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Junge Liberale Niederbayern

Bildtext von links: Michael Deller, Ramin Nikkho, Lorenz Treimer, Markus Kumpfmüller, Lorenz Hörmann, Anschana Schröfel, Michael Bonacina, Sascha Perkuhn, Daniel Hilpoltsteiner, Matthias Tobler, Maxime Beck, Lutz Himmel

„Junge Generation braucht eine starke Stimme in den Parlamenten“


Junge Liberale Niederbayern wählen neuen Vorstand – Lorenz Hörmann und drei weitere Landshuter vertreten

Am Sonntag fand in Landshut der Bezirkskongress der Jungen Liberalen (JuLis) Niederbayern mit Neuwahlen statt. Als neuer Vorsitzende wurde der 24-jährige Dingolfinger FDP-Landratskandidat Sacha Perkuhn gewählt, der den vorherigen Vorsitzenden Ramin Nikkho ablöste, welcher aufgrund seiner beruflichen Karriere nicht erneut antrat. Sascha Perkuhn bedankte sich bei Ramin Nikkho für seine „grandiose Arbeit in den vergangenen zwei Jahren“ und versprach, diese im kommenden Jahr fortzuführen.  Besonders das von Ramin Nikkho im Vorjahr ausgegebene Ziel, junge Mandatsträger bei der anstehenden Kommunalwahl in die Parlamente zu bringen werde er mit Herzblut weiterverfolgen , denn „die Junge Generation braucht eine starke Stimme in den Parlamenten, das haben gerade die Demonstrationen gegen Artikel 13 und für mehr Klimaschutz im vergangenen Jahr gezeigt.“

Für die Finanzen ist auch weiterhin Phillip Fischer zuständig, welcher in Straubing auf Listenplatz 2 für die Freien Demokraten kandidiert. Ebenso wiedergewählt wurde Matthias Tobler, der auch im vergangenen Jahr bereits das Organisationsresort betreute. Unterstützt wird er dabei von der neugewählten Essenbacherin Alina Fuchs. Programmatische Impulse werden wie im vergangenen Jahr von Lutz Himmel gesetzt, welcher bei seiner Arbeit von der 15-jährigen Landshuter FridaysForFuture-Aktivistin Anschana Schröfel unterstützt wird. Der Landshuter JuLis-Kreisvorsitzende Lorenz Hörmann wurde als Stellvertretender Vorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit wiedergewählt. Hörmann, welcher für die FDP auf Listenplatz 3 für den Landshuter Stadtrat kandidiert, nahm in seiner Vorstellungsrede Bezug auf das Wahlkampfmotto „Gemeinsam mehr bewegen“. „Dieses Motto sollten sich alle Politiker, aber gerade wir Liberale zu Herzen nehmen. Er fasst meinen Anspruch an Politik perfekt in Worte. Statt ständig gegeneinander zu arbeiten und so Stillstand zu produzieren sollten Politiker zusammenarbeiten, um so das Land voranzubringen.“ Wie gut das funktionieren könne habe er beim allerersten Christopher-Street-Day Niederbayerns in Landshut gemerkt. Dort hätten Menschen mit unterschiedlichsten politischen Prägungen als Team funktioniert und gemeinsam etwas Wunderbares geschaffen – etwas das mit Sicherheit auch dem nächsten Landshuter Stadtrat gelingen könne. Ihm zur Seite steht der wiedergewählte Landshuter Jung-Unternehmer Michael Bonacina.

Im Gasthof zur Insel konnten die Jungen Liberalen auch einige hochkarätige Politiker begrüßen: den Landshuter Oberbürgermeister Alexander Putz, die jungliberale Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer, den niederbayerischen Landtagsabgeordneten Alexander Muthmann sowie den jüngsten niederbayerischen Bezirksrat Michael Deller.

Alexander Putz gab den anwesenden Jungpolitikern mit, dass gerade Kommunalpolitik selten schwarz-weiß sei, sondern aus ganz vielen Grautönen bestünde. Deshalb handele er nicht nach einer Ideologie, sondern bedenke als überzeugter Verantwortungsethiker immer auch die Folgen seines Handelns. Das politische Engagement vor Ort stelle den Praxistest dar – „fern aller ideologischer Theorien“ und bereite wegen der unmittelbaren Mitgestaltungsmöglichkeiten besonders Freude.

