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Gesundheitsschäden

Wieso nur Spezialisten eine dauerhafte Abdichtung gewährleisten können.

Wenn in einem Gebäude wie einem privaten Haus und einem Gewerbeobjekt Feuchtigkeit im Keller oder Bauwerk auftritt, ist das auf keinen Fall nur ein optisches Problem. Vielmehr ist die Bausubstanz in höchstem Maße gefährdet. Die Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmel können bis zum Totalverlust des Gebäudes führen. Außerdem können erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen für die Bewohner oder dort arbeitende Menschen die Folge sein. Die Sanierung im Rahmen einer Keller- und Bauwerksabdichtung ist dabei eine höchst komplexe und anspruchsvolle Aufgabe, die jeweils die besonderen Verhältnisse und Ursachen der Feuchtigkeit vor Ort berücksichtigen muss. Eine solche Maßnahme ist auf jeden Fall immer sehr eilig und sollte nur durch eine Spezialfirma für Keller- und Bauwerksabdichtung ausgeführt werden. Sparen wäre hier immer die falsche Entscheidung. Die Folgekosten können immens sein. Außerdem drohen Haftungen für Gesundheitsschäden bei Mitarbeitern oder Bewohnern.

Ursachen zuerst analysieren

Die Ursache für Feuchtigkeit im Keller und im Mauerwerk des Bauwerkes können viele Ursachen haben. Um die richtige Strategie für die nachhaltige Beseitigung der Schäden zu finden, sollt auf jeden Fall eine genaue Analyse der Ursache am Anfang einer Schadenbeseitigung und Sanierung stehen. Das wird die kompetente Fachfirma genauso in der Reihenfolge auch machen. Unternehmen für Kellerabdichtung und Bauwerksabdichtung können online gefunden werden. Eine Ursache kann die Kondensation sein. In diesem Fall ist es sinnvoll, wenn die Bewohner und Nutzer des Gebäudes ggf.. nach einer Sanierung auch ihr Lüftungsverhalten verändern, um ein Wiederauftreten des Schadens zu verhindern. Eine andere häufige Ursache ist eine Leckage bei den Leitungen. Hier muss das Leck gefunden und die schadhafte Stelle beseitigt werden. Indikator ist hier oft ein feuchtes Mauerwerk. Außerdem ist in vielen Fällen die Abdichtung des Gebäudes mangelhaft. Dann kann Feuchtigkeit von außen in die Wände eindringen. Hier muss unter anderem die Dämmung von außen saniert werden. In allen Fällen ist eine Trockenlegung des Kellers unbedingt vorzunehmen.

Profis bieten alles aus einer Hand

Eine kompetente Fachfirma wird dem Auftraggeber ein umfassendes Angebot für die Keller- und Bauwerksabdichtung aus einer Hand anbieten. Ein Angebot muss transparent hinsichtlich der geplanten Maßnahme und der Kosten sein. Das bedeutet in der Praxis auch, dass die Fachfirma nicht nur das komplette Angebot erstellt, sondern auch alle Arbeiten selbst in Eigenregie durchführt. Sollte die Beauftragung externer Firmen nötig sein, wird der Spezialist auch dafür sorgen, dass die handwerklichen Arbeiten allen fachgerecht von Subunternehmern erbracht werden. Der Kunde sollte in jedem Fall nur einen Ansprechpartner für die Keller- und Bauwerksabdichtung haben. Außerdem sollte der Auftraggeber auch Planungssicherheit in Bezug auf den Zeitrahmen der Maßnahmen haben. Eine fachgerechte Keller- und Bauwerksabdichtung durch Spezialisten ist der einzige Weg, um das Gebäude und die Mitarbeiter oder Bewohner zu schützen und schnell wieder eine volle Nutzbarkeit des Bauwerks Hauses oder der Gewerbeanlage zu erlangen.

