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Gesundheitsministerin Huml

Ausgangsbeschränkung in Bayern wegen Coronavirus-Pandemie

Gesundheitsministerin Huml: Insbesondere ältere und vorerkrankte Menschen müssen verstärkt geschützt werden

In Bayern gilt ab Samstag (21.3.2020, 00.00 Uhr) wegen der Coronavirus-Pandemie für zunächst zwei Wochen eine vorläufige Ausgangsbeschränkung. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Freitag hingewiesen. Die Ministerin erläuterte: “Damit ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur noch bei triftigen Gründen erlaubt – insbesondere zur Ausübung des Berufs. Außerdem ist das Einkaufen etwa von Lebensmitteln und Getränken sowie der Arztbesuch weiter möglich. Erlaubt sind auch Spaziergänge und Sport an der frischen Luft – allerdings nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes. Eine Gruppenbildung an öffentlichen Plätzen darf es nicht mehr geben.”

Huml betonte: “Bayern zeigt beim Thema Coronavirus weiter große Entschlossenheit! Bis heute hatten wir darauf gesetzt, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger freiwillig auf private Kontakte verzichten. Aber dies ist leider nicht im notwendigen Ausmaß geschehen. Zugleich stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle deutlich an. Deshalb führt nun kein Weg daran vorbei, das öffentliche Leben noch stärker einzuschränken.”

Die Ministerin fügte hinzu: “Insbesondere ältere Menschen und Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Deshalb gilt ab sofort, dass jeglicher Besuch in Altenheimen und Krankenhäusern untersagt wird. Wir wollen dadurch einen möglichst umfassenden Schutz gewährleisten und verhindern, dass Infektionen in die Altenheime und Krankenhäuser getragen werden. Ausnahmen sind aber in wichtigen Fällen weiterhin möglich – etwa beim Besuch von Kindern oder bei der Versorgung von Sterbenden.”

Huml kündigte ferner an, dass in Kürze sämtliche Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen im Freistaat Bayern geschlossen werden sollen. Für den Fall, dass die betroffene Person keine anderweitige Versorgung, Betreuung und Pflege durch beispielsweise Verwandte oder durch die Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes erhalten kann, soll ein Notbetreuungsdienst in den jeweiligen Einrichtungen eingerichtet werden.

Die Ministerin unterstrich zudem: “Die ambulanten Pflegedienste arbeiten natürlich weiter. Die Versorgung der Pflegebedürftigen muss gewährleistet sein.” Huml dankte zugleich den Pflegekräften für ihren engagierten Einsatz.

Die Allgemeinverfügung zur Ausgangsbeschränkung finden Sie im Internet: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2020/03/20200320_av_stmgp_ausgangsbeschraenkung.pdf.

 

Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheitsministerin Huml und Innenminister Herrmann informieren über Schutzmaßnahmen zu Coronavirus 

Kabinettsausschuss hat in München getagt

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann haben am Freitag in der Sitzung eines Kabinettsausschusses in München über die aktuelle Entwicklung beim neuen Coronavirus und über die Schutzmaßnahmen informiert. Huml betonte anschließend: “Die jüngsten Meldungen zu neuen Coronavirus-Fällen in Deutschland zeigen, dass die Lage ernst ist. Klar ist aber auch: Wir werden uns weiter mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Infektionsketten möglichst unterbrochen werden!” Die Ministerin fügte hinzu: “Bislang hatten wir dabei Erfolg. So ist es uns nach momentanem Stand gelungen, nach dem ersten Ausbruch der Krankheit in Bayern die Infektion zu einzudämmen, die von einer Firma im Landkreis Starnberg ausging. Dabei kam uns zugute, dass wir in Bayern mit der ‘Task Force Infektiologie’ eine schlagkräftige Spezialeinheit haben.”

Auch Innenminister Herrmann versicherte, alles zu unternehmen, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen. “Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, THW und die freiwilligen Hilfsorganisationen sind für alle Eventualitäten sensibilisiert, vorbereitet und handlungsfähig”, betonte Herrmann. “Die Zusammenarbeit klappt in Bayern hervorragend.” Soweit erforderlich, könnte beispielsweise die Polizei bei Maßnahmen der Gesundheitsbehörden Vollzugshilfe leisten. “Davon abgesehen unterstützen wir die Gesundheitsbehörden bei den Aufklärungsmaßnahmen”, erklärte Herrmann. So werde die Bayerische Polizei wichtige Verhaltensregeln und Merkblätter beispielsweise über ihre Social-Media-Kanäle verbreiten, in den Polizeiinspektionen auflegen und im Einsatzgeschehen verteilen. Auch auf den Webseiten des Innenministeriums gebe es weiterführende Links.

