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Energiewende

Durch den Einsatz klimaneutraler Technik könnten die Stahl-, Zement- und Chemieindustrie bis 2030 die nötigen Treibhausgasminderungen für alle im europäischen Emissionshandel erfassten Industriesektoren erfüllen. Bislang werden diese Schlüsseltechnologien in der europäischen Diskussion jedoch vernachlässigt. Damit gefährdet die EU ihre langfristigen Klimaziele.

Berlin, 18. November 2020. Die in der EU diskutierten technischen Lösungen zur Minderung von Treibhausgasemissionen in der europäischen Stahl-, Zement- und Chemieindustrie bis 2030 verfehlen das langfristige Ziel der Klimaneutralität. So lässt die Europäische Kommission den Einsatz von klimaneutraler Technik in Stahl-, Zement- und Chemiefabriken bislang fast vollkommen außer Acht: Laut Climate Impact Assessment der Kommission, der Folgenabschätzung über ein höheres Klimaziel bis 2030, sind Emissionsminderungen in europäischen Fabriken in der nächsten Dekade fast ausschließlich durch Investitionen in Effizienzsteigerungen konventioneller Anlagen vorgesehen. Konventionelle Anlagen neuzubauen ist jedoch aufgrund ihrer langen Lebensdauer von durchschnittlich 40 Jahren und im Hinblick auf das im European Green Deal formulierte Ziel der Klimaneutralität 2050 keine nachhaltige Strategie, zeigt eine Studie von Agora Energiewende. Stattdessen sollten Industrieunternehmen schon im nächsten Investitionszyklus in klimaneutrale Schlüsseltechnologien investieren.

Denn mit klimaneutralen Schlüsseltechnologien könnte die Stahl-, Zement- und Chemieindustrie in den nächsten zehn Jahren die notwendigen Emissionseinsparungen für die gesamte Industrie erzielen, die unter den europäischen Emissionshandel fällt – und damit zu einem höheren EU-Klimaziel 2030 von mindestens 55 Prozent weniger Emissionen beitragen. Zudem konterkarieren Investitionen in konventionelle Anlagen das Ziel der Klimaneutralität bis 2050: Spätestens dann dürfen nur noch klimaneutrale Anlagen laufen, damit die Industrieemissionen auf null sinken. Entsprechend stehen konventionelle Industrieanlagen in den 2040ern vor dem Aus. Anlagen, die in den 2020ern gebaut werden, erreichen somit nicht mehr ihr technisches Lebensende. „Unter diesen Umständen ist es fraglich, ob Industrieunternehmen überhaupt noch in den Standort Europa investieren“, sagt Frank Peter, stellvertretender Direktor von Agora Energiewende. Dabei gebe es in den kommenden zehn Jahren einen hohen Reinvestitionsbedarf, und viele klimaneutrale Schlüsseltechnologien seien schon vor 2030 einsatzbereit.

Kurzfristige Erfolge, statt nachhaltige Emissionsminderungen

„Wir laufen gerade Gefahr, dass die EU kurzfristige Emissionsminderungserfolge in der europäischen Stahl-, Zement- und Chemieindustrie über langfristige Klimaziele stellt. Dabei ist bei der nachhaltigen Umstellung auf klimaneutrale Industrieprozesse der Weitblick entscheidend“, sagt Peter. „Industrieanlagen haben eine Lebensdauer von bis zu 70 Jahren – das heißt Investitionen in rein konventionelle Anlagen sind bereits heute nicht mehr kompatibel mit dem langfristigen Ziel der Klimaneutralität. Um Investitionsruinen zu vermeiden, muss die Entscheidung fortan auf die klimaneutrale Innovation fallen.“ Nur so würde sowohl das 2030er- als auch das 2050er Klimaziel der EU erreicht werden.

Bei einem erhöhten 2030-Klimaziel von mindestens 55 Prozent müssten die Treibhausgasemissionen der energieintensiven Industrien, die unter den europäischen Emissionshandel fallen, bis 2030 um 27 Prozent gegenüber 2019 zurückgehen. Das entspricht rund 140 Millionen Tonnen CO₂. Laut Agora-Studie könnten die energieintensiven Unternehmen eine Minderung in Höhe von 145 Millionen Tonnen CO₂ allein dadurch erzielen, dass sie konsequent in klimaneutrale Technik investieren. Das gelte insbesondere für die anstehenden Reinvestitionen. Die Stahlindustrie könnte bis 2030 bereits ein Drittel von 188 Millionen Tonnen CO₂ im Jahr 2017 nachhaltig reduzieren: Wenn sie ab sofort von kohlebetriebenen Hochöfen, die das Ende ihrer Laufzeit erreichen, auf Direktreduktionsanlagen umrüstet. Diese Anlagen können anfänglich mit Erdgas betrieben werden und mit zunehmender Verfügbarkeit auf klimaneutralen Wasserstoff umstellen.

In Chemiewerken wird die Umstellung auf elektrische Wärmeerzeugung anstelle von erdgasbetriebenen Dampfkesseln wichtig: Bei einem beschleunigten Kohleausstieg – wie im Impact Assessment der Kommission angenommen – würde der europäische Strommix 2030 wesentlich sauberer werden und Strom entsprechend klimafreundlicher als Erdgas. Durch die Umstellung auf das sogenannte Power-to-Heat-Verfahren kann die Chemieindustrie laut Agora-Berechnung ein Fünftel ihrer CO2-Emissionen einsparen. Für die klimaneutrale Zementproduktion ist der Aufbau einer Infrastruktur zu CO₂-Abscheidung und -Lagerung – sogenanntes Carbon Capture and Storage (CCS) – zentral. Denn bei der Zementproduktion entsteht während des Klinkerbrennens unvermeidbar CO2. Der Zementindustrie eröffnet sich durch eine CCS-Infrastruktur zudem langfristig die Option zu negativen Emissionen beizutragen: Wenn sie CO₂-neutrale Biomasse als Brennstoff nutzt und dann das CO₂ anschließend mit CCS-Technik der Atmosphäre entzieht.

