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Ministerpräsident Markus Söder

Maskenpflicht auch in den Krankenhäusern

LAKUMED Kliniken behandeln derzeit neun Patienten mit bestätigter Infektion

 

Landshut / Vilsbiburg / Rottenburg. Ministerpräsident Markus Söder hat für Bayern ab Montag eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften angekündigt. „Zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter sollen auch alle Personen, die die Häuser der LAKUMED Kliniken betreten, einen Mund-Nasen-Schutz tragen“; sagt Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken. Alle Patienten und sonstigen Personen (z.B. in Ausnahmefällen erlaubte Besucher und Begleitpersonen) werden aufgefordert, beim Betreten der Krankenhäuser einen sauberen bzw. falls waschbar einen frisch gewaschenen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zusätzlich soll eine Händedesinfektion vor dem Betreten der Krankenhäuser erfolgen.

Die Zahl der Patienten mit bestätigter Corona-Infektion ist bei den LAKUMED Kliniken weiter rückläufig. „In unseren Häusern werden derzeit insgesamt neun Patienten mit Covid-19 versorgt“, sagt Jakob Fuchs. „Davon befinden sich vier Patienten am Krankenhaus Landshut-Achdorf und fünf Patienten am Krankenhaus Vilsbiburg.“ Die Corona-Patienten sind je nach Gesundheitszustand auf verschiedenen Stationen untergebracht und streng von anderen Patienten getrennt.

Aktuelle Informationen zum Coronavirus sind unter www.lakumed.de/coronavirus zu finden.

Stand der Zahlen: 24. April 2020 um 8:15 Uhr

 

Foto: Stadt Landshut

Landkreis-CSU fährt zum Politischen Aschermittwoch

Die CSU im Landkreis Landshut fährt mit einem eigenen Fan-Bus zum Politischen Aschermittwoch der Christsozialen am 26. Februar um 10 Uhr in Passau.

In der Dreiländerhalle spricht der Parteivorsitzende und Ministerpräsident Markus Söder beim größten politischen Stammtisch der Welt. “Mit unserer Beteiligung an dieser legendären Kundgebung wollen wir die Parteispitze auf ihrem Modernisierungskurs für ein noch bürgerfreundlicheres und zukunftsfähiges Bayern unterstützen”, sagt CSU-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Florian Oßner. “Gleichzeitig zeigt unser Kreisverband, dass er mit einer hervorragenden und motivierten Kandidatenriege bereit ist, für unseren Landkreis anzupacken.” Die Abfahrtszeiten für den Bus sind: 5.30 Uhr in Rottenburg (Betriebsgelände Firma Amberger), 5.45 Uhr in Hohenthann (Kirche), 6.15 Uhr in Landshut (Grieserwiese), 6.30 Uhr in Altheim (Tankstelle) und 6.45 Uhr in Wörth (Autohof). Ein Unkostenbeitrag in Höhe von sechs Euro wird im Bus erhoben. Anmeldung in der CSU-Geschäftsstelle unter Telefon 0871/82081 oder per E-Mail unter landshut@csu-bayern.de.

 

Foto: Archiv – KLARTEXT.LA

LANDSHUTER KOSMETIKERIN PLÄDIERT FÜR ANERKENNUNG DES MEISTERBRIEFES AUCH IN DEUTSCHLAND

Eva Artner begrüßt Änderungen in ihrer Branche

 

Eva Artner ist Kosmetikmeisterin, Kosmetikausbilderin, Ausbilderin für Elektroepilation, IPL & Laser, Elektroepilatorin, Sachverständige im Bereich Kosmetik und arbeitet seit 35 Jahren nach europäischer Norm.

 

Am 19.10.18 hat der Bundesrat bestimmt, dass endlich die Gewerbebetreiber im Kosmetikbereich Prüfungen ablegen müssen (NiSV). Es müssen nun also alle, die im kosmetischen Bereich mit nicht ionisierender Strahlung arbeiten, mindestens eine Fachprüfung ablegen. Bisher war der Beruf Kosmetiker/in weder anerkannt noch geschützt und war keinen oder wenigen Regeln unterworfen!

