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Guiseppe Verdi

Kultureller Höhepunkt war die Oper “Aida” in der Arena von Verona.

 

Bayerisches Cimbernkuratorium in den XIII. Gemeinden von Verona bis Giazza.

 

Landshut/Velden. Die erste Jahresfahrt des Bayerischen Cimbernkuratoriums führte in die 13 Gemeinden der Veroneser Alpen und war nach übereinstimmender Meinung aller Fahrtteilnehmer eine ganz besonders einzigartige musikalische Zeitreise, sie stand aber auch bereits im Zeichen der Vorbereitung für das 50-jährige Gründungsjubiläum im nächsten Jahr.

Ein volles aber abwechslungsreiches Kulturprogramm hatten die Teilnehmer der ersten Cimbernfahrt zu bewältigen. War die Busabfahrt in Velden und in den Zustiegsorten in Landshut und München noch vom regnerischen Wetter begleitet, so gab es weit unterhalb dem Brenner ein herrliches sommerliches Reisewetter. Cimbernvorsitzender Jakob Oßner freute sich, unter den 45 bestens gelaunten Reiseteilnehmern auch die die 1. Bürgermeisterin von Wurmsham Maria Neudecker und die Altbürgermeister Hans Tiefenbeck, Robert Maier und Josef Nagl  sowie die Veldener Gemeinderätin Diana Reichvilser und die frühere Gemeinderatskollegin Elisabeth Fuchshuber begrüßen zu können. Der besondere Gruß galt auch stv. Vorsitzender Christine Fischer, der Tochter von Huge Resch. Nach 4 Stunden Fahrt wurde die Brotzeit als Frühstückspause an der Autobahn trotz noch vorhandenen Nieselregen als besonders schmackhaft empfunden.

 

Pünktlich gegen 12.00 Uhr erreichte man die mittelalterliche Bischofsstadt Brixen.

Dr. Hugo Valentin, ein Ladiner, wartete bereits mit Anneliese und Josef Mertlbauer auf die Besucher aus Bayern. Der Südtiroler erläuterte gekonnt in einer Zeitreise die Geschichte  Tirols und führte die interessierten Besucher durch die älteste Stadt Tirols und in den herrlichen barocken Dom Maria Himmelfahrt. Der Domkreuzgang beinhaltet das größte Denkmal alpenländischer Wandmalerei. Nach dem üppigen Mittagessen ging es auf der Autobahn weiter Richtung Verona und hinein ins Illasital der 13 zimbrischen Gemeinden. Im Sporthotel von Illasi, der Partnergemeinde von Wörth , wurde für 3 Nächte Quartier bezogen. Bürgermeister Paolo Tertuli ließ es sich nicht nehmen, die bayerischen Freunde persönlich zu begrüßen. Vorsitzender Jakob Oßner dankte Bürgermeister Tertuli aber vor allem Anneliese und Josef Mertlbauer die die Gemeindepartnerschaft mit Adlkofen mitbegründeten und die heurige Cimbernreise mit vorbereiteten. Bereits am ersten Abend war der Auftritt des erstklassigen Chores und Partnerchor von Wurmsham “Tre Torri” aus dem Nachbarort Tregnago im Sporthotel ein musikalischer Leckerbissen. Mit Josef und Hans Tiefenbeck und Bürgermeisterin Neudecker vereinbarte Jakob Oßner den Besuch des Chores in der VG Velden zum 50-jährigen Jubiläum des Cimbernkuratoriums im Jahre 2019.

