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Batterien

Landrat besteht auf wirksamer Brand-Vorsorge –
Nach Großbrand in Wörth: Landratsamt und Feuerwehr legen Recycling-Firma konkreten Maßnahmenplan vor – Erdbeeren-Untersuchung: LGL spricht von „unauffälligen Ergebnissen“

Landkreis Landshut. Das Landratsamt Landshut hat in enger Absprache mit der Leitung der Feuerwehren im Landkreis der Recycling-Firma in Wörth, bei der es vor wenigen Tagen zu einem Großbrand gekommen war, einen konkreten Maßnahmenplan vorgelegt, der künftige Brände nach Menschenermessen ausschließen soll. Landrat Peter Dreier hat gegenüber dem Werksleiter der Firma zugleich mit Nachdruck deutlich gemacht, dass für ihn Schuldzuweisungen an Bürger und Kommunen, wie der Werksleiter sie gegenüber verschiedenen Medien gemacht hat, indiskutabel sind. In den 29 Jahren zum Beispiel, die der Landkreis ein Netz von Altstoff-Sammelstellen unterhält, hat hier kein einziges Mal Elektro- oder sonstiger Schrott gebrannt.

Landrat Peter Dreier hat im Gespräch mit dem Werksleiter im Landratsamt Landshut dargelegt, dass die Behörde auf der Umsetzung einer Reihe von wirksamen Maßnahmen zur Brand-Vorsorge besteht. Wenn sie unverzüglich und Zug um Zug erfüllt werden, könne nach und nach auch der Betrieb der Recycling-Anlage wieder angefahren werden, erklärte der Landrat im Beisein einer ganzen Reihe von Mitarbeitern des Landratsamts und von Feuerwehr-Führungskräften.
Derzeit ist die Betriebserlaubnis bekanntlich durch das Landratsamt ausgesetzt, Dreier betonte zudem, dass für den Fall der Wiederaufnahme des Gewerbebetriebs gelte, dass das gesamte an einem Tag angelieferte Material noch am selben Tag verarbeitet werden müsse und keine Haufen von unbearbeitetem Material über Nacht oder über die Wochenenden gelagert werden dürfen.
Von Seiten des Landratsamts und der örtlichen Brandschützer wie der Kreisfeuerwehr-Führung wird von dem Recycling-Unternehmen verlangt, dass alle Brandschutzmaßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden, die im Februar dieses Jahres von einer ganzen Reihe von Behörden gefordert worden sind. Zusätzlich wurde dem Werksleiter die Forderung unterbreitet, dass Schaummittel in geeigneter Weise auf dem Firmengelände gelagert werden müssen, wie sie bei dem Großbrand zum Einsatz gekommen sind.
Landrat Dreier hob hervor, dass insbesondere auch mit dem Bau von weiteren Trennmauern begonnen werden muss. Eine solche massive Trennmauer hat bei dem Großbrand eine nochmalige Ausweitung der Feuersbrunst verhindert. Zudem muss eine ortsnahe Versorgung mit ausreichend Löschwasser gesichert sein durch zwei statt bisher einem Brunnen. Bei dem Großbrand Anfang Juni mussten die Feuerwehren große Wassermengen zum Teil aus größerer Entfernung heranpumpen. Der Werksleiter versicherte gegenüber dem Landrat und den Vertretern von Landratsamt und Feuerwehren, dass diese Forderungen erfüllt werden.
Gegenüber verschiedenen Medien hatte der Werksleiter Vorwürfe erhoben, dass Bürger achtlos auch regelrecht brandgefährliche Akkus und Batterien verschiedener Art unter ihren „Wohlstandsmüll“ wegwürfen und er hat darauf verwiesen, dass es in einer Reihe von Recycling-Anlagen und bei Mülltransporten deutschlandweit zu Bränden gekommen sei. Auch bei dem Gespräch im Landratsamt verdeutlichte der Werksleiter solche Vorkommnisse.
Landrat Dreier entgegnete, dass Versäumnisse bei Sicherheitsbestimmungen und auf gesetzgeberischer Ebene im Bund und bei der Europäischen Union für ihn nicht Gegenstand einer Diskussion über den Schutz der Bürger vor Bränden sein könne. Er verwies darauf, dass die Recycling-Firma vertraglich gegenüber dem Landkreis Landshut für die größtmögliche Sicherheit bei dem Betrieb des Unternehmens verpflichtet ist. Von Seiten des Sachgebiets Abfallwirtschaft des Landratsamts wurde unter anderem deutlich gemacht, dass die Altstoff-Sammelstellen im Umgang zum Beispiel mit Lithium-Ionen-Batterien höchste Sorgfaltsstandards erfüllen.
Inzwischen liegen erste Untersuchungsergebnisse von Pflanzenmaterial und Erdbeeren vor aus dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Wie das LGL heute (Freitag, 14. Juni) mitgeteilt hat, sind die Untersuchungsergebnisse von Erdbeeren, die auf einem Feld bei Wörth am Mittwoch, 5. Juni, gepflückt worden sind, in Bezug auf Dioxine, Furane und Schwermetalle „unauffällig“. Wisch-, Pflanzenmaterial- und Grasproben aus der Brandnacht sind vom LfU untersucht worden. Die am heutigen Freitag in schriftlicher Form übermittelten konkreten Messergebnisse dieser Untersuchungen sind in Kürze im Internet unter www.landkreis-landshut.de verfügbar. Das LfU hat, wie letzte Woche berichtet, diese Untersuchungen auf polychlorierte Dioxine, Furane und Schwermetalle ebenfalls als „unauffällig“ bewertet.