Digital StillCamera

Fotos: Klartext.LA

Maßvolle Fahrverbote

Das BVG hat entschieden, dass durch kommunale Behörden verhängte Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zulässig sind. Allerdings handelt es sich hier um ein klassisches „Ja, aber-Urteil“.

 

Denn die Richter aus Leipzig haben konkrete Vorgaben gemacht, um etwaige Fahrverbote abzumildern. Der schwarze Peter liegt jetzt bei den Städten und Kommunen, da nun zwar klar ist, dass es Fahrverbote geben darf, nicht aber wie diese praktikabel umgesetzt werden können. Allerdings wurde mit dem Urteil auch eine Forderung des BDS Bayern berücksichtigt, der in der Vergangenheit hierzu verlangt hat, dass Fahrverbote nicht zu Lasten des Mittelstandes gehen dürfen. „Die Leipziger Richter beweisen wenigstens insofern Weitsicht, indem sie klarstellen, dass es Ausnahmen für uns Selbständige geben muss, um die befürchteten Folgen der Fahrverbote abzumildern oder gar zu eliminieren.“ so Gabriele Sehorz, Präsidentin des BDS Bayern.

Denn die Vorgaben des Gerichts sehen Ausnahmen und Übergangsfristen vor. Autos mit der Euro-Norm 5 dürfen frühestens ab September 2019 mit einem Fahrverbot belegt werden. So können sich die Selbständigen und mittelständischen Unternehmen längerfristig auf einen Ersatz vorbereiten. Zudem soll es „hinreichende Ausnahmen“ für Handwerker oder bestimmte Anwohnergruppen geben. Das trifft die Forderung des BDS zu einem erheblichen Teil. Denn so dürfte gesichert sein, dass Handwerker weiterhin in ihrem Geschäft in Stadtgebieten nachgehen und dort ansässig bleiben können. Wie diese Fahrverbote allerdings umgesetzt werden können und ob dies deutschlandweit einheitlich erfolgt ist fraglich. Bundeseinheitliche Instrumente hierfür, wie etwa die blaue Plakette wurden bislang von der Politik abgelehnt.

Allerdings gibt es auch Sicht des BDS noch viel Handlungsbedarf, so die Präsidentin weiter, um künftig Fahrverbote zu verhindern. Dass eine Hardware-Nachrüstung möglich ist, hat der ADAC mit einer jüngst veröffentlichten Studie bewiesen. Hier sind die Autohersteller in der Pflicht, technische Lösungen anzubieten. Weitere Schritte sind nötig, um die Wirtschaft vor Fahrverboten aber auch die Allgemeinheit vor schädlicher Luftqualität zu schützen. Es muss die Entwicklung und Verbreitung anderer, umweltfreundlicher Antriebskonzepte gefördert werden. Die Elektromobilität ist eines dieser Konzepte aber auch andere Ideen müssen weiterverfolgt werden, wie zum Beispiel Wasserstoff als Energielieferant. Daneben müssen moderne Mobilitätskonzepte, „Smart-Cities“ sowie Parkraum-Management-Systeme auf den Weg gebracht werden. So sollte die Politik endlich Gesetze schaffen, um Pooling, also die digitale Vermittlung von Fahrgemeinschaften, legal zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang könnte man zusätzlich, wie in den USA und Kanada bereits bestehende, Fahrspuren einführen, die nur für Fahrgemeinschaften reserviert sind. Auch der Ausbau des ÖVNP und der Radwege würde die Luftqualität erheblich verbessern.

All dies ist zwingend notwendig um die städtische Bevölkerung vor Gesundheitsschäden aber auch die Selbständigen vor finanziellen Einbußen zu bewahren. Denn die Schädigung dieses volkwirtschaftlichen Faktors würde alle betreffen.

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Luftverschmutzung verursacht nach wie vor Gesundheitsschäden in Europa

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Veröffentlicht: 25.10.2013 Zuletzt geändert: 25.10.2013 09:50
Rund 90 % der Stadtbewohner in der Europäischen Union (EU) sind einem schädlichen Luftschadstoffe in Konzentrationen ausgesetzt, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als gesundheitsschädlich eingestuft werden. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Bewertung der Luftqualität in Europa, die von der Europäischen Umweltagentur (EUA) veröffentlicht wurde.