Industrieunternehmen fehlt aktuell Entscheidungsfreiheit

„Industrieunternehmen zeigen zunehmend Interesse an klimaneutraler Technik. Was ihnen fehlt, sind die Rahmenbedingungen für ein klimaneutrales Geschäftsmodell. Es ist Aufgabe der EU, einen Rahmen für die Investition in klimaneutrale Innovationen zu schaffen“, sagt Frank Peter. Mit der Aussicht auf hohe CO₂-Preise, strengere Umweltvorschriften und eine rückläufige Nachfrage nach kohlenstoffintensiven Produkten würden Unternehmen derzeit Investitionen in CO₂-intensive Anlagen scheuen. „Unter den aktuellen Bedingungen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie ihre Investitionen in Länder mit niedrigeren Umweltanforderungen verlagern. So steigen die Industrieemissionen andernorts und europäische Industriestandorte gehen verloren. Die EU sollte daher jetzt das Paket für den klimaneutralen Umbau der energieintensiven Industrie schnüren.“

Die Zusammenfassung „Breakthrough Strategies for Climate-Neutral Industry in Europe“ ist in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut entstanden. Die Studie ist in englischer Sprache erschienen und skizziert die wesentlichen Technologiepfade für nachhaltige Emissionsminderungen in Stahl-, Zement- und Chemiefabriken. Zudem enthält sie ein Maßnahmenpaket mit Politikinstrumenten, um den klimaneutralen Umbau der europäischen Grundstoffindustrie anzustoßen. Die 38-seitige Publikation steht unter www.agora-energiewende.org zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die Veröffentlichung der Gesamtfassung ist für Anfang 2021 vorgesehen.

Foto: Agora Energiewende

Für alle, die sich ernsthaft, verantwortungsvoll und umsichtig mit dem Thema Energiewende auseinandersetzen wollen, hier eine aktuelle Buchempfehlung: In dem Buch, das auch als kostenloser eReader erhältlich ist, geht es um die Versorgungssicherheit während des klimapolitsch notwendigen Umbaus der Energiewirtschaft in Deutschland auch ohne Atom und Kohle.

Wir stehen damit vor dem Problem, dass für den Wind- und Sonnenstrom allein in der Vergangenheit keine ausreichende Kapazität von Strom-Langzeitspeichern geschaffen worden ist. Es droht die Gefahr, dass mit einem zu schnellen Abbau von bestehenden Kraftwerks-Überkapazitäten und einer fehlenden Langfrist-Perspektive für Strom-Importe sehendes Auges ernsthafte und anhaltende Mangelsituationen geschaffen werden.

Trotz und gerade wegen des klimapolitisch notwendigen Umbaus erscheint schon heute eine Neujustierung der Energiepolitik notwendig. Die Ersatzkapazitäten zur Versorgungssicherheit sollten geschaffen sein und funktionieren, noch bevor die bestehenden Reserven vom Netz genommen werden. Sonst drohen Gefahren für Wohlstand, Leben und Gesundheit, für die Zukunft dieser Industriegesellschaft, für das Wohlergehen künftiger Generationen und für die Stabilität und den Frieden Europas.

“StromMangelWirtschaft”, Akademie Bergstraße, 2020
Taschenbuch, Farbdruck, 214 Seiten, ISBN 978-3-981-8525-3-0, Preis: 20,- Euro
eReader, kostenlos, Formate: ePUB2/MOBI
Mehr Info und Bezug über: www.akademie-bergstrasse.de

Pressemitteilung 14.05.2020
Bayern muss das Land zukunftsfähig halten. Dazu zählen Wirtschaft und Ökologie gleichermaßen wie der gesellschaftliche Zusammenhalt. Die FREIEN WÄHLER Bayern stellen folgende Faktenlage dar:

1. Bayern treibt ökologische Themen, allen voran die Energiewende zu einer sauberen und nachhaltigen Energieversorgung, voran.

2. Bayern hat durch den Antrieb der FREIEN WÄHLER ein Photovoltaik(PV)-Speicher-Programm aufgelegt. Verantwortlich dafür ist Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger. Bayern ist das einzige Bundesland, das ein solches Programm initiiert und das derart viel Kraft und Wissen in eine pragmatische und sinnvolle Energiewende steckt, ohne sich in radikal-ideologischen Debatten zu verfangen. Ein Programm, das die Menschen abholt und ihnen nicht Verbote ausspricht. 15.000 Anträge sind in Bayern bereits auf PV-Speicher abgeschlossen.

3. Bayern hat in den ersten beiden Ausschreibungen dieses Jahres 47 Ausschreibungen für PV-Freiflächen gewonnen. In allen elf Bundesländern zusammen, in denen die Grünen mitregieren, wurden lediglich acht Ausschreibungen für PV-Freiflächen gewonnen. Es zeigt, dass die Grünen ihre Umweltthemen den Bürgerinnen und Bürgern in den Medien verkaufen, aber in der Realität nichts dafür tun, obwohl sie in Regierungsverantwortung stehen.

4. Die FREIEN WÄHLER Bayern bleiben ihren bei Landesversammlungen gefassten Resolutionen treu, Umweltschutz und Energiewende voranzutreiben. Anders als die Grünen liefern die FREIEN WÄHLERN Ideen und setzen diese um.

