Home Tags Posts tagged with "Laserdrucker"

Laserdrucker

16. September 2016/in Pressemitteilungen /von Achim Stelting

Offener Brief an Bundesumweltministerin Dr. Hendricks und die zuständigen MinisterInnen für Arbeit, Forschung, Gesundheit und Verbraucherschutz

Sehr geehrte Frau Dr. Hendricks, sehr geehrte Frau Nahles, sehr geehrte Frau Prof. Wanka,
sehr geehrter Herr Gröhe, sehr geehrter Herr Maas,

am 16. Juni hatte ich Ihnen als zuständige Bundesminister unsere Petition für gesunde Raumluft auf Campact We act (https://weact.campact.de/p/gesunde-raumluft-tinte-statt-toner) per Mail übermittelt. In der Sommerpause haben wir schon fast 2.000 Unterstützer gefunden und dies ist erst der Anfang. Leider haben wir bis heute keine Antwort von Ihnen erhalten, obwohl Millionen Bundesbürger von den unfassbaren Emissionen aus Laserdruckern und Kopierern belastet werden und über 150 Studien weltweit die Schadstoffbelastungen, Emissionen und zunehmend auch die Gesundheitsschädigungen bestätigen.

In dem Artikel vom 25.8.2016 Schadstoffemissionen senken – Luftverschmutzung macht krank, macht die Bundesregierung nun die Aussagen:

Laserdrucker setzen Feinstaub in ultrafeiner Partikelgröße frei – die besonders gefährlich ist.
Er dringt in Bronchien und Lungenbläschen vor. Die ultrafeinen Partikel schaffen es sogar in den Blutkreislauf. Die Folgen reichen von Atemwegsentzündungen über Thrombosen bis hin zu Lungenkrebs.

Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die Bundesregierung nun, wenn auch erst nach über einem Jahrzehnt, die Gesundheitsgefahren durch ultrafeine Partikelemissionen aus Laserdruckern endlich ernst nimmt. Damit stellt sich zugleich die Frage, welche Konsequenzen ziehen Sie aus der Feststellung, insbesondere zum Schutz des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit?

Wann können die Bürger endlich damit rechnen, dass gem. Vorsorgeprinzip ihre Gesundheit bei begründetem Verdacht vor krankmachenden Produkten geschützt wird?

Zu Ihrer Information füge ich meinen aktuellen Artikel zum Stand der Forschung aus der Fachzeitung Umwelt-Medizin-Gesellschaft bei. Mit namhaften deutschen Forschern führender Institute haben wir ein Proposal für die weitere Erforschung erarbeitet, die wir Ihnen gern vorstellen würden.

Weiterhin haben wir inzwischen 42 Toneranalysen ausgewertet. Alle Toner enthalten Metalle.

Neben Eisen ist Aluminium das häufigste Metall. Den Höchstwert von 113.000 mg/ kg hatte der Toner des Samsung-Druckers ML-3710, der den neuen Blauen Engel trägt und massenhaft im Öffentlichen Dienst eingesetzt wird. Der Vorgänger Samsung-ML-3410 wurde nach Krebserkrankungen an Gerichten wegen höchster Emissionen bei Polizei und Justiz auf Kosten der Staatskasse zu Tausenden gegen Tintenstrahldrucker getauscht. Mehrere Studien weisen jetzt auf eine Demenzgefahr aus dem Drucker hin und auch 3D-Drucker emittieren massenhaft Nanopartikel.

Die Hersteller Samsung und Dell geben das Druckergeschäft auf. Sie haben offenbar aus dem VW-Skandal gelernt und versuchen milliardenschweren Schadenersatz- und Strafverfahren zu entgehen.

Wir erwarten, dass die Bundesregierung sich mit unseren begründeten Forderungen gem. Petition unverzüglich auseinandersetzt, den 2009 abgebrochenen Dialog wieder aufnimmt und gemeinsam mit uns nach Lösungen sucht, auch für die vielen geschädigten Menschen, die in Berufskrankheitenverfahren auf entwürdigende Weise um ihr Recht gebracht wurden und werden. Es wird höchste Zeit, dass 30 Jahre nach den ersten Gesetzesinitiativen, endlich die Atemluft in Innenräumen geschützt wird. – Atmen heißt Leben!

