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Jugendliche

Löwenstarker Indoor-Park

 

Zahlreiche Sport- und Spiele-Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

 

Der Frühlings-Indoor-Park des ETSV09 am Sonntag, den 24.03.2019 bietet außergewöhnlich viel: Die Kinder turnen und toben in der Sparda-Bank-Sporthalle. Dort ist von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr aus den unterschiedlichsten Sportgeräten eine kreative Bewegungslandschaft aufgebaut. Wer will, kann das Bayerische Kinderturnabzeichen “Löwenstark” ablegen. Dazu muss man verschiedene Stationen durchlaufen. Am Ende erhält man die Löwenstark-Urkunde in Bronze, Silber oder Gold.

Die Erwachsenen müssen nicht untätig bleiben. Im Gymnastikraum erleben sie eine Schnupperstunde Pilates-Training oder die rhythmische Sportgymnastik Strong by ZUMBA. In der Cafeteria erwartet die Besucher ein Angebot aus Kuchen, Snacks und Getränken.

Im Anschluss an den Indoor-Spielplatz besteht ab 18.00 Uhr die Möglichkeit für eine Schnupperstunde Parkour. Interessenten, die eine Eintrittskarte für den Indoor-Park erworben haben, können an diesem Sonntag am Parkour-Training teilnehmen.

Der Eintritt zum Indoor-Park kostet 3.– €. Die Halle darf nur mit sauberen Hallensportschuhen oder Barfuß betreten werden.

 

Foto: h.j.lodermeier

 

Erfolgreiche Ausbildungsunterstützung für Jugendliche und Unternehmen

Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer besucht das bfz am bayerischen Tag der Ausbildung

 

Wenn Schulabschluss und Traumberuf nicht auf den ersten Blick zusammenpassen, müssen Jugendliche nicht gleich aufgeben. Für junge Menschen, die Unterstützung brauchen, sowie Betriebe, die auf Lehrlingssuche sind, bietet das bfz Landshut die Projekte „Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung“ und „Assistierte Ausbildung“ an.

Dabei werden die Azubis auf Prüfungsniveau gebracht, persönlich gecoacht und die Firmen intensiv bei der Betreuung der Nachwuchskräfte unterstützt. Der Landshuter Daniel Töpfl verwirklicht so seinen Traum von der Ausbildung zum Fachinformatiker bei PC Gärtner in Nandlstadt im Landkreis Freising. Am Montag hat sich die Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer im Rahmen des bayerischen Tags der Ausbildung im bfz Landshut über dieses erfolgreiche Praxisbeispiel und die Bildungsangebote, die von der Agentur für Arbeit Landshut gefördert werden, informiert.

Weil Daniel Töpfl mit dem qualifizierenden Mittelschulabschluss keinen Erfolg bei der Bewerbung für eine Ausbildung zum Fachinformatiker hatte, bekam er im Sommer 2015 Hilfe vom bfz Landshut und dessen Kooperationspartner PC Gärtner. Im Rahmen des Projekts „Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung“ konnte das Unternehmen den Lehrling in der betrieblichen Praxis testen und während der Ausbildungszeit entscheiden, ob es ihn übernimmt. Der Unterricht von Fachtheorie und zur Vertiefung der praktischen Inhalte fand im bfz Landshut statt. Die Ausbildungsvergütung finanzierte die Agentur für Arbeit. „Das ist eine gute Lösung für Jugendliche und Betriebe“, sagte bfz-Leiterin Ingrid Schmidt. „So fällt den Firmen die Entscheidung noch leichter, Jugendliche mit Förderbedarf einzustellen. Schließlich fehlt es in vielen Branchen an Nachwuchs und Fachkräften.“

Weil Daniel Töpfl guten Einsatz zeigte und das bfz den Geschäftsführer und Ausbilder Erhard Schönegge intensiv bei der Betreuung unterstützte, übernahm der Betrieb den Jugendlichen schließlich als Lehrling mit „Assistierter Ausbildung“ durch das bfz Landshut. Dabei werden die Inhalte unter anderem durch wöchentlichen, gezielten Stütz- und Förderunterricht vertieft. Außerdem übernimmt das bfz intensive Prüfungsvorbereitung und steht dem Betrieb als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung, um den Auszubildenden langfristig in der Firma zu stabilisieren.

