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Bewegungsparcour

Pressemitteilung der Jungen Union Landshut-Stadt

Landshut, 10. August 2015

Im Rahmen einer Informationsfahrt der Jungen Union Landshut nach Taufkirchen gemeinsam mit der CSU-Fraktion im Landshuter Stadtrat sowie der Stadträtin Karina Habereder konnten die Mitglieder der Jungen Union kürzlich interessante Eindrücke zur Errichtung eines Bewegungs- und Generationenparcours gewinnen.

Zunächst erläuterte die Vorsitzende des Taufkirchener Bürgervereins „Columbus-Achter“, Frau  Gerti Bart, den anwesenden Mitgliedern der JU den Ablauf sowie die genommenen Hürden bis zur Errichtung des Fitness- und Generationenparcours in Taufkirchen im Jahr 2014. Im Anschluss daran gaben die Seniorenbeirätin sowie der Übungsleiter des TSV Taufkirchen (Vils) der JU einen Überblick über die generationenübergreifende Nutzung der öffentlichen Sportanlage durch Schulklassen im Rahmen des Sportunterrichts bis hin zu Seniorengruppen, die unter Anleitung gerne diverse Übungen durchführten. Besonders die im Sportparcours angebotenen Möglichkeiten zum Training des Gleichgewichts und zur Steigerung der Sturzprävention fänden bei älteren Mitbürgern der Gemeinde Taufkirchen regen Anklang. Der Vorsitzende der Landshuter Schüler Union, Johannes Alfery, zeigte sich begeistert von der breiten Nutzergruppe eines derartigen Sport- und Generationenparcours: „Die positiven Erfahrungen aus Taufkirchen zeigen, dass durch derartige öffentliche Sportanlagen nicht nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, sondern die gesamte gesellschaftliche Breite profitiert. Um diesen positiven Effekt künftig auch in Landshut zu erzielen, erscheint die Errichtung einer derartigen Sportanlage auch in unserer Stadt absolut sinnvoll.“

Vor Ort erhielten die Mitglieder der Jungen Union zudem eine sachkundige Einführung in die Trainings- und Verwendungsmöglichkeiten der aufgestellten Sportgeräte durch den Dipl.-Sportwissenschaftler Oliver Seitz vom Hersteller 4circle. Danach bekamen die JU Mitglieder und die anwesenden Stadträte Karina Habereder, Maximilian Götzer und Rudolf Schnur die Gelegenheit zum ausgiebigen Test des Sportparcours. „Die durch die aufgestellten Geräte gebotenen Trainingsmöglichkeiten sind umfangreich und vielfältig. Zudem lässt sich der Sportparocurs hervorragend mit modernen Trainigsprogrammen wie Freeletics kombinieren, wodurch gerade für junge Menschen ein weiterer Anreiz zur Nutzung eines derartigen Parks gesetzt wird.“, so die stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Dorothea Abdelghaffar.

Im Weiteren erläuterte der zweite Bürgermeister der Gemeinde Taufkirchen, Dr. Christoph Puschmann, dass der Bewegungsparcours zu 60 Prozent durch Mittel des Freistaat Bayern bezuschusst wurde und bisher keine Vandalismusprobleme aufgetreten sind, sondern vielmehr das Umfeld durch den Sportpark eine Aufwertung erfahren hat. Aus Sicht des JU-Kreisvorsitzenden Ludwig Schnur zeigt das Beispiel Taufkirchen hervorragend, wie generationenübergreifende Prävention und Gesundheitstraining durch städtische Maßnahmen gefördert werden können. „Es wird daher Zeit, auch in Landshut derartige öffentliche Sport- und Bewegungsparcours aufzustellen. Als JU können wir uns dabei den zentrumsnahen Standort Mühleninsel sehr gut vorstellen, der durch den Sportpark zudem eine weitere Aufwertung erfahren würde.“, so der JU-Kreisvorsitzende Ludwig Schnur. „Hier kann die Stadt Landshut für eine verhältnismäßig geringe Summe einen hohen Mehrwert für die Landshut Bevölkerung und deren Gesundheit schaffen. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund empfiehlt den Kommunen seit Langem derartige Bewegungsparcours, wie wir sie neben Taufkirchen auch aus München und Freising kennen.“, so Schnur weiter.