 

Der Bericht „Luftqualität in Europa – Bericht 2013en” ist ein Beitrag der EUA zur Überprüfung der Luftreinhaltungspolitik der Europäischen Kommission sowie zumeuropäischen „Jahr der Luft”en.

Verkehr, Industrie, Landwirtschaft und Haushalte tragen zur Luftverschmutzung in Europa bei. Trotz sinkender Emissionswerte und des Rückgangs bestimmter Schadstoffkonzentrationen in den letzten Jahrzehnten macht der Bericht deutlich, dass das Luftverschmutzungsproblem in Europa noch lange nicht gelöst ist. Zwei bestimmte Schadstoffe, Feinstaub und bodennahes Ozon, führen nach wie vor zu Atembeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitigem TodenNeue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die menschliche Gesundheit von geringeren Luftschadstoffkonzentrationen beeinträchtigt werden kann als bisher angenommen.

Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA, erklärt dazu: „Luftverschmutzung fügt der menschlichen Gesundheit und den Ökosystemen Schaden zu. Ein Großteil unserer Bevölkerung lebt nach heutigem Standard nicht in einer gesunden Umwelt. Europa muss ehrgeizig sein und über die derzeitigen Rechtsvorschriften hinausgehen, um einen nachhaltigen Weg einzuschlagen.”

Umweltkommissar Janez Potočnik fügte dem hinzu: “Die Luftqualität ist ein zentrales Anliegen vieler Menschen. Umfragen zeigen, dass der überwiegende Anteil der Bürger sehr gut über die Auswirkungen der Luftqualität auf die Gesundheit Bescheid weiß und die Behörden auffordert, wirksame Maßnahmen auf EU-weiter, nationaler und lokaler Ebene zu ergreifen, sogar in Krisenzeiten mit rigider Sparpolitik. Auf diese Anliegen werde ich mit der anstehenden Überprüfung der Luftreinhaltungspolitik durch die Kommission eingehen.”

Zwischen 2009 und 2011 waren bis zu 96 % der Stadtbewohner Feinstaubkonzentrationen (PM 2,5) über den WHO-Richtlinien sowie bis zu 98 % Ozonwerten (O3) über den WHO-Richtlinien ausgesetzt. Ein geringerer Anteil an EU-Bürgern war Konzentrationen dieser Schadstoffe ausgesetzt, die über den Grenz- bzw.- Zielwerten der EU-Rechtsvorschriftenen lagen. Diese von der EU vorgegebenen Grenz- bzw. Zielwerte sind in einigen Fällen weniger streng als die WHO-Richtlinien. Siehe Daten der EUA zur Belastung in der EUen.

Nicht nur Städte sind betroffen  – auch in einigen ländlichen Gebieten wird eine hohe Luftverschmutzung verzeichnet, so der Bericht. Die nationalen Unterschiede in Europa werden in einer Reihe von Datenblättern für die einzelnen Länder aufgezeigten, die den wichtigsten Ergebnissen beigefügt sind.

Es gibt eine Reihe von Erfolgen bei den Bemühungen zur Senkung von Schadstoffemissionen zu verzeichnen – so haben sich z. B. die Schwefeldioxidemissionen aus Kraftwerken, Industrie und Verkehr im Laufe des letzten Jahrzehnts verringert, was zu einer geringeren Belastung geführt hat. Die schrittweise Abschaffung von verbleitem Benzin hat zu einer Senkung der Bleikonzentrationen geführt, die sich nachweislich auf die Entwicklung des Nervensystems auswirken.

Eutrophierung

Neben den Gesundheitsbedenken zeigt der Bericht auch Umweltprobleme wie die Eutrophierung auf, bei der die Ökosysteme durch übermäßige Stickstoffanreicherung geschädigt werden, was wiederum die Biodiversität gefährdet. Eutrophierung ist nach wie vor ein weitverbreitetes Phänomen, von dem die meisten europäischen Ökosysteme betroffen sind.