Aufgrund des hohen öffentlichen Interesses erlauben wir uns, diesen Brief öffentlich zu machen.

Ich hoffe zeitnah von Ihnen zu hören.

Freundliche Grüße

Achim Stelting
Vorsitzender nano-Control., Internationale Stiftung
Für gesunde Raumluft

 

Erstmals werden nun auch Laserdrucker und Kopierer als Verursacher genannt! Das Thema auf der Landshuter Umweltmesse 2014!

Mittwoch, 16. April 2014

FEINSTAUB

Sofortprogramm zum Klimaschutz

Trotz Umweltzonen und moderner Fahrzeug- und Filtertechnik ist noch zu viel Feinstaub in der Luft. Mit dem Sofortprogramm zum Klimaschutz will die Bundesregierung die Luftqualität in Deutschland weiter verbessern.

Geschwindigkeitsbegrenzung zur Reduzierung der Feinstaubbelastung entlang - Tempo 30-Schild

Geschwindigkeitsbegrenzung – ein konkreter Schritt zur Reduzierung von FeinstaubFoto: ddp images/dapd/Jens Schlueter

Zehntausende Urlauber sind auf dem Weg in die Osterferien. Feinstaub begleitet sie. Die Autobahnen sind voll, Flüge und Kreuzfahrtschiffe gut gebucht. Feinstaub ist selbst gemacht. Er entsteht beim Autofahren, beim Heizen, in Kohlekraftwerken, mit Dieselloks und Baumaschinen. Feinstaub entsteht durch Laserdrucker und Kopierer, aber auch in der Landwirtschaft – wenn Felder mit Gülle gedüngt werden.

Mit dem Sofortprogramm für Klimaschutz will Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auch die Luftqualität verbessern. Dies werde jedoch nur gelingen, “wenn alle Akteure auf allen Ebenen sowie jeder Verbraucher und jede Verbraucherin dazu beitragen”, sagte sie in Berlin.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt die bessere Vernetzung lokaler Verkehrsträger, Carsharing-Projekte und Maßnahmen, die das Entstehen von Staus verhindern. Bei der Novellierung der EU-Richtlinie zu mobilen Maschinen und Geräten, die neben Baumaschinen und Binnenschiffen auch Lokomotiven erfasst, wird sich die Bundesregierung für eine möglichst schnelle Verschärfung der Emissionsgrenzwerte einsetzen.

Öfen und Kamine drosseln

Auch in milden Wintern nimmt die Feinstaubbelastung nicht ab. Dann laufen in den Wohnungen nicht die abgasarmen Zentralheizungen, sondern “Einzelfeueranlagen”. Die zunehmende Verbrennung von Holz in Kaminöfen ist jedoch ein Problem. Rund 97 Prozent des Gesamtstaubs aus Kaminen und Öfen besteht aus gesundheitsgefährdenden Stoffen.

Die Gesamtmenge des Feinstaubs aus Kaminöfen und anderen Holzfeuerungsanlagen in Deutschland übersteigt mittlerweile diejenige aus den Auspuffrohren aller Diesel-PkwLkw und Motorräder. Eine flächendeckende Verbesserung der Wärmedämmung würde den Schadstoffausstoß begrenzen.

Feinstaub kennt keine Grenzen

Feinstaub verunreinigt die Luft aber nicht nur dort, wo er entsteht, sondern unter Umständen auch mehrere Hunderte Kilometer entfernt. Vulkanausbrüche und Saharastaub gehören zu seinen natürlichen Quellen. Hinzu kommen die Emissionen der Kohlekraftwerke. In diesem Jahr ist die Belastung in den östlichen Bundesländern sehr hoch, weil auch Feinstaub aus Polen und Tschechien nach Deutschland geweht wird.