 

Rückkehr zur Meisterpflicht – Die Politik hat das Problem erkannt – Erhebliche Schäden und frustrierte Kunden — Unternehmerpleiten

Die Meisterpflicht war 2004 für 53 Gewerke weggefallen. „Weniger Meister bedeuten weniger AZUBIS.“ Das Fundament mancher Branchen geht verloren. Viele Vertreter und Vorsitzende der diversen Fachverbände des Handwerks sind zuversichtlich, den Meisterbrief wieder auf mehr Branchen ausdehnen zu können. Mittelstandspolitiker wie Carsten Linnemann (CDU) setzt sich für eine Korrektur von Fehlentwicklungen ein. „Heute müssen wir leider feststellen, dass in einigen Branchen in denen die Meisterpflicht gestrichen oder noch gar nicht vorhanden sei, erhebliche Schäden jeglicher Art entstehen, frustrierte Kunden erzeugt werden und folglich viele Unternehmer-Pleiten entstehen.“

 

Ministerpräsident Markus Söder: „Es ist doch ein Unterschied, ob man im Beruf zum Meisterbrief aufsteigen kann und mit dem Meisterbrief quasi geadelt wird oder immer nur auf der Stelle tritt.“

 

Eva Artner, Ausbilderin für Elektrokosmetik, Elektroepilation, wird bei ihrer Arbeit durch Lehrer unterstützt, die den Auszubildenden im Bereich Physik, Chemie, Hygiene umfassende Kenntnisse vermitteln. Die gesamte Ausbildung ist nach den geltenden pädagogischen Kriterien ausgerichtet. Es gibt leichtere Wege in dieser Branche Fuß zu fassen, aber mit fundierter Ausbildung und mit Ablegung einer Fachprüfung sei es sicher leichter, eine Anstellung als Fachkraft zu finden oder gar als Selbständige und Selbständiger zu arbeiten.

 

Zum Beispiel: In einem Lernmodul von 40 X 45 Minuten kann man die Anwendung von Hochfrequenz-Geräten erlernen. Dieses Lernmodul wird Pflicht für die Anwendung von Hochfrequenzgeräten.

Das Lernmodul beinhaltet:

Gesetzliche Grundlagen – Anatomie und Physiologie – Physikalische Grundlagen über hochfrequente elektromagnetische Felder – Biologische Wirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern – Behandlungsparameter und Geräteeinstellungen – Grundlagen Gerätetechnik zum Einsatz von elektromagnetischen Feldern – Kontraindikationen, Risiken und Nebenwirkungen – Schutzbestimmungen und –Maßnahmen – Kombinationsgeräte – Anwendungsplanung, Aufklärung von Personen und Dokumentation – Übungen – Selbständige Durchführung von unterschiedlichen Anwendungen unter fachärztlicher Aufsicht  – Prüfung.

 

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dringt auf eine Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen und warnt vor Marktverzerrungen.

„Wir können nicht jeden wild drauflos arbeiten lassen“, sagte Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Eine Wiedereinführung der Meisterpflicht in bisher zulassungsfreien Gewerken, werde zu mehr Wettbewerbsgerechtigkeit und fairen Marktbedingungen führen. Im Handwerk gebe es eine zunehmende Zahl von Solo-Selbstständigen, dies führe zu massiven Problemen. Immer mehr Kunden kritisieren die mangelnde Arbeitsausführung dieser Solo-Selbständigen.

Eva Artner bemängelt, dass in ihrer Branche viele unterwegs sind, die nicht genügend ausgebildet seien. Viele bezeichnen sich als Kosmetiker/in, sind aber dafür gar nicht ausgebildet worden. „Und die liefern natürlich nicht immer die Qualität ab, wie sie sein sollte. Das schädigt den Ruf des Kosmetikers/in und der Kosmetikbranche insgesamt“, so die Kosmetik-Meisterin.

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier

 

Bildtext: Freuen sich über die Einrichtung des Studiengangs Hebammenwesen in Landshut (v.l.): Landrat Peter Dreier, Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, die Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Lakumed-Kliniken Dr. Marlis Flieser-Hartl und der Präsident der Hochschule Landshut Prof. Dr. Karl Stoffel.

