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Initiative

Landshuter Einzelhandel stemmt sich gegen die CoronaKrise und startet die Initiative „look online – buy local“

Dass der Einzelhandel seit einigen Jahren schwer mit dem sich verändernden Kaufverhalten vieler Menschen hin zum Online-Handel zu kämpfen hat, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Wie existenzgefährdend die derzeitige Corona-Krise verbunden mit den Schließungen der Einzelhandelsgeschäfte für viele Einzelhändler ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Doch die Landshuter Einzelhändler nehmen den Kampf mit Corona und dem OnlineHandel auf und haben ihre Services auf die aktuelle Situation angepasst. Gemeinsam starten die I.L.I. (Interessengemeinschaft Landshut Innenstadt e.V.) und die Wirtschaftsförderung der Stadt Landshut die Initiative „look online – buy local“.

„Seit meinem Amtsantritt beschäftige ich mich mit möglichen Konzepten zur Stärkung unseres Einzelhandels. Jetzt setzen wir erste Ideen zur Bewältigung der Krise ein“, sagt Michael Luger, Wirtschaftsförderer der Stadt Landshut, und erklärt das so: „Aus meiner Zeit in der Finanzbranche weiß ich, dass sich viele Menschen beispielsweise bei Abschluss einer Baufinanzierung online informieren und dann aber vor Ort in der Bankfiliale bei dem Berater ihres Vertrauens die Finanzierung abschließen. Man spricht vom sogenannten ro-po-Prinzip, das steht für „research online – purchase offline“, also sich online informieren und dann aber vor Ort das Geschäft abschließen. Im Einzelhandel läuft es häufig genau anders herum. Viele Menschen informieren sich beim Handel vor Ort und kaufen dann im Internet. Jetzt sind die Läden zu, aber das Internet funktioniert nach wie vor.“ Also haben sich die Landshuter Einzelhändler entschieden, einen Lieferdienst ins Leben zu rufen. Nach dem Motto: Wenn der Kunde nicht zur Ware kommt, dann kommt die Ware eben zum Kunden.

Christian Boniberger, Erster Vorstand der I.L.I., beschreibt die Funktionsweise: „Testen Sie doch mal das „ro-po-Prinzip“. Suchen Sie sich Ihre Waren im Internet aus und bestellen Sie dann bequem telefonisch oder auch online bei ihrem Landshuter Einzelhändler vor Ort. Der bringt Ihnen die Ware dann nach Hause – „look online – buy local“ also.“ Die Landshuter Anbieter für diesen Service sind online unter www.landshuteinkaufen.de zu finden. „Die Reaktionen unserer Einzelhändler auf diese Idee war überwältigend und so sind aktuell über 30 Händler mit von der Partie“, so Boniberger. Interessierte Einzelhändler, die sich noch mit anschließen wollen, sind herzlich eingeladen sich bei der Wirtschaftsförderung der Stadt per E-Mail unter wirtschaft@landshut.de anzumelden. „Und damit es sich für die Kundinnen und Kunden noch mehr lohnt, werden wir in den kommenden drei Monaten jeden Monat unter allen Bestellungen drei Einkaufsgutscheine im Wert von je 100 Euro verlosen – einlösbar bei allen teilnehmenden Firmen“, erklärt Christian Boniberger. „Als Wirtschaftsförderer freut mich so viel Inspiration und Tatkraft der Landshuter Wirtschaft. In Verbindung mit der Initiative der Landshuter Gastronomen helfen wir so unserer heimischen Wirtschaft durch diese harte Zeit“, betont Michael Luger.

 

Foto: hjl

 

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Erste Schritte zum mündigen Netzbürger

Initiative des Fördervereins: Schüler der Grundschule St. Wolfgang legen den Surfführerschein ab.

 

Fast 90% der Kinder heute zuhause einen Zugang zum Internet, viele davon weitgehend unkontrolliert. Doch ist es richtig, Kinder einfach darauf lossurfen zu lassen? Natürlich nicht! Genau wie im Straßenverkehr lauern im Internet Gefahren. Für das Fahrrad gibt es die Fahrradprüfung, mit der man nachweist, dass man die wichtigsten Verkehrsregeln beherrscht. Dass es auch einen Internet-Führerschein für Kids gibt, wissen nur die wenigsten.

Engagierte Mitglieder des Fördervereins der Grundschule St. Wolfgang wollen dieses Manko abstellen. Sie luden daher die Kinder der dritten und vierten Klasse ein, den Surfführerschein zu erwerben.

Die drei Leiter der Fortbildung hören den Jungen und Mädchen ganz genau zu: Wer von ihnen hat ein Smartphone? Was wissen sie schon? Hat es schon einmal Probleme gegeben? An die Erzählungen der Schüler können sie anknüpfen, ehe sie das eigentliche Kursprogramm starten.

Auf der Internet-Plattform „Internet-ABC“ findet sich das Lernprogramm. Die Kinder klicken sich mit Hilfe der schuleigenen Laptops durch Animationen und Quizfragen rund um das Thema Internet. Sie lernen wichtige Grundbegriffe und Funktionen wie „Browser“ oder „Administrator“. Comics und kurze Animationsfilme öffnen ihnen die Augen für die großen Gefahren des spannenden Mediums. Sie lernen die wichtigsten Regeln, z.B. nicht in jedem Fall den Klarnamen angeben. Dass die Kinder etwas gelernt haben, merken die Kursleiter, als Kleinen nachhaken: Sollten sie wirklich zum Ausdruck des Surfführerscheins ihren echten Namen eintippen? Sie waren sich nicht mehr sicher! Gut gelernt!

Dass die Veranstaltung an einem Samstagmorgen um 8.00 Uhr begann und erst um 12.00 Uhr endete, schreckte die Kids nicht. Das Interesse war sehr groß. Fast 70 Jungen und Mädchen hatten sich angemeldet. Nicht alle konnten einen Platz für einen der zwei angesetzten Samstag-Vormittage ergattern. Manche mussten auf die Veranstaltung im neuen Schuljahr vertröstet werden. Doch die, die den Surfführerschein abgelegt haben, haben den ersten Schritt auf dem Weg zum mündigen Netzbürger gemacht. Der Förderverein „FuF“ hat damit die Schule bei der Erfüllung seines Bildungsauftrags eine wichtige Hilfe geleistet.

 

Foto: Förderverein