Belastungen für die Gesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass die Lebenserwartung in der EU wegen der Belastung mit Feinstaub durchschnittlich um ein Jahr verkürzt wird. Luftverschmutzung gilt als Ursache für 350.000 Todesfälle in der Europäischen Union (EU), davon allein 47.000 in Deutschland. Feinstaub erhöht das Herzinfarktrisiko, die Anzahl der Frühgeburten und die Wahrscheinlichkeit, an Arteriosklerose oder einer Thrombose zu erkranken.

Deshalb hat die EU-Kommission Ende letzten Jahres strengere Emissionswerte für Luftschadstoffe und ein neues Programm “Saubere Luft” vorgeschlagen. “Durch die Maßnahmen wird die Zahl der auf die Luftverschmutzung zurückzuführenden Todesfälle halbiert und die Lebensqualität für alle verbessert”, erklärte EU-Umweltkommissar Janez Potocnik.

Der Nutzen dieser Vorhaben für die Gesundheit der Menschen beträgt etwa 40 Milliarden Euro im Jahr. Zum Vergleich: Die direkten Kosten für die Gesellschaft, einschließlich Schäden an Ackerflächen und Gebäuden, belaufen sich auf etwa 23 Milliarden Euro pro Jahr.

Übrigens: auch Osterfeuer belasten die Luftqualität. Da sie jedoch auf wenige Tage im Jahr beschränkt sind und speziell in Norddeutschland zur Tradition gehören, werden sie weiterhin zugelassen.

 

Niedersächsischer Landtag 17. Wahlperiode Drucksache 17/397

Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort

Anfrage des Abgeordneten Christian Grascha (FDP), eingegangen am 23.04.2013

Neukauf von Druckern in der Landesverwaltung

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete am 9. April 2013, dass 4 300 Laserdrucker im Justizres-sort sowie 371 Laserdrucker im Innenressort durch Tintenstrahldrucker ersetzt werden müssten und somit Kosten in Millionenhöhe entstünden.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Welchen objektiven Mangel weisen die auszutauschenden Geräte auf, bzw. welche gesetzli-chen Mindestanforderungen erfüllen diese nicht?

2. Inwiefern ist es gerechtfertigt, diese hohen Kosten für Neubeschaffung und Umstellungsauf-wand in Kauf zu nehmen, obgleich es sich nach Presseberichten um vollständig funktions-tüchtige Drucker handelt?

3. Wenn es gerechtfertigt ist, die ausgetauschten Geräte aus den Ressorts Innen und Justiz zu hohen Mehrkosten zu entfernen, inwiefern kann es dann vertretbar sein, sie in anderen Berei-chen der Landesverwaltung einzusetzen?

4. Wenn es nicht vertretbar ist, die ausgetauschten Geräte in anderen Teilen der Landesverwal-tung einzusetzen, inwiefern ist es vor dem Hintergrund der Pflicht zur sparsamen Verwendung von öffentlichen Mitteln gerechtfertigt, weit über 4 000 voll funktionsfähige Drucker zu ver-schrotten?

(An die Staatskanzlei übersandt am 29.04.2013 – II/72 – 63)

Antwort der Landesregierung

Niedersächsisches Ministerium Hannover, den 11.07.2013

für Inneres und Sport – 41.21-02800/0200-0001 –

Im Bereich des Justizministeriums ist anlässlich einer Untersuchung von Laserdruckern durch das Bremer Umweltinstitut vom 06.09.20121 festgestellt worden, dass 12 von 13 untersuchten Druckern des Typs Samsung ML-3471ND unter Anwendung der seinerzeit noch nicht veröffentlichten RAL-UZ 171 („Blauer Engel 2013“) auffällige Emissionswerte im Bereich der ultrafeinen Partikel (UFP) aufweisen. Ob damit gesundheitliche Risiken in Verbindung stehen, wurde nicht festgestellt, konnte aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Daher hat sich das Justizministerium aufgrund einer Häufung von Gesundheitsvorfällen von Beschäftigten, die Anlass für die Untersu-chung des o. g. Druckertyps waren, zu einem vorzeitigen Austausch dieser Drucker in diesem und im kommenden Jahr entschlossen. Auslöser waren mehrere Krebserkrankungen von Bediensteten beim Amtsgericht Burgwedel. Weil diese Häufung erhebliche Unruhe unter den Beschäftigten aus-löste, beauftragte das Amtsgericht das Bremer Umweltinstitut, das Gerichtsgebäude auf eine Be-lastung gesundheitsschädigender Stoffe zu untersuchen. Während bauliche Ursachen als Auslöser