Die Emissionen einiger stickstoffhaltiger Schadstoffe sind gesunken – so haben sich z.B. die Stickoxid- und Ammoniakemissionen seit 2002 um jeweils 27 % und 7 % verringert. Dennoch liegen diese Emissionswerte unter den Erwartungen, da acht EU-Mitgliedstaaten ein Jahr nach Ablauf der Frist für die Einhaltung die gesetzlichen Grenzwerte überschrittenen haben. Um das Problem der Eutrophierung anzugehen, sind weitere Maßnahmen zur Senkung von Stickstoffemissionen erforderlich.

Kongens Nytorv 6
1050 Copenhagen K
Denmark
Telefon: +45 3336 7100
Die Europäische Umweltagentur (EUA) ist eine Agentur der Europäischen Union.
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Ursache für die Anfrage von Stadtrat Rudolf Schnur war diese Pressemitteilung:

 

Die Restlaufzeiten für Laserdrucker sind angebrochen!

Milliarden Partikel pro Seite, tausende Erkrankungen und weltweite Studien, die die Risiken bestätigen. Während das BMU immer noch leugnet, werden bei norddeutschen Behörden Laserdrucker zu Tausenden stillgelegt.

Am 19.08.2013 berichtet das ZDF-Verbrauchermagazin Wiso über „Gesundheitsgefahren durch Laserdrucker“. Millionen Bürger sind fast täglich und über viele Jahre den ungefilterten Emissionen von Kopier- Laserfaxgeräten und Laserdruckern ausgesetzt, schutzlos und ahnungslos. Amtliche Messungen ergaben durchschnittliche Emissionen von über 2 Milliarden winzigster Partikel pro Seite, darunter auch metallische Nanopartikel aus den Tonern.

  •   Emissionen aus Laserdruckern wirken schon nach Minuten schädigend auf menschliche Zellen und Menschen. Allergische Reaktionen, Entzündungen, zellschädigender oxidativer Stress und sogar gentoxische Wirkungen auf Lungenzellen wurden festgestellt. Dies kann zu Krebs führen! Forscher der Harvard- Medical School stellten sogar bei gesunden Testpersonen Entzündungen der Atemwege und oxidativen Stress fest und bestätigten dies im Juli 2013 durch Tierversuche.
  •   Die winzigen Partikel wurden schon in Lungenzellen und sogar im Bauchfell von Patienten nachgewiesen.
  •   Über 3.000 Erkrankungsfälle, darunter Ärzte, Wissenschaftler, Juristen und fast 200 Polizisten sind schon registriert. 81 % der Betroffenen sind chronisch erkrankt, 39 % schwer bis sehr schwer und 25 % sind von Berufsunfähigkeit betroffen! Zweidrittel beklagen schlechte bis unzumutbare Büroluft.

    86 % berichten über verschmutzte Geräte und sehen sich stark

    und dauerhaft belastet.

  •   Nach deutschen Gerichten hat jetzt auch das Schweizer

    Bundesgericht eine Erkrankung durch Laserdrucker anerkannt.

    Das Bundesumweltministerium bestreitet weiterhin Belastungen, und hat die Begrenzung der Emissionen durch den neuen Blauen Engel auf 2014 verschoben. Die mögliche und vor fast 10 Jahren zugesagte Aufklärung wird weiter unterlassen.

    Die Industrie hat offenbar begriffen, dass Sie ein Problem hat und setzt immer mehr auf Gel- und Tintendrucker, auch im Businessbereich, leistungsstark, emissionsarm, stromsparend und sogar günstiger als Laser. Epson wirbt schon „Bye, bye Laser“.