Gesundheitsministerin Huml unterstrich: “Der Schutz der Bevölkerung hat für uns weiterhin oberste Priorität. Deshalb haben wir uns auch auf das Ende der Faschingszeit vorbereitet, wenn bayerische Italien-Urlauber zurück nach Bayern kommen. Seit gestern informieren wir gezielt Reisende in Form von Handzetteln und Plakaten verstärkt über die Coronavirus-Gefahr. Dabei geben wir auch konkrete Handlungsempfehlungen für Menschen, die nach Italien fahren wollen. Die Informationen werden auf Deutsch, Englisch und Italienisch zur Verfügung gestellt.”

Huml fügte hinzu: “Bayern war beim Thema Coronavirus gut vorbereitet. So hatten wir bereits vor dem Bekanntwerden der ersten Verdachtsfälle den Ablauf der Meldewege und die Ermittlung von Kontaktpersonen genau geregelt. Außerdem hatte das bayerische Gesundheitsministerium vorsorglich alle Krankenhäuser in Bayern darum gebeten, sich auf die Aufnahme von Patienten mit einer bestätigten Infektion vorzubereiten. Mit dem Auftreten des ersten Verdachtsfalls in Bayern am 24. Januar haben wir einen Arbeitsstab im Gesundheitsministerium gebildet. Es gab seitdem fast täglich gemeinsame Lagebesprechungen mit dem LGL. Mittlerweile nehmen auch das Innenministerium, das Verkehrsministerium und das Wirtschaftsministerium regelmäßig an den Sitzungen teil. Außerdem sind wir natürlich in engem Kontakt mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Robert Koch-Institut in Berlin.“

 

Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Gesundheitsministerin Huml ruft gemeinsam mit Sozialministerin Trautner und Kultusminister Piazolo zur Masernschutzimpfung auf

Am 1. März tritt in Deutschland die gesetzliche Impfpflicht gegen Masern unter anderem an Schulen und Kindergärten in Kraft – Auch ältere Erwachsene in Bayern sollten Impfschutz überprüfen

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat am Donnerstag gemeinsam mit Sozialministerin Carolina Trautner und Kultusminister Michael Piazolo zur Schutzimpfung gegen Masern aufgerufen. Masern sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die mit einer besonderen Gefahr für Kinder verbunden ist. Um die Masern auszurotten, muss die Impfquote auch in Deutschland weiter erhöht werden. Deshalb tritt am 1. März die gesetzliche Impfnachweispflicht für Masern in Deutschland in Kraft. Sie gilt u.a. an Schulen, Kindergärten und Kitas sowie in medizinischen Einrichtungen und in Gemeinschaftsunterkünften.

Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: “Es ist wichtig, dass Eltern auch ihren eigenen Impfschutz überprüfen. Denn es gibt nach wie vor Impflücken in der Bevölkerung. Es müssen aber auch Säuglinge und Menschen mit geschwächtem Immunsystem geschützt werden, die selbst nicht oder noch nicht geimpft werden können.”

Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner unterstrich: “In einer Kinderkrippe, einem Kindergarten oder einer Tagespflege, in der viele Kinder miteinander spielen und Zeit verbringen, ist die Ansteckungsgefahr hoch. Mit einer Impfung schützen Eltern daher nicht nur die Gesundheit ihres eigenen Kindes. Sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Einrichtung insgesamt.”

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo ergänzte: “In Bayern bewegen wir uns erfreulicherweise bei den Impfraten der Schulanfänger ohnehin auf einem extrem hohen Niveau. Insbesondere die Impfquote für die Masernimpfung konnte bei Kindern durch intensive Aufklärung kontinuierlich gesteigert werden. Bei der zweiten Masernimpfung zur Schuleingangsuntersuchung erreichen wir bereits beinahe den Wert von 95 Prozent, den die Weltgesundheitsorganisation WHO als Ziel ausgegeben hat.”

In Bayern lag die Impfquote zuletzt bei 96,7 Prozent für die erste und bei 92,3 Prozent für die zweite Masernimpfung bei der Schuleingangsuntersuchung.

Bei der neuen Impfpflicht wird unterschieden zwischen Personen, die ab dem 1. März 2020 in Gemeinschaftseinrichtungen neu aufgenommen werden (z.B. Kinder in den Kindergarten) und in diesen sowie in medizinischen Einrichtungen eine neue Tätigkeit aufnehmen (z.B. Erzieherinnen oder Krankenhauspersonal) und jenen, die bereits in einer solchen Einrichtung betreut werden oder tätig sind.