Auch am zweiten Besuchstag führte die Fahrt zunächst ins Rathaus von Selva die Progno wo die bayerische Besuchergruppe von Bürgermeister Aldo Gugole und zweiter Bürgermeisterin Elisabetha Belloso mit herzlichen Worten der Freundschaft und dem Wunsche auf weiterhin gute Partnerschaft begrüßt wurden. Jakob Oßner erwiderte mit der Einladung nach Velden. Der letzte befahrbare Ort im Illasital ist Giazza, (zimbrisch Ljetzan) und beherbergt das Veroneser Cimbernmuseum mit vielen Gebrauchsgegenständen aus früheren Jahrhunderten. Museumsleiter Vito Massolonga führte fachmännisch durch die Ausstellung.  Nach dem Mittagessen im “Casa Mia” in Badia Calavena und der Besichtigung der technisch bestens ausgerüsteten Olivenölmühle “Bonamini” in Illasi, wo auch die Einkaufsmöglichkeit gut genutzt wurde, ging es zurück ins Sporthotel um sich für das Abendkonzert mit 3 erstklassigen Chören, im Park der Villa Sagramoso, frisch zu machen. Auch hier erhielten die Ohren der Besucher bis zur Mitternacht durch die Chöre “Piccole Dolomiti”, “Stella Alpina” und “Maddalene” ein Konzert vom Feinsten. Danach wurde mit den Chören im Besucherzelt noch lange gefeiert.

 

Der dritte Besuchstag am Sonntag wurde zum Höhepunkt der Reise. Bereits zum Kirchenzug mit den örtlichen Böllerschützen (Pistonieri) und weiteren Trachtlergruppen aus der Umgebung wurden die “bayerischen Cimbern” in Badia Calavena  empfangen.

Elisabeth Fuchshuber verlas in der Kirche das Markusevangelium. Dem anwesenden Altbürgermeister Georg Rauchenberger aus Benediktbeuern wurde in einem Festakt eine besondere Ehrung für seine Verdienste um die zimbrische Freundschaft zwischen den 13 Gemeinden und Bendiktbeuern aus dessen Kloster die ersten, zumindest namentlich festgehaltenen, Aussiedler aus Bayern im Jahre 1048 n.Ch. kamen. Bürgermeister Emanuelle Anselmi, Vito Massolonga und Jakob Oßner beglückwünschten den Geehrten und freuten sich auf ein Wiedersehen in Velden zum Jubiläum im nächsten Jahr. Jakob Oßner überbrachte auch das Geschenk für den aus gesundheitlichen Gründen an der Reise kurzfristig verhinderten Altbürgermeister Franz Gallecker  für Bürgermeister Anselmi mit Worte des Dankes für die Einladung zum 30-järigen Bestehen des Veroneser Cimbernkuratoriums. Jugendliche Gruppen bewirteten gut gelaunt die Gäste im Kindergarten von Badia Calavena und freuten sich über die großzügige Geldspende der bayerischen Besucher.

 

Die neue Inszenierung der Oper “Aida” von Guiseppe Verdi begeisterte die 20 000 Zuschauer und bleibt für alle Fahrtteilnehmer ein unvergessliches Erlebnis.

Auch nach der Uraufführung in Kairo im Jahre 1871 ist “Aida” noch immer ein Besuchermagnet insbesondere vor der imposanten Kulisse in der Arena.  Bei der Heimreise am Montag gab es Mittags bei der Familie Zeni in St.Michele bei Trient, einem langjährigen Mitglied des Bayerischen Cimbernkuratoriums,  Einkehr. Nicht nur die vortreffliche Küche der Gastwirtsfamilie erfreute die bayerischen Gäste sondern auch die gekonnten musikalischen Einlagen des Wirts auf seiner Ziach.

Die zweite Cimbernfahrt diese Jahres führt von Samstag den 08. September bis Montag den 10. September in die 7 Gemeinden von Asiago und Roana. Bei Vallarsa wird im cimbrischen Brand- und Laimbachtal Dr. Hugo-Daniell Stoffella der Leiter des dortigen Museums besucht. Am Sonntag wird Asiago und Roana angesteuert. Am Sonntagabend findet das Schachspiel mit den Lebendfiguren in der malerischen Kleinstadt Marostica statt. Am Montag führt die Heimreise über Lusern und das Fersental wo die dortigen außerordentlich gut geführten Museen unter der fachkundigen Führung der dortigen Leiter besichtigt werden.  Da noch nicht alle Plätze belegt sind, können weitere Anmeldungen bei Vorsitzendem Jakob Oßner Tel: 08742/8079 getätigt werden-

 

J. Oßner

 

Fotos: h.j.lodermeier