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Homosexualität

Von Peter Helmes

Die „Frankfurter Schule“ hat den Weg bereitet und uns kollektiv den Verstand vernebelt. Wir scheinen nicht zu merken, was da vor sich geht: Auf mehr oder weniger leisen Sohlen wird unsere Gesellschaft aus den Angeln gekippt und durch eine neue Gesellschaft mit „neuen Menschen“ ersetzt. Bei diesem Umbruch stören tradierte Werte und Überzeugungen. Da geht es zuvörderst den „Säulen der Gesellschaft“ an den Kragen: der Familie sowie dem Staat als Autorität. „Freibier für alle“ heißt jetzt „Freisex für alle(s)“. Da stört die alte Ehe nur und damit auch die Familie. Ein neues Bewußtsein muß her!

Insgesamt ging es der ´68er Bewegung darum, bürgerliche Normen nicht nur infrage zu stellen, sondern aktiv und provokativ zu zerstören. Die gezielte Förderung von “Kindersex” schien z. B. hierfür ein besonders geeignetes Mittel, um eine Gesellschaft zu errichten, in der keine bürgerlichen “Tabus” mehr gelten – und in welcher die Familie weitgehend durch Kommunen ersetzt wird. „Familie“ hatte ausgedient und wurde durch „neue Lebensformen“ ersetzt.

Wie ändert man möglichst unauffällig ein gesellschaftliches System? Indem man über die Umdeutung bedeutsamer sprachlicher Begriffe das kollektive Bewußtsein ändert. Es ist unglaublich, wie unreflektiert wir den auf natürlichen Grundlagen beruhenden, Jahrtausende alten Begriff „Ehe“ mit neuen Inhalten zu füllen bereit sind, weil es politisch angesagt ist und Anpassung die sachliche Diskussionen ersetzt.

Das geht auf das Konto der Grünen und Roten, die weite Teile der verfaßten Institutionen von Kirchen und Bildungsträgern durchsetzt haben. (Interessant in diesem Zusammenhang: In keinem kommunistischen Lande gab oder gibt es Multikulti-Schwärmerei oder Schwulenverherrlichung – geschweige denn “Gender Mainstreaming”. Das hinderte die Stasi aber nicht daran, diese Tendenzen im Westen „zur Zersetzung des Kapitalismus” tatkräftig zu unterstützen.)

„Öffnung der Ehe“

Nach dem irischen Volksentscheid über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare wurde in den deutschen Medien und der Politik ein regelrechter Sturm für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare entfacht. Dieser mündete in die Forderung nach der “Ehe für Alle” und die Ankündigung des Landes Niedersachsen, diese “Ehe für Alle” einschließlich vollem Adoptionsrecht über eine Initiative im Bundesrat herbeiführen zu wollen. Mit dieser Forderung hat die gesamte Debatte einen neuen Höhepunkt und eine neue Qualität erreicht, denn der Begriff “Alle” wird (bewußt?) nicht näher eingegrenzt.

Es ist noch gar nicht so lange her, nämlich im Jahre 2001, da hatte der deutsche Gesetzgeber – heute müßte man sagen zynischerweise durch die seinerzeitige Koalition von SPD und GRÜNEN – klar gehandelt und eben nicht die Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften geöffnet, sondern in der “eingetragenen Lebensgemeinschaft” ein eigenes Rechtsinstitut geschaffen.

Offensichtlich war den Politikern von SPD und Grünen also noch vor wenigen Jahren bewußt, daß die Ehe so, wie Sie das Grundgesetz in Art. 6 Abs. 1 definiert und unter den Schutz des Staates steht, als Verbindung von Mann und Frau eine besondere Stellung hat. Eine besondere Stellung, weil sie die Keimzelle der Gesellschaft ist, aus der Nachkommen hervorgehen. Konsequent sagt dann auch Artikel 6 Abs. 2 GG: “Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.”

“Fortschritt braucht Vater, Mutter, Kinder” war der Titel des Artikels von Reinhard Müller, der in der F.A.Z vom 27.05.2015 auf diese Zusammenhänge hingewiesen hat. Reinhard Müller wies auch auf die Rechtsprechung durch das Bundesverfassungsgericht hin – und auf Folgen, die eine grundlegende Änderung des Eheverständnisses hätte:

“Zwar bringt auch nicht jede Ehe Kinder hervor, wie Karlsruhe messerscharf beobachtete, doch ist die Verbindung zwischen Mann und Frau nun einmal die einzige, die Kinder hervorbringen kann. Hier geht es nicht um Antidiskriminierung, sondern um Vaterschaft, Mutterschaft und Kindeswohl. Müsste aus einer kompletten Gleichstellung nicht gefolgert werden, Leihmutterschaft auch in Deutschland zu erlauben? Der neue, überparteiliche Leitsatz, der womöglich bald auch im Grundgesetz steht, lautet: Familie ist da, wo Kinder sind. Aber die Samenbank ist nicht die Keimzelle der Gesellschaft.