Für Daniel Töpfl und seinen Arbeitgeber war das die richtige Kombination für einen erfolgreichen Berufsstart. „Dieses Ausbildungsmodell lohnt sich“, sagte Schönegge. „Die schulische Unterstützung durch das bfz ist sehr wichtig. Alleine wäre ich überfordert gewesen, Daniel auf das mathematische Niveau zu bringen, das in der Berufsschule vorausgesetzt wird.“ Auch Daniel Töpfl ist zufrieden: „Dank des bfz habe ich in familiärer Atmosphäre die richtige Hilfe bekommen – und die Chance, meinen Traumberuf in einem tollen Betrieb zu lernen.“ Der junge Mann hat sich hervorragend ins Team integriert und ist auf einem guten Weg in Richtung Ausbildungsabschluss in diesem Frühjahr.

Die Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer lobte das bfz Landshut und die Agentur für Arbeit als Brückenbauer zwischen Jugendlichen und Betrieben: „Die Initiative ist wichtig für unsere Gesellschaft, weil sie junge Menschen in einer entscheidenden Phase ihres Lebens stärkt.“ Mit diesem Modell rückten die Talente und Interessen der Jugendlichen zu Recht wieder mehr in den Vordergrund. „Gute Noten sind nicht alles und bedeuten nicht automatisch gute berufliche Leistungen. Der Fokus muss auf den Menschen und seine Motivation zum Erfolg gelegt werden.“

Mit dem richtigen Willen können Jugendliche auch trotz Startschwierigkeiten an ihr Ziel kommen, betonte Karl-Heinz Krenn, Bereichsleiter in der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen: „Die Ausbildungsanforderungen nehmen zwar in allen Branchen und Berufsbildern zu, aber man kann die jungen Leute trotzdem gut an das notwendige Niveau heranführen. Daniel Töpfl hat es vorgemacht.“

Am bayerischen Tag der Ausbildung weisen Politik und Agentur für Arbeit auf die aktuelle Lage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt hin und stellen besondere Initiativen von Unternehmen und Bildungseinrichtungen im Freistaat in den Mittelpunkt.

Mehr Informationen gibt es bei bfz-Jugendkoordinatorin Eva Wolff unter 0871/96 226 63 oder eva.wolff@bfz.de.

 

Über das bfz Landshut

Das bfz begleitet Jugendliche von der Berufswahlentscheidung bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Es kümmert sich in der Erwachsenenbildung um die Eingliederung von Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt und um die berufsbegleitende Weiterbildung von Fachkräften, damit sie Schlüsselpositionen übernehmen können. Außerdem setzt es sich für die berufliche Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen sowie für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben ein.

Mit Begeisterung absolvieren dieses Wochenende zehn jugendliche Teilnehmer im Alter zwischen 10 und 15 Jahre ein Surftraining beim Windsurfing Club Landshut e.V. auf dem Vereinsgelände in der Gretlmühle.

Vier ehrenamtliche Übungsleiter des Vereins leiten die Jugendlichen an, motivieren und beaufsichtigen sie.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Viele fleißige Hände sorgen für eine wohlschmeckende Verpflegung und kühle Getränke. Denn auch der gesellige Teil soll in den Ferien nicht zu kurz kommen.

