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Förderung

Pressemitteilung

MdB Florian Oßner hat im Haushaltsausschuss des Bundestags Erfolg mit dem “Jahrhundertprojekt”

“Es war nicht einfach in diesen finanziell angespannten Zeiten – dennoch ist die Entscheidung absolut richtig”, fasste es CSU-Bundestagsabgeordneter Florian Oßner kurz zusammen. Unlängst wurde bekannt, dass die 29 bis zu 20 Meter hohen, spätgotischen Langhausfenster der Stiftsbasilika St. Martin nach rund 500 Jahren saniert werden müssen. Die Gesamtkosten sollen gemäß der Kostenrechnung der Planer knapp 14 Millionen Euro betragen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat nun heute in der Bereinigungssitzung beschlossen, dieses “Jahrhundertprojekt” mit einer Bundesförderung in Höhe von insgesamt 3,2 Millionen Euro zu unterstützen, teilte das Haushaltsausschussmitglied Oßner mit. “Dank der raschen Antragstellung und hervorragenden Unterstützung der Stadtkirchenleitung St. Martin konnte ich mich in Berlin für die Fenstersanierung der Stiftsbasilika in der Heimat stark machen und die besondere Bedeutung der Kirche im Entscheidungsgremium hervorheben”, betonte Oßner.

Monumentalbau nationaler Bedeutung

Im Vorfeld hatte Oßner die Verantwortlichen der Stadtkirche mit Stiftspropst Monsignore Dr. Franz Joseph Baur an der Spitze in einem persönlichen und konstruktiven Gespräch Mitte September darauf aufmerksam gemacht, dass die Möglichkeit bestehe, Fördermittel beim Bund über ein Sonderprogramm zu beantragen. Umso mehr ist Oßner dankbar, dass dieser spontane Antrag nach etlichen Gesprächen und Verhandlungen mit den Haushaltskollegen in Berlin – trotz mittlerweile sehr angespannter Finanzlage – nun doch erfolgreich war. “Die enorme Förderung über 3,2 Millionen zeigt, welchen hohen Wert wir der Kirche mit dem höchsten Backsteinturm der Welt sowie mit 130,1 Metern auch dem höchsten Kirchturm Bayerns beimessen. Die Martinskirche in Landshut ist ein gotisches Monumentalbauwerk von nationaler Bedeutung und ein weltweit bekanntes Wahrzeichen. Dies soll auch in Zukunft so bleiben”, unterstrich Oßner.

Nach der Ausführung eines Musterfensters im Rahmen der Entwurfsplanung in 2019 ist derzeit von drei Bauabschnitten mit mehreren Ausschreibungsverfahren auszugehen, erklärten das verantwortliche Projektmanagement. Daher sieht die Finanzierungsplanung eine Förderung über sechs Jahre – zwei Jahre je Bauabschnitt – für den Zeitraum von 2021 bis 2026 vor.

Foto: Klartext.LA (Der Martinsturm von oben gesehen)

BEZIRK NIEDERBAYERN

Pressemitteilung

Landshut, 29.04.2020

Rund 50 Zuschussanträge sollten in der Sitzung des Kultur-, Jugend- und Sportausschusses am 19. März behandelt werden. Wegen der Corona-Krise musste nicht nur die Sitzung abgesagt werden – auch viele der Veranstaltungen, für die fristgerecht einen Antrag auf Förderung durch den Bezirk Niederbayern gestellt worden war, können nicht stattfinden.

Die Tagesordnungspunkte der ausgefallenen sollen nun in der planmäßigen Sitzung am 23.Juli behandelt werden. Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Vorsitzender des Kultur-, Jugend- und Sportausschusses, wird dem Gremium einen Vorschlag unterbreiten, der Kulturveranstalter unterstützt, denn „wir möchten allen, die sich für die Kulturlandschaft Niederbayerns engagiert einsetzen, ein Zeichen geben und sie dazu ermutigen, dies auch weiterhin zu tun“ so Dr. Pröckl.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Mitglieder des Ausschusses ist folgende Regelung vorgesehen:

Handelt es sich um eine institutionelle Förderung, bleibt es beim angesetzten Förderbetrag, unabhängig vom Ausfall oder der Verschiebung von Aktivitäten. Hier steht die für die bezirkliche Förderung ausschlaggebende Erfüllung satzungsgemäßer Aufgaben im Vordergrund.