    Ausgelöst durch Krebserkrankungen und hohe Emissionen bei Samsung-Laserdruckern mit Blauem Engel hat die Niedersächsische Justiz beschlossen, über 4.000 Geräte stillzulegen. Immer mehr Behörden und Firmen folgen dem Beispiel. Hamburgs Polizei hat schon fast alle Laserdrucker durch Tinten- und Geldrucker ersetzt.

    Achim Stelting, Vorsitzender der Stiftung nano-Control: „Der Exodus von Laserdruckern vor allem bei norddeutschen Behörden zeigt, die Restlaufzeiten für Laserdrucker haben begonnen. Wir fordern die Druckerhersteller auf, Geräte mit hohen Emissionen freiwillig vom Markt zu nehmen. Die andauernden Schädigungen von Menschen sind strafbar und unverzüglich durch die staatlichen Organe zu unterbinden.

Pressemeldung pressefrei ab 19.08.2013

nano-Control, Internationale Stiftung

Für gesunde Raumluft, denn Atmen heißt Leben!

Kontakt: Achim Stelting Mobil: 0172 44 44 479 E-Mail:pr@nano-control.de www.nano-control.de www.sicher-drucken.de

Spendenkonto Nr. 1280 387 489 BLZ 200 505 50 Hamburger Sparkasse Mit Ihrer Spende können Sie mithelfen, die Gefahren wissenschaftlich aufzuklären und zu stoppen.

Die Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden sind steuerlich abzugsfähig.

© nano-Control
V. i. S. d. P: Der Vorstand

 

Der Blaue Engel lässt keinerlei Rückschlüsse bzgl. gesundheitlicher Wirkungen zu. Insbesondere eine Ungefährlichkeit lässt sich nicht ableiten. Die vollständige Kritik von nano-Control am Blauen Engel finden Sie im FAQ-Papier: https://www.nano-control.de/pdf_htm/nC-FAQ.pdf.

 

http://www.wdr.de/tv/fsstd-technik/codebase/jsp/lyt1024/module/video.jsp?redadir=/tv/servicezeit/&dslSrc=rtmp://gffstream.fcod.llnwd.net/a792/e2/CMS2010/mdb/ondemand/weltweit/fsk0/24/240998/240998_2270561.mp4&offset=20&overlayPic=/tv/fsstd-technik/codebase/img/_dc.gif&autoPlay=true&autoCount=true&red=fsstd-tv%2Fservicezeit&countpath=_mdb-240998_video_servicezeit_wiegefaehrlichsindlaserdrucker

 

Westfälische Rundschau · Nr. 302 · RDO03 Dortmund Mittwoch, 28. Dezember 2011

Laserdrucker und Tonerstäube machen Ilona Becke zu schaffen – Beschwerden diagnostiziert – aber nicht anerkannt

Dirk Berger

Ilona Becke blättert in ihrerKrankenakte, und was sieliest, liest keiner gerne übersich. Die 58-jährige ehemaligeSekretärin zählt sich zu denOpfern, die durch ihre Arbeitberufsunfähig geworden ist:Krankgemacht durch Laser-Drucker und deren Toner-Stäube.Angefangen hat alles im November2001. Nach ihrer Versetzungvon einem klimatisiertenin einen unklimatisiertenRaum und immer in der Nähevon Druckern und Kopiergerätenstellten sich erste körperlicheBeeinträchtigungen ein.„Brennende Augen, entzündeteSchleimhäute und ein Reizhusten“,sagt sie. Ärzte konntendie Ursache nicht herausfinden.Die Beschwerden nahmenzu, und inzwischenspricht Ilona Becke von regelrechtenVergiftungen. Diagnostiziert– aber nicht anerkannt.Von Schwindelattacken bis zuHerzschmerzen, von verschiedenenAllergien bis hin zu totalerErschöpfung: „DerTonerstaub hat mich krank gemacht.“Schwerbehinderungzu 80 Prozent, raus aus demBeruf mit kleiner Rente.

