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Künstler-Städte-Partner

Bildtext: Die Ausstellung „Künstler-Städte-Partner – ein Dialog” in Ried, die der Landshuter Künstler Helmut Stix initiierte, fand großen Zuspruch. Die Eröffnung war auch erfreulicher Anlass für den ersten Partnerstadt-Besuch von Oberbürgermeister Alexander Putz, noch dazu in seinem ehemaligen Heimatland. Das Foto zeigt: Oberbürgermeister Alexander Putz (links), Bürgermeister Albert Ortig (Zweiter von rechts) mit seinem Vizebürgermeister Thomas Dim (rechts) sowie Kulturamtsleiterin Dr. Sieglinde Frohmann gemeinsam mit den Künstlern Biwi Köppel (Zweiter von links) und Helmut Stix (Vierter von links) aus Landshut sowie Robert Wallner (Mitte) und Rainer A. Riepl aus Ried.

 

Besondere Ausstellung verdeutlicht besondere Freundschaft 

„Künstler-Städte-Partner – Ein Dialog”: OB Putz erstmals in österreichischer Partnerstadt Ried

Es wird geherzt, gelacht und geplaudert – es ist „eine ehrliche Freundschaft mit viel Herz”, so lässt sich die Partnerschaft zwischen den Landshutern und den österreichischen Freunden aus Ried beschreiben. Dass diese Freundschaft lebendig bleibt, dazu tragen nicht zuletzt auch Menschen wie der Landshuter Künstler Helmut Stix bei. Deutlich wurde dies bei der jüngsten Eröffnung der von ihm initiierten Ausstellung „Künstler-Städte-Partner – Ein Dialog”, diesmal im „Innviertler Volkskundehaus-Museum” in Ried. Eine Premiere auch für Festredner Oberbürgermeister Alexander Putz, der erstmals die Gelegenheit fand, in eine der insgesamt fünf Partnerstädte zu reisen.

Die Eröffnung in der Landshuter Rathausgalerie im Mai vergangenen Jahres bildete den Auftakt der Ausstellung, die von Helmut Stix konzipiert und nun seit wenigen Tagen in der österreichischen Partnerstadt Ried zu sehen ist. Der von Stix gewählte Titel der Ausstellung „Künstler-Städte-Partner – Ein Dialog” könnte dabei treffender nicht sein: Gezeigt werden neben Werken Stix‘, die des Landshuter Bildhauers Biwi Köppel und der Rieder Maler Rainer A. Riepl sowie Robert Wallner.

Ausstellung mit symbolischem Charakter

In der Ausstellung tritt das renommierte Kunst-Quartett sowohl auf künstlerischer als auch menschlicher Ebene in einen Dialog und bildet gemeinsam die perfekte Symbiose aus Kunst, Verbundenheit und Partnerschaft über die Landesgrenzen hinweg; eine Vielzahl ausgewählter individueller Werke fügt sich zusammen zu einem großen Ganzen. Es ist eine Ausstellung, die vor allem den symbolischen Charakter „des Aufeinanderzugehens – des Miteinanders” unterstreicht – eine Ausstellung, in der sich, wie in vielen Arbeiten von Helmut Stix, die Liebe und das Bemühen um seine Heimatstadt Landshut widerspiegelt. Bereits in seiner über 20-jährigen Dienstzeit als Kulturbeauftragter der Stadt lag ihm der künstlerische Austausch zwischen Landshut und den Partnerstädten am Herzen. Einer seiner Beweggründe, hier immer wieder einen Beitrag leisten zu wollen, waren vor allem die vielen prägenden Begegnungen mit den Menschen in den jeweiligen Städten und das dabei erlebte „ehrliche ansteckende Gemeinschaftsbestreben”, wie Stix einst beschrieb. Dieses Bestreben – vor allem zwischen der niederbayerischen Delegation und den österreichischen Freunden – hält seit der Gründung der Städtepartnerschaft

vor fast einem halben Jahrhundert bis heute an: Innig und lebendig ist der gemeinsame Austausch, der auf dem freundschaftlichen Zusammenhalt der beiden Städtepartnerschaftsvereine auf Landshuter und Rieder Seite fußt.

