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Bezirksklinikum

Landshut (Landkreis),
05.03.2020 16:02 Uhr

Übliche Hygienemaßnahmen der beste Schutz
Bei Verdachtsfällen zunächst Hausarzt kontaktieren, nicht Notaufnahmen aufsuchen

„Es gibt keinen Grund zur Panik“, stellte der Leiter des Gesundheitsamtes Landshut, Dr. Heribert Stich, gleich zu Beginn eines Treffens im Landratsamt fest. Weder in Stadt und Landkreis Landshut, für beide Gebiete ist das Gesundheitsamt zuständig, wurde bisher ein Corona-Fall festgestellt, einzelne Verdachtsfälle haben sich nicht bestätigt. Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz haben sich mit Vertretern des Gesundheitsamtes, der Regierung von Niederbayern, der LAKUMED-Kliniken, des Klinikums Landshut und der Rettungsdienste getroffen, um die aktuelle Lage in der Region Landshut in Sachen Corona-Virus zu besprechen.

„Wir sind natürlich laufend mit den niedergelassenen Ärzten und den Kliniken in Kontakt, informieren über die aktuelle Lage und beraten über die Vorgehensweise bei Patienten, die Symptome zeigen und noch dazu erst kürzlich in einem Risikogebiet waren“, erklärte Stich weiter. Da sich die Auswirkungen des Corona-Virus größtenteils nicht von einem bekannten grippalen Infekt oder einer Influenza unterscheiden, bedeutet nicht jedes Auftreten dieser Symptome gleich, dass ein Patient an Corona erkrankt ist – „das ist ziemlich unwahrscheinlich“, erklärte Gesundheitsamtsleiter Dr. Stich. Noch dazu hat die Zahl der nachgewiesenen Influenza-Erkrankten in der Region Landshut eine neue Rekordmarke erreicht – seit Jahresbeginn wurden über 1 000 Fälle festgestellt.

Risikogebiete sind nach Definition des Robert Koch-Instituts derzeit die chinesische Provinz Hubei (inkl. der Stadt Wuhan), in Iran die Provinz Ghom und Teheran, in Italien die Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. Auch die südkoreanische Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang) gehört zu den Risikogebieten.

Das Corona-Virus wird durch Tröpfchen-Infektion übertragen. Aus diesem Grund raten sowohl das Gesundheitsamt als auch die Vertreter von LAKUMED und dem Klinikum Landshut, weiter auf etablierte Hygienemaßnahmen zu setzen, wie sie auch zur Vermeidung aller Krankheiten zu empfehlen sind: Regelmäßiges Händewaschen, Niesen und Husten in die Armbeuge statt in die Hände, näheren Kontakt mit offensichtlich hüstelnden oder niesenden Personen vermeiden. „Die Lage in unserer Region unterscheidet sich nicht vom restlichen Bundesgebiet. Deshalb schließen wir uns den Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums, des Robert Koch-Instituts und des Bayerischen Gesundheitsministeriums an, da es einfach keine weitergehenden Möglichkeiten gibt, sich zu schützen – vor allem nicht regional bezogen.“ Auch gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund, dass Kitas oder Schulen in Stadt und Landkreis geschlossen werden sollten, da kein einziger bestätigter Fall vorliegt.

Sollte ein begründeter Verdacht der Infektion mit dem Virus bestehen – die Person zeigt entsprechende Symptome und war in den vergangenen zwei Wochen in einem der genannten Risikogebiete und/oder mit einer nachweislich infizierten Person mindestens 15 Minuten in direktem Kontakt – ist unbedingt folgende Vorgehensweise zu beachten: Der Patient meldet sich telefonisch bei seinem Hausarzt und schildert seine Lage und bespricht das weitere Vorgehen. Denn die Praxen müssen auch Vorkehrungen treffen, damit diese Person nicht mit weiteren Patienten, beispielsweise im Wartezimmer, in Berührung kommen kann. Der Hausarzt untersucht den Patienten daraufhin und nimmt einen Abstrich, der in einem Labor untersucht wird. Bis die Ergebnisse vorliegen (in der Regel ein bis zwei Tage), sollte der Kontakt zu anderen Personen möglichst vermieden werden.