Im vorletzten Satz des Zitates deutet sich an, wohin der deutliche Kurswechsel von SPD und Grünen, der in der Initiative Niedersachsens zum Ausdruck kommt, wohl führen wird: Zu dem Versuch, das Grundgesetz zu ändern und das grundlegende Verständnis von Ehe und Familie als Verbindung von Vater, Mutter und Kindern und als Keimzelle der Gesellschaft aufzugeben.

Nachdem sie uns in eine ökosozialistische Gesinnungsdiktatur gedrängt haben, wollen sie also jetzt unser traditionelles Familiensystem zerstören. Männer sollen ihre männlichen Eigenschaften ablegen und per Gender-Order der neue „gemischtgeschlechtliche Einheitsmensch“ geschaffen werden.

So man sich noch einen kritischen Kopf bewahrt hat, vernimmt man allenthalben (pflichtschuldigst?) Zustimmung. Ein lauter Chor von Gutmenschen und Neuerern scheint das gesellschaftliche Bewußtsein zu bestimmen. Nur wenige Stimmen stören das Konzert:

„SPD: Kramp-Karrenbauer setzt Homo-Ehe mit Inzucht gleich“

Unter dieser Überschrift vermeldet die dpa (03.06.2015, 16:38 Uhr) schier Unglaubliches: Mit kritischen Äußerungen zur Homo-Ehe habe die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Empörung ausgelöst.

Es gebe in Deutschland bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau, sagte die Katholikin der “Saarbrücker Zeitung”. “Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen”, meinte sie. SPD, Grüne und FDP kritisierten dies scharf.

“Damit erreicht die Debatte über die Ehe für alle einen neuen Tiefpunkt”, sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi der Deutschen Presse-Agentur. Sie habe keinerlei Verständnis dafür, “dass eine CDU-Ministerpräsidentin gleichgeschlechtliche Partnerschaften jetzt mit Inzucht und Polygamie gleichsetzt”. “Das ist ein Schlag ins Gesicht Hunderttausender gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen”, meinte Fahimi.

SPD, Grüne und Linke versuchen über den Bundesrat, eine Mehrheit für einen Vorstoß zur Gleichstellung für homosexuelle Partnerschaften zu organisieren, um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) unter Druck zu setzen. Im Bund sind der SPD wegen der Koalition mit der Union die Hände gebunden. Der Grünen-Politiker Volker Beck meinte ironisch im Kurznachrichtendienst Twitter zur Äußerung Kramp-Karrenbauers: “Nach der #Ehefueralle kommt die Ehe mit Aliens, Goldhamstern, Verwandten.”

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer betonte: “Die Äußerungen von Frau Kramp-Karrenbauer sind eine Unverschämtheit, sie beleidigt Homosexuelle zutiefst. Ich fordere sie auf, sich für ihre Entgleisung zu entschuldigen.”

Die CDU-Ministerpräsidentin sagte in der “Saarbrücker Zeitung” zugleich, bestehende Diskriminierungen zwischen Ehe und der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft müssten abgebaut werden. “Am Ende dieses Prozesses werden wir uns wahrscheinlich auch mit der Frage nach der Volladoption befassen müssen.” Diese lehne sie ab.

Seit Jahren heiße es, daß für die Entwicklung von Kindern Vater und Mutter die beste Konstellation seien. “Gerade diese Frage dürfen wir nicht daran festmachen, ob sich jemand diskriminiert fühlt oder nicht – sondern allein am Kindeswohl”, betonte Kramp-Karrenbauer. Die CDU-Politikerin ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), der Vertretung katholischer Laien.