Wird bei Neuaufnahmen und bei Beginn einer Tätigkeit der Impfnachweis bei der Leitung nicht vorgelegt, kann ein Kind nicht in der Einrichtung betreut werden/eine Person nicht tätig werden. Handelt es sich um schul- oder unterbringungspflichtige Personen, hat die Leitung der jeweiligen Einrichtung unverzüglich das Gesundheitsamt zu benachrichtigen, wenn ein Impfnachweis nicht vorgelegt werden kann. Diese Personen werden aber trotzdem in der Einrichtung betreut.

Für Personen, die zum Stichtag 1. März 2020 bereits in einer Einrichtung betreut werden oder tätig sind, gilt eine verlängerte Frist bis 31. Juli 2021. Wird der Nachweis bis 31. Juli 2021 nicht vorgelegt, muss die Leitung der Einrichtung dann unverzüglich das Gesundheitsamt benachrichtigen.

Sorgeberechtigte können dann vom Gesundheitsamt zu einer Beratung geladen werden. Wenn den wiederholten Aufforderungen durch das Gesundheitsamt zur Beratung und Vervollständigung des Impfschutzes nicht nachgekommen wird, kann ein Buß- bzw. Zwangsgeldverfahren eingeleitet werden.

Antworten auf weitere Fragen zur neuen Masernimpfpflicht finden Sie unter:

www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/masern/

Wichtige Informationen zum Masernschutzgesetz für Kindertagesbetreuungseinrichtungen finden Sie unter:

https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_inet/service-kinder/newsletter/stmas-baykitag-321.pdf

Den Leitfaden zur Impfpassüberprüfung finden Sie unter:

https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_inet/service-kinder/newsletter/stmas-baykitag-321-anlage1.pdf

Eine Dokumentationshilfe für Einrichtungen bzw. den Übermittlungsbogen an das zuständige Gesundheitsamt finden Sie unter:

https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_inet/service-kinder/newsletter/stmas-baykitag-321-anlage2.pdf

 

Foto:  Bayer. Gesundheitsministerium

Huml: Früherkennungsuntersuchung auf Mukoviszidose bei Neugeborenen hat sich bewährt – Bayerns Gesundheitsministerin: Seit dem Start des Screenings vor zwei Jahren gab es 45 Diagnosen – Frühzeitige Behandlung wichtig

 

Die vor zwei Jahren bundesweit eingeführte Untersuchung von Neugeborenen auf die Krankheit Mukoviszidose hat sich in Bayern bewährt. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Sonntag: “Der Test wird von Eltern sehr gut angenommen. Seit dem Start am 1. September 2016 wurde in Bayern bei 45 Kindern Mukoviszidose diagnostiziert. Damit konnte frühzeitig mit der Behandlung begonnen werden.”

Huml fügte hinzu: “Insgesamt wurden im Zeitraum vom 1. September 2016 bis zum 31. August 2018 rund 250.000 Kinder in Bayern im Neugeborenen-Screening untersucht. Die Teilnahme an dieser Untersuchung ist freiwillig und setzt die Einwilligung der Eltern voraus.”

Huml erläuterte: “Die Früherkennungsuntersuchung auf Mukoviszidose ergänzt seit zwei Jahren das bisherige Screening-Angebot auf angeborene Stoffwechsel- und Hormonstörungen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der Krankheit kann die Lebensqualität der betroffenen Kinder wesentlich verbessern. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Neugeborene getestet werden.”

Dem Kind werden für den Test zwischen 36 und 72 Stunden nach der Geburt an der Ferse einige Tropfen Blut entnommen. Das Blut wird dann im Labor auf angeborene Stoffwechselerkrankungen sowie schwerwiegende hormonelle Störungen untersucht. Dieses Neugeborenen-Screening ist seit 2005 Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Huml erläuterte: “Angeborene Stoffwechsel- und Hormonstörungen sind insgesamt sehr selten. In Bayern werden pro Jahr rund 120 Kinder mit einer angeborenen Stoffwechsel- oder Hormonstörung durch das Screening entdeckt. Darunter sind circa 25 Neugeborene mit Mukoviszidose.”