Sollte sich der Verdacht tatsächlich bestätigen, werden seitens des Gesundheitsamtes weitere Maßnahmen ergriffen, beispielsweise eine häusliche Quarantäne oder die Verlegung in eine Isolierstation eines Krankenhauses. Die Mediziner bitten die Bevölkerung, nicht selbstständig die Notaufnahme eines Krankenhauses aufzusuchen oder den Rettungsdienst zu alarmieren: „Die Kapazitäten dort werden dringend für akute Notfälle, wie beispielsweise Unfallopfer oder verletzte Personen gebraucht.“

Eine weitere Frage war, wie denn mit Veranstaltungen umzugehen sei, bei der eine größere Menge an Menschen erwartet werden – eine Berufsinfomesse wurde bereits abgesagt, es stehen in Kürze aber auch noch sportliche Großereignisse oder andere Verbrauchermessen an. Eine pauschale Antwort darauf zu geben, ist nicht möglich: „Natürlich würde es eine mögliche Ansteckungsgefahr komplett ausschließen, wenn die Menschen gar nicht erst zusammenkommen. Doch es liegt immer noch im Ermessen des Veranstalters, ob er die Veranstaltung durchführt oder nicht.“ Selbiges gilt auch für mögliche temporäre Betriebsschließungen, Absage von Besprechungen oder Feiern. Eine klassische Einzelfallentscheidung – das Gesundheitsamt kann hier lediglich beratend zur Seite stehen.

Alle Informationen sind auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html), des Bayerischen Gesundheitsministeriums (https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/) oder des Robert-Koch-Instituts
(https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html) verfügbar. Das Bundesgesundheitsministerium hat ein Bürgertelefon eingerichtet (Tel. 030 346 465 100) und auch unter der Tel. 116 117 steht der Ärztliche Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

Absender der Meldung:
Landkreis Landshut, Pressestelle

Pressemitteilung

2020-01-10T12:54:32

Flughafen München (ots) – Offenbar hat er den Bahnsteig mit einer Toilette verwechselt. Außerdem war es ihm anscheinend zu warm. Ein Bundespolizist, auf dem Heimweg vom Dienst, traf gestern (9. Januar) am Bahnsteig des S-Bahnhaltepunktes im Terminal auf einen offensichtlich Verwirrten. Der Rumäne saß nackt auf dem Bahnsteig, gestikulierte wild, schrie um sich und wollte sich auch nicht mehr anziehen. Schließlich urinierte er auch noch im Sitzen auf den Boden. Als der Beamte den Mann ansprach, hüllte er sich erst in Schweigen und flippte schließlich dermaßen aus, dass es mehrerer Polizisten und Handschellen bedurfte, ihn zu beruhigen. Mittels Rollstuhl brachten die Bundespolizisten den Aggressor zur Wache, von wo ihn ein Rettungswagen auf ärztliche Anordnung und in Begleitung zweier Polizisten in ein umliegendes Bezirksklinikum fuhr.

(Bundes)Polizisten sind immer im Dienst, auch wenn sie gerade auf dem Heimweg vom Dienst sind. Das hat gestern ein Beamter der Bundespolizei im Erdinger Moos wieder erleben dürfen. Am S-Bahnsteig “Terminal” angekommen, hörte er lautes Geschrei. Wenig später hatte er die Ursache auch schon ausgemacht. Ein junger Mann im Adamskostüm saß wild gestikulierend auf dem Bahnsteig, ein weißes Blatt Papier in der Hand. Auf seine Situation angesprochen, war der Nackte offenbar so aufgeregt, dass er im Sitzen auf den Boden urinierte, aber auf den Uniformierten erst in keiner Weise reagierte. Dieser ließ nicht locker, reichte dem vermeintlichen Anhänger der Freikörperkultur einen Mantel, welchen dieser wiederum aggressiv von sich schleuderte. Immer wieder schlug der 25-Jährige auch wild um sich, so dass dem Bundespolizisten und seinen mittlerweile hinzugekommenen Kollegen nichts anderes übrigblieb, als den offensichtlich stark Verwirrten zu fesseln. Mittels Rollstuhl brachten die Bundesbeamten den Gefesselten schließlich zur Wache. Dort angekommen holten sie einen Arzt hinzu. Der Mediziner diagnostizierte eine akute Psychose und wies den Patienten in die Psychiatrie ein. Den Weg in ein umliegendes Bezirksklinikum sollte er im Rettungswagen bestreiten, nicht jedoch ohne polizeiliche Begleitung.