1 Dr. Britta Neuweger und Michael Köhler, „Bericht über die Untersuchung der Drucker vom Typ Samsung ML-3471ND in 1 m3 Prüfkammern vor und während des Betriebs“, 06.09.2012, Bremer Umweltinstitut – Ge-sellschaft für Schadstoffanalysen und Begutachtung mbH, H 6439 BB.

1 Niedersächsischer Landtag – 17. Wahlperiode Drucksache 17/397

der Krebserkrankungen laut Gutachten des Instituts ausgeschlossen werden konnten, fiel ein Mo-dell des besagten Druckers dadurch auf, dass er sehr hohe Ultrafeinstaubwerte emittierte.

2 vgl. http://www.blauer-engel.de/de/blauer_engel/presse/meldungen.php?we_objectID=297

Zudem hatten sich Beschäftigte, die diesen Druckern ausgesetzt sind, über Geruchsbelästigungen, Atemwegserkrankungen bis hin zu allergischen Reaktionen beklagt. Während solche Klagen in dem Zeitraum vor dem Kauf dieser Laserdrucker eher die Ausnahme waren, trat seit der Beschaf-fung des Samsung-Druckers eine auffällige Häufung solcher Berichte zutage. Dies ging sogar so-weit, dass sich die gesamte Belegschaft eines Gerichtes weigerte, diese Laserdrucker weiterhin einzusetzen.

Die Justizverwaltung sah sich daher aufgefordert zu handeln und mögliche Gefahrstoffquellen aus dem Arbeitsumfeld der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entfernen. Aus Gründen der präventiven Gesundheits- und Risikovorsorge hat das Justizministerium daher entschieden, 4 033 Drucker des Typs Samsung ML-3471ND überwiegend gegen Tintenstrahldrucker auszutauschen und wo immer möglich auf zentrale Etagendrucker umzustellen.

Die niedersächsische Finanzverwaltung hat nach Bekanntwerden der o. g. Gesundheitsvorfälle ebenfalls Messungen durch das Bremer Umweltinstitut durchführen lassen. Diese Messungen brachten ähnliche Ergebnisse wie bei der niedersächsischen Justizverwaltung. Daher entschloss sich die niedersächsische Finanzverwaltung ebenfalls, den vorzeitigen Austausch der im Einsatz befindlichen 3 278 Laserdrucker des Typs Samsung ML-3471ND zu prüfen. In Kürze steht die tur-nusmäßige Ersatzbeschaffung von ca. 5 000 älteren Drucker an. In diesem Rahmen sollen Tinten-strahldrucker und Laserdrucker, bei denen keine Ultrafeinstaubemission bzw. Ultrafeinstaubemissi-on unterhalb der Obergrenzen des Blauen Engels auftreten, auf Praktikabilität und Einsatztauglich-keit im „Echtbetrieb“ überprüft werden. Mit den Ergebnissen dieser Pilotierung wird über das weite-re Vorgehen bezüglich des Austauschs der 3 278 Samsung Drucker ML-3471ND entschieden.