5. Des Weiteren wehren sich die FREIEN WÄHLER dezidiert gegen die ideologische und aggressive Herangehensweise der Grünen, die wirtschaftliche Stärke des Landes mit planwirtschaftlichem Gedankengut zu zerstören.  „Diese Art der Politik, die spaltet und nichts als heiße Luft ist, streut unserem Land Sand ins Getriebe. Die Grünen haben in elf Bundesländern Gelegenheit zu handeln. Doch es kommt nichts. Bayern zeigt, wie bodenständige Wirtschafts- und Umweltpolitik geht!“, so Hubert Aiwanger, Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Bayern.

Angelika Niebler, Oberbayern und München • Ausgabe Nummer 105 – Februar 2020

Klimaneutralität bis 2050 – die Größe dieser Herausforderung ist vielen noch gar nicht bewusst. Denn Klimaschutz und Energiewende bedingen sich gegenseitig: Ohne eine stabile und bezahlbare Energieversorgung können wir weder die Energiewende noch ambitionierte Klimaschutzziele umsetzen. Und für eine verlässliche Energieversorgung ist die Infrastruktur wesentlicher Bestandteil. Darum ging es diese Woche bei der Abstimmung über die sogenannte “Liste der Projekte von gemeinsamen Interesse” (PCI-Liste).

Auf Antrag der Grünen und Linken sollte im Europaparlament die Förderung von Gas-Infrastrukturprojekten, die eine wichtige Brückentechnologie für den Übergang zur Klimaneutralität sind, gestoppt werden. Der Antrag richtete sich gegen die PCI-Liste: Da ein Fünftel der 149 Projekte auf der Liste mit Gasinfrastruktur zu tun haben, lehnten Grüne und Linke die gesamte Liste ab. Diese ideologisierte Herangehensweise ist schwer nachzuvollziehen und hat zum Glück keine Mehrheit im Europäischen Parlament gefunden.

Denn auf der PCI-Liste sind wichtige Infrastrukturprojekte zur Vollendung des europäischen Energiebinnenmarkts, die zur Verwirklichung der energie- und klimapolitischen Ziele der EU beitragen sollen – zur Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger mit bezahlbarer, sicherer und nachhaltiger Energie sowie zur langfristigen Umstellung auf eine Wirtschaft mit geringen CO2-Emissionen. Auch bayerische Projekte wie “Südlink” und “Südostlink” stehen auf dieser Liste.

Das Vorgehen der Grünen und Linken in diesem Fall ist nicht nur durchschaubarer politscher Aktionismus, sondern vor allem kontraproduktiv. Der Grüne Deal kann nur funktionieren, wenn wir für eine stabile und leistbare Energieversorgung gerade in der Übergangszeit sorgen. Eine Reihe von Gasinfrastrukturen, die vor allem in Osteuropa die Energiewende erst ermöglichen werden, sind dafür dringend notwendig. Hinzu kommt, dass die Gasnetze und Gasspeicher künftig auch für Transport und Speicherung von Wasserstoff zur Verfügung stehen können.


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Bildtext: Wollen auch künftig ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen für den Bau von Fischtreppen an Wasserkraftwerken wie hier in Altheim möglich machen (von rechts) Lars Pappert, Bereich Umwelt und Politik der Uniper-Wasserkraftwerke, Infrastrukturpolitiker Florian Oßner und Rudolf Kessler, Fachexperte Elektrotechnik der Uniper-Kraftwerksgruppe Isar.

 

Wasserkraft stabilisiert die Energiewende

MdB Florian Oßner informiert sich im Kraftwerk Altheim über EU-Vorgaben

 

Der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner (CSU) hat sich am Donnerstag im Wasserkraftwerk Altheim mit dem Betreiber Uniper Kraftwerke GmbH über die Rahmenbedingungen zur umweltfreundlichen Stromerzeugung ausgetauscht. Ein Schwerpunkt war die anstehende Revision der europäischen Wasserrahmenrichtlinie durch die EU. Oßner sicherte zu, sich mit seinen Kollegen auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass die Kraftwerksbetreiber die nötige Flexibilität behalten, um Projekte wie den Bau von Fischtreppen auch künftig ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll umsetzen zu können.

„Schon jetzt setzen wir zum Beispiel Maßnahmen zur Unterstützung der Fischwanderung nach einem Handbuch um, das unter anderem gemeinsam mit dem Landesfischereiverband entwickelt wurde“, sagte Lars Pappert, Bereich Umwelt und Politik von Uniper Wasserkraft. „Diese sind von den Fachleuten anerkannt. Noch engere Vorgaben von der EU würden solche Projekte unnötig erschweren.“ Uniper wolle sich keinesfalls der ökologischen Verantwortung entziehen. Das Unternehmen habe zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie an Lech, Isar und Donau bereits 23 Fischtreppen gebaut, erklärte Pappert. „Bis zum Jahr 2027 sind insgesamt 43 Aufstiegshilfen und Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe geplant.“

„Deutsche Wertarbeit“

Oßner sagte zu, sich mit CSU-Europapolitiker Manfred Weber für einen regelmäßigen und vertrauensvollen Austausch des Unternehmens mit den zuständigen Behörden und Verbänden zu engagieren. „Diese Art der Zusammenarbeit ist wichtig, um gemeinsam praktikable und ökologisch gute Lösungen zu finden.“ Die Wasserkraft müsse in jedem Fall gestärkt werden, weil sie verlässlich und planbar Strom liefere, während andere erneuerbare Energien wie Sonne und Wind je nach Wetterlage nur schwankend ins Stromnetz eingespeist werden könnten. „Jeder regenerative Energieerzeuger, der unser Netz stabilisiert, muss unsere Unterstützung bekommen.“ Das Wasserkraftwerk Altheim erzeugt im Jahr rund 90 Gigawattstunden Strom.