Ergebnis des Nackt-Sit-Ins sind nun ein Aufenthalt in der Geschlossenen und eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte für den Rumänen, leichtere Blessuren zweier Bundespolizisten und ein wenig Arbeit für den Reinigungsdienst.

Foto: Bundespolizei

Bildtext: Studierten bei der Informationstour zu den Baumaßnahmen vor dem fast fertigen Zentrum für Allgemeinpsychiatrie den Plan: Von links ärztlicher Direktor Prof. Dr. Wolfgang Schreiber, Bauverwaltungschef Matthias Kopf, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, stellvertretender Krankenhausdirektor Christian Fenzl, Pflegeheimleiter Michael Besendorfer und Krankenhausdirektor Gerhard Schneider.

 

Jahrhundert-Baumaßnahmen in Mainkofen gehen voran

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich machte sich ein Bild vom Bezirksklinikum – 150 Millionen Euro werden investiert

 

150 Millionen Euro nimmt der Bezirk Niederbayern in die Hand, um das Bezirksklinikum Mainkofen noch moderner, noch leistungsfähiger zu machen. Es ist die größte Investition und die größte Veränderung in der Geschichte des Bezirksklinikums, größte Gesundheitseinrichtung Niederbayerns. Kürzere Wege, neueste Technik bei der Diagnostik und moderne, helle Zimmer sollen das Ergebnis der Maßnahmen sein. Dass die Arbeiten, die insgesamt laut Krankenhausdirektor Gerhard Schneider bis etwa 2025 dauern, im Plan vorangehen, davon konnte sich Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich diese Woche ein Bild machen. Er zeigte sich begeistert über die professionelle Umsetzung der Planungen.

Matthias Kopf, Leiter der Bauverwaltung des Bezirkes, Krankenhausdirektor Gerhard Schneider und ärztlicher Direktor Prof. Dr. Wolfgang Schreiber führten Heinrich durch die Neubauten beziehungsweise die Baustellen. Erster Stopp war beim Neubau des Neurologischen Zentrums, der nun etwas mehr als einen Monat im Betrieb ist. Im Erdgeschoss des neuen Baus befindet sich eine interdisziplinäre 24-Betten-Station mit Intensivstation, eine sogenannte Inter-Mediate-Care-Station (Intensivpflegestation) und einer Stroke-Unit zur Versorgung von Schlaganfallpatienten sowie die zentrale Notaufnahme, erreichbar über eine südliche Zufahrt. „Diese Zufahrt ist neu. Sie hat den Vorteil, dass die Rettungsfahrzeuge mit Blaulicht nicht mehr durch das ganze Gelände müssen“, erklärte Krankenhausdirektor Schneider der Delegation des Bezirks.

Das Untergeschoss des Neubaus beherbergt ein neues Institut für Diagnostische Radiologie mit Multifunktionsröntgenanlage, Computer Tomographie (CT) und einem neuem Drei-Tesla-MRT. Chefärztin Dr. Katharina Kolbasseff erläuterte Heinrich bei einem Rundgang die bildgebenden Verfahren. Auf gleicher Höhe befindet sich auch die neurologische Ambulanz mit Infusionstherapie, wie die Radiologie bereits in Betrieb. „Hier bieten wir den Patienten nun bequeme, verstellbare Stühle an, so dass sie ihre Infusionen, die bei MS-Patienten mehrere Stunden dauern können, nicht mehr auf einer Liege bekommen müssen und dabei lesen oder fernsehen können“, stellte Krankenhausdirektor Schneider die Verbesserungen vor.

Zudem findet im Untergeschoss nun die Funktionsdiagnostik Raum. Aufgenommen worden ist zudem bereits der erste sogenannte Weaning-Patient, dabei handelt es sich um künstlich Beatmete, die von der Beatmung entwöhnt worden sollen. Baureferatsleiter Matthias Kopf zeigte ferner, dass die Generalsanierung des Altbestandes Neurologie mit einer 44-Betten-Station und der Klinik für Neurologische Frührehabilitation mit einer 24-Betten-Station bereits begonnen hat. Hier soll die Innere Medizin und die Labordiagnostik eine neue Heimat finden. Anfang 2019 soll alles fertig sein. Für den Krankenhausdirektor ergeben sich durch die Neu- und Umbauten riesige Verbesserungen für die Notfallpatienten: „Die Patienten werden in die Notaufnahme gebracht, und die ganze Diagnostik befindet sich unter einem einzigen Dach. So gibt es sehr, sehr kurze Wege, was von großer Bedeutung ist, wenn jede Minute zählt.“