Die Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer kritisierte in ihrem Grußwort besonders den Umgang mancher Unionspolitiker mit der widersinnigen Bonpflicht: „Da stellen sich Unionspolitiker hin und kritisieren etwas, dem sie selbst wenige Monate zuvor noch im Plenarsaal zugestimmt haben.“ Das mache den Unterschied zwischen der FDP und anderen Parteien deutlich: „Wir sind die Partei der Vernunft und überlegen uns deshalb im Voraus, welche Auswirkungen unsere Gesetzesvorschläge haben, statt danach von den Auswirkungen der Bürokratie überrascht zu werden. Die Kassenbonpflicht ist überflüssig und muss ganz klar wieder abgeschafft werden“.

MdL Alexander Muthmann und Bezirksrat Michael Deller waren sich in ihrem Grußwort einig, dass Kommunen einen viel höheren Wert auf interkommunale Zusammenarbeit legen müssen. „Kommunen sind keine abgeschlossenen Systeme, sondern bedingen sich natürlich gegenseitig. Gerade beim ÖPNV etwa müssen sich die Kommunen viel enger verzahnen, um so Synergieeffekte zu nutzen und das Beste für ihre Bewohner herauszuholen“, so Michael Deller.

Doch auch praktische Politik stand auf dem Programm: Geprägt von den Erfahrungen mehrerer Listenaufstellungen sprachen sich die Jungen Liberalen für Entbürokratisierungsmaßnahmen bei der Kommunalwahl aus (etwa die Zusammenfassung mehrerer Formulare zu einem), um so den ehrenamtlichen Kandidaten das Leben zu erleichtern. Doch auch die Bauernproteste spielten eine wichtige Rolle, so sprachen sich die niederbayerischen JuLis für eine wissenschaftliche Überprüfung der aktuellen Düngeverordnungen aus, um eine effektive Umsetzung des EU-Rechts zu gewährleisten, aber gleichzeitig die Landwirte vor unnötigen Schikanen zu bewahren.

Fotos: Junge Lberale

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Bezirkskongress der JuLis Niederbayern
Junge Liberale Niederbayern sprechen sich für Sterbehilfe aus

 

Am Sonntag, den 22. Juli 2018 fand in Landshut der Bezirkskongress der Jungen Liberalen (JuLis) Niederbayern statt. Die JuLis beschäftigten sich unter anderem mit den Themen Innovationen im Straßenverkehr, Organspende sowie Sterbehilfe und verabschiedeten dazu einige Anträge. Bei der Organspende fordern die Jungen Liberalen eine modifizierte Entscheidungslösung, die den Willen des Spenders in den Vordergrund stellt und gleichzeitig für mehr transplantationsfähige Organe sorgt. Ebenso sprachen sich die Jungen Liberalen für Sterbehilfe aus. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben in Würde zu sterben, so der Landshuter Kreisvorsitzende Lorenz Hörmann.

Der Generalsekretär der bayerischen FDP, Norbert Hoffmann, zeigte sich bei seinem Grußwort beeindruckt von dem, was die niederbayerischen JuLis in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt haben. Er freue sich nun auf den Wahlkampf: „Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass wir ab Herbst wieder mit einer starken liberalen Fraktion im Landtag vertreten sein werden.“
Die Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer betonte, dass man Einwanderung gestalten müsse um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Sie forderte ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Der Ergoldinger Gemeinderat Michael Deller wies in seiner Rede besonders auf die aktuelle Situation der Pflege in Niederbayern hin.  Außerdem lobte er das Modellprojekt für autonome Elektrobusse in Bad Birnbach und forderte auch in anderen niederbayerischen Städten ähnliche Projekte. Der Bezirksvorsitzende Ramin Nikkho freute sich besonders über den Besuch der Junos Oberösterreich. Gerade im Lichte der anstehenden Europawahl sei es wichtig, mit anderen liberalen Parteien in Europa Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig zu unterstützen. Er betonte, dass man Europa nur gemeinsam verändern und reformieren könne.