Erstaunt zeigte sich Infrastrukturpolitiker Oßner beim Rundgang, dass trotz der fast unveränderten 70-jährigen Technik in Altheim alles reibungslos funktioniert: „Das war wahrlich deutsche Wertarbeit – mit den damaligen Möglichkeiten in der unmittelbaren Nachkriegszeit ein immenser Kraftakt.“

Ein weiterer Diskussionspunkt waren die Strompreise. Weil Uniper überwiegend große Wasserkraftwerke betreibt, die nicht über das Erneuerbare-Energien-Gesetz finanziell gefördert werden, ist das Unternehmen weitgehend von den Erlösen an der Strombörse abhängig. Die Preise dort haben sich laut Pappert seit 2011 von rund 60 Euro pro Megawattstunde auf rund 30 Euro heute halbiert. „Durch diese Art der Bezahlung unserer Energieerzeugung werden jedoch alle anderen Leistungen, die wir für die Allgemeinheit erbringen, nicht entlohnt.“ Dabei leiste das Unternehmen einen großen Beitrag zur Gewässerreinigung, zum Hochwasserschutz und zur Entstehung von Naherholungsgebieten. „Hier muss für die Zukunft ein neuer Ansatz gefunden werden.“

Infrastrukturpolitiker Oßner kündigte an, Überlegungen zu einer gerechteren Lösung für die Kraftwerksbetreiber in den Gremien zu beraten, um keine Fehlanreize zu setzen. „Unternehmen wie Uniper mit der Zentrale für die deutsche Wasserkraft in Landshut und ihre Beschäftigten leisten einen wertvollen Beitrag zur Energiewende und zum Umweltschutz – das verdient großes Lob. Außerdem ist es unsere Aufgabe, die erbrachte Wertschöpfung auch wirtschaftlich in der Heimatregion zu halten.“

 

Bildtext: Lars Pappert (rechts), Bereich Umwelt und Politik der Uniper-Wasserkraftwerke, und Rudolf Kessler (Mitte), Fachexperte Elektrotechnik der Uniper-Kraftwerksgruppe Isar, erklärten Infrastrukturpolitiker Florian Oßner die Technik im Turbinenhaus des Wasserkraftwerks Altheim.

 

Fotos: Bragulla

 

*ENDE*

 

Bildtext von links: Stadtrat Rudolf Schnur, Öko-Audit-Koordinatorin der Stadt Landshut Stella Haun, Schulleiter Oberstudiendirektor Reinhold Ostermeier, Standortkoordinator des Umweltschutzmanagements der Berufsschule 1 Tobias Reiter, Laura Osterholzer Regierung von Niederyern

 

„ENERGIEWENDE“ – Ausstellung in der Berufsschule I zur Bewusstseinsbildung – Im Rahmen des städtischen Umweltmanagements

 

Reges Interesse zeigten die Auszubildenden für die Ausstellung “Energiewende” im Foyer der Berufsschule I

 

In Vertretung von Oberbürgermeister Alexander Putz, eröffnete Stadtrat Rudolf Schnur im Beisein von Schulleiter Oberstudiendirektor Reinhold Ostermeier, der Klimaschutzmanagerin und Öko-Audit-Koordinatorin der Stadt Landshut Stella Haun, Laura Osterholzer von der Regierung von Niederbayern sowie dem Standortkoordinator des Umweltschutzmanagements an der BS1 Tobias Reiter, die vom „Landesamt für Umwelt“ konzipierte Leihausstellung, die ab 11. Juni im Foyer der Berufsschule I, Luitpoldstraße 26, gezeigt wird. Die Ausstellung dauert bis 20. Juli und kann während der Öffnungszeiten des Schulgebäudes besichtigt werden.

Die Leihausstellung “Energiewende 2018“ zeigt sich in neuem Design und mit aktualisierten Inhalten. Sie informiert über wichtige Grundlagen zur Energiewende und soll mit Mitmachstationen und Modellen zur Beteiligung an der Energiewende anregen.

In ihren Ausführungen zur Ausstellung betonten die Organisatoren, die Wichtigkeit solcher Ausstellungen in der Berufsschule. Bei dem Zuschnitt der Ausbildungsberufe In der Schule hat man sehr viel mit Energie zu tun, erklärte der Schulleiter Oberstudiendirektor Reinhold Ostermeier, sei es der Beruf des Heizungsbauers oder die diversen Bauberufe. Das Thema Energie erfordert es, sich über das normale Unterrichtswissen hinaus  eingehend zu informieren.  Andere Schulen sollen durch diese Ausstellung dazu angeregt werden, sich ebenfalls über die Möglichkeiten der Energieversorgung und-Gestaltung Informationen einzuholen. „Ein weiter so wie bisher, wird es nicht mehr geben,“ resümierte der Schulleiter Ostermeier. Die Probleme können nicht dadurch gelöst werden, dass man alte Energiesysteme durch neue Systeme einfach ablöst, dazu müsse man schon viele gescheite Ideen einbringen. Vor allem die Energieeinsparung wird hier das Hauptthema sein.

Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Landshut Stella Haun, bedankte sich bei Oberstudiendirektor Ostermeier, dass er seine Schule für diese vom Landesamt für Umwelt geförderte Ausstellung zur Verfügung stellt.

 

Laura Osterholzer von der Regierung von Niederbayern,

führte anschließend die zahlreichen Auszubildenden durch die einzelnen Stationen der Ausstellung. Ganz im Sinne des Energie-3-Sprungs sind die zentralen Bereiche: “Energiewende allgemein”, “Energiebedarf senken”, “Energieeffizienz erhöhen” und “Erneuerbare Energien nutzen”. Dabei kommentierte sie die verschiedenen Möglichkeiten in erster Linie Energie zu sparen. Wie dem Athleten beim Dreisprung gelingt durch kluge Kombination der große “Sprung” und damit eine besonders wirkungsvolle und dauerhafte Minderung der Kohlendioxid (CO2)-Emissionen.