Alle andere Antragsteller, die Kulturveranstaltungen wegen Corona absagen mussten, sollen ausnahmsweise 10 Prozent der nachgewiesenen, bereits entstandenen Kosten als Zuschuss erhalten – begrenzt auf die Höhe der Regelförderung und unter der Voraussetzung, dass der Antrag bereits zur Sitzung am 19.03. vorlag.

Als Vorsitzender des Ausschusses setzt Dr. Pröckl auf die Zustimmung der Gremiumsmitglieder. „Das Engagement des Bezirks Niederbayern in Sachen Kultur- und Heimatpflege ist ein Spiegelbild der kulturellen Vielfalt Niederbayerns. Sie zu fördern und zu unterstützen, ist gerade in diesen Zeiten wichtig.“

– ck –

Im Bild: Dr. Thomas Pröckl

Foto: Franz Kökeny, Pfarrkirchen

 

Bildtext: Bei einer Trainingseinheit noch vor den Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie überbrachten Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (r.) und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler (1. Reihe r.) die gute Nachricht. Mit im Bild: Stützpunktleiter Roland Fleischmann (2. Reihe 3. v. l.) und Bezirksrat Josef Heisl (neben Dr. Heinrich), im blauen Shirt vorne links Nora Aits

 

 

Bezirk Niederbayern sagt Leichtathletik-Stützpunkt Passau Förderung zu

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich: „Die geübte Praxis soll auch in Zukunft fortgeführt werden“

 

Landshut/Passau. In flottem Tempo hinauf und wieder hinunter, immer wieder wandert der Blick auf die Zeitmessung am Handgelenk: Ihre Wohnstraße ist derzeit das Übungsterrain von Nora Aits. Weil die Sportstätten wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind, muss die  15-jährige Läuferin vom LAC Passau derzeit wie so viele andere (Nachwuchs-)Sportlerinnen und Sportler sehen, wie sie ihr Trainingsniveau hält oder – noch besser – optimiert.

Eine wichtige Konstante war bislang auch der Landesstützpunkt des Bayerischen Leichathletik-Verbandes in der neuen Mehrfachturnhalle in der Neuburger Straße. Dieser wurde bislang vom Bezirk Niederbayern mit  5000 Euro im Jahr gefördert. Doch genau diese Förderung war vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband in Frage gestellt worden. Zwischenzeitlich hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration aber klargestellt, dass Bezirke die Aufgabe übernehmen können, Sport im Allgemeinen zu fördern. „Dies bedeutet, dass solche Zuschüsse auch weiterhin fließen können“,  sagte MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, der sich um eine Klärung aus München bemüht hatte. Waschler ist seit 1993 Vorsitzender des Bayerischen Leichtathletik-Verbands Bezirk Niederbayern und seit 2010 Vizepräsident des Bayerischen Leichtathletik-Verbands.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich unterstrich, dass er immer der Ansicht war, „dass dieses Geld sehr sinnvoll eingesetzt wird“ und sicherte bei einem Ortstermin vor den Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Krise zu, „dass die eingeübte Praxis auch in Zukunft fortgeführt werden soll“. Dafür werde er sich in den entscheidenden Gremien einsetzen. Waschler bedankte sich beim Bezirk Niederbayern ausdrücklich für die Unterstützung.

Roland Fleischmann, ehemaliger Landestrainer und Stützpunktleiter, freute sich: „Mit der Zusage ist eine über Monate währende Zeit der Unsicherheit beendet.“ Der 1999 eingerichtete Landesstützpunkt in Passau – einer von vier in Bayern – spiele eine wichtige Rolle bei der Förderung von Talenten. In den vergangenen 20 Jahren habe man 15 bis 20 Vereine regelmäßig betreut. Der passionierte Leichtathletik-Trainer und sein fünfköpfiges Team haben aktuell etwa 100 junge Leute unter ihrer Obhut, die regelmäßig zum Training kommen. Und nicht wenige davon – wie etwa Nora Aits – hätten (bayerische) Rekorde erzielt und zahlreiche Medaillen gewonnen.  Fleischmann stolz: „Sogar zwei deutsche Meistertitel sind dabei.“ Die Hauptaufgabe des Stützpunktes sei die  Absicherung eines hochwertigen Grundlagen- und Aufbautrainings mit dem Schwerpunkt auf der Altersklasse U20. Das Einzugsgebiet mit Außenstellen in Plattling und Pfarrkirchen sei der südöstliche Teil Niederbayerns.