Energiespeicher für stationäre und mobile Anwendungen

Batterien

© Projektträger Jülich

Energiewirtschaftliche Ausgangslage

Die sich in Zukunft abzeichnenden Änderungen in der Erzeugungsstruktur für elektrische Energie erfordern mittel- bis langfristig einen steigenden Bedarf an Speicherkapazitäten. Heute bereits wirtschaftlich verfügbar ist die Pumpspeichertechnologie. Alternative Technologien, wie z. B. hocheffiziente Druckluftspeicher, stehen erst am Anfang der Entwicklung.

Elektrochemische Speicher auf Lithiumbasis werden z. Z. als zukunftsweisende Technologieoption für den Einsatz in teil- oder vollelektrisch betriebenen Fahrzeugen eingestuft. Entsprechend den Zielen der “Nationalen Plattform Elektromobilität” strebt die Bundesregierung für das Jahr 2020 den Bestand von einer Million Elektrofahrzeugen an. Langfristig wird den elektrochemischen Speichern auch eine Option zur Regelung der Stromnetze eingeräumt. Heute verfügbare elektrochemische Speicher weisen nicht die für beide Einsatzfälle erforderlichen technischen und wirtschaftlichen Bedingungen auf.

Thermische Speicher finden in den Bereichen Energieumwandlung, Energieversorgung und in allen Sektoren des Endverbrauches ihren Einsatz. Sie stellen ein wichtiges Element für die weitere Steigerung der Energieeffizienz dar und leisten einen wesentlichen Beitrag bei der Optimierung von Energieversorgungssystemen (Kraft-Wärme-Kopplungs-Systeme).

Stoffliche Speicher, beispielsweise Wasserstoff, werden durch die zu erwartende Verknappung und damit einhergehende Verteuerung von Primärenergieträgern als Alternative zu herkömmlichen Brenn- und Kraftstoffen zunehmend interessant.

Technologieentwicklung und Förderstruktur

Bis vor einigen Jahren stand die Forschungsförderung für Energiespeicher nicht im Fokus des Energieforschungsprogramms, was u. a. daran lag, dass der Bedarf an Stromspeichern zur Regelung der Netze vergleichsweise gering war und bei elektrochemischen Speichern keine wesentlichen Durchbrüche beobachtet wurden.

Die Situation hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Der Bedarf an Speichern in den Stromnetzen wird künftig enorm zunehmen und neue Lithium-Ionen-Techniken versprechen aufgrund ihrer vergleichsweise hohen Energie- und Leistungsdichte den Einsatz in der Elektromobilität.

Energiespeicher umfassen ein breites Technologie- und Anwendungsspektrum und die technologischen Entwicklungen weisen eine hohe Heterogenität auf. Aus diesem Grund werden wesentliche Anteile der Aktivitäten zur Entwicklung von stationären Energiespeichern im Rahmen einer gemeinsam von den Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi), für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie für Bildung und Forschung (BMBF) formulierten “Förderinitiative Energiespeicher”durchgeführt. Im Juli 2012 wurde der Startschuss für die ersten 60 innovativen Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Energiespeicher gegeben. Weitere Fördermaßnahmen des BMWi umfassen die angewandte Forschung, Entwicklung, und Demonstration von Systemen ohne direkten Bezug zu den erneuerbaren Energien.