Durch einen Zufall erfuhrsie von der Hamburger Stiftungnano-Control, die sich fürdie Erforschung und Beseitigungder Risiken durch Feinstaubbelastungeneinsetzt –insbesondere durch Druckerund Kopierstäube. Der VorsitzendeAchim Stelting, ein ehemaligerKriminalhauptkommissar,ist ebenfalls an diesenFeinstäuben bis hin zum Asthmaerkrankt und berufsunfähig.Als einer von vier Betroffenensei seine Erkrankungdurch Toner und Kopierstäubeals Berufskrankheit anerkanntworden.„Inzwischen sind bei uns2650 Betroffene registriert“,meint er. Es ist eine wahrhaftgroße Zahl, die einen zumindestnachdenklich machenkönnte. Eine Studie der Bundesanstaltfür Materialprüfungim Oktober 2011 habe ergeben,dass manche Laserdruckerdie Raumluft mit „Komplexgemischenaus Schadstoffen,lungengängigen Feinstäubenund Nanopartikeln ineiner Menge von bis zu 7,6Milliarden Partikel pro Seitebelasten“. Darunter flüchtigeVerbindungen aber auch metallischeTonerpartikel.Millionen Menschen atmetendiese Emissionen ein. „Wirspielen alle den Filter“, sagtStelting. Es gebe inzwischensogar Untersuchungen, die„den Dreck“ in den menschlichenZellen nachgewiesenhätten.Stelting hat noch ein Paradebeispielparat: In Hamburgsei eine von vielem Verkehr geprägteStraße einmal zu einemFeinstaub-Wettkampf gegeneinen handelsüblichen Laserdruckerangetreten. Der Laserhat gewonnen. Bei der Mengean Feinstaub im Raum hätte esdraußen schon ein Fahrverbotgeben müssen, so der Kommissar.Was ihn ärgert: „Der Staathilft nicht bei der Aufklärung.“Auch von den Unfallkassenund Berufsgenossenschaftensei keine Hilfe zu erwarten.Man tue seit Jahren alles,um die Anerkennung weitererBerufskrankheiten zuverhindern, heißt es auf derInternetseite www.nano-control.de. Ferner auch, dass dieHersteller der Geräte und derToner bis heute alle Risiken bestritten.Menschen, die sich wie IlonaBecke mit ihren Problemenallein gelassen fühlen, könnensich unter hilfe@nano-controlan die Stiftung wenden.Schnelle Hilfe aber ist nicht zuerwarten. Grundsätzlich rätStelting allen Verbrauchern,Laserdrucker abzuschaffenund das Naheliegende umzusetzen– nämlich Tintenstrahldruckerzu benutzen.Drucker-Feinstaub macht Ilona Becke aus Dortmund zu schaffen.

Foto: Ralf Rottmann

“Infos zum Thema Laserdrucker/Tonerstaub stellt auchdie Bundesanstalt für Arbeitsschutzund Arbeitsmedizin(BAuA) auf einer Übersichtsseiteunter www.baua.de/tonerstaubzur Verfügung. Dazuzählen auch zwei Schutzleitfäden,die Maßnahmen vorstellen,die die Arbeit mit Druckernund Kopierern sichermachen.So findet sich dort derSchutzleitfaden 130, der allgemeineVorsichtsmaßnahmenund Empfehlungen auflistet,die grundsätzlich immer einzuhaltensind. Außerdem beschreibter Maßnahmen, dieim Zusammenhang mit Wartungund Instandhaltung stehen,und Anforderungen anden Aufstellort für Druckerund Kopierer.Weiterhin enthält das InternetangebotMerkblätter undwissenschaftlich geprägteFachartikel, die eine Übersichtüber den aktuellen Kenntnisstandgeben.Alle Schutzleitfäden, Merkblätterund Fachartikel könnenals PDF unterwww.baua.de/tonerstaub heruntergeladenwerden.Die Stiftung nano-Controlbewertet die Informationender BAuA allerdings als „verharmlosend“.