„Gutes Training kostet Geld“, betonten Heinrich und Waschler unisono. Und nicht nur mit Blick auf die sportlichen Erfolge hätten sich die Investitionen in den Stützpunkt bezahlt gemacht. Der Zuschuss des Bezirks ermögliche beispielsweise den Besuch von Trainingslagern. Auch der örtliche Bezirksrat Josef Heisl ist dankbar für die weitere Unterstützung des Bezirks. Der Leichtathletik-Stützpunkt Passau sei eine wichtige Einrichtung in der Region. Viele junge Leute profitierten davon – nicht nur im Leistungs-, sondern auch im Breitensport, sagte er.

Nora Aits und ihre Trainingspartnerinnen und -partner hoffen indes, dass sie bald wieder an ihre Sportstätten und speziell an den Leichtathletikstützpunkt zurückkehren können.

 

-ch-

 

Foto: Markus Zechbauer/zema-medien.de

 

“Bildung und Kultur für alle“

Evangelisches Bildungswerk erhält Förderung

Das Evangelische Bildungswerk Landshut wird für sein Projekt „Bildung und Kultur für alle“ in diesem Jahr Mittel aus dem Kulturfonds des Freistaats erhalten, wie Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) mitteilt. Auch für das kommende Jahr gibt es eine Förderung.

Der Ausschuss für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags hat heute über die Verteilung der Mittel beraten, bevor der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen sie formal beschlossen hat. Im Jahr 2019 werden bayernweit Projekte in Höhe von über 450.000 Euro im Bildungsbereich gefördert.

Die Mittel fließen in den internationalen Ideenaustausch, in die kirchliche Bildungsarbeit und die Erwachsenenbildung sowie in vielfältige kulturelle Veranstaltungen und Projekte. Zu Letzteren zählen etwa Theater-, Performance- oder Musikproduktionen, Jugendkultur- und -kunstprojekte in der Region. Die Projekte zeichnen sich durch einen innovativen Ansatz wie etwa die gezielte Nutzung digitaler Möglichkeiten aus, sie bringen  vielfach Menschen aus unterschiedlichen Ländern beziehungsweise mit unterschiedlichen Kulturen zusammen und fördern das künstlerisch-kreative Vermögen der Teilnehmenden, häufig Schulen und Jugendgruppen. Insgesamt können heuer 22 Maßnahmen neu gefördert werden.

Eine davon ist das Bildungsprojekt “Bildung und Kultur für alle” des Evangelischen Bildungswerks Landshut. Im Zeitraum von Oktober 2019 bis Ende Februar 2021 soll damit ein kostengünstiges Angebot von Bildungsveranstaltungen für Menschen mit Transferleistungen oder geringem Einkommen längerfristig und nachhaltig etabliert werden. Pro Halbjahr sind ca. 75 Veranstaltungen geplant. Der Grundgedanke ist, dass Bildungsangebote in der Regel nicht zu 100 % an zahlende Teilnehmer verkauft werden können. Diese offenen Kapazitäten sollen an Bedürftige weitervermittelt werden. Des Weiteren sollen auch eigene Veranstaltungen konzipiert werden und in das Gesamtangebot mit einfließen. Weitere Partner sollen eingebunden werden.

„Was mir an dem Projekt besonders gefällt, ist die bewusste Ausrichtung auf ein nachhaltiges Angebot. Damit schafft man einen echten Mehrwert. Es freut mich, dass für das Projekt in diesem Jahr 9.600 Euro aus dem Kulturfonds nach Landshut fließen. Mehr noch: Im nächsten Jahr stehen 5.600 Euro bereit, um das Projekt zu unterstützen“, so Radlmeier.

 

Foto: Archiv – KLARTEXT.LA

„Diesen Dienstag starten wir das bayerische 10.000-Häuser-Programm als wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz. Mit Zuschüssen helfen wir Hausbesitzern bei der energetischen Modernisierung ihrer Häuser“, erläutert Landshuts Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier.

 

Mit dem neuen Förderinstrument für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser unterstützt Bayern die energetische Modernisierung im Gebäudebestand und besonders energieeffiziente Neubauten ebenso wie den beschleunigten Austausch veralteter, ineffizienter Heizungsanlagen. Der Nutzen für die Bürger ist hoch: Mehr Unabhängigkeit, mehr Komfort, weniger Energieverbrauch, weniger CO2-Ausstoß, weniger Heizkosten. Zielgruppe ist vor allem der Altbau; es gibt aber auch Anreize für den Neubau.