Ich gehöre nicht zu den Freunden dieser CDU-Dame, aber in diesem Punkt verdient sie Unterstützung. Sie rudert (nur) hier – leider nicht überall – gegen den Mainstream in Kirche und Gesellschaft, auch als Mitglied des ZK der Deutschen Katholiken. Hätte man doch gedacht, gerade die Kirchen gehörten zu den standfesteten Verteidigern von Ehe und Familie. Weit gefehlt:

EKD-Ratsvorsitzender vom Zeitgeist gelenkt

„Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, spricht sich für eine Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe aus“(Nordbayerischer Kurier 30.05.2015). Daß der oberste Repräsentant der Protestanten mit dieser grundgesetzwidrigen Stellungnahme die christliche Werteordnung in Deutschland nicht nur auf den Kopf stellt, sondern regelrecht bekämpft, scheint ihm nicht bewußt zu sein.

Bekanntermaßen werden im „Römerbrief“ des Apostels Paulus an die Christen zu Rom homosexuelle Handlungen unabhängig vom gesellschaftlichen Kontext unmißverständlich verworfen, was für praktizierende Christen verbindlich ist. Der Paulus-Brief hatte einen entscheidenden Einfluß sowohl auf die Reformation als auch auf die Bekennende Kirche im NS-Staat.

Bedford-Strohm vertraut offensichtlich eher dem Zeit- denn dem Hl. Geist. Seine Stellungnahme entspricht weniger der Bibel als viel eher der Ideologie des Neomarxismus, welcher die Evangelische Kirche durchsetzt und vor allem von den Grünen hineingetragen wurde. Katrin Göring-Eckardt, Spitzenpolitikerin der Grünen Partei, war die Vorsitzende der vorigen EKD-Synode. Ziel des Neomarxismus ist die Abschaffung unserer Kultur und die Desindustrialisierung Deutschlands. Diesem Ziel fühlt sich wohl auch die Evangelische Kirche verpflichtet.

Ein „kardinaler Streit“ auch in der katholischen Kirche

Auch in der katholischen Kirche marschieren die Gesellschaftsveränderer: Wie die US-amerikanisch-katholische Nachrichtenseite LifeSiteNews.com berichtet, hat der – Verzeihung, Eminenz! – Zeitgeistvorläufer und modernistische Kardinal Kasper die am 22. Mai erfolgte Volksabstimmung in Irland zugunsten der gleichgeschlechtlichen “Ehe” verteidigt.

Die italienische Tageszeitung Corriere della Sera zitiert den vatikanischen Würdenträger dahingehend, homosexuelle Partnerschaften seien bei der letzten Familiensynode “nur ein Randthema” gewesen, aber nun sei es zu einem “zentralen” Thema geworden.

Kasper verteidigte das Ergebnis des Referendums in Irland: “Ein demokratischer Staat hat die Pflicht, den Willen des Volkes zu respektieren”, erklärte er. Wenn die Mehrheit der Menschen dies wünsche, sei der Staat verpflichtet, “derartige Rechte anzuerkennen”.

Sittengesetz contra Rechtspositivmus

Damit neigt der Kurienkardinal offenbar zu einer rechtspositivistischen Auffassung, wonach nicht das natürliche Sittengesetz bzw. “Naturrecht” die entscheidende Grundlage des Rechts darstellt, sondern die jeweiligen Mehrheitsmeinungen bzw. die staatlichen Gesetze. Seine Position widerspricht allerdings der katholischen Lehre vom Vorrang des Naturrechts gegenüber staatlichen Verfügungen, wie dies z. B. hinsichtlich des Abtreibungs(un)rechts deutlich wird: Selbst wenn staatliche Gesetze die vorgeburtliche Kindstötung(!) erlauben, kann die katholische Kirche aufgrund des 5. Gebotes und des natürlichen Sittengesetzes dem niemals zustimmen.

Die Homosexualität habe mit der Ehe nichts zu tun. Es sei darum widersinnig, bei der vatikanischen Familiensynode im Oktober darüber zu debattieren, stellte der römische Glaubenspräfekt klar.

„Ehebegriffsänderung ist Beleidigung Gottes“

Kurz nachdem Kardinal Kasper seine kruden Überlegungen vorgestellt hatte, bekannte Kurienkardinal Gerhard Müller bei einem Kongreß an der University of Social & Medial Culture in Toruń (Polen) am 29. Mai 2015 in gewohnt klarer Form, daß eine Änderung der Definition von der Ehe eine Beleidigung Gottes sei.