Strategisch wichtige Förderbereiche

In der ressortübergreifenden Förderinitiative zu stationären Speichern sind Themen in folgenden Bereichen Gegenstand der Förderung:

  • elektrische Speicher (Batterien, Druckluftspeicher, virtuelle Speicher, Kondensatoren, Schwungrad- sowie Pumpspeicher)
  • stoffliche Speicher (Umwandlung flexibler Strommengen in Wasserstoff und Methan, geologische Speicherung, effiziente Rückverstromung stofflicher Speicher)
  • thermische Speicher (Materialien und Konstruktionsprinzipien, Konzepte für solarthermische Kraftwerke, für Gebäudeversorgung, Integration in Wärmenetze)
  • übergeordnete Themen (Management verteilter Speicher, Herstellungsverfahren, systemanalytische Untersuchungen und Akzeptanz von Speichern).

Die Aktivitäten des BMWi konzentrieren sich darüber hinaus im Wesentlichen auf die mobilen Anwendungen, die durch die vorgenannte gemeinsame Förderinitiative nicht abgedeckt sind:

  • elektrische Speicher mit Schwerpunkten auf der Weiterentwicklung der Lithium-Technologie
  • stoffliche Speicher, insbesondere bei der Nutzung von Wasserstoff
  • thermische Speicher mit Blick auf Effizienz, Verfügbarkeit und Kosten bei der Anwendung in Kraftwerksanlagen, industriellen Prozessen und im Gebäudebereich.

 

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Nun ist es amtlich: Elektrofahrzeuge werden zehn Jahre von der Steuer befreit. Das teilte die Bundesregierung am 26. Oktober 2012 mit. Danach müssen Lkw, Nutzfahrzeuge und Krafträder für zehn Jahre keine Kfz-Steuer zahlen, wenn sie mit Elektromotoren angetrieben werden. Als Energiespeicher kommt ein Akku ebenso in Betracht wie eine Brennstoffzelle.

Auch die Dienstwagensteuer soll angepasst werden. Bislang muss der Besitzer ein Prozent des Bruttolistenpreises seines Dienstwagens als Steuer an den Fiskus überweisen, weil die private Nutzung des Autos einen geldwerten Vorteil darstellt. Bei Anschaffung eines Plug-in-Hybrids oder eines Elektrofahrzeugs kann man in Zukunft pro KWh des im Auto vorhandenen Energiespeichers 500 Euro von der zu versteuernden Summe abziehen. Der Betrag sinkt ab 2014 jedes Jahr um 50 Euro bis 2022. Für Brennstoffzellenfahrzeuge soll bei deren Markteintritt eine vergleichbare Regelung gefunden werden.

 

Lithium-Ionen-Batterien stellen in Brandversuchen Sicherheit unter Beweis

Elektro- und Hybridautos mit Lithium-Ionen-Antriebsbatterien sind im Brandfall mindestens genauso sicher wie Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Reihe von Brandversuchen, die das BEM-Mitgliedsunternehmen DEKRA gemeinsam mit einem Autohersteller unternommen hat.

In der Versuchsreihe wurden drei Antriebsbatterien eines aktuellen Elektrofahrzeugs in Brand gesetzt und mit unterschiedlichen Löschmitteln gelöscht. „Wir wollten herausfinden, wie sich die Batterien beim Brand und während des Löschens in der Praxis verhalten und welche Mengen an Löschmittel notwendig sind”, so Markus Egelhaaf aus der DEKRA Unfallforschung. Entzündet wurden die Batterien mit Benzin. Nach mehreren Minuten in den Flammen bei Temperaturen von über 800°C begannen die Batterien eigenständig zu brennen. Dabei war die Flammen- und Rauchentwicklung deutlich geringer als bei brennendem Benzin. Der Überdruck, der im Inneren der Batterien durch den Brand entstand, wurde durch die eingebauten Überdruckventile nach außen abgeleitet. Dabei entstanden kleinere Stichflammen, die aber ihrerseits hinter der Intensität eines Benzinbrandes zurückblieben. Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Punkt, so Egelhaaf: „Die Gefahr, dass sich der Brand schnell ausbreitet, ist bei den Batterien geringer. Denn anders als bei Fahrzeugen mit konventionellen Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel können hier keine brennenden Flüssigkeiten wegfließen und so benachbarte Objekte in Brand setzen.”