 

Radlmeier: „Zur Energiewende gehört die Wärmewende. 40 Prozent der Energie werden in Gebäuden eingesetzt. Mit dem neuen Programm werden daher innovative Heizungen und Energiespeichersysteme gefördert. Bayern schafft damit auch ein Konjunkturprogramm für Mittelstand und Handwerk und macht Ernst beim Klimaschutz.“ Zudem will das Programm neue Techniken voranbringen und Gebäude zum Beispiel über intelligente Stromnetze in das Energiesystem der Zukunft einbinden.

 

Ergänzend wies Landtagsabgeordneter Radlmeier darauf hin, dass das 10.000-Häuser-Programm ein Alleinstellungsmerkmal für Bayern darstelle – eine vergleichbare Förderung gebe es in keinem anderen Bundesland.

 

Um eine möglichst große Breitenwirkung zu erzielen und um die Bürger in unterschiedlichen Lebenssituationen zu erreichen, gliedert sich das 10.000-Häuser-Programm in zwei Teile: den Programmteil „EnergieSystemHaus“ für grundlegende Sanierungen (oder energieeffiziente Neubauten) sowie den Programmteil „Heizungstausch“ für diejenigen, die keinen großangelegten Umbau verwirklichen wollen oder können.

 

Das Programm ist für ein Gesamtbudget von 90 Millionen Euro ausgelegt und hat eine Laufzeit von vier Jahren (2015 bis 2018). Der Zuschuss geht von 1.000 Euro bis maximal 18.000 Euro. Je anspruchsvoller das Bauvorhaben, umso höher die Förderung. Die Antragstellung ist sehr unbürokratisch geregelt. Sie erfolgt in Abstimmung mit KfW-Förderverfahren unter Nutzung vorhandener Daten und Unterlagen. Informationen im Internet und Antragstellung unter www.energiebonus.bayern

Offener Brief an die Leitung der Stadtwerke Landshut:
Sehr geehrter Herr Bardelle,

könnten Sie Bitte in der nächsten Werksenatssitzung über die Energie-Einsparungen durch den Neubau des Herrenbeckens berichten?

Ich habe dieses Thema im Stadtrat schon mehrfach angesprochen. Diese Chance war für mich auch ein Grund für den Neubau zu stimmen.
Bei der Gelegenheit wollen Sie Bitte auch auf die Fördermittel für den Neubau eingehen. Gerolzhofen ist es gelungen dafür 400.000 Euro zu erhalten.
Was erhalten wir in Landshut konkret an Fördermittel?
Freundliche Grüße
Rudolf Schnur
Der Anstoss dafür:

Pressemitteilung

München, 29. Mai 2013

PM 159/13

Klimafreundliches Schwimmbad in Gerolzhofen

Umweltstaatssekretärin übergibt Förderbescheid über 400.000 Euro

Das Schwimmbad “Geomaris” in Gerolzhofen wird umfassend saniert. Dabei sollen auch eine bessere Energieeffizienz und eine deutliche Einsparung der CO2-Emissionen erreicht werden. Die Bayerische Umweltstaatssekretärin Melanie Huml übergibt der Stadt Gerolzhofen zum Beginn der Sanierung einen Förderscheck über 400.000 Euro am

 

Freitag, 31. Mai, 14.30 Uhr,

Dingolshäuser Straße 2,

97447 Gerolzhofen.

 

 

