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LANDSHUTER KÜNSTLERIN MARIA PROEBST (1903 – 1987) — Museen der Stadt Landshut präsentieren Grafiken und Keramikarbeiten von Maria Proebst im Deutschen Saal der Residenz

LANDSHUTER KÜNSTLERIN MARIA PROEBST (1903 – 1987) – Museen der Stadt Landshut präsentieren im Deutschen Saal der Stadtresidenz Grafiken und Keramikarbeiten von Maria Proebst

 

Die Museen der Stadt Landshut präsentieren erstmals Grafiken und Keramikarbeiten der Landshuter Künstlerin.

In der Zeit von 1930 bis 1945 entstanden die ausgewählten Arbeiten, als Maria Proebst noch ihren eigenen künstlerischen Weg suchte. Im Gefolge des Expressionismus entdeckte sie den Holzschnitt als ihr Medium. Später trat die Künstlerin verstärkt mit großformatigen Lithografien hervor.

In den Jahren 1920/21 absolvierte Maria Proebst eine Ausbildung als Porzellanmalerin in Selb und wechselte 1922 an die Keramikschule in Landshut. In der königlichen Akademie in Bukarest empfängt die junge Frau seit 1952 prägende Eindrücke als Porzellanmalerin.

Die ersten Holzschnitte entstehen im Jahre 1929/30 mit Landshuter Motiven. Weitere Jahre der Ausbildung schließen sich in den Jahren 1932 – 1934 in der Keramikschule an. Anschließend begann 1934/35 Maria Proebst eine Lehrerinnenausbildung am Landshuter Ursulinenkloster. Durch den Bau eines eigenen Wohnhauses in Landshut war der weitere Lebensweg vorgezeichnet.

Noch in den Kriegsjahren besucht die Künstlerin die Akademie in München um an der Technischen Hochschule Architektur zu studieren. 1945 kehrt sie aus der ausgebombten Stadt wiederum nach Landshut zurück. An der Gestütstraße richtete Maria Proebst 1948 eine Keramikwerkstatt ein. Seit 1953 sicherte die Tätigkeit als Kunsterzieherin den Lebensunterhalt.

Ansichten von Landshut und dem ländlichen Bayern sind im Zentrum des „Deutschen Saals“ zu sehen. Neben konventionellen Sujets wie bspw. Heilig Blut, verdienen speziell die Leinberger Madonna oder die Partie am Martinsfriedhof Beachtung. Darstellungen bäuerlichen Lebens nehmen einzelne Bildtitel auf die Jahre in Rumänien Bezug. Die hier empfangenen Eindrücke präsentieren scheinbar insgesamt in den Darstellungen eine verarmte Landbevölkerung in vorindustrieller Zeit.

Aquarelle Tierstudien in Blau-weiß sowie schwarz-weiße Keramikentwürfe weisen auf die Ausbildung von Maria Proebst als Porzellanmalerin und Keramikerin hin. Das Blatt mit der Giraffe gibt als einziges Aquarell einen Hinweis, dass es sich wahrscheinlich um Vorarbeiten für bemalte Kacheln handelt.

Zeitkritische Sujets und religiöse Motive runden den ausgestellten Werkbestand ab. Die Linolschnitte der Dultreihe verdienen auf Grund ihrer Originalität besondere Hervorhebung.

 

-hjl-

 

Auswahl einiger Aussstellungsobjekte von Maria Proebst:

 

 

Fotos: H.J. Lodermeier