 

 

Diverse Inhalte der Ausstellung waren unter anderem:

Beleuchtung

 

Der Ausstellungsbereich „Beleuchtung“ zeigt die Spannweite des heute möglichen Einsatzes der LEDTechnik zur Beleuchtung. Dabei spielen die Lichtausbeute, die Lichtfarbe, der Strombedarf und die damit gegenüber anderen Leuchtmitteln einhergehende Energieeinsparung eine wichtige Rolle. Über die Lebensdauer gesehen sparen LED-Leuchtmittel Kosten. Wie schnell finanzielle Einsparungen realisiert werden können, hängt von der Brenndauer, dem Nutzerverhalten und der Energiekostenentwicklung ab.

Bauen und Sanieren

Die zur Erzeugung von Raumwärme eingesetzte Energie macht mit circa 70 %, abgesehen von der Mobilität, den größten Anteil des Gesamtendenergieverbrauchs der privaten Haushalte aus. Hocheffizientes Bauen von Anfang an und die energetische Sanierung bei bestehenden Gebäuden bieten ein hohes Sparpotenzial. Da viele Sanierungsmaßnahmen gefördert oder mit günstigen Krediten unterstütz werden, lohnt sich zu prüfen, ob eine solche Maßnahme für das eigene Haus in Frage kommt.

Effiziente Heizungsumwälzpumpen und hydraulischer Abgleich

Immer noch ist ein Teil der in Deutschland verbauten Heizungsumwälzpumpen überdimensioniert. Eine Anpassung der Pumpenleistung birgt daher ein großes und sogleich kostengünstiges Sparpotenzial. Wirkungsvolle Maßnahmen sind, neben der richtigen Einstellung der alten Pumpen und dem hydraulischen Abgleich, der Austausch gegen hocheffiziente Pumpen.

Fenstermodelle

Alle Fensterecken der Leihausstellung zeigen Fenster mit 3-fach-Verglasung. Ihr Wärmeverlust ist gegenüber 2-Scheiben-Fenstern um circa 40 % niedriger. Oft sind solche Fenster nicht viel teurer als 2-fach verglaste Fenster. Auch sonst amortisieren sich die Mehrkosten durch die Einsparung an Heizkosten schnell. 3-fach verglaste Fenster erfüllen die vorgeschriebenen Anforderungen an den Wärmeschutz für Passivhäuser und haben beim Neubau inzwischen einen Marktanteil von etwa 80 %. Neue Fenster sind grundsätzlich luftdicht, unabhängig von ihrem energetischen Standard. Ein ungeregelter Luftaustausch kann also – anders als früher – nicht mehr stattfinden.

Gefrierschrankmodell

Das Gefrierschrankmodell zeigt anschaulich die Vorteile der 3-Scheiben-Verglasung gegenüber einer 2- Scheiben-Verglasung.

Grundprinzipien eines Passivhauses

Ein Passivhaus unterscheidet sich von anderen Bauformen insbesondere dadurch, dass es durch seine Art der Konstruktion und seine sehr gute Wärmedämmung einen besonders geringen Heizenergiebedarf aufweist.

Die maximal zulässige Heizlast bei einem Passivhaus liegt bei 10 W/m² und muss auch an ungünstigen Wintertagen über die Zuluft einbringbar sein. In unseren Breiten ergibt sich dadurch ein jährlicher Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m².

Die Bezeichnung „passiv“ bezieht sich auf den überwiegend aus „passiven“ Quellen wie Sonneneinstrahlung, Bewohner und Elektrogeräte gedeckten Heizenergiebedarf. Für eine optimale Nutzung der Sonnenenergie werden an südlich orientierten Fassaden große Fenster eingebaut. Um eine sommerliche Überhitzung der Wohnräume zu vermeiden, muss zusätzlich ein richtig dimensionierter außenliegender Sonnenschutz vorhanden sein. Gleichzeitig muss der Sonnenschutz so ausgelegt sein, dass die im Winter tiefer stehende Sonne die Wohnraumerwärmung unterstützt. Möglich ist dies mit einem aktiven Sonnenschutz auf der West- und Ostseite und einer passiven Verschattung auf der Südseite.

Wärmedämmung

Aufgrund des niedrigen Wärmebedarfs wird meist eine Flächenheizung (Fußboden- oder Wandheizung) eingebaut, die eine angenehme Strahlungswärme aufweist. Damit die Wärme im Haus bleibt, ist eine besonders gute Wärmedämmung nötig. Die Außenwände und Decken eines Passivhauses erhalten dafür eine mindestens 25 cm starke Schicht aus Dämmmaterial wie Polystyrol, Mineralwolle oder Holzwerkstoffen. So wird ein U-Wert von unter 0,15 W/(m² K) erreicht.

 

A k z e p t a n z

Die Energiewende erfährt nach wie vor eine große Zustimmung. Die Ungewissheit über die Zukunft verunsichert aber auch. Deshalb ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Energiewende gut begründet ist:

  • Reduzierung des vom Menschen verursachten CO2-Ausstoßes sowie Feinstaub (Klimawandel, Gesundheit)
  • Abkehr von einer unsicheren Technologie mit ungeklärten Lagerungsfragen (Kernenergie)
  • Verringerung von Abhängigkeiten bei konventionellen Energieträgern (Ressourcen, Nachhaltigkeit)

 

 

-hjl-

 

Fotos: lodermeier

Menschenkenntnis und Klimawandel

Stellen Sie sich vor, Sie hätten von Naturwissenschaften überhaupt keine Ahnung. Keinen blassen Schimmer, nichts was darüber hinaus geht, dass es Schwerkraft gibt, weil Sie ja offensichtlich nicht einfach so davon schweben. In dieser Situation naturwissenschaftlich kompletter Ahnungslosigkeit und Unkenntnis sollen Sie beurteilen, gibt es einen Klimawandel durch Treibhausgase oder nicht.