Einige Tage zuvor meinte der pensionierte Kardinal Kasper gegenüber der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera, daß das Thema Homosexualität im Zentrum der Familiensynode stehen müsse, weil man angeblich viel zu lange darüber geschwiegen habe. „Wir müssen eine neue Sprache zu finden”, zitiert ihn die italienische Tageszeitung. Bedeutet aber eine neue “Sprache” nicht letztlich auch eine neue Lehre?! (Quelle für beide Kardinals-Meldungen: „Christliches Forum“:charismatismus.wordpress.com/)

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Von Peter Helmes

Die Welt, in der wir leben, ist verrückt. Und niemand merkt es, so scheint´s. Wir werden täglich gegängelt, an die Hand genommen, vorgeführt – von Minderheiten. Warum? Die Mehrheit ist träge, sogar zum Denken zu faul. Und manchmal auch vorwitzig: „Ist ja ganz lustig, was da die eine oder andere Minderheit so treibt. Stört mich doch nicht…“ So etwa sieht´s im Kopf von Maria und Josef Normalo aus. Daß die Grünen vor rd. vierzig Jahren auch so als „verrückte Minderheit“ angefangen haben – längst vergessen. Heute diktieren sie uns, was Moral ist, was wir essen dürfen, wie wir leben und wen wir lieben sollen. Eine Minderheit! Und so wird Deutschland heute im Grunde von Minderheiten ge- und verführt.

2,8 % Lesben und Schwule (Zahl aus deren Verband) in Deutschland sagen, was wir zu tun und zu lassen haben. 10% Linke und 10 % Grüne erklären uns, was demokratisch, was richtig und falsch, was also politisch korrekt ist. Auf der anderen Seite versuchen rd. 10% Moslems,  uns zu diktieren, daß Deutschland künftig „richtig halal“ leben soll.

Das Ende der Aufklärung

Allen voran unsere gutmenschlichen Vorreiter. Zum Beispiel die Frontfrau Renate Künast: “Integration fängt damit an, daß Sie als Deutscher mal türkisch lernen!” (Quelle: “Beckmann” vom 30.8.2010). Das, was wir derzeit erleben, ist das Ende der Aufklärung, das Ende des „mündigen Bürgers“ und der Anfang vom Ende der Demokratie. Dieser anachronistische Zustand ist längst Alltag in Deutschland und Europa. Nochmals Künast, jetzt aber in Klartext: Lernt gefälligst Türkisch! Also Ihr lieben Deutschen, integriert Euch! Und als Begleitmusik dieses Lernprozesses werden Islam und Koran seitens der Medien und der Politik glorifiziert.

Daß Minderheiten wie die Grünen für Bevormundung stehen, ist schon ein Gemeinplatz. Daß deren Unsinn Methode hat, beweist sich täglich neu. Sie sind Technik- und Wissenschafts-feindlich und legen fest, was geforscht werden darf. Wer am falschen Objekt forscht, z. B. Gentechnik, wird verjagt, und sei er auch ein noch so talentierter Wissenschaftler. Wir waren weltweit führend in der Reaktortechnik. Nun hat uns eine Minderheit eingeredet, das sei Teufelszeug – und stattdessen mehr als 100 neue Lehrstühle für Genderwissenschaften geschaffen.

Gender Mainstreaming – Abschied von der Heterosexualität als Norm

Eine unsägliche Koalition aller staatstragenden Gutmenschen aus CDUCSUSPDFDPGRÜNELINKEDGB und aus sonstigen „gesellschaftlichen  Gruppierungen“ hat den „neuen Menschen“ entdeckt, den Gendermenschen. Nicht Fisch, nicht Fleisch, nicht Mann, nicht Frau – sondern ein „höheres Wesen“, geschlechterenthoben sozusagen. Federführend für die Umgestaltung der Gesellschaft nach den Prinzipien des Gender Mainstreaming ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Auf der Homepage dieses Bundesministeriums entdeckt man unter den Begriffen „Gleichstellung“, „Gender Mainstreaming“, „GenderkompetenzZentrum“ das eigentliche Ziel der Familienministerin: Die Geschlechtsdifferenzierung von Mann und Frau und die Heterosexualität als Norm sollen aufgehoben und durch „Gender“ ersetzt werden. Gender, die neue Ideologie! Die Umwandlung der Gesellschaft ist raffiniert angelegt: durch Unterlaufen der demokratischen Strukturen ohne jede öffentliche Debatte. Schaltstelle ist die „Interministerielle Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming (IMA GM), die dem Bundesfamilienministerium untersteht. Dort werden die Strategien erarbeitet, wie über „Gesetzesfolgenabschätzung“ und „Implementierung in die Arbeit der Bundesregierung“, durch „Gender Budgeting“, das heißt die Umlenkung der Staatsfinanzen, in Zusammenarbeit mit dem vom Familienministerium finanzierten „GenderkompetenzZentrum“ der geschlechtsvariable Mensch geschaffen wird.