Bei der Polizei Niedersachsen wurden 371 Laserdrucker des o. g. Typs in den Polizeibehörden aus den Arbeitsplatzbereichen entfernt. Die Polizei hat sich unabhängig von der aktuellen Feinstaub-problematik dafür entschieden, im Rahmen einer längerfristig angelegten Druckerkonsolidierung verstärkt nicht direkt am Arbeitsplatz befindliche sondern zentral aufgestellte Netzwerkdrucker ein-zusetzen. Soweit es sich um Laserdrucker handelt, wird neben den damit verbundenen wirtschaftli-chen Vorteilen die Emissionsbelastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentlich reduziert. Als weitere begleitende Maßnahme wurden die für den Einsatz von Laserdruckern herausgegebe-nen einschlägigen Handlungsempfehlungen in den Behörden entsprechend kommuniziert.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1:

Die Laserdrucker der Marke Samsung ML-3471ND wurden vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) zentral für die Landesverwaltung in den Jahren 2009 bis 2011 beschafft (Rahmenvertrag). In den Vergabeunterlagen hat der LSKN die zum Zeit-punkt der Ausschreibung gültigen Kriterien des Umweltzeichens Blauer Engel (RAL-UZ 122) als Bewertungskriterium berücksichtigt. Darüber hinaus wurde die Emissionsrate für Staub in der Druckphase auf 4,0 mg/Stunde begrenzt (Ausschlusskriterium).

Seit Jahresanfang gelten die Kriterien der neuen RAL-UZ 171. Nunmehr werden auch ultrafeine Partikel unter standardisierten Prüfbedingungen gemessen und entsprechende Grenzwerte festge-legt2.

Dieser Grenzwert wird von dem hier in Rede stehenden Laserdrucker deutlich überschritten. Inso-weit ist unter Anlegung dieser Kriterien ein objektiver Mangel vorhanden. Die Landesregierung be-obachtet bereits seit längerer Zeit die kontroverse Diskussion aus Sicht des Gesundheits- und Ar-beitsschutzes beim Einsatz von Laserdruckern, insbesondere wenn diese Geräte direkt am Ar-beitsplatz eingesetzt werden. Bisher ist allerdings noch kein wissenschaftlicher Nachweis dafür be-kannt geworden, dass der Einsatz von Laserdruckern unmittelbare Gesundheitsrisiken für die Be-schäftigten mit sich bringt.

2 Niedersächsischer Landtag – 17. Wahlperiode Drucksache 17/397

3 Tao Tang, Richard Gminski und Volker Mersch-Sundermann, „Untersuchungen zur genetischen Toxizität von Emissionen aus Laserdruckern in humanen A549-Zellen mittels VITROCELL® Kultivierungs- und Expositi-onsmodul“, 10.05.2010, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Frei-burg.

4 Dr. Britta Neuweger und Michael Köhler, a. a. O., Teil I, S. 4 bis 5.

Zwar haben wissenschaftliche Laborversuche gezeigt, dass Ultrafeinstaubemissionen aus Laser-druckern im menschlichen Organismus schon nach kurzer Zeit zellschädigende Wirkungen hervor-rufen können3. Allerdings ist die Übertragbarkeit derartiger Messergebnisse auf das Arbeitsumfeld in Büros umstritten. „Aus verschiedenen Studien aus Deutschland, Europa, der USA und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist hervorgegangen, dass Feinstaub negative gesundheitliche Auswirkungen auf Menschen mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat. (…) Zu den ge-sundheitlichen Effekten bei Langzeitexpositionen gehören die Zunahme von Atemwegssymptomen, die Verschlechterung der Lungenfunktion bei Kindern und Erwachsenen, die Zunahme chronischer Bronchitis, der Anstieg der Sterblichkeit an Herz- und Kreislauferkrankungen und an Lungenkrebs sowie die Verringerung der Lebenserwartung in der Größenordnung eines Jahres. Zusätzlich wurde beobachtet, dass schwermetallbelastete Partikel allergische Symptome verstärken. (…( Die genau-en Wirkungs- und Verhaltensweiden von ultrafeinen Partikeln werden noch untersucht. Jedoch wurden analoge gesundheitliche Effekte wie bei Feinstaub festgestellt, da sie sich ähnlich verhalten wie die kleinsten Bestandteile des Feinstaubes.“4

Offenbar vor diesem Hintergrund hat zur Risikominimierung in diesem Themenfeld das für die Ver-gabekriterien des Umweltzeichens Blauer Engel zuständige Umweltbundesamt für Bürogeräte mit Druckfunktion nunmehr einen Grenzwert für die Emission von Nanopartikeln vorgegeben.