Partnerstadt-Premiere für OB Putz, ein volles Haus und viele Gemeinsamkeiten Unverkennbar war dies auch bei der Ausstellungseröffnung im „Innviertler Volkskundehaus-Museum”, in die die Kulturamtsleiterin der Stadt Ried, Dr. Sieglinde Frohmann, einführte. Ein volles Haus und eine gewohnt österreichisch-herzliche Gastfreundschaft erwartete die Landshuter Delegation mit Oberbürgermeister Alexander Putz an der Spitze – darunter die Künstler Helmut Stix und Biwi Köppel, der Partnerstadtbeauftragte und stellvertretende Leiter des Referates 1, Walter Blaschke, sowie der Erste Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Landshut-Ried, Paul Schröcker. Besonders Bürgermeister Albert Ortig freute sich über das Wiedersehen mit seinem Amtskollegen und den Gegenbesuch der Delegation. Das Besondere: Nach eineinhalb Jahren im Amt besuchte OB Putz erstmals eine der Landshuter Partnerstädte. „Dass die Reise in mein ehemaliges Heimatland führt, freut mich natürlich besonders”, sagte er in seiner Ansprache. Der daraufhin folgende Beifall des Publikums bekräftige die Freude auch auf österreichischer Seite. Vor allem die Nähe und die Pflege der guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu Österreich seien es, so Putz, die diese Partnerschaft ausmachen würden. Darüber hinaus sprach der Oberbürgermeister persönliche Gemeinsamkeiten an, die ihn mit der Stadt Ried verbinden würden, etwa die Zugehörigkeit zu zwei Seiten, nämlich Österreich und Bayern, wie einst auch der damalige Markt Ried. Nicht zuletzt die weiß-blauen Rauten im Rieder Wappen zeugen vom bayerischen Erbe. Auch der Bundschuh im Wappen ist dem aufmerksamen Oberbürgermeister nicht entgangen, der mit einer kurzen Anekdote über seine Großmutter – eine geborene Bundschuh –einmal mehr die Sympathien der Gäste gewonnen hatte.

Gelungener kultureller Brückenschlag

Dass gerade Ried die erste Partnerstadt sei, die er besuche, ist Putz zufolge sicher kein Zufall, denn diese Partnerschaft sei eine der sehr kurzen Wege. Umso mehr freue es ihn, dass diese „für beide Städte bedeutende Ausstellung” Anlass des Besuchs sei. Bezugnehmend auf die gegenwärtige politische Situation in Europa, dankte er den Künstlern für ihre gemeinsame Initiative. „Partnerschaften dienen dem Zweck, sich zu begegnen”, sagte Putz. Doch da derzeit in der Zusammenarbeit der Mitglieder der EU deutliche Risse auszumachen seien, sei die Zusammenarbeit an der Basis, und dazu gehörten auch die Partnerschaftsvereine, gerade jetzt notwendig und wichtiger denn je. Die Intention des „kulturellen Brückenschlags” sei den Künstlern mit der Ausstellung in hervorragender Weise gelungen, betonte Putz: Als Ingenieur und ehemaliger Brückenplaner weiß Putz um die starke Symbolhaftigkeit einer Brücke. Erst kürzlich wurde in Landshut das 25-jährige Jubiläum der „Rieder Brücke” gefeiert. „Es war damals durchaus als symbolischer Akt zu begreifen, dass ausgerechnet eine Brücke den Namen unserer Partnerstadt trägt”, sagte er. Wie ein Brückenbauwerk, das zwei Seiten miteinander verbindet, müssten auch Beziehungen immer wieder ertüchtigt und gepflegt werden, um diese zu erhalten: „Helmut Stix, Biwi Köppel, Rainer A. Riepl und Robert Wallner leisten hier gemeinsam einen vorbildlichen Beitrag”, betonte der Landshuter Oberbürgermeister. Albert Ortig gab seinem Amtskollegen „völlig Recht” und bekräftigte seine Aussagen: Weil Brücken Begegnungen von Menschen fördern, habe auch Ried nur zurecht einen gut frequentierten Platz, der durch eine Brücke verbunden sei, auf den Namen „Landshuter Platz” getauft. Gerade in einer Zeit, in der in der europäischen Union Resignation und Erosionen spürbar seien, sei vor allem der Zusammenhalt und das Miteinander notwendig: „Erst dann gewinnen Partnerschaften an Wert”, betonte Ortig. Für ihren Beitrag dazu sprach er den Künstlern für die Ausstellung seinen Dank aus, die seinen Worten zufolge „ein lebendiges Zeichen für unsere Städtepartnerschaft zwischen Landshut und Ried darstellt und einmal mehr zeigt, dass Kunst Menschen verbindet.”

Die Ausstellung ist noch bis 22. September im „Innviertler Volkskundehaus-Museum” in Ried zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags, von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, sowie samstags von 14 bis 17 Uhr. Die Laudationes für die Künstler können auch unter www.landshut.de nachgelesen werden.

Die Ausstellung ist noch bis 22. September im „Innviertler Volkskundehaus-Museum” in Ried zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags, von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, sowie samstags von 14 bis 17 Uhr. Die Laudationes für die Künstler können auch unter www.landshut.de nachgelesen werden.

 

 

Fotos:

Stadt Landshut