Auch bei der Neustrukturierung der Psychiatrischen Klinik, zweite Station von Dr. Heinrichs Besichtigungstour, geht es voran. Planmäßig zum Oktober kann das Zentrum für Allgemeinpsychiatrie mit vier Stationen und 80 Betten im Oktober in Betrieb genommen werden. Laut ärztlichem Direktor Prof. Dr. Schreiber sind hier Patienten mit allgemeinpsychiatrischen Krankheitsbildern wie Depressionen oder Angststörungen untergebracht. Das Mainkofen-Team führte Heinrich durch die schon fertigen Stationen, die lichtdurchflutete Flure und helle Zimmer offenbarten. Bereits fertig ist ein Musterzimmer, von dem sich der Bezirkstagspräsident sehr angetan zeigte.

Nebenan entsteht der erste Würfel des Zentrums für Abhängigkeitserkrankungen mit zwei Stationen und 40 Betten, die Inbetriebnahme ist im Januar 2019 geplant. Direkt gegenüber wird gerade ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert, das eine brandneue Spezialstation für Autismus-Spektrum-Störungen, die es bislang noch nicht gab, beherbergt. Die Patienten brauchen laut Prof. Dr. Schreiber intensivste Betreuung. In dem Altbau sind Therapie- und Behandlungsräume angesiedelt, direkt nebenan gibt es einen neuen Anbau, der die 16 Betten für diese Station beherbergt. Start soll im Februar 2019 sein.

Schließlich ließ sich Heinrich von Heimleiter Michael Besendorfer noch den Neubau des Pflegeheimes Mainkofen – die neue Bezeichnung lautet Sozialpsychiatrisches Zentrum – zeigen. Hier entstehen vier Stationen mit 92 vollstationären Betten. Im alten Pflegeheim gab es lediglich 74 Betten. Die Bewohner sollen Ende November umziehen, so Besendorfer.

Insgesamt bezifferte Bauverwaltungschef Matthias Kopf Investitionskosten von rund 150 Millionen Euro. Rund die Hälfe davon seien bereits verbaut worden. Zwei weitere Bauabschnitte werden folgen. Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich zeigte sich begeistert, wie es in Mainkofen vorangeht:  „Wir führen hier Jahrhundertmaßnahmen durch, die zu einer enormen Qualitätssteigerung führen – für Patienten, aber auch für Mitarbeiter“, zeigte sich Heinrich nach der Begehung begeistert. Besondere Anerkennung fand er für die Arbeit des Baureferats des Bezirkes: „Es ist eine enorme Leistung, in solch vom Bauboom überhitzten Zeiten eine Maßnahme so professionell und im Plan durchzuführen.“

 

– mbs –

 

Foto: Melanie Bäumel-Schachtner

 

Pressemitteilung

Landshut, 19.10.2016

 

Positive Entwicklung in den Kliniken

Fehlbetrag aufgrund von gesetzlich vorgeschriebener Pensionsrückstellung bedingt

 

Die Jahresabschlüsse der Bezirkseinrichtungen in Mainkofen und Straubing sowie Vergaben für die Neustrukturierung des Bezirksklinikums Mainkofen, die Sanierung des Bruthauses des Fischereilichen Lehr- und Beispielbetriebs in Lindbergmühle und die Diskussionen über das Landesentwicklungsprogramm standen im Mittelpunkt der Bezirkstagssitzung, die am 18. Oktober 2016 unter dem Vorsitz von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in Mainkofen stattfand.