Nach den Bestimmungen des Arbeitsschutzes ist der Arbeitgeber verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Er hat ferner die Maßnahmen auf ih-re Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls sich ändernden Gegebenheiten anzupassen (§ 3 ArbSchG). Bei Entscheidungen über die Beschaffung und den Betrieb elektronischer Geräte sind daher aktuelle Forschungsergebnisse und technische Fortentwicklungen stetig und selbstver-ständlich einzubeziehen.

Insgesamt betrachtet ergibt sich aus den vorliegenden Erkenntnissen aus Sicht der vorgenannten Ressorts insbesondere unter dem Aspekt des vorbeugenden Gesundheitsschutzes ein unmittelba-rer Handlungsbedarf. Die auffälligen Drucker der Firma Samsung sollen so schnell wie möglich aus den Dienstzimmern entfernt werden. In Zukunft sollen dann dort nur noch Laserdrucker zum Ein-satz kommen, die die Obergrenzen für UFP gemäß RAL-UZ 171 einhalten. Alternativ sollen emis-sionsarme Tintenstrahl- oder Geldrucker eingesetzt werden. Auf Arbeitsplatzdrucker kann auch ganz verzichtet werden, wenn zentrale Multifunktionsgeräte zur Verfügung stehen.

Zu 2:

Auf die Antwort zu 1 wird verwiesen. Die Funktionstüchtigkeit im Sinne der Druckleistung allein ist nicht ausreichend, zumindest für den Einsatz am Arbeitsplatz. Vor diesem Hintergrund erschien der Austausch oder Ersatz geboten.

Der vorbeugende Gesundheitsschutz ist wichtiger Teil des in der Landesverwaltung mit einem ho-hen Stellenwert versehenen und gelebten Gesundheitsmanagements mit dem Ziel, Belastungen abzubauen, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen zu schaffen und die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Beschäftigten zu erhalten und zu erhöhen. Die Landesregierung vertritt offensiv diese Ziele, da sie auch helfen, Fehlzeiten und gegebenenfalls das vorzeitige Ausscheiden aus dem Arbeitsleben zu vermeiden. Sie ist sich dabei bewusst und nimmt es in Kauf, dass dies einigen Aufwand bedeutet und im Einzelfall auch erhöhte finanzielle Ressourcen bindet. Sie ist überzeugt, dass bei ihrem langfristig angelegten Handeln in der Gesamtbetrachtung die zu erzielenden Vortei-le bei Weitem überwiegen.

Zu 3:

Über die weitere Verwendung der o. g. Drucker ist noch nicht entschieden. Eine Zweitverwertung innerhalb der Verwaltung kommt aus Sicht des IT-Bevollmächtigten der Landesregierung nicht in Betracht. Ein Verkauf als Gebrauchtgerät unter Auflagen – Einhaltung einschlägiger Handlungs-

3 Niedersächsischer Landtag – 17. Wahlperiode Drucksache 17/397

empfehlungen und Empfehlung, sie nicht am Arbeitsplatz einzusetzen – wird dagegen in Erwägung gezogen.

Zu 4:

Auf die Vorbemerkungen und die Antwort zu Frage 2 wird verwiesen.

Boris Pistorius

 

(Ausgegeben am 31.07.2013) 4

 

Die Restlaufzeiten für Laserdrucker sind angebrochen!

Milliarden Partikel pro Seite, tausende Erkrankungen und weltweite Studien, die die Risiken bestätigen. Während das BMU immer noch leugnet, werden bei norddeutschen Behörden Laserdrucker zu Tausenden stillgelegt.

Am 19.08.2013 berichtet das ZDF-Verbrauchermagazin Wiso über „Gesundheitsgefahren durch Laserdrucker“. Millionen Bürger sind fast täglich und über viele Jahre den ungefilterten Emissionen von Kopier- Laserfaxgeräten und Laserdruckern ausgesetzt, schutzlos und ahnungslos. Amtliche Messungen ergaben durchschnittliche Emissionen von über 2 Milliarden winzigster Partikel pro Seite, darunter auch metallische Nanopartikel aus den Tonern.