4-Tage Wildnisabenteuer für Jugendliche (8 – 14 Jahre)

Ihr erlebt eine spannende und abenteuerliche Wildniswoche.
Feuer machen, Hütten aus dem Material des Waldes bauen,
Löffel brennen, Wildkräuter sammeln, Bogenschießen und das berühmte Scout-Spiel gehören zum Programm.
Wir vermitteln Euch spielerisch Grundtechniken des Wildnislebens.
Auf unseren Streifzügen erlernt Ihr das Anschleichen bei Tag und Nacht. Ihr könnt Speere, Wurfstöcke, Steinmesser oder Schmuck selbst herstellen und mit uns das gemeinsame Essen am Feuer genießen.

Termin: 06.06. – 09.06.2017 (4 -Tage)
Preis: 199.- € incl. Übernachtung/Bio-Verpflegung/Material Ort: Landshut

Anmeldung und weitere Informationen über www.naturundwildnis.de oder info@naturundwildnis.de oder Telefon/Fax +49(0)871/43019183

Pressemitteilung

München, 10. November 2015

PM 288/GP

Huml: Jugendliche gefährden zunehmend ihr Gehör durch laute Musik – Bayerns Gesundheitsministerin präsentiert neue Ergebnisse der “Ohrkan”-Studie – Diskotheken-Besuche und MP3-Player als Risiko

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat am Dienstag in München neue Ergebnisse der Gehörstudie “Ohrkan” präsentiert. Demzufolge ist bei Jugendlichen in Bayern das Risiko für einen Hörschaden gestiegen. Grund sind insbesondere das lange und laute Musikhören mit tragbaren Abspielgeräten wie MP3-Playern oder I-Phones und der Besuch von Diskotheken. Dadurch wird das Gehör von Jugendlichen massiv belastet.

Huml betonte: “Musik spielt im Leben vieler Jugendlicher eine wichtige Rolle – und das ist auch völlig in Ordnung. Unser Ziel ist es aber, über Risiken aufzuklären. Dann können sich Jugendliche und junge Erwachsene vor einer vorzeitigen Schwerhörigkeit schützen.”

Die Ministerin fügte hinzu: “Wenn ein Hörschaden erst einmal entstanden ist, dann ist er irreparabel. Das sollten die Jugendlichen wissen. Und klar ist auch: Ein Hörgerät ist kein Ersatz für ein gesundes Gehör.”

Die im Jahr 2009 gestartete Studie “Ohrkan” untersucht das Hörvermögen, das Hörverhalten und die Lärmbelastung bei Jugendlichen insbesondere in der Freizeit. Ziel der Studie ist es, den Zusammenhang zwischen Hörverhalten und frühen Hörschäden bei jungen Erwachsenen aufzuzeigen. Das Gesundheitsministerium finanziert diese wichtige Studie.

Wesentliches Ergebnis der seit Sommer 2014 erfolgten Nacherhebung bei denselben Studienteilnehmern ist, dass sich aufgrund eines veränderten Hörverhaltens das Risiko eines Hörschadens weiter erhöht hat. So haben die Jugendlichen im höheren Alter häufiger Diskotheken besucht und mit lauter eingestellter Musik bei tragbaren Abspielgeräten ihr Gehör stärker als bisher belastet. Die Nacherhebung der Studie wurde wiederum vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) durchgeführt.

Huml warnte: “Ein Hörschaden kann die Gesundheit und das soziale Leben stark belasten. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld kann eine Schwerhörigkeit erhebliche Einschränkungen und auch psychische Probleme mit sich bringen. Zudem steigt dadurch das Risiko von Unfällen.”

Die Bayerische Staatsregierung setzt sich mit Aufklärungsarbeit für die Prävention von Hörschäden ein. Mit dem interaktiven Programm “earaction” werden Jugendliche auf die Risiken aufmerksam gemacht (www.earaction.bayern.de). Sie können im Internet beispielsweise testen, wie sich Musik bei Schwerhörigkeit anhört. Auch die Teilnehmer der “Ohrkan”-Studie werden gezielt über Risiken aufgeklärt. Der Freistaat Bayern investiert für die Ohrkanstudie bis einschließlich 2016 insgesamt 620.000 Euro in die Prävention von Hörschäden.