Mukoviszidose (auch Cystische Fibrose, CF) ist eine erbliche Krankheit. Eine Genveränderung führt dabei zu einer Störung des Salzaustausches in Drüsenzellen. Dadurch bildet sich zähflüssiger Schleim in den Atemwegen und Organen, die sich dauerhaft entzünden. Häufig ist die Funktion der Bauchspeicheldrüse eingeschränkt. Bei schweren Verläufen kann infolge von wiederholten Lungenentzündungen die Lungenfunktion erheblich beeinträchtigt werden.

Zurzeit gibt es keine Heilungsmöglichkeit bei Mukoviszidose. Allerdings können Krankheitsfolgen durch verschiedene Therapieansätze verbessert oder gelindert werden, sodass die Lebenserwartung der Patientinnen und Patienten kontinuierlich gestiegen ist.

In Bayern bietet der Öffentliche Gesundheitsdienst ein Erinnerungssystem (Tracking) an. Es gewährleistet, dass die Früherkennungsuntersuchungen allen Neugeborenen angeboten und notwendige Kontrolluntersuchungen zeitnah durchgeführt werden. Koordiniert wird das Erinnerungssystem durch das Screeningzentrum im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

 

Huml wirbt für Blutspenden – Gesundheitsministerin zum Weltblutspendetag: In Bayern werden täglich rund 2.000 Blutkonserven gebraucht

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat anlässlich des Weltblutspendetages am 14. Juni zum Blutspenden aufgerufen. Huml betonte am Mittwoch: “Allein in Bayern werden täglich rund 2.000 Blutkonserven gebraucht. Deshalb ist es wichtig, dass noch mehr Bürgerinnen und Bürger Blut spenden. Auch in Urlaubszeiten wie jetzt in den Pfingstferien darf dieses wichtige Thema nicht in Vergessenheit geraten.”

Die Ministerin fügte hinzu: “Blutspenden ist gelebte Solidarität! Wer Blut spendet, kann das Leben eines schwerkranken oder verletzten Menschen retten. Mir ist es ein Anliegen, auch jüngere Menschen als Dauerblutspender zu gewinnen. Dies ist notwendig, um auf Dauer die Versorgung der Bevölkerung mit Blutprodukten sicherzustellen.”

Huml erläuterte: “In Bayern liegt die Spendebereitschaft etwa doppelt so hoch wie im bundesweiten Durchschnitt. Etwa sieben Prozent der bayerischen Bevölkerung spenden regelmäßig Blut. Ich setze darauf, dass wir die Zahl noch steigern können.”

Die Ministerin unterstrich: “Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen, die Blutspendebereitschaft bei der Bevölkerung zu erhöhen. In diesem Jahr veranstalten wir zum Beispiel am 27. Juli einen ‘Aktionstag Blutspende’ – gemeinsam mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und dem Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes. Das Blutspendemobil BluMo wird bei uns in München am Haidenauplatz 1 Station machen. Dann kann hier direkt Blut gespendet werden.”

Der Bedarf an Spenderblut ist in Deutschland weiterhin hoch. Blutkonserven und Arzneimittel aus Blutbestandteilen sind nach schweren Unfällen und großen Operationen lebensrettend. Sie werden auch zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie zum Beispiel bei bösartigen Tumoren benötigt.

In Bayern hat sich ein bewährtes System aus gemeinnützigen und privatwirtschaftlichen Blutspendediensten etabliert. Darunter sind der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes und die Blutspendedienste an den Kliniken Nürnberg, Regensburg, Würzburg, Erlangen und München. Der Weltblutspendetag am 14. Juni steht in diesem Jahr unter dem Motto “Was kannst Du tun? Spende Blut. Spende jetzt. Spende regelmäßig.”

Weitere Informationen sowie eine Liste mit möglichen Blutspendeterminen in Bayern sind im Internet zum Beispiel verfügbar unter https://www.blutspendedienst.com/.

 

Huml ruft zu Schutzimpfungen auf – Bayerns Gesundheitsministerin zum Start der Europäischen Impfwoche: Deutlicher Anstieg der Zahl der Mumpsfälle im Freistaat

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat zum Start der Europäischen Impfwoche am Montag (24. April) dazu aufgerufen, den Impfschutz gegen Masern und Mumps überprüfen zu lassen. Huml verwies am Sonntag darauf, dass in diesem Jahr bayernweit bereits 61 Mumps-Erkrankungen registriert worden sind. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (28 Fälle).

Die Ministerin betonte: “Bei Mumps handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit. Sie verläuft zwar im Kindesalter oft harmlos, kann aber vor allem ab der Pubertät gefährlich werden. So können Buben zeugungsunfähig werden.”