 

 

„Meilenstein für die Region“

Hebammen-Studiengang kommt nach Landshut

Bisher gibt es in ganz Niederbayern keine Möglichkeit, Hebammen auszubilden. Das wird sich bald ändern: Die Hochschule Landshut hat, in Kooperation mit den Kliniken in der Region, den Zuschlag erhalten, einen Studiengang Hebammenwesen zu starten. Eine mehr als erfreuliche Nachricht und ein großer Erfolg für die Region Landshut, wie Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, Landrat Peter Dreier, Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel und Dr. Marlis Flieser-Hartl, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Lakumed-Kliniken, finden.

Das Problem ist bekannt: Weder in Landshut noch in ganz Niederbayern gibt es bisher die Möglichkeit, Hebammen auszubilden. „Das Interesse an diesem Beruf ist groß, aber es gibt nur begrenzte Plätze bei der Ausbildung“, erläuterte Dr. Marlis Flieser-Hartl, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Lakumed-Kliniken. Die Folge: Es gibt zu wenig Hebammen. Schon lange verfolgt die Lakumed-Gruppe den Plan, eine Hebammenschule in der Region Landshut aufzubauen. Der Bedarf wäre da: Rund 3.000 Geburten verzeichnen das Klinikum Landshut, das Achdorfer Krankenhaus und das Vilsbiburger Krankenhaus.

Nachdem die Ausbildung bis 2020 europaweit akademisiert wird, erarbeitete man vor einem Jahr zusammen mit der Hochschule Landshut ein Konzept für einen Studiengang Hebammenwesen. „Wir als Hochschule haben bereits Erfahrung, Fachausbildungen in eine sinnvolle akademische Ausbildung überzuführen. Das haben wir mit dem erfolgreichen Aufbau des Studiengang Gebärdensprachdolmetschen bewiesen“, schilderte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel die Hintergründe. Außerdem habe man über den Studiengang „Biomedizinische Technik“ engen Kontakt zu den Kliniken in der Region aufgebaut und entsprechend Erfahrungen im medizinischen Bereich gesammelt. Zusammen mit der interdisziplinären Ausrichtung der Hochschule und dem Know-how der Fakultät Soziale Arbeit passe der Studiengang sehr gut an die Hochschule in Landshut.

Nachdem das Konzept stand, wandten sich Dr. Flieser-Hartl und Prof. Dr. Stoffel an den Stimmkreisabgeordneten für die Region Landshut, Helmut Radlmeier, und baten um seine Unterstützung. Dieser war sofort davon begeistert: „Die Region Landshut wächst, die Geburtenzahlen steigen. Dadurch wird die Nachfrage nach Hebammen immer größer. Die Einrichtung eines derartigen Studiengangs würde den Hebammen-Nachwuchs sichern“, so Radlmeier. In der Folge wandte sich der Landtagsabgeordnete als Mitglied in den beiden maßgeblichen Ausschüssen für Gesundheit und Pflege sowohl an das Gesundheitsministerium als auch an das Wissenschaftsministerium und warb für Landshut.

Beim Politischen Montag der CSU nach der Bartlmädult erfolgt dann der Paukenschlag durch Ministerpräsident Markus Söder. Dieser sagte zu, sich für den Aufbau des Studiengangs an der Hochschule Landshut einzusetzen. Jetzt steht fest: Landshut bekommt den Zuschlag.

Die Freude darüber ist groß. Landrat Peter Dreier hatte die Rede des Ministerpräsidenten live im Zelt mitverfolgt und sich anschließend für das Bekenntnis für Landshut gleich bei Markus Söder bedankt. Landrat Dreier dankte dem Abgeordneten Radlmeier dafür, dass dieser sich so für den Studiengang eingesetzt hat. „Dieser Studiengang wird ein echter Magnet für die Region Landshut.“

Dieser Ansicht ist auch Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier: „Der Hebammen-Studiengang ist ein Meilenstein – nicht nur für unsere Hochschule und die Region Landshut, sondern für ganz Niederbayern“, fasste Radlmeier zusammen.