Bildung und Sprache – Schutz vor Manipulation

Minderheiten, wie Lehrergewerkschaften und grünrote Funktionäre, wollen einen anderen Bürger erziehen, das deutsche Bildungswesen dem Zeitgeist anpassen (Humboldt, Goethe, Schiller usw. – Steinzeitkultur!). Man dürfe die Schüler nicht überfordern und mit Wissen überfrachten, heißt es. Für weniger Blinde lautet der Klartext: „Entbildete“ Schüler sind eben besser manipulierbar. Also wird unsere Sprache verhunzt, wird unsere Bildung, die Grundlage unserer Kultur, „abgewählt“, werden Schrift (!) und Sprache „vereinfacht“. Google statt Goethe, Twitter statt Literatur, Beat statt Beethoven, soap opera statt Oper. Die deutsche Sprachkultur schmilzt auf 160 Zeichen (twitter, sms).

Minderheiten beweisen oft zerstörerischen Charakter, zumindest wollen sie Mehrheiten  ändern, bisweilen zerstören. So auch in diesem Falle. Was steckt hinter der Mißachtung unserer Kultur und Sprache? Der Philosoph Harald Seubert gibt eine Antwort: „Wer die Macht der Sprache und die Stringenz tieferer Gedanken gekostet hat, wird geradezu allergisch gegen Manipulationen aller Art.“

Die Sprache, stellte Erwin Chargaff (1905 – 2002) fest, müsse „als der hauptsächliche Faktor in der Bestimmung der nationalen Identität betrachtet werden“.  Und weiter: …Die Menschen, „verlassen in einer Welt ödester Massenmedien, sind gleichsam abgeschnitten davon, was ihre einstmalige Sprache an großen Werken hervorgebracht hat“ (Quelle FAZ vom 10. August 1991).

Ist mensch erst einmal seiner Bildung beraubt, wird er leichter – weil ohne Widerstand – ein Opfer grünroter Umerziehung. Allgemeinbildung stört da nur. Hauptsache, er lernt, was „Buntheit ist, was „Toleranz“ und Weltoffenheit. Die Quintessenz dieses Lehrstoffes: Rechts ist intolerant, verschlossen und böse. Das reicht fürs Leben. Und deshalb sind offenbar Analphabeten bei uns besonders willkommen. Und „Toleranz“ reduziert sich aufs Sexualverhalten und (angeblich) 60 verschiedene „Geschlechter“. (Nur an Opas und Omas: Da hatten wir es früher leichter: „mann“ wußte, was frau will und wie´s geht – und umgekehrt. Heute muß gender erst fragen, wer /was bist Du geschlechtlich.)

Da gibt´s dann noch eine besondere Spezies von Minderheiten: Rothemden bei den DGB-Gewerkschaften verkünden uns die Lehre vom bösen Unternehmer und armen Arbeitnehmer, und die Gelbhemden von Verdi zeigen uns, wie man – „wenn mein starker Arm es will“ – das öffentliche Leben lahmlegt. Auch eine Minderheit: Der Organisationsgrad der Gewerkschaften steht im umgekehrten Verhältnis zu ihrem Barrikadengeschrei. Nicht ´mal ein Fünftel aller Arbeitnehmer ist noch gewerkschaftlich organisiert:  Deutschland 1960: 34,2 %, 1980: 33,6 %, 2000: 21,6 %, 2010: 18 %.

Der durchschnittliche Anteil der Gewerkschaftsmitglieder in der EU insgesamt, gewichtet nach den Arbeitneh-merzahlen in den einzelnen Mitgliedstaaten, beträgt 23 %. Dabei ist zu beachten, dass der relativ geringe gewerkschaftliche Organisationsgrad in einigen der größeren EU-Mitgliedstaaten wie Deutschland (18 %), Frankreich (8 %) sowie Spanien mit 19 % und Polen mit 12 % diesen Durchschnitt drückt. Die drei kleinsten Staaten hingegen – Zypern, Luxemburg und Malta – verzeichnen hier Anteile, die weit über dem Durchschnitt liegen. (Quelle: worker-participation.eu/Nationale-Arbeitsbeziehungen/Quer-durch-Europa/Gewerkschaften)