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Kinder eine Grundimmunisierung gegen Mumps im Rahmen der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR). Insgesamt sollten zwei Impfungen verabreicht werden: Die erste im Alter von elf bis 14 Monaten, die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten. Verpasste Impfungen sollten bis Ende des 18. Lebensjahres nachgeholt werden. Für nach 1970 geborene Erwachsene empfiehlt die STIKO bei bisher fehlender Masernimpfung, bei Vorliegen nur einer Masernimpfung in der Kindheit oder einem unklaren Masernimpfstatus eine einmalige Impfung mit dem MMR-Impfstoff.

Huml unterstrich: “Erfreulich ist, dass die Zahl der Masernfälle in Bayern im Jahr 2016 mit insgesamt nur 33 Fällen niedrig war. Das war sogar der bislang niedrigste Stand seit 2005. Diese Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.”

Im Jahr 2017 wurden in Bayern bis Mitte April 19 Masernfälle gemeldet. Das sind zwar mehr Fälle als im Vergleichszeitraum 2016 (5 Fälle), aber deutlich weniger als im Vergleichszeitraum 2015 (88) und 2014 (55). Auch bei den Masernimpfquoten bei Kindern gibt es in Bayern eine positive Entwicklung: Der Anteil der zweimal gegen Masern geimpften Kinder ist bei den Schuleingangsuntersuchungen innerhalb von elf Jahren (Jahre 2003/04 bis 2014/15) um 44 Prozentpunkte auf 91,2 Prozent gestiegen.

Huml erläuterte: “Es bleibt aber wichtig, noch vorhandene Impflücken zu schließen. Dabei geht es nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um das Allgemeinwohl. Vor allem müssen Säuglinge und Menschen mit geschwächtem Immunsystem geschützt werden, die selbst nicht geimpft werden können. Das sollten auch Impfgegner bedenken!”

Masern können einen sehr schweren Verlauf nehmen. In vielen Fällen ist sogar ein Krankenhausaufenthalt nötig. Es kann zu gravierenden gesundheitlichen Spätfolgen kommen. Huml bekräftigte: “Nur wer geimpft ist, schützt sich und andere.”

 

 

Huml ruft zu Blutspenden auf – Bayerns Gesundheitsministerin: Spenderzahl in Grippezeiten deutlich niedriger als sonst – Täglich werden rund 2.000 Blutkonserven benötigt

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml ruft zum Blutspenden auf.

Die Ministerin betonte am Dienstag: “Für die Notfallversorgung müssen immer genug Blutkonserven verfügbar sein. In Grippezeiten gibt es aber weniger Blutspenden als sonst. Das gilt erfahrungsgemäß zudem für die anstehende Faschingszeit.”

Nach Angaben des Bayerischen Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes kommen derzeit bis zu 15 Prozent weniger Blutspender zu den Terminen als geplant. Die Ministerin erläuterte: “Von einem Versorgungsengpass sind wir noch weit entfernt. Wichtig ist aber, dass die Menschen frühzeitig mithelfen und Blut spenden!”

Huml fügte hinzu: “Etwa 2.000 Blutkonserven werden pro Tag in den bayerischen Kliniken gebraucht. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden.”

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. bis zum vollendeten 72. Lebensjahr. Als Erstspender sollte man nicht älter als 64 Jahre sein. Mitgebracht werden sollten Blutspende-Ausweise, bei Erstspendern amtliche Lichtbildausweise.

Blutspendetermine und Informationen sind beispielsweise unter www.blutspendedienst.com  im Internet abrufbar.

 

 

 

 

Huml warnt: Kleinkindern keine Schlafmittel geben – Bayerns Gesundheitsministerin ist besorgt über gefährlichen Trend

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt Eltern davor, Kleinkindern Schlafmittel zu geben, um sie nachts ruhigzustellen. Huml betonte am Sonntag: “Diesen gefährlichen Trend, den Kinderärzte und Wissenschaftler derzeit beobachten, müssen wir stoppen! Als zweifache Mutter weiß ich, wie kräftezehrend Nächte ohne ausreichend Schlaf sein können. Aber klar ist auch: Alle Babys schreien in den ersten Monaten. Nur so kann ein Baby mitteilen, ob es zum Beispiel Hunger hat oder sich nach Nähe sehnt.”