 

Bezirksparteitag mit Ministerpräsident Söder – 60 Millionen Euro für Bahnstrecke Plattling-Landshut

Essenbach. Mit einem Bezirksparteitag in Essenbach (Landkreis Landshut) hat die CSU am Samstag die heiße Wahlkampfphase zur Bezirks- und Landtagswahl in Niederbayern eröffnet. Ministerpräsident Markus Söder warb dabei noch einmal um Unterstützung für seinen Kurs, den „ländlichen Raum zum Zukunftsraum“ zu entwickeln und für eine generationengerechte Politik einzutreten. Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer konnte unterdessen mitteilen, dass in den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Plattling-Landshut in mehreren Schritten rund 60 Millionen Euro investiert werden. Einstimmig verabschiedet haben die Delegierten den Niederbayernplan.

In seiner mitreißenden Rede schwor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Delegierten auf die anstehenden fünf Wochen bis zum Wahltag am 14. Oktober ein. Es gehe an diesem Tag um die Sonderstellung Bayerns in Deutschland und Europa. Und nur die CSU biete Lösungen an. „Wir in Bayern zeigen, dass man auch ‚machen‘ kann“ Er sei als Ministerpräsident bereit, in gesellschaftlich schwieriger Zeit Verantwortung zu übernehmen. „Als Volkspartei haben wir alle gesellschaftlichen Schichten einzubinden und zusammenzuführen.“

Bayern habe eine Spitzenposition in den unterschiedlichen Bereichen, etwa bei der Bildung. „Ab Dienstag gehen bayerische Schüler wieder in Bildungseinrichtungen, in anderen Bundesländern sind Schule hingegen Baracken.“ Für die hervorragende Bildungspolitik dankte er Kultusminister Bernd Sibler.

Söder wolle Bayern gerechter machen und habe dazu ein Landespflegegeld auf den Weg gebracht, um pflegende Angehörige zu unterstützen. Rund 200.000 Anträge seien eingegangen, rund die Hälfte davon bereits bearbeitet und in Auszahlung. Zusätzlich unterstützt der Freistaat Familien, um Eltern selbst entscheiden zu lassen, ob sie Kinder in Betreuungseinrichtungen oder zuhause erziehen möchten. Bei der Frage der Umsetzung des Familiengeldes attestierte Söder der SPD, dass „sie sich zum kalten Herz Deutschlands entwickelt“. Er könne nicht nachvollziehen, dass ausgerechnet die Schwächsten in der Gesellschaft kein Familiengeld erhalten sollten. Letztlich gebe der Freistaat zum vom Bund eingeführten Baukindergeld ein Baukindergeld-Plus und eine Eigenheimzulage.

Um den ländlichen Raum zu stärken investiere der Freistaat in die Digitalisierung, habe bei der Behördenverlagerung tausende Arbeitsplätze aus den Metropolen verlagert und stütze die medizinische Infrastruktur. Gerade die Förderung von Krankenhäusern mit strukturellen Problemen diene der medizinischen Versorgungssicherheit der Bevölkerung in den Regionen.

Bereits zu Beginn hat CSU-Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer für die Bahnpendler in Niederbayern eine frohe Kunde. Er gab bekannt, dass für den zweigleisigen Ausbau der Eisenbahnstrecke Plattling-Landshut rund 60 Millionen Euro zur Verfügung stehen. „Durch die Zunahme des Zugverkehrs durch das neue BMW-Logistikzentrum in Wallersdorf ist ein Bahnausbau wirtschaftlich gerechtfertigt.“ Der Ausbau soll nun in mehreren Schritten erfolgen.

Diese Maßnahme unterstreiche den Anspruch der CSU, in Niederbayern die einzige Partei zu sein, die nicht nur Probleme beschreibe, sondern die politischen Rahmenbedingungen setze, damit Unternehmer und Arbeitsnehmer Niederbayern zur europäischen Spitzenregion machen können: „Wir sind die Macher-Partei!“ So trage der Ausbau der Infrastruktur die Handschrift der CSU. Es werde an der B15neu, sowie der A94 gebaut, an der A3 bei Deggendorf und der B20 zwischen Straubing und Landau liefen die Planungsverfahren. „Wir können heute versprechen, dass mit dem Abschluss der Planungen sofort mit dem Bau begonnen wird!“ Und in wenigen Wochen starte eine Funkloch-App, mit deren Hilfe Bürger Funklöcher online melden können.

