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Große Schritte in Richtung Kulturerbe der Menschheit

Von rechts nach links: Thomas Hilzensauer (Bundesgeschäftsführer Kneipp-Bund), Klaus Holetschek (Präsident Kneipp-Bund), Achim Bädorf (Vorsitzender Verband Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte), Petra Nocker (Kurdirektorin Bad Wörishofen), Katja Heiderich (Verband Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte), Stefan Welzel (Zweiter Bürgermeister Stadt Bad Wörishofen) und Christian Dannhart (Geschäftsführer Kneipp-Verlag)

Das „Kneippen“ soll auch auf die internationale UNESCO-Liste

Bad Wörishofen, 10. September 2018 – Vor knapp drei Jahren gab die deutsche UNESCO-Kommission bekannt, dass das „Kneippen“ in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Der Kneipp-Bund hatte zusammen mit der Stadt Bad Wörishofen und dem Verband Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte einen gemeinsamen Antrag eingereicht. „Seither streben die drei Kulturerbeträger auch eine Aufnahme auf die internationale UNESCO-Liste an – das Kulturerbe der Menschheit“, berichtet der Präsident des Kneipp-Bundes, Klaus Holetschek MdL.

Vertreter der drei Antragssteller hatten sich in Bad Wörishofen zu einem Arbeitstreffen eingefunden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Denn: „Die deutsche UNESCO-Kommission hat uns mitgeteilt, dass eine solche Nominierung mit erheblichem Arbeitsaufwand für die Trägergruppen verbunden ist“, erklärt Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel. Natürlich wolle man sich diese einmalige Chance nicht entgehen lassen, wie Achim Bädorf, Vorsitzender des Verbands Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte, betont: „Wir haben der UNESCO versichert, dass wir alle Anforderungen, die mit einer Nominierung verbunden sind, erfüllen werden.“

Das „Kneippen“ könne allerdings frühestens Ende 2021 für die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit nominiert werden, da die Vorschläge bis dahin bereits feststehen (Blaudruck, Bauhüttenwesen, Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft). „Wir sind guter Dinge“, sagt Klaus Holetschek, „das Kneippen ist unseres Wissens nach bislang die einzige Kulturform aus dem Gesundheitsbereich. Und im Endeffekt erfüllt es alle Voraussetzungen für die internationale Ebene“.

Indes äußerten alle Anwesenden ihr Bedauern über die bevorstehende Schließung des Kneippianums und wiederholten gerade auch mit Blick auf den Erhalt und die Pflege des Kulturerbes ihre Bereitschaft zur aktiven Unterstützung für ein Fortbestehen der von Kneipp begründeten karitativen Einrichtung. Man sei sich einig, dass sich alle gemeinsamen Anstrengungen lohnen würden, um Kneipps Erbe zu bewahren.