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Neue LED-Technologie in der Gebäude– und Straßenbeleuchtung
Hella Trillenberg, Presse- und Informationsstelle, Hochschule Zittau/Görlitz
10.01.2013 16:35
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit mehreren Jahren die Entwicklung der LED-Technik für die Allgemeinbeleuchtung. Als eine erste Maßnahme der Initiative wurde der Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“ ausgerufen. Unter den zehn, von einer Fachjury ausgewählten besten Beiträge aus der gesamten Bundesrepublik befand sich das Projekt „LEDSaxony“ des Landkreises Görlitz.
Dass die Einführung der neuen LED-Technologie in der Gebäude- und Straßenbeleuchtung trotz ihrer großen Vorteile (hohe Energieeinspareffekte, große Langlebigkeit) bisher eher zögerlich verläuft, geht sicherlich darauf zurück, dass der Austausch gängiger Beleuchtungssysteme durch die LED-Technologie hinsichtlich Finanzierung, Planung, Installation und Wartung ein grundsätzlich verändertes Herangehen verlangt. Viele Privatkunden und öffentliche Auftraggeber dürften dabei in erster Linie von einem Wechsel auf LED-Beleuchtungssysteme abgehalten werden, weil LED-Anlagen im Vergleich zu herkömmlichen Systemen deutlich höhere Kosten für die Erstinstallation verursachen und viele Anwender die prognostizierten Lebensdauern als zu optimistisch betrachten.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Entwicklung der LED-Technik für die Allgemeinbeleuchtung seit mehreren Jahren durch Vergabe von Verbundprojekten an Industrie und Wissenschaft. Im Rahmen der LED-Leitmarktinitiative wurde ein Runder Tisch geschaffen, an dem regelmäßig Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam an Lösungen für die vielfältigen Problemstellungen bei der Markteinführung von LEDs arbeiten. Als eine erste Maßnahme der Initiative wurde der Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“ ausgerufen. Er zielt auf die Nutzung der neuen LED-Technologie in der kommunalen Praxis und auf die Schaffung von Demonstrationsvorhaben im öffentlichen Bereich. Hierdurch sollen die neuesten Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Leuchtdioden schnellstmöglich in die Allgemeinbeleuchtung überführt werden. Unter den zehn, von einer Fachjury ausgewählten besten Beiträge aus der gesamten Bundesrepublik befand sich das Projekt „LEDSaxony“ des Landkreises Görlitz.

Das Vorhaben ist ein auf eine Langzeitperspektive von mehr als 40 Jahre projektiertes LED-Konzept zur Erneuerung der kommunalen Beleuchtung in Görlitz und Löbau, dessen Umsetzung im Hinblick auf die Landesausstellung Via Regia in Görlitz sowie die Landesgartenschau in Löbau für den Landkreis von großer Bedeutung war.

Das Ziel von „LEDSaxony“ war die demonstrative und beispielgebende Einführung der lichtemittierenden Diode als Leuchtmittel in der Straßen-, Museums- und Objektbeleuchtung. Dabei standen folgende Aspekte der LED-Technik besonders im Focus:

• Modulare, Einwegsysteme vermeidende Technik
• Hohe Zukunftsicherheit
• Überzeugendes Servicekonzept
• Hohe Produkt- und Designvielfalt
• Geringe UV-Strahlenbelastung
• Leuchtengestaltung mit breiter Akzeptanz

Unter Federführung der TU Darmstadt war das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben „LED-Saxony“ ein Verbundprojekt von fünf Partnern:

• Die Kommunen Görlitz und Löbau sorgten für die Ausführungsplanungen und die publikumswirksame Präsentation der LEDs.

• Die Firma Hess zeichnete verantwortlich für die Herstellung der Leuchten mit speziellen LED-Elektriken und optischen Systemen sowie die Produktion der Masten und Ausleger.

• Die Firma Light Design Solutions koordinierte das Vorhaben, bestritt die Öffentlichkeitsarbeit und erstellte die Berechnungen für die Außenbeleuchtung.

• Die Hochschule Zittau/Görlitz begleitete das Projekt wissenschaftlich und hatte dabei die folgenden Aufgaben zu erfüllen:

• Messung nach DIN EN 13201 (vorher/nachher)
• Untersuchungen zur Energiekosteneffizienz
• Befragungen zur Akzeptanz

Die von der Hochschule ermittelten Ergebnisse lassen sich so zusammenfassen:

• Die Beleuchtungsniveaus der Neuanlagen erreichen in allen Fällen die laut DIN EN 13201 geforderten Werte. Weil in Görlitz die Altanlagen in einigen Fällen die geforderten Normwerte unterschritten, waren hier Anhebungen des Beleuchtungsniveaus der Neuanlagen auf eine normgerechte Stufe mit einer entsprechenden Minderung der Energiekostenersparnis notwendig.

• Die Energiekosteneffizienz der Neuanlagen fällt überragend aus. In Löbau ergab sich eine Ersparnis von 62 %, in Görlitz wegen der teilweisen Normwerteunterschreitungen der Altanlagen von 50%.

• Die Neuanlagen erfreuen sich guter Akzeptanz seitens der Bürger. Trotz partiell vorgebrachter Beanstandungen, insbesondere bezüglich Lichtfarbe und Blendung, war die Akzeptanz für die LED-Straßenbeleuchtung wegen der bekannten Spareffekte groß.

Kontakt:
Hochschule Zittau/Görlitz
Prof. Dr.-Ing. Klaus-Dieter Haim
Dekan Fakultät Elektrotechnik und Informatik
Tel.: 03583 / 61 1309
E-Mail: KD.Haim@hszg.de