Die direkte Beurteilung aller Fakten fällt also vollständig aus, weil diese beruht ja auf Naturwissenschaften, die für Sie etwas völlig fremdartiges und unwissbares sind. Bleibt nur die indirekte Beobachtung über: Wie verhalten sich all die Menschen, die eine Sorge wegen des Klimawandels ausdrücken? Ist das Verhalten der Klimaschützer plausibel, um gegen eine die Zivilisation bedrohende Gefahr anzukämpfen, oder ist es nur eine Show, um ganz andere Ziele zu erreichen?

Klimaschützer vollkommen unglaubwürdig

Die erste Beobachtung, diese Klimaschützer demonstrieren seit 1/4 Jahrhundert auf Klimakonferenzen mit der Forderung “mehr Geld für den Klimaschutz”. Was soll mit dieser Forderung eigentlich bewirkt werden? Wie oft wurde diese Kampagne auf ihre Wirksamkeit überprüft und wegen völliger Wirkungslosigkeit neu gestaltet? Wie oft wurde das Management der Klimaschützer wegen totalen Versagens und absoluter Erfolglosigkeit ausgetauscht? Jeder Fan eines Fußballvereins macht sich offensichtlich viel mehr Sorgen, bringt seine Sorgen viel heftiger zum Ausdruck, wenn sein Verein in der Abstiegszone ist, als diese Klimaschützer ums Klima.

Wie reagieren Klimaschützer auf Vorschläge, Ihr Anliegen besser präsentieren zu können? Große Diskussion, Begeisterungsstürme, mit der neu entworfenen Kampange “Rechenfehler” werden wir es schaffen? Oder vollkommen Ignoranz? Das traditionelle “Mit mehr Geld für den Klimaschutz” haben wir schon immer protestiertDa könnte ja ein jeder daher kommen
Nur mit Ihren Menschenkenntnissen beurteilt kann die völlige Sorglosigkeit der sogenannten “Klimaschützer” zum Klimaschutz nur einen Schluss ergeben: Einen durch Treibhausgase verursachten Klimawandel gibt es nicht.

Elon Musk – der endgültige Beweiß

Wer hat von allen Menschen auf der Welt die beste Chance Donald Trump von einem wirksamen Programm für den Klimaschutz zu überzeugen?
Nur ein Selfmade Milliardär kann mit Donald Trump darüber auf Augenhöhe sprechen.
Am Besten sollte dieser ganz beträchtliche Risiken auf sich genommen haben, um den Klimaschutz voran zu bringen
Am Besten sollte dieser sein Vermögen mit Aktionen im Sinne des Klimaschutz gemacht haben.
Es sind mir weltweit 2 Personen bekannt, wo diese Voraussetzungen zutreffen: Wang Chuanfu, Gründer von BYD und Elon Musk – Gründer von Tesla Motors. Einer dieser 2 Personen ist im Beraterteam von Donald Trump.

Kann es einen größeren Triumph für eine Gruppe geben, als wenn der Top-Lobbyist des eigenen Lagers in das Beraterteam des feindlichen Lagers eingeladen wird? Die Reaktion der Klimaschützer darauf liefert den endgültigen Beweiß: einen durch Treibhausgase verursachten Klimawandel gibt es nicht. Die sogenannten “Klimaschützer” feiern nicht den großen Erfolg “Unser bester Mann im Beraterteam des Feindes”. Nein! Ganz im Gegenteil, die fordern Elon Musk auf seine Stellung im Beraterteam wegzuwerfen.

Die sogenannten “Klimaschützer” sind Klimawandelleugner

Das zu begreifen ist von größter Wichtigkeit, um sich wirklich mit dem Thema beschäftigen zu können. Nur so ist es möglich den Ökofaschismus zurück zu drängen, damit endlich wirksame und vor allem auch mehrheitsfähige Maßnahmen ergriffen werden können. Niemand, außer den Ökofaschisten hat etwas gegen:

Investitionslawine – Innovationslawine – Wirtschaftsboom

Der Erhalt von Feindbildern hat jederzeit und immer oberste Priorität gegenüber echten und wirksamen Maßnahmen. Ökofaschismus demaskiert.

Es gibt Logik, es gibt Physik, es gibt Daten und das Gegenteil davon ist Ökofaschismus. Als ich im Herbst 1991 mit dem Projekt GEMINI bewohnbares Sonnenkraftwerk begann, bekam ich zum Studium Recknagel und Sprenger Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik. Der hatte damals nur so 1600 Seiten, inzwischen auf über 2000 Seiten angewachsen.

Dieses Buch ist eine geballte Ladung an Logik, Physik und Daten und führte in meiner Auswertung 1992 zum Energiemodell 2040 in meinem ersten Buch “Aufstieg zum Solarzeitalter”.

Kernaussage: Bei einem Umstieg auf 100% erneuerbare Energie wird der Strombedarf in Deutschland von 500 TWh auf 1200 TWh steigen, weil fast alle direkten thermischen Energieverbraucher auf Strom umgestellt werden.
Die Märchen des Ökofaschismus

Der Strombedarf wird sinken. Wieso? Kein Ökofaschist war jemals in der Lage mir darauf eine Antwort zu geben. Es wurden munter Pseudopläne für 100% erneuerbare Energie veröffentlicht, die an eine Neuausarbeitung des Morgenthauplans erinnerten.

2013 untersuchte ich meine Aussagen von 1992 aufs neue und pflegte in die Berechnungen all die neuen Erkenntnisse über Speichertechnik ein. Strombedarf 1200 TWh, Stromerzeugung 1500 TWh, weil 300 TWh Verluste im Sommer/Winterausgleich. Wann würde einmal eine Studie kommen, die auf ähnliche Zahlen kommt?

