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“Feldmannhäuser” bezugsfertig

„FELDMANNHÄUSER SIND BEZUGSFERTIG“ – Nach umfassenden Umbau- und Sanierungsarbeiten erstrahlen die Landshuter Altstadthäuser in neuem Glanz – Investitionsvolumen 5,7 Mio.

 

Pfarrerin Dr. Nina Lubomirski (Christuskirche) und Kaplan Phillip Werner (Stadtkirche, St. Jodok) weihten im Beisein von Oberbürgermeister Alexander Putz die neuen Wohnungen. Links im Bild: Rupert Aigner, Referent der Heiliggeist-Stiftung

 

Sämtliche Wohnungen sind bereits vermietet. 

Die ehemals drei unterschiedlich erschlossenen Gebäude (Nr. 98, 99, 100/101) wurden zu einer Gebäudeeinheit (Nr. 100) zusammengefasst und werden nun zentral im ehemaligen Gebäude 99 durch ein Treppenhaus mit Aufzug erschlossen

Das Wohn- und Geschäftshaus beherbergt elf seniorengerechte Wohnungen auf einer Gesamtfläche von circa 875 Quadratmetern und zwei Ladenflächen mit insgesamt etwa 430 Quadratmetern. Die ehemals drei unterschiedlich erschlossenen Gebäude (Nr. 98, 99, 100/101) wurden durch ein zentrales Treppenhaus mit Aufzug zu einem Komplex im ehemaligen Gebäude 99 zusammengefasst. Während der Arbeiten wurden archäologische Funde entdeckt, die sorgfältig erfasst und entsprechend dokumentiert wurden. Auf eine seniorengerechte Ausstattung, Schall- und Brandschutz sowie energetische Verbesserungen wurde großes Augenmerk gelegt. Das Investitionsvolumen beträgt 5,7 Millionen Euro.

 

OB Putz und die verantwortlichen Baubegleiter waren von der Aussicht auf die Wohnumgebung begeistert 

 

Aussicht auf die Altstadt

Je vier Wohnungen befinden sich im 1. und 2. OG, drei weitere Wohnungen im Dachgeschoss. Die Zweizimmerwohnungen sind ca. 65 bis 95 Quadratmeter groß und werden altengerecht ausgestattet. Eines der wichtigsten Grundsätze ist die Reduzierung jeglicher Barrieren vom Zugang desHauses bis in die Wohnungen und in den Wohnungen selbst. So wurde eine Aufzugsanlage eingebaut, es gibt keine Schwellen von der Hauseingangstür über die Wohnungstür bis hin zu den bodengleichen Duschen. Alle Flure sind so breit ausgeführt, dass Gehhilfen oder Rollstühle leicht genutzt werden können. Bewegungsflächen, Flure und Türbreiten müssen hierzu bestimmte Maße und Abstände einhalten. Die Bäder sind mit entsprechenden Halteeinrichtungen an den Sanitärgegenständen ausgestattet. Die Wohnungen sind mit Bild-Gegensprechanlagen ausgestattet. Sieben Wohnungen haben Balkone oder Loggien zum Innenhof. Im 1. OG steht allen Bewohnern eine große gemeinschaftliche Dachterrasse zur Verfügung, die darüber hinaus die Gemeinschaft im Haus fördern soll. Die Ausstattung erfolgte in gehobenem Standard mit Parkettböden, Sanitärräumen mit Duschen sowie Garderobenschränken und Einbauküchen. Der Unterhalt und die Vermietung der Wohnungen erfolgt über die Heilig-Geistspitalstiftung.

Die Ladeneinheiten im Erdgeschoss können entweder komplett als eine Ladeneinheit mit ca. 430 Quadratmetern oder aufgeteilt in zwei Ladeneinheiten von 325 und 105 Quadratmetern vermietet werden. Der Ausbau wird zurückgestellt bis die Nutzer feststehen.