Die Ministerin erläuterte: “In der Regel ist vermehrtes Schreien harmlos und Ausdruck ganz normaler Bedürfnisse der kindlichen Entwicklung. Säuglinge oder Kleinkinder, die nachts schlecht schlafen, sind häufig nicht krank. Man sollte ihnen keine Beruhigungs- oder Schlafmittel geben, sonst drohen schwerwiegende gesundheitliche Folgen für die Kinder.”

Huml, die selbst ausgebildete Ärztin ist, warnte: “Viele dieser Mittel enthalten Wirkstoffe, die in den natürlichen kindlichen Schlaf-Wach-Rhythmus eingreifen. Damit ist die optimale Erholung der Kinder gestört, die für das Lernen und die psychische Gesundheit sehr wichtig ist.” Die Ministerin ergänzte: “Besonders gefährlich ist, dass diese Mittel auch psychisch abhängig machen und innere Organe wie Leber und Niere schädigen können.” Fachleuten zufolge besteht aufgrund des sehr empfindlichen zentralen Nervensystems bei Kindern unter drei Jahren infolge einer Überdosierung auch ein erhöhtes Risiko für Atemstörungen bis hin zum Atemstillstand.

Huml unterstrich: “Wir dürfen Eltern, die aufgrund durchwachter Nächte mit ihren Kleinkindern überfordert sind, nicht alleinlassen. Häufig scheuen sie sich davor, über ihre Sorgen zu sprechen – aus Angst, von ihrem Umfeld als unfähig abgestempelt zu werden. Wir müssen ihnen das Gefühl nehmen, als Eltern versagt zu haben.”

Die Ministerin fügte hinzu: “Kompetente und individuelle Hilfe finden betroffene Eltern von Säuglingen bei ihren Hebammen. Aber auch Kinderärzte, Psychologen und die in ganz Bayern verbreiteten ‘Schreiambulanzen’ können überforderte Mütter und Väter unterstützen – und zwar ganz ohne Medikamente. Babys und Kleinkinder, die nachts nicht schlafen können, brauchen keine Medikamente, sondern sie brauchen Unterstützung, um sich wieder zu beruhigen.”

Die Bayerische Staatsregierung hat das Faltblatt “Hilfe für Eltern mit Schreibabys” neu aufgelegt: www.bestellen.bayern.de.

 

 

 

 

Pressemitteilung

Landshut, 09.11.2016

 

Gesundheitsministerin Dr. Melanie Huml zu Besuch beim Bezirksklinikum Mainkofen

Deckenfest für den ersten Bauabschnitt der Neustrukturierung des Bezirksklinikums – Ministerin Huml: „Paradebeispiel einer zukunftsfähig aufgestellten Klinik“

 

Anlass für den Besuch der Ministerin war das „Deckenfest“ der ersten Baustufe zur Neustrukturierung des Bezirksklinikums Mainkofen. Hierzu werden derzeit immense Investitionen von rund 80 Millionen Euro in Mainkofen getätigt. In mehreren Bauabschnitten wird das Bezirksklinikum Mainkofen neu strukturiert. 105 Jahre nach der Erbauung des Bezirksklinikums wurde nun die Errichtung der ersten Gebäude, die im Zuge der Neustrukturierung des Klinikums geschaffen werden, im Beisein von Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Dr. Melanie Huml gefeiert.

 

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich:

„Nach Abschluss der Neustrukturierung wird Mainkofen baulich ein neues Gesicht zeigen: Die alten Bettenhäuser sind dann durch großzügige, lichtdurchflutete Atriumhäuser ersetzt, gegliedert nach Therapieschwerpunkten. Gleichzeitig wird aber der Charme Mainkofens, eine Psychiatrie im Grünen mit viel Bewegungsfreiheit in Gärten, gewahrt bleiben“. Die Neustrukturierung ist gleichzeitig ein wichtiger Meilenstein in unserem Gesamtkonzept für eine effiziente dezentrale psychiatrische Versorgung in Niederbayern. War lange Zeit das Bezirksklinikum Mainkofen das einzige psychiatrische Krankenhaus in Niederbayern, so ist die dezentrale Versorgung im stationären Bereich jetzt mit den drei Standorten Mainkofen/Deggendorf, Landshut und Passau weit gekommen. Doch auch an den anderen Klinikstandorten wollen wir uns weiterentwickeln. Das in der Mitte Niederbayerns gelegene Bezirksklinikum Mainkofen ist und bleibt das Zentrum der psychiatrischen Versorgung Niederbayerns! Schon aufgrund der Größe der Akutpsychiatrie mit 440 Betten kann nur das Bezirksklinikum Mainkofen ein äußerst differenziertes und spezialisiertes Behandlungsangebot leisten. Von dieser Expertise profitieren die anderen Bezirkskrankenhäuser.“