Scheuer warnte davor, sich auf der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung Niederbayerns auszuruhen: „Wir müssen der Zukunft immer einen kleinen Schritt voraus sein“. Im Gegensatz zu anderen politischen Kleingeistern mache sich die Niederbayern-CSU nicht über Flugtaxi, Hyperloop oder ein Raumfahrtprogramm Bavaria One lustig: „Wir setzen uns vielmehr dafür ein, dass die Entwicklung dieser Technologien nicht nur in München, sondern auch an den niederbayerischen Hochschulen erfolgt.“

Für Niederbayern sei ein Erfolg der AfD nach Scheuers Ansicht brandgefährlich, wolle die Partei doch das Aus der EU-Agrarförderung und der Wirtschaftsförderung. „Sie steht für das Aus des EU-Binnenmarkts, auf den rund 60 Prozent unserer Wertschöpfung beruhen!“ Aber auch die anderen Parteien hätten keine Antwort auf die drängenden Fragen unserer Zeit und würden Niederbayern schlechtreden. „Wer die Fakten verkennt und verdreht, beleidigt die Menschen in Niederbayern, die aus ihrer Heimat etwas Einmaliges gemacht haben.“

Einstimmig verabschiedet haben die Delegierten den unter Federführung der beiden Listenführer Staatsminister Bernd Sibler und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich entwickelten Niederbayernplan. Unter der Überschrift „Das Beste für Niederbayern“ finden sich die inhaltlichen Schwerpunkte der künftigen politischen Arbeit der CSU. Bei der Vorstellung des Programms verwies Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich auf die Aktivitäten des Bezirks bei der Sicherung der medizinischen Versorgung, wodurch beispielsweise das Stipendienprogramm für niederbayerische Medizinstudenten an der Karl-Lahnstein-Universität in Krems. „Unser Ziel bleibt aber, dass kein Medizinstudent für das Studium Niederbayern verlassen muss.“ Für Staatsminister Bernd Sibler stellt die Digitalisierung die Zukunftsherausforderung Niederbayerns dar, wobei neben dem Ausbau der Lehre und Forschung an den Hochschule vor allem die klein- und mittelständischen Unternehmen ins digitale Zeitalter begleitet werden müssten.

CSU Niederbayern stellt sich hinter Seehofers Masterplan

Einstimmiges Votum im Bezirksvorstand – Niederbayern soll weiter EU-Fördermittel erhalten

Plattling. Der Bezirksvorstnad der CSU Niederbayern hat sich am Samstagabend in Plattling einstimmig hinter den Plan von Bundesinnenminister und CSU-Parteivorsitzendem Horst Seehofer gestellt, Flüchtlinge, die bereits in anderen Ländern einen Asylantrag gestellt haben oder deren Asylverfahren in Deutschland abgelehnt wurde, an der Grenze zurückzuweisen. „Wir reden über die Umsetzung europäischen Rechts und werden den Druck aufrecht halten”, sagte CSU-Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer bei der Sitzung. Der niederbayerische Europaabgeordnete und EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber gab einen Ausblick auf die Auswirkungen des EU-Haushalts ab 2021, der aktuell in Brüssel diskutiert wird.

63 Punkte wird Horst Seehofers Masterplan Migration umfassen, darunter auch Punkte wie die Bekämpfung der Fluchtursachen in Afrika oder das Thema Fachkräftezuwanderung. Über 62 Punkte herrsche Einigkeit, lediglich ein Punkt werde seit einer Woche diskutiert, berichtete Scheuer den Bezirksvorstandsmitgliedern. „Die Frage der Zurückweisung an der Grenze steht für die Bürger beispielhaft für die Glaubwürdigkeit der Politik. Deshalb wird die CSU nicht nachgeben und Horst Seehofer den Rücken stärken.” Scheuer verwies auch auf die Diskussionen in den am Samstag stattgefundenen CSU-Kreisversammlungen in Passau, in denen die CSU-Mitglieder einstimmig die Umsetzung des umstrittenen Punktes von Seehofers Masterplan gefordert haben.