  • Emissionen aus Laserdruckern wirken schon nach Minuten schädigend auf menschliche Zellen und Menschen. Allergische Reaktionen, Entzündungen, zellschädigender oxidativer Stress und sogar gentoxische Wirkungen auf Lungenzellen wurden festgestellt. Dies kann zu Krebs führen! Forscher der Harvard- Medical School stellten sogar bei gesunden Testpersonen Entzündungen der Atemwege und oxidativen Stress fest und bestätigten dies im Juli 2013 durch Tierversuche.
  • Die winzigen Partikel wurden schon in Lungenzellen und sogar im Bauchfell von Patienten nachgewiesen.
  • Über 3.000 Erkrankungsfälle, darunter Ärzte, Wissenschaftler, Juristen und fast 200 Polizisten sind schon registriert. 81 % der Betroffenen sind chronisch erkrankt, 39 % schwer bis sehr schwer und 25 % sind von Berufsunfähigkeit betroffen! Zweidrittel beklagen schlechte bis unzumutbare Büroluft.86 % berichten über verschmutzte Geräte und sehen sich stark und dauerhaft belastet.
  • Nach deutschen Gerichten hat jetzt auch das Schweizer Bundesgericht eine Erkrankung durch Laserdrucker anerkannt.Das Bundesumweltministerium bestreitet weiterhin Belastungen, und hat die Begrenzung der Emissionen durch den neuen Blauen Engel auf 2014 verschoben. Die mögliche und vor fast 10 Jahren zugesagte Aufklärung wird weiter unterlassen.

    Die Industrie hat offenbar begriffen, dass Sie ein Problem hat und setzt immer mehr auf Gel- und Tintendrucker, auch im Businessbereich, leistungsstark, emissionsarm, stromsparend und sogar günstiger als Laser. Epson wirbt schon „Bye, bye Laser“.

    Ausgelöst durch Krebserkrankungen und hohe Emissionen bei Samsung-Laserdruckern mit Blauem Engel hat die Niedersächsische Justiz beschlossen, über 4.000 Geräte stillzulegen. Immer mehr Behörden und Firmen folgen dem Beispiel. Hamburgs Polizei hat schon fast alle Laserdrucker durch Tinten- und Geldrucker ersetzt.

    Achim Stelting, Vorsitzender der Stiftung nano-Control: „Der Exodus von Laserdruckern vor allem bei norddeutschen Behörden zeigt, die Restlaufzeiten für Laserdrucker haben begonnen. Wir fordern die Druckerhersteller auf, Geräte mit hohen Emissionen freiwillig vom Markt zu nehmen. Die andauernden Schädigungen von Menschen sind strafbar und unverzüglich durch die staatlichen Organe zu unterbinden.

Pressemeldung pressefrei ab 19.08.2013

nano-Control, Internationale Stiftung

Für gesunde Raumluft, denn Atmen heißt Leben!

Kontakt: Achim Stelting Mobil: 0172 44 44 479 E-Mail:pr@nano-control.de www.nano-control.de www.sicher-drucken.de

V. i. S. d. P: Der Vorstand

 

0 2103

Die Interessensvertretung von Toner-Geschädigten, Nano-Control:

 

Die Justiz Hannover verschrottet Drucker, s.Anhang.

Auch die Hamburger Polizei zieht alle Laserdrucker aus den Büros ab.

 

Aussage Nano-Control:

“Die Statistiken der Krankenkassen weisen auf ein dramatisches Problem und immer mehr Unternehmen sorgen sich um die zunehmenden Erkrankungen der Mitarbeiter. Wir gehen inzwischen davon aus, dass die Emissionen aus Laserdruckern, die millionenfach und dauerhaft eingeatmet werden, wie Trojaner alle Schutzmechanismen überwinden, in den Körper eindringen, jeden schädigen und als Spätfolge auch zu Krebs führen können.”

Das Bundesministerium für Gesundheit sieht weiterhin keinen Handlungsbedarf.