Oder nehmen wir unverdächtigerweise (???) die katholische Kirche in  Deutschland bzw. deren geheime Gutmensch-Organisation „Zentralkomitee“.  Das „ZK der Deutschen Katholiken“ sollte eigentlich die Interessenvertretung der Gläubigen gegenüber dem Klerus sein. Aber es produziert lieber (en masse) Papiere und gefällt sich darin, den katholischen Glauben auf eigene Weise zu definieren, auf Deutsch: auf den Kopf zu stellen, selbst wenn das dem Naturrecht widerspricht. Übrigens immer recht hübsch begleitet von einem interessierten Medienpulk; denn Medienmenschen lieben Störer wie das ZK, das sich, allen bisherigen Glaubensregeln zum Trotz, derweil z. B. der „Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften“, vulgo: Homo-Ehe, verschrieben hat.

Hohe kirchliche „Würdenträger“ beeilen sich, ihnen nachzueifern. So steht der Vormann des deutschen Klerus, der Münchner Kardinal Karl Reinhard Marx (nomen est omen), an der Spitze einer Gruppierung, die sich im vertraulichen Kreis Gleichgesinnter in Hinterzimmertreffen Gedanken um eine notwendige „Liberalisierung“ der Kirche macht.  Angesichts des weltweiten Katholizismus eine winzige Minderheit, die aber dabei ist, Papst Franziskus und seine Familiensynode so in die Enge zu treiben, daß der Pontifex mit dem Rücken an der Wand entweder eine neue Kirche vertreten oder die Synode absagen muß.

Traditionalisten und Reformfreudige unter den Kardinälen spielen Mikado. Wer umfällt, hat verloren. Und Katholiken in Deutschland? Sie lassen sich öffentlich vorführen und sich fragen, ob ihre Lebenswirklichkeit die richtige ist. Die deutsche katholische Kirche als der Nabel der katholischen Weltkirche. Eine (im wörtlichen Sinne) verschwindende Minderheit, der eine – vor allem in Afrika und Südamerika – immer größer werdende Mehrheit gegenübersteht. Aber in Deutschland wird definiert, was „moderne Lebenswirklichkeit“ ist.

Minderheiten, so lernt Hannes Gutbürger schon früh, sind der Schwanz, der mit dem Hund wedelt; er lernt, wie eine Minderheit eine Mehrheit bevormundet. Nu lernt ma schön!

Der gesellschaftliche Wandel: links „gut“, rechts „böse“

Das alles wäre vielleicht noch zu ertragen, wenn mit diesen minderheitlichen Diktatversuchen nicht zugleich eine Verteufelung all derer einherginge, die diese Meinungen nicht teilen, die also bewußt politisch inkorrekt sind. Wären diese Inkorrekten nur die Doofen, ginge das ja  noch. Aber sie werden nicht als doof hingestellt, sondern als gefährlich. Und alles, was in unserer Gesellschaft gefährlich ist, ist selbstverständlich „rechts“. Tugenden sind links, Untugenden rechts. Und im hast-Du-nicht-Gesehen sind links die „Guten“, geführt von den Gutmenschen, und rechts die Bösen, die Gesellschaftszerstörer. Unser tradiertes Paradigma ist einem kompletten Paradigmenwechsel zum Opfer gefallen.

Somit wird auch deutlich, daß der von Gutfrau und Familienministerin Manutrulla Schwesig kräftig finanzierte „Kampf gegen rechts“ genau diesem neuen Paradigma folgt: Da „rechts“ böse ist, ist „links“ gut, also staatlich zu fördern. Und genau entsprechend diesem Paradigma braucht man „links“ bzw. Linksradikale nicht mehr zu beobachten, sie brauchen auch kein Bekenntnis zur „freiheitlich-demokratischen Ordnung“ mehr abzuleisten; denn wenn jemand „gut“ ist, ist er ja nicht böse. Alles klar?

Auf was warten wir? Auf die Selbstentmachtung der Parteien und der Interessengruppen? Auf das Aufhören der ewigen Bevormundung durch Bessermenschen? Auf eine neue Weltordnung? Da können wir lange warten. Jedenfalls solange „der Staat“ – also Parteien und Interessengruppen – sich am von uns Bürgern Erarbeiteten mästet, und solange erklärte Gegner dieses Staates von eben diesem Staat gefördert und finanziert werden, wird die Diktatur der Minderheiten weiter voranschreiten. Irgendwann bricht das System dann zwar  ´mal zusammen. Aber bis dahin herrscht „nach uns die Sintflut!“ Also ran an die Töpfe!

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1.6.15