 

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-hjl-

 

28.05.2014 09:36

Autoritative Erziehung senkt Suizidrisiko bei Jugendlichen

Blandina Mangelkramer Kommunikation und Presse
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Der erlebte Erziehungsstil in der Kindheit ist entscheidend für spätere psychische Gesundheit

Kinder, die von ihren Eltern sehr liebevoll, aber auch mit starker Kontrolle und Regeln erzogen werden, haben als Jugendliche ein deutlich geringeres Risiko, sich selbst umzubringen. Das fanden jetzt Forscher des Zentrums für Medizinische Versorgungsforschung (Leiter: Prof. Dr. Elmar Gräßel) der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen in Kooperation mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen und der Medizinischen Hochschule Hannover heraus. Die Wissenschaftler empfehlen, die gewonnenen Erkenntnisse in bestehende Präventionsmaßnahmen zu integrieren. So sollten Eltern schon früh in Geburtsvorbereitungskursen oder bei den sogenannten U-Untersuchungen auf die Vorteile und die Möglichkeiten des autoritativen Erziehungsstils hingewiesen werden.

Die Forschergruppe um PD Dr. Carolin Donath vom Uni-Klinikum Erlangen konnte mit ihrer Studie zeigen, dass der autoritative Erziehungsstil „eine schützende Wirkung“ für Kinder hat. „Kinder, die sowohl starke Zuwendung als auch ein hohes Ausmaß an Kontrolle und Regeln durch ihre Eltern erlebt hatten, haben im Alter von 15 Jahren seltener schon einmal ernsthaft versucht, sich umzubringen als Jugendliche, die eine andere Erziehung erlebt hatten“, sagte Dr. Donath. Im Unterschied zum autoritären Erziehungsstil, bei dem Eltern von ihrem Kind in erster Linie Gehorsam erwarten, ihre Entscheidungen kaum diskutieren oder erläutern und Bestrafungen das bevorzugte Erziehungsmittel sind, schätzen die Eltern eines autoritativen Erziehungsstils den eigenen Willen des Kinds und berücksichtigen seine Interesse. Allerdings hat die elterliche Sichtweise Vorrang und der Elternwille wird durch Argumente durchgesetzt.

Im Gegensatz zum autoritativen Erziehungsstil konnte die Forschergruppe aufzeigen, dass sich das Risiko für Suizidversuche im Jugendalter bei einem in der Kindheit erlebten ablehnend-vernachlässigendem Erziehungsstil erhöht. „Das heißt, Kinder, die sowohl wenig elterliche Zuneigung als auch gleichzeitig wenig elterliche Kontrolle erlebten, hatten im Jugendalter ungünstigere Bedingungen für psychische Gesundheit“, erläuterte Dr. Donath. Ein autoritärer Erziehungsstil hatte dagegen keinen Einfluss auf Suizidversuche, war aber verbunden mit einem erhöhten Auftreten von Suizidgedanken.

9 % der 15-Jährigen in Deutschland haben Suizidversuch unternommen

Den Forschern gelang es auch, weitere Risikofaktoren für Suizidversuche bei Jugendlichen zu ermitteln. Dazu zählen das weibliche Geschlecht, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), Rauchen, Rauschtrinken, Migrationshintergrund und Trennung der Eltern. Deutschlandweit haben 9 % der 15-jährigen schon einmal ernsthaft versucht, sich umzubringen. Rund 40 % haben schon einmal über einen Suizid nachgedacht. Grundlage der repräsentativen Studie war eine Fragebogen-Untersuchung bei 44.134 Jugendlichen in ganz Deutschland.

Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt veröffentlicht in BMC Pediatrics.2014, 14:113
DOI: 10.1186/1471-2431-14-113 und sind online frei verfügbar unter www.biomedcentral.com/1471-2431/14/113.