Der Gesamtkomplex der ehemaligen Feldmannhäuser steht unter Ensembleschutz. Im ehemaligen Gebäude 99, das einige Male umgebaut wurde, konnte die Standfestigkeit der alten Gebäudestruktur nicht mehr nachgewiesen werden, daher musste dieses Gebäude abgebrochen werden. Es wurde in einem ersten Entwurf versucht, die Fassade zur Altstadt hin zu erhalten. Unter konstruktiven und wirtschaftlichen Gesichtspunkten konnte diese Lösung allerdings nicht weiterverfolgt werden. Die bestehenden Fassaden wurden saniert und die neue Fassade des Hauses 99 im alten Stil wieder aufgebaut. Auf der Hofseite wurden neben der Gemeinschaftsterrasse kleine Balkone, Loggien und eine Dachterrasse erstellt.

 

Stadtkämmerer und Stiftungsreferent Rupert Aigner gab Auskunft über die Zeit der Sanierung der “Feldmannhäuser”.

 

Bei den Aushubarbeiten wurden im Keller- bzw. Gründungsbereich archäologische Funde (Fünf Brunnen, Teile der alten Stadtmauer und Holzreste) gefunden und archäologisch behandelt beziehungsweise dokumentiert.

Die Dachkonstruktion des ehemaligen Gebäudes 100/101 konnte erhalten bleiben, die Dachkonstruktion des ehem. Gebäudes 98 musste nach Feststellen von erheblichen Schäden komplett erneuert werden und wurde im vorherigen Volumen wieder aufgebaut.

Der Ausbau der Wohnungen erfolgte vorwiegend im Trockenbau, um die alten Decken nicht übermäßig zu belasten. Auf Schall- und Brandschutz sowie energetische Verbesserungen wurde großes Augenmerk gelegt.

Das Haus wird mit Fernwärme versorgt, die über dezentrale Einheiten die Wohnungen mit Wärme und Warmwasser versorgt. Die Wohnungen sind mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Eine mechanische Zwangslüftung erfolgt über Lüftungsmodule an den Fenstern und den Badentlüftungen. Alle Wohnungen sind großzügig mit EDV-Anschlüssen ausgestattet, die ggf. auch zu Zwecken der Rufbereitschaft zu Pflegediensten aufgerüstet werden können.

 

Bauzeit: 03/2016 bis 06/2018

Eckdaten:

03/2016 – 07/2016: Entrümpelung, Abbruch- und Unterfangungsarbeiten, Archäologische Untersuchungen

08/2016 – 06/2017: Baumeisterarbeiten

ab 06/2017: Zimmer-und Dachdeckerarbeiten

ab 07/2017: Start Innenausbau

06/2018: Fertigstellung und Einzug der Mieter

Die Kosten ohne den Innenausbau der Läden betragen ca. 5.700.000,00 €. Die Maßnahme wird mit KfW-Krediten für „Energetische Sanierung” und „altersgerecht Umbauen” gefördert.

 

Planer (Hauptleistungen):

Projektleitung: Stadt Landshut, Baureferat – Amt f. Gebäudewirtschaft

Architekt: AB Leinhäupl+Neuber, Landshut

Statik: IB Sehlhoff, Landshut

Fachplanung TGA: IB Cirtec, Landshut

Fachplanung Elektro: IB Sehlhoff; Landshut

Brandschutzkonzept: IB Künzl

ENEV-Beratung: Optaris, Landshut

Ausführende Firmen (Hauptgewerke):

Rohbau: Fa.Müller (Gerüst), Fa. Zehentbauer (Baumeister), Fa. Oberhauser (Zimmer, Dachdecker), Fa. Hirtreiter (Spengler), Fa. Brettschneider (Dachabdichtung), Fa. Kobler (Außenputz), Fa. Lauerer (Fenster), Aichner (Schlosser)

Ausbaugewerke: Fa. Petermeier (Putz), Fa. Burghofer (Trockenbau), Fa. Niedermeier (Fliesen- Platten), Fa. Schmerbeck (Türen), Fa. Brandl (Parkett), Fa. ASM (Maler)

Technische Gewerke: Fa. Schmelmer (Sanitär), Fa. Schenk&Plomer (Lüftung), Fa. Unverdorben (Heizung), Fa. Koder (Aufzug)

 

 

Fotos: lodermeier