Das Wunder nach 24 Jahren

Am 20. Juni 2016 geschah schließlich das Wunder, ich selbst wurde leider erst durch ein Leseremail am 28. November darauf aufmerksam:

Sektorkopplung durch die Energiewende
Anforderungen an den Ausbau erneuerbarer Energien zum Erreichen
der Pariser Klimaschutzziele unter Berücksichtigung der Sektorkopplung
Autor Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Quaschning

Kernaussagen: Bei einem Umstieg auf 100% erneuerbare Energie wird der Strombedarf in Deutschland von 600 TWh auf 1300 TWh steigen, weil fast alle direkten thermischen Energieverbraucher auf Strom umgestellt werden. Der Umstieg auf erneuerbare Energie sollte etwas beschleunigt werden, damit er 2040 und nicht erst 2150 abgeschlossen ist.

Untersuchung der Reaktion in der Szene

Ich befragte daraufhin einen profunden Kenner der Szene über die Reaktion auf diese Studie, großer Schock weil große Ähnlichkeiten zu den Anfangszeiten des GEMINI Projekts. So 1992 diskutierte ich mit einem Grünen über das GEMINI Projekt. Seine Reaktion:

“Ich hasse das GEMINI Projekt, weil wenn jemand mit dem Strom von seinem Hausdach sein Auto aufladen kann, habe ich ja keine Argumente mehr das Autofahren zu verbieten”.

Im Buch “Aufstieg zum Solarzeitalter” gab es die Tankspur für Elektroautos. In der Prof. Quaschning Studie gibt es Oberleitungen für LKWs auf für den Güterverkehr wichtigen Fernstraßen. Sinngemäß die Reaktion aus der Szene:

“Wenn der LKW mit Ökostrom fährt, haben wir ja keine Argumente mehr den LKW zu bekämpfen”.

Der Erhalt von Feindbildern hat jederzeit und immer oberste Priorität

In der öko-faschistischen Szene hört man auch immer wieder Hasstriaden auf den Kapitalismus. Der ist böse und gierig und zerstört die Welt. Wie reagiert man aber in der öko-faschistischen Szene auf die Forderung nach einer Steuerreform, um den Kapitalismus durch ein neues Steuersystem zum Wohle der Menschheit zu leiten? Die Reaktion kann man in einem Satz zusammen fassen:

Der Erhalt von Feindbildern hat jederzeit und immer oberste Priorität

Hoffnung auf neue politische Kräfte

Echter Klimaschutz bedeutet Investitionslawine – Innovationslawine – Wirtschaftsboom. Der Ökofaschismus hingegen muss als Typ 2 Klimawandelleugner eingestuft werden, weil er den Klimawandel nur als Vehikel zur Umsetzung seiner Diktatur benutzen möchte, wirksame Maßnahmen aber strikt ablehnt.

Die Aufklärungsarbeit für die neuen politischen Kräfte über echten Klimaschutz im Sinne von Investitionslawine – Innovationslawine – Wirtschaftsboom vs Ökofaschismus hat derzeit für die PEGE oberste Priorität.

Roland Mösl + Redaktionsteam

A-5083 Gartenau nahe Salzburg in Österreich

+43 699 17343674 Skype: roland.mosl
founder@pege.org

30.10.2016

 

„Brauchen verlässliche Stromversorgung in Niederbayern“

CSU-Bezirksvorstand für Kabeltrasse des SüdOstLinks entlang B15neu und begrüßt Dialog

 

Straubing. Der starke Wirtschaftsstandort Niederbayern brauche eine verlässliche und leistungsstarke Versorgung mit Strom auch nach der Energiewende. Deshalb unterstützt die CSU Niederbayern die Planungen des SüdOstLink, der seinen Zielpunkt im Umfeld des jetzigen Kernkraftwerks Isar bei Landshut haben wird. „Wir haben Erdkabel statt Monstertrassen gefordert und bekommen“, bilanzierte erleichtert CSU-Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer nach der Bezirksvorstandssitzung am Samstag in Straubing.

 

„Die Emotionalität in der Diskussion ist Dank der frühen Einbindung von Kommunen, Bürgern und Landwirten raus und es geht jetzt um die konkrete Trassenführung“, sagte Andreas Scheuer. Neben der Kommunikation habe auch die politische Grundsatzentscheidung, einer Erdverkabelung Priorität einzuräumen, die Diskussionen versachlicht. Für die CSU sei klar, dass die Stromtrasse notwendig ist, um den Wirtschaftsstandort Niederbayern verlässlich mit Strom zu versorgen, sagte Scheuer. Es gehe aber darum, einen Weg zu finden, um Bevölkerung und Grundstückseigentümer möglichst wenig zu belasten.

 

Mit Andreas Herath hat sich die CSU einen Referenten von TenneT eingeladen, der im Bezirksvorstand über Trassenführung, technische Bauabwicklung und Folgewirkungen informierte. Demnach seien aktuell zwei Trassenvarianten in der engeren Prüfung, die entweder westlich oder östlich um den Großraum Regensburg führe.

 

„Es hat sich in der Diskussion sehr schnell ein Vorrang für eine Trasse entlang der B15neu herauskristallisiert,“ sagte Scheuer und bezog sich auch auf einen Bezirksparteitagsbeschluss aus dem Jahr 2015, in dem gefordert wurde, die Trassen in erster Linie entlang bestehender Infrastruktur und auf staatlichem Grund zu verlegen. Auch Landwirtschaftsminister Helmut Brunner unterstrich die Forderung, die Kabel in erster Linie auf Staatsgrund und erst dann auf Privateigentum zu verlegen. Hierzu habe das Kabinett eine Kompensationsverordnung verabschiedet, wonach keine zusätzlichen Ausgleichsflächen für die Trassen notwendig sein werden: „Es widerspricht der Logik, für Trassen zum Transport von Öko-Strom auch noch Ausgleichsflächen auszuweisen.“ In Verhandlungen stehe man aktuell noch über die Frage eines Nutzungsentgelts für die betroffenen Eigentümer, für deren Grundstücke man eine Grunddienstbarkeit benötige.

