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Hautkrebs

Bildtext: Mit der Resonanz auf den 1. Landshuter Hautkrebstag sind die Verantwortlichen und Referenten sehr zufrieden, v.l.: Chefarzt Dr. Patrik Hartl, Antina Tautscher, Dr. Peter Brandl, Prof. Dr. Margit Huber und Ltd. Oberarzt Dr. Hamid Reza Teymouri.

 

Hautkrebs – Patiententag zu Diagnose und Behandlung

Sehr gute Resonanz beim 1. Landshuter Hautkrebstag am Krankenhaus Landshut-Achdorf

 

Mit dem ersten Landshuter Hautkrebstag widmete sich die Klinik für plastische Chirurgie und Handchirurgie am Krankenhaus Landshut-Achdorf einer zunehmend vorkommenden Tumorform. Immer mehr Menschen in Deutschland erkranken am weißen Hautkrebs (120.000 Menschen jährlich) und dem oftmals tödlich verlaufenden schwarzen Hautkrebs (20.000 Erkrankte  jährlich). Der Patiententag informierte die Zuhörer über Möglichkeiten, sich richtig vor der Sonne zu schützen, zum Thema Sonnengenuss ohne Reue, Therapien, operativen Behandlungsformen und Vorsorgeuntersuchungen.

 

Leitender Oberarzt Dr. Hamid Reza Teymouri begrüßte die rund 80 Zuhörer im großen Hörsaal des Krankenhauses Landshut-Achdorf zur Premiere des Hautkrebstages. Der vollbesetzte Hörsaal sei der Beweis, dass das Thema „brandaktuell“ sei. Die Klinik für plastische Chirurgie und Handchirurgie hatte den 1. Landshuter Hautkrebstag auch anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Fachabteilung im Herbst 2018 initiiert, berichtete Chefarzt Dr. Patrik Hartl. Vor zehn Jahren als kleine Abteilung gestartet, habe sich die plastische Chirurgie durch einen enormen Patientenzuspruch stark entwickelt. Bei Tumorbefunden auf der Haut arbeiten die plastischen Chirurgen sehr intensiv mit Hausärzten, Dermatologen und Onkologen zusammen. Am Krankenhaus Landshut-Achdorf sind dabei alle technischen chirurgischen Möglichkeiten zur genauesten Diagnostik und Befundung des Hautkrebses gegeben: um eine mögliche Fernabsiedlung des Hauttumors festzustellen, können die plastischen Chirurgen beispielsweise einen Wächterlymphknoten markieren und entnehmen.

 

Hautkrebs betreffe nicht nur Erwachsene, berichtete Dr. Peter Brandl, Inhaber der Praxis Vilsbiburg. Sein jüngster Patient sei im Alter von acht Jahren am schwarzen Hautkrebs erkrankt. „Die Haut ist unser größtes Organ“, sagte Brandl und appellierte an die Zuhörer, Screenings beim Hautarzt regelmäßig wahrzunehmen. Der schwarze Hautkrebs entstehe auch an Stellen, wo keine Sonne hinkomme, beim Screening würden Hautärzte zudem auch familiäre Risikofaktoren abwägen. „Der weiße Hautkrebs lässt sich sehr gut behandeln, vor allem im Frühstadium“. Dr. Brandl stellte verschiedene Hautkrebstypen vor und berichtete über die Behandlung mit Gelen und Salben, Stickstoff oder photodynamischer Therapie.

 

Apothekerin Antina Tautscher von der Altstadt Apotheke sprach über den Sonnenschutz. „Sonne kann uns richtig gut tun“, sagte sie und plädierte zu einem maßvollen Aufenthalt an der Sonne. Gut geschützt durch Creme oder Spray, Hut und Sonnenbrille sowie eventuell Kleidung sei auch entscheidend, in welcher Region und zu welcher Tageszeit man an die Sonne gehe, so Tautscher. „Sechs Esslöffel Sonnencreme braucht ein Erwachsener pro Eincremvorgang, das entspricht etwa 40 Millilitern –  die meisten Menschen nehmen zu wenig Sonnenschutzmittel“.

 

„Der schwarze Hautkrebs geht von der Pigmentierung der Haut aus und gilt als einer der bösartigsten und aggressivsten Tumoren“, sagte Prof. Dr. Margit Huber, Dermatologin im Hautzentrum Dreifaltigkeitsplatz Landshut und Oberärztin und stellvertretende Leiterin des Hauttumorzentrums an der Universitätshautklinik Ulm. Erbliche Veranlagung und intensive UV-Belastung in der Kindheit nannte sie als ursächliche Faktoren für die Entwicklung maligner Melanome (schwarzer Hautkrebs), bevor sie über die Diagnostik und Behandlung sprach.

 

Leitender Oberarzt Dr. Hamid Reza Teymouri von der Klinik für plastische Chirurgie und Handchirurgie am Krankenhaus Landshut-Achdorf stellte schließlich die operativen Behandlungsmöglichkeiten bei Hautkrebs vor. Ziel einer chirurgischen Therapie ist immer die vollständige Entfernung des Hauttumors. Vor allem in Bereichen wie dem Gesicht sei es für Betroffene aber besonders wichtig, dass der Wundverschluss möglichst ästhetisch ausfalle, berichtete Dr. Teymouri. Die Auswahl und Durchführung der Hautplastiken erfordert für ein gutes Ergebnis eine hohe Kompetenz und viel Erfahrung vom operierenden plastischen Chirurgen.

Bildunterschrift: Mit der Resonanz auf den 1. Landshuter Hautkrebstag sind die Verantwortlichen und Referenten sehr zufrieden, v.l.: Chefarzt Dr. Patrik Hartl, Antina Tautscher, Dr. Peter Brandl, Prof. Dr. Margit Huber und Ltd. Oberarzt Dr. Hamid Reza Teymouri.

 

Bildquelle: LAKUMED Kliniken