 

Das Bezirksklinikum Mainkofen schließt das Wirtschaftsjahr 2015 mit einem Verlust ab, obwohl ein tatsächlich positives wirtschaftliches Ergebnis erzielt worden war. Der Grund für das Bilanzergebnis des Bezirksklinikums Mainkofen liegt darin, dass Rückstellung für sogenannte „aktive“ Pensionslasten in Höhe von 5 Mio. Euro gebildet werden mussten. Ohne Berücksichtigung dieser Pensionsrückstellungen, die von der Krankenverwaltung nicht beeinflussbar sind, ergibt sich auch für 2015 wieder ein positives Ergebnis aus dem Krankenhausbetrieb – und zwar in Höhe von 1.066.498 Euro. „Der Verlust ist auf Rückstellungen für aktive Pensionslasten in Höhe von 5 Mio. Euro zurückzuführen und verfälscht das tatsächliche wirtschaftliche Ergebnis: Die Rückstellungen werden nach § 249 HGB für den Fall gebildet, dass die bayerische Versorgungskammer, an die der Bezirk für alle Beamten und Pensionisten Versorgungsumlagen bezahlt, die zugesagten Pensionen, z. B. wegen Insolvenz, nicht leisten kann. Dies ist ein sehr unwahrscheinliches, mit den Rückstellungen abgesichertes Risiko. Sie belasten nicht die Liquidität und sind später, ab circa 2025 aufzulösen und führen dann zu entsprechenden Erträgen“, informierte Krankenhausdirektor Gerhard Schneider.

 

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit den Standorten Mainkofen, Passau und Freyung verzeichnete 2015 einen Anstieg der Fälle auf erstmals über 8.000 Patienten bzw. 3.351 Belegungstage, die aufgrund der Erhöhung der Planbettenzahl von den Krankenkassen nun auch finanziert worden sind. Die Auslastung betrug an den Standorten Mainkofen 102 Prozent (trotz Planbettenerhöhung), Passau vollstationär (96,5 Prozent), Passau teilstationär (67,4 Prozent) und Freyung 75,6 Prozent (sukzessive Inbetriebnahme ab Juli 2015). Trotz der nicht unerheblichen Mehrkosten durch die Verlagerung von 40 Patientinnen und Patienten an das Krankenhaus Freyung konnte ohne Berücksichtigung der Pensionslasten ein positives Ergebnis erzielt werden.

 

Auch die Forensische Klinik erzielte mit einem Anstieg der Belegungstage um 2.376 Tage und gleichzeitiger Anpassung der Überbesetzung im Pflegedienst ein positives operatives Ergebnis. Die Auslastung lag bei 118 Prozent. Der Belegungsrückgang im Jahr 2014 wurde mehr als kompensiert. Die Abteilung für Kurzzeitentwöhnung konnte trotz einer Mehrung von 336 Tagen und einer Auslastung von 91 Prozent wiederum kein ausgeglichenes Ergebnis erzielen.

 

In der Neurologischen Klinik wurden die mit den Kassen vereinbarten Mehrleistungen (+122 Fälle) erreicht. Es konnte ein Überschuss erzielt werden. Das mit den Kassen vereinbarte Leistungsspektrum der Klinik für Neurologische Frührehabilitation wurde dagegen nicht erreicht. Die baulichen Verhältnisse insbesondere die notwendige Isolierung von Patienten mit multiresistenten Keimen und die daraus resultierende Belegung von Zweibettzimmern mit nur einem Patienten sind ein wesentlicher Grund dafür. Die finanzielle Situation im nicht-stationären Bereich (überwiegend Ambulanzen der einzelnen Kliniken) ist durchwegs positiv.

 

Das Bezirkskrankenhaus Straubing hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Fehlbetrag von rund 598.000 Euro abgeschlossen. Grund dafür ist, dass im Jahr 2015 weniger Berechnungstage erzielt wurden, da das BKH Straubing im Hinblick auf  geplante Umbaumaßnahmen teilweise nicht vollbelegt war. Hinzu kommt, dass das Budget für die Jahre 2015/2016 bei den Verhandlungen Ende 2014 sehr niedrig angesetzt worden war. Seit Einführung der Budgetierung – die Budgetvereinbarungen werden mit dem Freistaat Bayern getroffen – wird damit erstmalig ein Fehlbetrag ausgewiesen. Der Fehlbetrag wird aus vorhandenen Budgetüberschüssen gedeckt.  Aufgrund der bisherigen Entwicklung ist auch für das Geschäftsjahr 2016 ein Fehlbetrag zu erwarten. Die Budgetverhandlungen des Bezirkskrankenhauses Straubing für das Jahr 2017 stehen Ende 2016 an.

 

Im Bild: Bezirksklinikum Mainkofen

 

 

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