Weitere Informationen:
PD Dr. Carolin Donath
Tel.: 09131/85-34526
carolin.donath@uk-erlangen.de

 

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Ende 2011 lebten in Deutschland mehr als 65.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in einem Heim oder einer sonstigen betreuten Wohnform.

Dies waren elf Prozent mehr als Ende 2008.

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pressetext Diese Meldung ist unter http://www.pressetext.com/news/20130110018 abrufbar.
pte20130110018 Kultur/Lifestyle, Bildung/Karriere
US-Lehrer beklagen immer mehr prügelnde Schüler
Experte: “Gewalt gegen Pädagogen nährt sich aus Perspektivlosigkeit”
Provokation: Jugend verroht wegen Zukunftsängsten (Foto: pixelio.de, Gastmann)
Provokation: Jugend verroht wegen Zukunftsängsten (Foto: pixelio.de, Gastmann)

Tübingen (pte018/10.01.2013/12:25) – In den USA beklagen immer mehr Lehrer Angriffe körperlicher Gewalt von ihren eigenen Schülern. Neben Handgreiflichkeiten werden die Pädagogen auch häufig belästigt und beschimpft. In den USA gilt Gewalt gegen Lehrkörper als Tabuthema. Dabei können die Forscher um Dorothy Espelage von der Universität Illinois http://illinois.edu zeigen, dass 80 Prozent der befragten Lehrer davon berichten, mindestens einmal im vergangenen Jahr Opfer von verbaler oder physischer Gewalt geworden zu sein. 44 Prozent wurden körperlich angegriffen, 72 Prozent berichten von verbalen Belästigungen.

Elf- bis 15-Jährige betroffen

“Solche Zahlen sind immer schwierig zu analysieren”, sagt Günther Gugel, Pädagoge und Ko-Geschäftsführer des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen http://friedenspaedagogik.de , gegenüber pressetext. “Alle mir bekannten Langzeitstudien zeigen, dass Gewalt an Schulen zunächst abgenommen hat”, gibt Gugel zu bedenken.

Verlässliche Zahlen werden von den deutschen Unfallkassen veröffentlicht. Die Unfallkassen registrieren alle Fälle, in denen Gewalt vorkommt. 90.000 Unfälle pro Jahr resultieren an allgemeinbildenden Schulen aus dem aggressiven Verhalten von Schülern, heißt es beim Spitzenverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUVhttp://dguv.de . Die meisten Fälle passieren in der Altersgruppe der Elf- bis 15-Jährigen.

Verzerrtes Bild durch Medien

In den Medien wird Schülergewalt gegen Lehrer oft brutaler dargestellt als in der Wissenschaft, so Gugel. “Es heißt nicht, dass es Schulen gibt, wo viel Gewalt vorkommt, aber die Durchschnittszahlen sind nicht so hoch, wie die Medien uns verkaufen wollen”, weiß der Experte. Eine genaue Ursache für diesen Missstand gebe es nicht: “Es gibt Risikofaktoren, die mit dem Kind, dem Elternhaus und der Schule zusammenhängen und auch einen Teil einer Gruppendynamik darstellen”, erklärt der Diplompädagoge.

Häufig werden Schüler gewalttätig, wenn ihnen Anerkennung fehlt. Deshalb verschaffen sich diese Jugendliche Achtung auf einer destruktiven Ebene. “Häufig ist es ein verborgener Hilferuf an die Erwachsenen”, vermutet Gugel. Außerdem sind die Signale, die Jugendliche heute aus der Erwachsenenwelt bekommen, wenig einladend. “Wir benötigen eine Gesellschaft, die Jugendliche auch jenseits der Rentendiskussion braucht. Das Potenzial der Jugendlichen, die Gesellschaft auch zu gestalten, sollte geachtet werden”, so Gugel.