgliedern. Die Beantwortung der Fragebögen erfolgt in jedem Fall anonym. Die Teilnahme ist schriftlich, telefonisch und per Internet unter der Adresse www.landshut.de/haushaltsbefragung möglich. Ein persönlicher Code aus dem Anschreiben stellt sicher, dass nur die ausgewählten Haushalte an der Befragung teilnehmen können.

 

Foto: Landkreis Landshut

Einladung zum Fraktions-Forum über Bürgerbegehren und deren Folgen am Beispiel von:

Mehr ÖPNV – gut gegen Stau“

Am 24. September haben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Landshut mit großer Mehrheit über drei Bürgerbegehren einen Entscheid durchgeführt. Insbesondere soll durch die pauschale Wiedereinführung des 20-Minuten-Taktes das Busangebot in der Stadt Landshut wieder attraktiver werden.

Wir möchten Sie in unserem Forum informieren, welche Voraussetzungen und Anforderungen es für Bürgerbegehren gibt. Hierüber wird Sie Stadtrat Rudolf Schnur (Fraktionsvorsitzender der CSU) informieren.

Aber was ist nach dem Wahlerfolg des vorgenannten Bürgerentscheids seither passiert?
Wer muss sich um die Umsetzung kümmern?
Welche Auswirkungen hat das Bürgerbegehren konkret für die Bürger der Stadt Landshut?

Darüber informiert das Werksenatsmitglied Dr. Thomas Haslinger (Stadtrat Junge Liste und Verwaltungsbeirat für die Stadtwerke) und steht für Ihre Fragen und Anliegen zur Verfügung.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann kommen Sie einfach vorbei am Mittwoch, den 08. November um 19 Uhr ins Gasthaus Zollhaus (Nebenzimmer)!

Wir freuen uns auf Sie!

Georg Stemberger

Vorsitzender der KPV Landshut-Stadt

 

PRESSEMITTEILUNG

24.09.2017

www.landshut.de

Deutliches Votum für Ausbau des ÖPNV-Angebots

Bürgerbegehren „Busse, Baby!“ stößt auf breite Akzeptanz der Wähler

Der Öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) soll deutlich ausgebaut werden: Das ist das Anliegen des Bürgerbegehrens „Busse, Baby!“. Am Sonntag stimmten die Landshuter in einem Bürgerentscheid über diese Initiative ab, die eine Ausweitung des Angebots um 30 Prozent und insbesondere die Wiedereinführung eines 20- Minuten-Takts bei allen Stadtbuslinien vorsieht. Das Ergebnis fiel nach Auszählung von 74 der 75 Stimmbezirke (Basis: Schnellmeldungen) eindeutig aus: Mit 67,9 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt das Bürgerbegehren eine klare Mehrheit. Dagegen sprachen sich lediglich 32,1 Prozent der Wähler aus.

Ergebnis des Bürgerentscheids „Busse, Baby!“:

Ja 23.151 Stimmen (67,9 Prozent) Nein 10.950 Stimmen (32,1 Prozent)

Rathaus der Stadt Landshut, Pressestelle, Altstadt 315, 84028 Landshut, Verfasser: Johannes Viertlböck