 

Erfreut zur Kenntnis genommen haben die Bezirksvorstandsmitglieder das Ergebnis der Landratswahl in Kelheim, wo nach 24 Jahren der Landratsstuhl von den Freien Wählern zurückerobert werden konnte. „Unser Kandidat Martin Neumeyer hat im ersten Wahlgang bei sechs Gegenkandidaten über 51 Prozent der Stimmen erreicht, der Freie Wähler-Kandidat landete bei gerade mal 16 Prozent.“ Die Landratswahl hat auch einen Wechsel im Landtag zur Folge: Für Martin Neumeyer rückt Florian Hölzl aus Pfeffenhausen (Landkreis Landshut) ins Maximilianeum nach.

 

Umso schmerzlicher das OB-Wahlergebnis in Landshut. „Wir werden das Ergebnis in Landshut in gemeinsamen Gesprächen aufarbeiten und die notwendigen Schlüsse daraus ziehen“, sagte Scheuer, der zugleich ankündigte an der nächsten Kreisvorstandssitzung in Landshut teilzunehmen. Mit Spannung schaue man nun auf die Bürgermeisterwahl in Zwiesel, wo die CSU-Kandidatin Elisabeth Pfeffer Ende November gute Chancen habe, den parteifreien Bürgermeister nach sechs Jahren wieder abzulösen.

 

Das Ergebnis der Verhandlungen zum Länderfinanzausgleich, mit 1,3 Milliarden Euro Einsparungen für Bayern bewertete der Bezirksvorstand positiv. „Hier ist unserem Ministerpräsidenten Horst Seehofer ein großer Wurf gelungen, im Konsens mit den anderen Bundesländern eine einstimmig verabschiedete Neuregelung zu konzipieren“, sagte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. „Dieses Geld, das nun in Bayern verbleibt, wird auch wieder dazu beitragen, die positive Entwicklung unserer niederbayerischen Heimat voranzutreiben.“ Ferner verwies Brunner auf die von der CSU durchgesetzten Erleichterungen bei der Erbschaftssteuer, die vor allem den klein- und mittelständischen Familienunternehmen in Niederbayern zu Gute kommen wird.

 

Beim CSU-Parteitag kommende Woche werde die Niederbayern-CSU den Leitantrag zum Politischen Islam unterstützen. „Mit unserem Leitantrag wollen wir einen Beitrag leisten, dass der Islam nicht dazu missbraucht werden kann, um Hass und Terror zu begründen.“ Viele Musilme gehören zu Niederbayern und sind hier integriert und engagiert, „und ich glaube, dass wir diesen Menschen helfen, wenn wir gemeinsam gegen den politisch agierenden Islam kämpfen.“ Ferner werde sich die CSU gegen ein rot-rot-grünes Bündnis auf Bundesebene stellen. „Mit der Zusammenkunft von Abgeordneten von SPD, Linke und Grüne ist es amtlich, dass hier die politische Legitimation für ein Links-Bündnis geschaffen werden soll. Rot-rot-grün wäre für die Menschen in Niederbayern eine Katastrophe.“

 

Bild: CSU-Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer (M.) und Staatsminister Helmut Brunner (r.), im Bild mit Straubings Bundestagsabgeordnetem Alois Rainer, stellten die Ergebnisse der CSU-Bezirksvorstandssitzung in Straubing vor.

 

 

 

-hjl-

 

 

Durch neue Leitungen mehr Strom transportieren
Im deutschen Stromnetz wächst die Strommenge aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen. Dieser Strom muss über große Entfernungen in Ballungsräume und Industrieschwerpunkte transportiert werden. Um über die bestehenden Stromtrassen eine höhere Maximalleistung führen zu können, bieten sich neu entwickelte Hochtemperatur-Leiter an. Das BINE-Projektinfo „Der heiße Draht im Netz“ (13/2016) stellt die neuen Leitungen vor. Bei vergleichbarem Leiterquerschnitt kann sich durch diese die Transportfähigkeit vorhandener Trassen nahezu verdoppeln.

Mit steigendem Stromdurchfluss erwärmen sich Freileitungen infolge des elektrischen Widerstands. Derzeitige Leitungen setzen dem Ferntransport kurzfristig anfallender, regionaler Stromüberschüsse im Netz Grenzen, da sie nur für eine Temperatur von höchstens 80 °C ausgelegt sind. Neu entwickelte Hochtemperatur-Leiterseile halten dauerhaft Temperaturen bis 210 °C aus. Dadurch wird es möglich, höhere Strommengen zu transportieren und somit Netzengpässe zu vermeiden. Im Inneren der Leitung kommen Verbundwerkstoffe auf Basis von Kohlefasern und Aluminium-Keramik sowie spezielle Aluminium- und Stahllegierungen zum Einsatz. Damit wurde das Problem eines stärkeren Durchhängens bei höheren Temperaturen gelöst. Die neuen Leitungen hängen weniger durch als die bisherigen.

Die neuen Hochtemperatur Leiter können die Flexibilität im Netz für kurzzeitige Strommaxima erhöhen. Standardmäßig werden Freileitungen in Deutschland unterhalb der möglichen Höchstleistung betrieben. Das Institut für Hochspannungstechnik der RWTH Aachen hat das Forschungsprojekt gemeinsam mit Industriepartnern durchgeführt.

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Die neuen Hochtemperatur-Leiter halten bis zu 210 °C aus und können dadurch größere Strommengen transportieren. (© 3M Deutschland GmbH)

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Sowohl die Drähte im Kern als auch die Aluminium-Zirkonium Drähte im Mantel tragen zur Zugfestigkeit bei. (© 3M Deutschland GmbH)