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Bereits in rund 400 Standorten in Deutschland wird es praktiziert: Ein Bewegungsparcour lädt ein, sich an zwölf bis 14 Geräten sportlich zu betätigen, um an seiner Fitness, Beweglichkeit, aber auch an Koordination, Kraft und Mobilisation zu “arbeiten”. In Landshut soll das Konzept nach einem Beschluss des Bausenats im Juli 2013 im Bereich des Landshuter Stadtparks realisiert werden. Auf Einladung der CSU-Stadtratsfraktion stellte in der Glasdachhalle des Klinikums der Sportwissenschaftler Oliver Seitz das Prinzip nach der “4Fcircle”-Idee, wobei die vier “f” für fit, free (frei), fun (Spaß) und function (Funktion) stehen. Die Einladung zum Infoabend richtete sich in erster Linie an Vertreter von Vereinen, Institutionen und Arbeitskreisen, die mit den Gebieten “Sport und Gesundheit” zu tun haben.

Bereits bei der diesjährigen Umweltmesse konnten die Besucher einige Sportgeräte in Augenschein nehmen und auch gleich unter Aufsicht ausprobieren. Dies wurde dann auch fleißig genutzt: Nicht nur von den Veranstaltern der Messe, Rudolf Schnur und Andrea Lapper, sondern auch von den Ehrengästen und vielen Messebesuchern (siehe Foto).

Seit 2001 gibt es diese Bewegungsparcours in Deutschland, der erste wurde in München errichtet. Seitdem hätten sich in immer mehr Gemeinden und Kommunen diese “Orte der Bewegung und Begegnung” etabliert. Hier sollen, so Seitz, im Gegensatz zu den verfallenen Trimm-Dich-Pfaden, mit Spaß nachhaltige Gesundheitseffekte erzielt werden. Dies unabhängig vom Alter, der Körpergröße oder dem körperlichen Leistungsstand. Das Konzept sei in Zusammenarbeit mit der TU München, dem Sportamt München und der “playparc GmbH” als Hersteller entwickelt worden.

Die bisherigen Erfahrungen, so der Sportwissenschaftler, hätten eine hohe Akzeptanz und eine effektive gesundheitliche Prävention gezeigt.  Bei den Geräten handele es sich um “solide, TÜV-geprüfte Fitnessgeräte, die eine ausgewogenen Trainingsmöglichkeit in den Bereichen Kraft, Koordination und Beweglichkeit ermöglichen”. Die Bewegungsparcours würden stets stadtnah installiert – in Frage kämen Fußball- oder Stadtplätze, Parks oder naturnahe Areale.

Bei der Realisierung, so Seitz, werde mit sportwissenschaftlicher Begleitung das Konzept erläutert, die geeignetsten Standorte analysiert, die Geräteauswahl und deren Anordnung vorgeschlagen sowie weitere Tipps hinsichtlich projektbezogener Visualisierungen, Einbindung Dritter – etwa Sportvereinen sowie Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt. Denn die Realisierung mit den aus Sicht von Seitz “notwenigen und sinnvollen” zwölf bis 14 Geräten belaufe sich auf rund 50.000 Euro, wobei allein die Gerätekosten rund 35.000 Euro betrügen. Es gäbe allerdings verschiedene Fördermittel, etwa aus der “sozialen Stadt”, zudem könne man über Co-Finanzierungen durch Sponsoring (Stiftungen, Unternehmen, soziale Institutionen) nachdenken.

Nach dem Referat regte die CSU-Fraktionsvorsitzende Ingeborg Pongratz, die gemeinsam mit ihren Fraktionskollegin Gaby Sultanow, sowie den Kollegen Helmut Radlmeier und Rudolf Schnur die Stadtratsanträge und Informationsveranstaltung vorbereitet hat, an, sich einen Bewegungsparcour vor Ort, in Betrieb, anzuschauen. Dieser Vorschlag fand die Zustimmung der Zuhörer. Seitz schlug eine Exkursion nach Ingolstadt vor, worauf man sich aufgrund der geographischer Nähe schnell einigte.

Rüdiger Abel

Mehrgenerationenpark wird näher getreten

Die CSU-Stadtratsfraktion lädt ein in Kooperation mit dem BLSV, dem Kneipp-Verein u. a. für Mittwoch, 23. Oktober 2013, 19.00 Uhr, im Klinikum Landshut, Glasddachhalle, Robert-Koch-Str. 1, 84034 Landshut.

Dipl.-Sportwissenschaftler Oliver Seitz stellt das Bewegungskonzept  vor. Er wird Details zur Planung, Realisierung und zum nachhaltigen Betrieb erörtern. Der Generationenpark ist für Menschen von 8 bis 80 Jahren geeignet. Da ein gesundheitsbewusstes Leben entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität jeden Alters hat, ist es wichtig, sinnvolle Angebote der Prävention und insbesondere der Bewegungsförderung bereitzustellen. Ein Beschluss des Bausenates besagt, dass der Errichtung eines Bewegungsparks im Bereich des Landshuter Stadtparks näher getreten werden soll. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung herzlich eingeladen.

 

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