 

Gesundheitsministerin Huml lobte in ihrer Ansprache den breit angelegten Gesamtausbau des über 100 Jahre alten Traditionsstandortes Mainkofen durch den Bezirk Niederbayern: „Es gilt, effiziente Strukturen zu schaffen, moderne Pflege- und Behandlungseinrichtungen für die Patienten anzubieten und nicht zuletzt den Mitarbeitern des Hauses bestmögliche Arbeitsbedingungen zur Verfügung zu stellen. Wenn alle Bauvorhaben am Standort abgeschlossen sind, wird Mainkofen das Paradebeispiel einer zukunftsfähig aufgestellten Klinik sein, die höchste Versorgungsqualität bietet und zugleich wirtschaftlich arbeiten kann.”

 

Im Rahmen eines breit angelegten Gesamtausbaus werden alle akutstationären Einrichtungen der Fachbereiche Psychiatrie, Psychosomatik und Neurologie auf dem Klinikgelände konzentriert und bestmöglich vernetzt. Der Freistaat Bayern fördert allein die aktuell laufenden Maßnahmen mit über 31 Millionen Euro. Davon ist für die Erweiterung und Umgestaltung der Neurologie und der Neurologischen Frührehabilitation ein Förderbetrag von rund 12 Millionen Euro veranschlagt. Weitere 19 Millionen Euro fließen in den Neubau von Pflege- und Therapieeinheiten für die Allgemeinpsychiatrie und das Suchtzentrum. Diese erste Baustufe der Neustrukturierung von Psychiatrie und Psychosomatik ist das derzeit größte Einzelbauvorhaben des Bezirks Niederbayern im Krankenhausbereich. „Die erheblichen Investitionen in der Akutpsychiatrie und der Neurologie wären ohne die konstruktive Begleitung durch das Bayerische Gesundheitsministerium sowohl in der Planung als auch in der Förderung nicht möglich“, dankte Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich.

 

Huml unterstrich: „Mein Ziel ist es, den Reformprozess in der stationären Psychiatrie auch künftig gemeinsam mit den Bezirken weiter voranzutreiben. Denn es ist wichtig, für die Menschen in Bayern flächendeckend eine qualitativ hochwertige stationäre psychiatrische Versorgung zu gewährleisten. Mir geht es aber auch darum, die Gesellschaft für psychisch kranke Menschen zu sensibilisieren und diese Krankheit aus der Tabuzone zu holen. Deshalb widmet das bayerische Gesundheitsministerium seine diesjährige Jahresschwerpunktkampagne auch der psychischen Gesundheit. Wir müssen erreichen, dass Betroffene frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen und nicht aus Scham eine Therapie verweigern.” Huml betonte zudem: „Eine psychische Störung kann jeden treffen. Sie gehört mittlerweile leider zu den häufigsten Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig, dass wir für psychisch kranke Menschen eine bestmögliche wohnortnahe und vor allem zeitgemäße medizinische Versorgung bereitstellen. Mein Ziel ist, dass die vorhandenen Strukturen in der bayerischen Krankenhauslandschaft entsprechend ausgebaut werden.”

 

Dies ist auch das Ziel des Bezirks für die psychiatrische Versorgung in der Region Niederbayern: „Der Bezirk möchte die wohnortnahe Versorgung über die stationären Angebote hinaus vor allem auch durch psychiatrische Institutsambulanzen und Außensprechstunden ermöglichen“, erläuterte Dr. Heinrich. „Patienten, die keiner stationären Behandlung bedürfen, sollen möglichst in ihrer Heimatregion betreut werden. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, für die in einigen Landkreisen Niederbayerns kein einziger niedergelassener Facharzt zur Verfügung steht. Der Bezirk Niederbayern unternimmt große finanzielle Anstrengungen, um die zeitgemäße psychiatrische und auch neurologische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen“, betonte Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich.