Obst und Gemüse mit Perchlorat kontaminiert

Hamburg (ots) – Obst und Gemüse vom Discounter, Supermarkt und
Wochenmarkt können mit der Chemikalie Perchlorat kontaminiert. Das
haben Untersuchungen im Auftrag des Verbraucher- und
Wirtschaftsmagazins “Markt” im NDR Fernsehen ergeben. Perchlorat ist
ein Bestandteil von Raketentreibstoff und Feuerwerkskörpern. Außerdem
wird die Chemikalie in Medikamenten eingesetzt, gegen
Schilddrüsenüberfunktion. Wissenschaftler sind besorgt. Behörden
suchen nach einer Erklärung.

Im Fokus stehen unter anderem Wassermelonen, Zucchini und
Blattsalate. 17 Proben aus verschiedenen Herkunftsländern hat “Markt”
in einem Labor untersuchen lassen. Eingekauft in Discountern,
Supermärkten und auf dem Wochenmarkt. In fast jeder Probe hat das
Labor Perchlorat gefunden. In drei Proben waren weit mehr als die vom
Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Höchstmenge enthalten:
Zucchini aus Spanien von Lidl sowie Wassermelone aus Spanien und
Kopfsalat aus Belgien von Edeka. “Ein Wirkstoff, der in einem
Arzneimittel vorhanden ist und da eine Wirkung entfalten soll, ist in
einem Lebensmittel völlig unkalkulierbar. Perchlorat hat in
Lebensmitteln überhaupt nichts zu suchen. Vor allem für Kinder könnte
das gesundheitliche Folgen haben”, warnt Dr. Günter Lach, Chemiker
und Lebensmittelanalytiker. Das Problem: Perchlorat lässt sich von
Obst und Gemüse weder abwaschen, noch verflüchtigt es sich beim
Kochen.

“Markt” liegen darüber hinaus Unterlagen vor, die belegen, dass
die Erzeuger das neue Problem kennen. Sie haben selbst Untersuchungen
gemacht und Daten zu Perchlorat gesammelt. Eine Liste zeigt: Fast
jede Sorte Obst und Gemüse kann belastet sein.

Edeka schreibt “Markt”: “Die von Ihnen aufgezeigten Befunde nehmen
wir sehr ernst. Wir haben Kontakt mit den jeweiligen
Produzentenvereinigungen aufgenommen und sie aufgefordert, die
Kontrollen noch weiter zu intensivieren.” Der Discounter Lidl teilt
“Markt” mit, man habe “Lieferanten sensibilisiert und über die Gefahr
eines unbewussten Eintrags von Perchlorat in Obst und Gemüse
informiert”.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz (BMELV) gibt “Markt” gegenüber zu: “Das Auftreten
von Perchlorat in Lebensmitteln ist ein neues Problem. Die
zuständigen Behörden arbeiten derzeit intensiv an der Klärung der
Ursachen und an entsprechenden Maßnahmen. Da sich die Funde von
Perchlorat in Lebensmitteln nicht auf bestimmte Regionen begrenzen
lassen, hat Deutschland die EU-Kommission informiert, verbunden mit
der Bitte um eine Bewertung durch die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit EFSA.” Als mögliche Quelle für die
Kontamination vermutet das Ministerium Düngemittel.

“Hier muss eine ganz klare Regelung her, dass solche Stoffe wie
Perchlorat nicht mehr in den Produkten enthalten sein dürfen. Es sind
alle die in der Verantwortung, die die Lebensmittel an den
Verbraucher abgeben. Der Lebensmitteleinzelhandel muss entsprechenden
Druck entwickeln – auf Erzeuger und Lieferanten von solchen
Düngemitteln”, fordert Dr. Günter Lach.

Bio-Lebensmittel sind von dem Problem weniger betroffen als
konventionelles Obst und Gemüse.

Mehr zum Thema in der Sendung “Markt” am Montag, 17. Juni, um
20.15 Uhr im NDR Fernsehen und auf NDR.de/markt

Originaltext:         NDR Norddeutscher Rundfunk
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Tel: 040-4156-2302