Die CSU sehe auch keinen Widerspruch zwischen der Zurückweisung an der deutschen Grenze und der von Bundeskanzlerin Angela Merkel favorisierten europäischen Lösung. „Wir stehen zur Einigkeit der Union und der Koalition. Wir wollen den Erfolg dieser Bundesregierung. Deshalb wollen wir, dass ein Thema gelöst wird, das Bestandteil des Koalitionsvertrages ist”, fasste Scheuer die Diskussion zusammen. Er verwahrte sich zugleich gegen die Kritik, die CSU würde vor dem Hintergrund der Landtagswahl hier eine harte Linie vorgeben: „Wir machen Politik für Deutschland, oder sollen wir jetzt bis 14. Oktober die Hände in den Schoss legen?”

Einen Ausblick auf Auswirkungen des künftigen EU-Haushalts auf Niederbayern gab Europaabgeordneter Manfred Weber. Der Haushaltsvoranschlag werde aktuell in Brüssel diskutiert und habe zwei große Herausforderungen zu stemmen: Einerseits verliere die EU durch den BREXIT einen Nettozahler, andererseits soll die EU neue Aufgaben übertragen werden, beispielsweise den Außengrenzenschutz oder einen Marshallplan für Afrika zur Bekämpfung von Fluchtursachen.

Niederbayern profitiert laut Weber im Wesentlichen durch die Strukturförderung und den Agrarhaushalt. Jährlich erhielten niederbayerische Bauern rund 200 Millionen Euro als Direktzahlungen, die indirekt in den regionalen Wirtschaftskreislauf fließen. Durch die Wirtschaftsförderung von 380 Millionen Euro sind in den vergangenen zehn Jahren drei Milliarden Euro an Investitionen ausgelöst, 5.500 neue Arbeitsplätze entstanden und 45.000 Arbeitsplätze, meist in klein- und mittelständischen Unternehmen, nachhaltig gesichert worden. „Das unterstreicht, dass diese Mittel wertvoll sind und nachhaltig in Niederbayern investiert worden sind”, fasste Weber zusammen. Zudem fließen auch Forschungsfördermittel an die Hochschulstandorte.

Umso mehr müsse man jetzt auch mit guten Argumenten dafür arbeiten, dass vor dem Hintergrund der Mittelkürzungen Niederbayern auch weiterhin Förderinstrumente in der Wirtschaftsförderung nutzen kann. „Wir müssen Investitionen in die Nachhaltigkeit der Betriebserhaltung und Qualität der Arbeitsplätze unterstützen, denn das ist europäischer Mehrwert. Ebenso brauchen wir für die Gründer- und StartUp-Szene kreative und unkomplizierte Unterstützungsmechanismen”, so Weber. Der Bezirksvorstand unterstützt ein von Weber erarbeitetes Positionspapier einstimmig. Im Bereich der Landwirtschaftsförderung sieht Weber gute Chancen, die Höhe der Direktzahlungen halten zu können. „Hier hilft uns die angedachte europaweite Kappung der Direktzahlungen bei 100.000 Euro je Betrieb, denn dieses Geld wird den kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben zukommen, die unsere Heimat prägen.”

Kritik übte JU-Bezirksvorsitzender Paul Linsmaier an der Reaktion der Oppositionsparteien zu den von Ministerpräsident Markus Söder in seiner Regierungserklärung vorgestellten Zukunftsprojekten. „Wenn SPD und Freie Wähler eine bayerische Raumfahrtinitiative lächerlich machen, zeugt das von ihrer Kurzsichtigkeit und Mutlosigkeit. Aber es ist unser Anspruch, heute die Voraussetzungen zu schaffen, dass Bayern in 20 oder 30 Jahren immer noch weltweit an der Spitze von Wissenschaft und Forschung steht.” Dies unterstrich auch Staatsminister und Landtags-Spitzenkandidat Bernd Sibler, der aktuell gemeinsam mit den Kandidaten im Rahmen zahlreicher Fachgespräche das Niederbayernprogramm für die Landtags- und Bezirkstagswahl erarbeitet. „Wir sind die einzige Partei in Niederbayern, die sich mit den Themen der Menschen beschäftigt und Lösungsvorschläge anbietet.”

 

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