 

Der erste Bauabschnitt „Neustrukturierung des Bezirkskrankenhauses Mainkofen“ umfasst die folgenden psychiatrischen Zentren: Zentrum für Allgemeinpsychiatrie, das Zentrum für Krisenintervention und teilweise das Zentrum für Suchterkrankungen. Rund 43 Millionen Euro Investitionen fließen in den ersten Bauabschnitt „Neustrukturierung“, der bis April 2018 geplant ist. Zielsetzung ist, dass im Frühjahr 2018 die neuen Gebäude für die Zentren Allgemeinpsychiatrie, Suchterkrankungen und Krisenintervention bezogen werden können. Parallel zum ersten Bauabschnitt „Neustrukturierung“ wird in Mainkofen ein neues Pflegeheim gebaut sowie die Fachkliniken für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation erweitert und umfassend modernisiert. Der Kostenansatz für den Neubau des Pflegeheims beträgt rund 16,9 Millionen Euro. Für die Fachkliniken für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation sind rund 21,7 Millionen veranschlagt.

– ks –

Im Bild (von links): Dr. Helmut Graf, Regierungsvizepräsident von Niederbayern, Prof. Wolfgang Schreiber, Ärztlicher Direktor des Bezirksklinikums Mainkofen, Dr. Melanie Huml, Bay. Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrat Dr. Thomas Pröckl.

 

 

 

 

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Pressemitteilung

München, 02. September 2016

 

Huml warnt vor Pilzvergiftungen – Bayerns Gesundheitsministerin: Bücher oder Apps zur Bestimmung reichen nicht aus

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat Pilzsammler zum Start der “Schwammerlsaison” vor Vergiftungen gewarnt. Huml betonte am Freitag: “Experten erwarten in diesem Jahr im Vergleich zum trockenen Jahr 2015 eine deutlich bessere Pilzsaison für Bayern. Das ist erfreulich für Pilzsammler, jedoch dürfen ernste gesundheitliche Gefahren durch giftige oder verdorbene Pilze nicht unterschätzt werden!”

Huml fügte hinzu: “Wer beim Pilze sammeln sicher gehen will, sollte sich unbedingt Rat durch erfahrene Pilzsammler einholen. Eine gute Möglichkeit ist, die gesammelten Pilze durch einen geprüften Pilzberater begutachten zu lassen. Dagegen reicht eine Bestimmung mit Büchern oder entsprechenden Apps nicht aus. Gerade bei jungen unerfahrenen Pilzsammlern kann es dann aufgrund von Verwechslungen zu Vergiftungen kommen.”

Die Bayerische Mykologische Gesellschaft stellt auf ihrer Homepage eine Liste geprüfter Pilzberater und Pilzsachverständigen in Bayern zur Verfügung: http://www.pilze-bayern.de/index.php/pilzberatung/liste-bayr-pilzberater. Die ehrenamtlich tätigen Experten führen Pilzkorbkontrollen durch und informieren über Pilzarten und Pilzvergiftungen.

Die Ministerin ergänzte: “Erfahrungen aus dem letzten Jahr zeigen, dass die Gefahr einer Pilzvergiftung auch Migranten betrifft. Grund dafür ist, dass Migranten immer wieder essbare Pilze aus ihren Herkunftsländern mit giftigen und ihnen unbekannten Doppelgängern hierzulande verwechseln. Ein Beispiel ist der Knollenblätterpilz, der schon in geringen Mengen zu einer tödlichen Vergiftung führen kann. Deshalb wurde im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung ein einschlägiges Merkblatt in mehreren Sprachen in Aufnahmeeinrichtungen verteilt.”

Bei einem Verdacht auf Pilzvergiftung kann rund um die Uhr beim Giftnotruf in München unter der Nummer 089/19240 Hilfe und Beratung eingeholt werden. Der Notruf ist an die toxikologische Abteilung des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München angegliedert. In diesem Jahr haben sich bereits 263 Menschen an die Experten des Giftnotrufs gewandt, letztes Jahr waren es im gleichen Zeitraum dagegen nur 117.

Huml erläuterte: “Wer nach dem Verzehr von Pilzen an Übelkeit, Erbrechen und Durchfall leidet, sollte sich unbedingt Hilfe bei einem Arzt oder über den Giftnotruf einholen. Magen-Darm-Beschwerden können vor allem beim Knollenblätterpilz auch noch sechs bis zwölf Stunden nach dem Pilzverzehr auftreten – in einigen Fällen sogar noch später – und auf eine gefährliche Vergiftung hinweisen. In solchen Fällen kann es sich aber auch um eine Pilzunverträglichkeit oder Lebensmittelvergiftung handeln. Beschwerden wie Luftnot, Schwindel oder Schweißausbrüche können ebenfalls Symptome für eine Pilzvergiftung sein.”

In Bayern sind rund 100 Pilzarten bekannt, die als gesundheitsschädlich gelten. Bis zu acht Arten werden sogar als tödlich giftig eingestuft.

 

 

 

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